Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Moderator: Gerry
Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Moin,
ich bin eigentlich kein "Verschwörungstheoretiker" und hab bis gestern nichts über ACTA gewußt.
Ich hab heute in einem anderen Forum dieses Anonimous-Info Video gefunden.
Wenn das so zutrifft was in dem Video erklärt wird, dann gute Nacht...
Die Bundesregierung hat angekündigt die Unterzeichnung dieses Vertrags erstmal auszusetzen. Aber das wird wohl nicht reichen!
Bin erschrocken!
http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP ... ata_player
Gruß
Landmark
ich bin eigentlich kein "Verschwörungstheoretiker" und hab bis gestern nichts über ACTA gewußt.
Ich hab heute in einem anderen Forum dieses Anonimous-Info Video gefunden.
Wenn das so zutrifft was in dem Video erklärt wird, dann gute Nacht...
Die Bundesregierung hat angekündigt die Unterzeichnung dieses Vertrags erstmal auszusetzen. Aber das wird wohl nicht reichen!
Bin erschrocken!
http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP ... ata_player
Gruß
Landmark
„Ich denke nicht, dass meine Lieder alle so traurig sind. Ich habe ein paar, die nicht traurig sind – die sind nur hoffnungslos.“ – Townes Van Zandt
-
https://www.youtube.com/watch?v=A6lXAGli3JU
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https://www.youtube.com/watch?v=A6lXAGli3JU
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Ja, ging und geht mir seit gestern genauso.
Mhhh, Grüße von
L.
Mhhh, Grüße von
L.
- shovelfauli
- Beiträge: 3314
- Registriert: 12.03.2007, 20:41
- Wohnort: Konstanz Germany
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Hallo Landmark,
eine Antwort hierauf wäre normalerweise mit einer Hasstirade gegen den Kapitalismus die von ihm beeinflussten Regierungen verbunden - das spare ich uns allen.
Muß sich ja sowieso jeder informieren und die Konsequenzen draus ziehen.
Wenn der Bogen überspannt wird, nützt das auch den Pfeffersäcken nichts mehr, das lernen die aber nie.
Kapitän oder Steuermann?
http://www.youtube.com/watch?v=gfmOW8RJKoM
Grüße
Fauli
eine Antwort hierauf wäre normalerweise mit einer Hasstirade gegen den Kapitalismus die von ihm beeinflussten Regierungen verbunden - das spare ich uns allen.
Muß sich ja sowieso jeder informieren und die Konsequenzen draus ziehen.
Wenn der Bogen überspannt wird, nützt das auch den Pfeffersäcken nichts mehr, das lernen die aber nie.
Kapitän oder Steuermann?
http://www.youtube.com/watch?v=gfmOW8RJKoM
Grüße
Fauli
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Hallo Leute,
Hasstiraden tragen nicht zum Erkenntnisgewinn bei und Anonymus ist bei aller Robin-Hood-Attitüde auch nur ein semikrimineller Verein: Das File sei ja immer noch da.
Sagt der Taschendieb auch, wenn er geklaut hat: Das Geld ist ist ja immer noch da.
Was beide verschweigen: Es ist in Händen, in die es nicht gehört.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/acta ... 05434.html
Wenn ein Klick ausreicht, jemandem sein geistiges Eigentum zu stehlen, dann verliert man offenbar jedes Unrechtsbewußtsein, Guttenberg sind wir alle - und die lautesten Schreier gegen Acta allemal.
Genauso, wie auf der anderen Seite die Gierschlünde, die längst abgelaufene Urheberrechte durch geringfügige Manipuliation an ihren Produkten wieder aufleben lassen wollen.
Beide handeln zum Schaden der Allgemeinheit - aus egoistischen Motiven und verkleiden sich als Opfer der anderen Seite.
Alles Gauner!
Gruß, Christian
Hasstiraden tragen nicht zum Erkenntnisgewinn bei und Anonymus ist bei aller Robin-Hood-Attitüde auch nur ein semikrimineller Verein: Das File sei ja immer noch da.
Sagt der Taschendieb auch, wenn er geklaut hat: Das Geld ist ist ja immer noch da.
