Kettenspannung

Moderator: Gerry

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Partisan
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Partisan »

Schaufel.Adi hat geschrieben:@ partisan

Mir wurde es so beigebracht. Zumindest war es damals in meinen GSX R zeiten so usus...

Ich hatte ein genietetes Kettenschloss und man sagte zu mir man muss es hinten ziemlich in der mitte des Kettenrades halten, wenn sich das Kettenschloss unten oder oben auf der Seite befindet, besteht die möglichkeit eher das sich die Kette einseitig längt.

^^

Ich mach es immer so und hatte nie probs...
Danke für die Antwort.
Ich dachte, es gibt eine nachvollziehbare Erklärung dafür. Aber wahrscheilich gehört das in den Bereich der Mythen und Märchen.
Was soll es für einen Einfluss auf das unteschiedliche Längen der Kette haben, wenn das Schloss beim Spannen an der falschen Stelle ist?
Ich würde es ja verstehen, wenn argumentiert wird, dass das Schloss etwas schwerer ist und eine andere Festigkeit als die Glieder hat und sich die Kette aufgrund der Zentrifugalkraft dann unterschiedlich längt, aber glauben würde ich das auch nicht.
Egal, vielleicht hat ja jemand eine Erklärung dafür?

Gruß
Jens
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Partisan
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Partisan »

rüttelplatte hat geschrieben:Hallo,
Die Kette ist unter Last immer in der selben spannung (oben). Nur unten ist sie unterschiedlich lang und deshalb schlägt die Kette dann auch.(dafür der Kettenspanner)
Unter Kette spannen versteht ja wohl auch jeder was anderes, denn spannen tue ich da eigentlich nichts.

Gruß Frank
Hi Frank,
tut mir leid, aber da hast Du einen völlig falschen Denkansatz.

Gruß
Jens
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rüttelplatte
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Re: Kettenspannung

Beitrag von rüttelplatte »

Hallo Steiner,

finde doch erst mal raus woran es liegt, ob die Kette zu lang ist oder das Kettenblatt nicht zentrisch gebohrt ist. Wobei ich meine wenn dein Kettenrad 5/10 mm aus der Mitte gebohrt ist wirst du es an der Spannung der Kette kaum merken.
Ist natürlich die Kette extrem unterschiedlich gelängt gehört sie in den Müll, nur was extrem ist muß jeder selber wissen. Man kann sich auch einen fertig machen und jedes Kettenglied einzeln messen :D .

Warum sich eine Kette unterschiedlich längt weiß ich auch nicht ich kann mir nur vorstellen wenn da richtig PS dran ziehe das sie länger wird, dann wird aber die ganz Kette länger, oder beim einfedern des Hinterrades die Kette durch extreme Vorspannung teilweise überdehnt wird, und hinzu kommt das die Kette aus zig einzelnen Komponenten hergestellt wird die alle ihre eigene Toleranzen haben.

Wie schon erwähnt ist meine Kette auch unterschiedlich lang nicht viel aber das schlagen ging mir auf dem Nerv. Um das Schlagen der Kette zu verringern habe ich mir einen automatischen Kettenspanner gebaut der immer die Kette mit dem selben Druck vorspannt, egal ob sie an der stelle lang oder kurz ist.

Gruß Frank
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rüttelplatte
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Re: Kettenspannung

Beitrag von rüttelplatte »

@ partisan

OK, und was ist der richtige?
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Steiner
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Steiner »

Wie sieht denn Dein Auto. Kettenspanner aus? Haste da vielleicht mal ein Bild?
Wenn du tot bist, dann weisst du nicht, dass du tot bist. Es ist nur für die anderen schwer.
Genau so ist es, wenn du blöd bist.
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rüttelplatte
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Re: Kettenspannung

Beitrag von rüttelplatte »

Ne ein Bild habe ich nicht kann ich Morgen mal machen und versuchen hier rein zustellen.
Ist aber nichts wildes eigentlich nur eine Inlinerrolle die mit Federdruck gegen die Kette drückt.
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Grisu
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Grisu »

Hi Steiner
Zum schnellen Verschleiß: Wie sehen Dein Kettenrad/Getrieberitzel aus? Wenn die Verzahnung nicht mehr i.O. ist verschleißt eine Kette schneller. Und oft wird das Getrieberitzel vernachlässigt weil nicht gut zugänglich. Alles erst mal prüfen. Mit einem Kettenspanner beseitigst Du nur das Problem und nicht die Ursache.
Gruß
Grisu
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Steiner
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Steiner »

Wie schon erwähnt ist der ganze Satz keine 5000 km gefahren worden, ich tausche da eh nichts einzeln wenn dann wird immer der komplette Kettensatz gewechselt sonst ist klar dass die Kette nicht lange hält.
Aber momentan sieht man am Kettenblatt quasi kein Verschleiß an das Ritzel vorn seh ich nicht hin.
Wenn du tot bist, dann weisst du nicht, dass du tot bist. Es ist nur für die anderen schwer.
Genau so ist es, wenn du blöd bist.
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Panhead Andi
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Panhead Andi »

