Moin die Herren,
jetzt hats mich auch erwischt: nach 14 Jahren mehr oder weniger pannenfreiem Rumshoveln mußte ich am Sonntag zum ersten Mal die ADAC-Plus Karte ziehen und von den gelben Herrschaften nach Hause gebracht werden. Hat dann auch für 150 km gerade mal 6,5 Stunden gedauert
An der Ritzelbremse hatten sich alle 5 Schraubverbindungen zum Nabenflansch gelöst; die Nyloc Sicherungsmuttern warn weg und der größere Teil der Schrauben auch. Die Ankerplatte hats natürlich auch ziemlich mitgenommen.
Schrauben waren Edelstahl-Senkkopf ohne Schaft. Denkt ihr, die Fehlerúrsache lag am fehlenden Schaft oder sind eher die Nylocs der Verursacher? Vielleicht lösen die sich unter Wärme?
Wer kennt eine Bezugsquelle für selbstsichernde Muttern mit Federklemmblechen (metrisch)? Denen traue ich eigentlich mehr als den Nylocs.
Wat meint Ihr?
Ich meine, dass ich NIE IM LEBEN an einer Bremse Edelstahlschrauben verwenden würde. Die halten nämlich deutlich weniger zug-/ Scherkräfte aus als Stahlschrauben.
Johnny hat geschrieben:....
An der Ritzelbremse hatten sich alle 5 Schraubverbindungen zum Nabenflansch gelöst; die Nyloc Sicherungsmuttern warn weg ...
Das is nix abgerissen. Er hat die Muttern verloren
@Johnny
Was bleibt anderes übrig als alle Schraubverbindungen regelmäßig zu kontrollieren ?
Im übrigen denke ich das du Glück gehabt hast ... immer positiv denken ....ooooooohhhhmmmmmm.......
rainer
Absoluter Premium-Babbelkopp. Schwafelweltmeister.
Alter Furz der gerne und oft den Faden verliert.
habe gerade mit der hubraumstarken Konkurrenz zu tun, die auf Schienen läuft. Gegen Abschütteln schwört der Hersteller auf "Sperrkantscheiben". Nylstop-Gerödel wird ausdrücklich verboten. An bestimmten Stellen werden auch "selbstfurchende" Gewinde verwendet.
Wie siehts denn so mit dem Platz aus? Gute Erfahrungen im Hobbyschrauber- Bereich gibts mit Kronmuttern, die man nicht mit den labberigen, normalen Splinten sichert, sondern mit Stahlnägeln oder einem Stück Titandraht. Normale Splinte werden schon mal abgeschert. Titan ist furchtbar zäh und bricht nicht sonderlich schnell. So ein Drahtstück hat mit eine Goldschmiedin in der Nachbarschaft geschenkt, das sie von Piercing-Kram übrigbehalten hatte. Gegen Verlieren (nicht lockern) hilft auch zusätzliches Teflonband am Gewinde.
Als letztes fällt mir noch Locktite ein. Dazu dürfen die Gewinde meistens nur wenig Spiel haben, sonst hälts schlecht. Außer dem üblichen Extra Stark gibts Schraubensicherungen mit Aero-Spezifikation. Das müßte doch eine Weile halten ... Mil-Spec heißt nur, dass es in Kuweit so gut hält, wie in Sibirien und dass es beim Anblick roter Sterne nicht das Weite sucht.
Noch ne Überlegung: Letztens hatte ich eine Schraube verloren, die unverlierbar vernietet war. Die 10.5er Schraube war wohl so belastet, dass sich der Schraubenkopf oder der Schaft an der Mutter abgeschüttelt hat. Sowas hatte habe ich vorher schon mehrmals auf Dampfern gesehen.