Was beide verschweigen: Es ist in Händen, in die es nicht gehört.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/acta ... 05434.html
Wenn ein Klick ausreicht, jemandem sein geistiges Eigentum zu stehlen, dann verliert man offenbar jedes Unrechtsbewußtsein, Guttenberg sind wir alle - und die lautesten Schreier gegen Acta allemal.
Genauso, wie auf der anderen Seite die Gierschlünde, die längst abgelaufene Urheberrechte durch geringfügige Manipuliation an ihren Produkten wieder aufleben lassen wollen.
Beide handeln zum Schaden der Allgemeinheit - aus egoistischen Motiven und verkleiden sich als Opfer der anderen Seite.
Alles Gauner!
Gruß, Christian
Lieber nen Shovel-Vibrator als nen TC-Staubsauger
Kicker rules!
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Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
gruss
cactus
Ich trage solange schwarz bis ich eine dunklere Farbe gefunden habe
cactus
Ich trage solange schwarz bis ich eine dunklere Farbe gefunden habe
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
"Geistiges Eigentum" ist das, was man im Kopf hat.
Sobald es irgendwie publiziert wird, ist es ein "Kulturelles Gut" und damit Eigentum aller, bzw. heutzutage nutzbar nach den geltenden gesellschaftlichen Regeln, die die Gesellschaft festlegt (und die im Kapitalismus bestimmt nicht optimal für die Allgemeinheit sind).
Herr Microsoft z.B. hätte keinen Cent verdienen können, ohne die jahrhunderte kultureller Leistung weltweit, die es Menschen erst ermöglichen mittels Sprache und Schrift zu kommunizieren (von Rechts- und Geldsystemen mal ganz zu schweigen).
Und richtigerweise müssten alle, die diese Kultur am laufen halten, von Microsoft copyright für diese "Kulturellen Güter" etc. nehmen.
Wird aber nicht gemacht, um den Fortschritt aller Menschen nicht zu behindern sind "Kulturelle Güter" wie Sprache und Mathematik frei nutzbar.
Warum sollen da andere "kulturelle Güter" nicht frei nutzbar sein?
"Geistiges Eigentum" ist ein Witz, da wir alle kulturelle Wesen sind und nahezu nichts ohne Hilfe der Anderen (Kultur) schaffen können.
Allerdings gebe ich den "Hütern der Verwertungsrechte" den Punkt, das Griechenland nicht so dumm dastehen würde, wenn sie noch die Verwertungsrechte am Satz des Pythagoras durch ein weltweites Copyright vermüntzen könnten.
Allerdings wäre die Welt eine andere, wenn nicht jeder diese geometrische Formel frei nutzen könnte, nur weil ein oller Grieche sie zuerst formuliert hatte und zu seinem "Geistigen Eigentum" erklärt.
Und ohne ein Copyright auf a²+b²=c² ist diese Welt sicherlich eine Gerechtere und Bessere für alle Menschen.
Das Gesellschaften/Kulturen so ins Hintertreffen gegenüber Privatinteressen geraten, ist ein Skandal und das schon seit Jahrhunderten.
"Geistiges Eigentum" als Konstrukt schadet der Allgemeinheit/kulturellen Entwicklung enorm und ist damit extrem asozial.
Alle Verfechter von "Geistigem Eigentum" nennen auch als Begründung immer nur ihre egoistischen Interessen und nie die der Allgemeinheit/Kultur.
"Geistiges Eigentum" ist ein asoziales und egoistisches Konstrukt, das undankbar die geistigen Leistungen von Generationen vor einem verachtet und die Generationen nach einem geistig verarmt.
Gruß vom Feldrand.
Maruski
PS: Natürlich ist es im Sinne der Weiterentwicklung von Kultur zu fordern, das zitiert und der Urheber genannt wird. Plagiatoren ala Guttenberg sind ärmliche Kulturschänder.
Sobald es irgendwie publiziert wird, ist es ein "Kulturelles Gut" und damit Eigentum aller, bzw. heutzutage nutzbar nach den geltenden gesellschaftlichen Regeln, die die Gesellschaft festlegt (und die im Kapitalismus bestimmt nicht optimal für die Allgemeinheit sind).