Partisan hat geschrieben:Wenn die Kette unterschiedlich gelängt ist, ist sie reif für die Tonne!!!!
Da nützt auch ein Kettenspanner nix mehr.
Ich hatte es übrigens schon mal geschrieben: Wenn die Kette mal straff und mal locker läuft, lässt ein tropfendes Getriebe bis hin zum kapitalen Schaden nicht mehr lang auf sich warten.
Aber jeder wie er mag. Man kann alles irgendwie hinbiegen, dass es halt irgendwie funzt. Besser wäre es, es gleich ordentlich zu machen. Eine Kette hat nun mal immer unter gleicher Spannung zu laufen. So haben sich die Erfinder das mit gutem Grund ausgedacht.
Gruß
Jens
Dat krisse aber bei Trommel mit genietetem Kettenritzel nich hin :?
***SCFFSC***
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rüttelplatte
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Re: Kettenspannung

Beitrag von rüttelplatte »

Hi Steiner,
ich hab Fotos vom Kettenspanner gemacht nur bekomme ich sie nicht angehängt, da kommt immer eine Fehlermeldung: Unbekannter Fehler.
Ist ja auch egal, ich hab jetzt keine Lust noch mehr Zeit vorm Rechner zu vertrödeln, wenn du die Fotos haben möchtest schicke mir über eine PN deine Mail Adresse zu.

Gruß Frank
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Partisan
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Partisan »

AndiBar hat geschrieben:
Partisan hat geschrieben:Wenn die Kette unterschiedlich gelängt ist, ist sie reif für die Tonne!!!!
Da nützt auch ein Kettenspanner nix mehr.
Ich hatte es übrigens schon mal geschrieben: Wenn die Kette mal straff und mal locker läuft, lässt ein tropfendes Getriebe bis hin zum kapitalen Schaden nicht mehr lang auf sich warten.
Aber jeder wie er mag. Man kann alles irgendwie hinbiegen, dass es halt irgendwie funzt. Besser wäre es, es gleich ordentlich zu machen. Eine Kette hat nun mal immer unter gleicher Spannung zu laufen. So haben sich die Erfinder das mit gutem Grund ausgedacht.
Gruß
Jens
Dat krisse aber bei Trommel mit genietetem Kettenritzel nich hin :?
Da hab ich wohl was falsch verstanden. Ich dachte, wir reden hier über Doppelflanschnaben?

Ansonsten bleib ich mal auf die Problemlösung gespannt, hoffe das die Ursache gefunden und uns mitgeteilt wird.

Gruß
Jens
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trybear
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Re: Kettenspannung

Beitrag von trybear »

moin zusammen.

ich würde zuerst mal den Verschleiss der Kette an den Stellen "stramm" und "lose" MESSEN:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kettenvers ... %9Fmessung

Was für Fahrradketten gilt, gilt auch für Krad-Ketten, latürnisch mit den entsprechenden Maßen :wink

Das bringt dort Klarheit, dann ggf weitersuchen

gruß :
maruski
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Re: Kettenspannung

Beitrag von maruski »

Moin allen, in der geschäftigen Vor-PEP-Zeit

Kettenthema ist so ne Sache.
Es ist hier noch gar nicht gefragt worden um was für eine Kette und was für einen Bezugsweg es sich handelte.

Eingen Hombres ist ja alle 20.000km die Kette wechseln schon zur lieben Gewohnheit geworden und demnach ist 5000km dann eben schlimm.

No-Name aus Nowhere zu "Geiz ist Geil"-Preis?

Ketten haben physikalische Eigenschaften und Produzenten sollten Produktionsabläufe haben, die eine gleichmäßige Belastbarkeit über alle Kettenglieder geben.
Das ist in der Industrie gegeben - im Konsumramschladen als Tante Lu, eben nicht.

Oben ist die Kette unter Last immer stramm - klar.
Nur wenn die Kettenglieder "ab Werk" schon nicht gleichlang sind, die kürzeste Entfernung zwischen Ritzel und Kettenrad aber gleichlang bleibt, kommt es zu Spannungsschwankungen, die irre Belastungsspitzen auf den zu kurzen Kettenabschnitten bringen.

Eigentlich sollten diese sich dann soweit längen, das diese Belastungsspitzen ausgeglichen werden.

Das ist das bekannte "Setzen" einer Kette, das zum Nachspannen ca. 500-1000km nach Einbau führt.
Nach diesem "Setzen" sollte die Kette erstmal lange ohne Nachspannen laufen, bevor alles ermüdet und das Nachspannen losgeht.

Sind die Ketten aber nicht auf diese Form der Belastung ausgelegt, sprich bestehen aus einem Material, das bein "Setzen" an Qualität verliert, dehen sich diese geschwächten Kettenglieder deutlich leichter im Gegensatz zu den "Nichtgestreckten".

Hier wird also wieder nachgespannt und der Anfangseffekt überträgt sich auf die noch stabilen Kettenteile, die dann ihren armseeligen Kollegen folgen.
Hast du viel Nachgerspannt nach dem Einbau?

Je schlechter die Matertial- und Fertigungsqualität, desto schneller der Prozess.

Das ist eine deterministische Erklärung, die davon ausgeht, das immer eine monokausale Ursache für eine Beobachtung zu finden ist.

In der Realität haben wir es aber eher mit stochastischen Prozessen (im Gegensatz zu den deterministischen Prozessen) zu tun, deren Entwicklungswahrscheinlichkeiten, bedingt durch Qualtitästmerkmale, durch Einbautolleranzen und Fehler dann maximiert wird.

Wenn aktuell schlechte Qualität (auch von Markenketten) mit 20.000km Laufleistung mittlerweile als OK empfunden wird und wir es in der Physik oft mit sich quadratisch potenzierenden und aufaddierenden Kräften zu tun haben, kann dabei schon mal so ein Mist wie 5000km rauskommen.

Mich würde einfach mal interessiren was für eine Kette du da überhaupt verbaut hast und vielleicht gibt es hier im Forum ja Erfahrungen dazu?
Hersteller neigen übrigens IMMER dazu den größeren Verschleiß an Einbaufehlern des Kunden festzumachen, daher will ich hier im Forum gegen diesen Dekansatz plädieren - du hast keinen Fehler gemacht - die Kette war Mist, da selbst bei allen Einbaufehlern mehr als 15.000km sein müssten.

Weil Einbaufehler eigentlich Unsinn (den es ja nicht gibt = also böser Sinn) ist, da Motorradketten keine feste Einbauposition haben.
Durch das Bewegen der Schwinge ändert sich der Abstand Ritzel-Kettenrad permanent, was dazu führt das man im Zweifelsfall lieber etwas Locker einbaut.
Nur zus tramm kann als Fehler durchgehen - alles andere ist normal, da die Kette nicht wissen kann wo die Schwingungen herkommen und sie einfach abkönnen muss.

Früher, als Motorradfahrer nocht keine Kettenkonsumenten waren, wurden die Hocker aufgebockt, Stoßdämpfer ausgebaut und die Ketten an der kürzesten Stelle, mit reichlich Spiel (zwei Finger quer hoch und runter), eingestellt.
Das machen heute nur noch die Leute, die ohne Kettenschloss verbauen, da bei denen die Dämpfer eh raus sind.
Oder macht sich hier eine die Mühe zum Kerttennachspannen die Dämpfer auszubauen und die Schwinge eben zum Ritzel zu halten???
I don´t think so.
Mache ich beim Nachspannen auch nicht.

Ok, die Pflicht ruft und das Wetter läßt eine Fahrt zu ihr hin mit dem Shovel zu ;-)))
Tot ziens am Weserufer Compadres.
Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
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Despite the high cost of living, it remains popular.
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Steiner
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Steiner »

Hallo,
also es geht hier um eine Tsubaki 530QR ist denke ich eine bekannte Marke und kein No-Name Produkt wobei ich nicht behaupte dass da nur Gutes von denen kommt.
Ich gehe aber auch davon aus dass eine Kette normalerweise eine Laufzeit von ca. 30000 km haben sollte und wie schon erwähnt kann man eigentlich nicht viel falsch machen außer zu stramm einbauen. Bei zu lockerem Einbau sollte das der Kette eigentlich nicht schaden.
Ach ja und wir sprechen hier von einer Shovel mit ca. 70 PS und nicht von irgend einem Rennteil mit 150 oder so.
Wenn du tot bist, dann weisst du nicht, dass du tot bist. Es ist nur für die anderen schwer.
Genau so ist es, wenn du blöd bist.
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Steiner
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Re: Kettenspannung

Beitrag von Steiner »

Also hab jetzt mal folgendes gemacht. Moped auf den Heber Hinterrad frei. Dann hab ich mir mal die strammste Stelle gesucht und eine Markierung aufs Kettenblatt gemacht und dann immer das Rad ne Umdrehung weiter gedreht und ich hatte dann an der markierten Stelle jedes mal eine andere "Spannung" nach ein paar mal drehen wars dann plötzlich die lockerste Stelle.
Also liegts wohl nicht am Kettenblatt hinten und Ritzel vorne halt ich auch mal für unwahrscheinlich für mich heisst das jetzt die Kette ist unterschiedlich gelängt die Frage ist halt dann wo her? Wenn ich da einfach ne neue drauf mach und hab dann nach kurzem die gleiche Schei... wieder dann wärs blöd zumal ich mit dem Gedanke spiele mir dann so ne selbstschmierende zuzulegen damit das Hinterrad nicht immer so versabbert wird aber die kostet halt auch über das doppelte von der normalen.
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