Herr Microsoft z.B. hätte keinen Cent verdienen können, ohne die jahrhunderte kultureller Leistung weltweit, die es Menschen erst ermöglichen mittels Sprache und Schrift zu kommunizieren (von Rechts- und Geldsystemen mal ganz zu schweigen).
Und richtigerweise müssten alle, die diese Kultur am laufen halten, von Microsoft copyright für diese "Kulturellen Güter" etc. nehmen.
Wird aber nicht gemacht, um den Fortschritt aller Menschen nicht zu behindern sind "Kulturelle Güter" wie Sprache und Mathematik frei nutzbar.
Warum sollen da andere "kulturelle Güter" nicht frei nutzbar sein?
"Geistiges Eigentum" ist ein Witz, da wir alle kulturelle Wesen sind und nahezu nichts ohne Hilfe der Anderen (Kultur) schaffen können.
Allerdings gebe ich den "Hütern der Verwertungsrechte" den Punkt, das Griechenland nicht so dumm dastehen würde, wenn sie noch die Verwertungsrechte am Satz des Pythagoras durch ein weltweites Copyright vermüntzen könnten.
Allerdings wäre die Welt eine andere, wenn nicht jeder diese geometrische Formel frei nutzen könnte, nur weil ein oller Grieche sie zuerst formuliert hatte und zu seinem "Geistigen Eigentum" erklärt.
Und ohne ein Copyright auf a²+b²=c² ist diese Welt sicherlich eine Gerechtere und Bessere für alle Menschen.
Das Gesellschaften/Kulturen so ins Hintertreffen gegenüber Privatinteressen geraten, ist ein Skandal und das schon seit Jahrhunderten.
"Geistiges Eigentum" als Konstrukt schadet der Allgemeinheit/kulturellen Entwicklung enorm und ist damit extrem asozial.
Alle Verfechter von "Geistigem Eigentum" nennen auch als Begründung immer nur ihre egoistischen Interessen und nie die der Allgemeinheit/Kultur.
"Geistiges Eigentum" ist ein asoziales und egoistisches Konstrukt, das undankbar die geistigen Leistungen von Generationen vor einem verachtet und die Generationen nach einem geistig verarmt.
Gruß vom Feldrand.
Maruski
PS: Natürlich ist es im Sinne der Weiterentwicklung von Kultur zu fordern, das zitiert und der Urheber genannt wird. Plagiatoren ala Guttenberg sind ärmliche Kulturschänder.
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Du meinst also, Programmierer und Künstler haben kein Recht auf Schutz des von ihnen Geschaffenen, kein geschütztes Recht auf die Verwertung dieser Leistung? Wenn dieser Schutz doch deiner Meinung nach "asozial" ist?
Da sind wir aber alle ziemlich froh, dass der Rest der Welt das in der Regel deutlich anders sieht.
Niemand weiß, was ACTA im Detail bedeutet und welche Auswirkungen es hat. Natürlich wird in Deutschland zuerst einmal dagegen demonstriert.
Nicht einmal die Bundestagsabgeordneten kennen des Wortlaut dessen, was sie verabschieden sollen.
*Das* ist der eigentliche Skandal.
Und *natürlich* würden Hirnamputierte & Arschlöcher zu weit gefasste Schutzrechte nutzen um (a) sich zu bereichern, und (b) andere massiv zu drangsalieren. Darum sollte man nicht Deppen das Feld der Legislative überlassen.
Gruß,
KayTee
Da sind wir aber alle ziemlich froh, dass der Rest der Welt das in der Regel deutlich anders sieht.
Niemand weiß, was ACTA im Detail bedeutet und welche Auswirkungen es hat. Natürlich wird in Deutschland zuerst einmal dagegen demonstriert.
Nicht einmal die Bundestagsabgeordneten kennen des Wortlaut dessen, was sie verabschieden sollen.
*Das* ist der eigentliche Skandal.
Und *natürlich* würden Hirnamputierte & Arschlöcher zu weit gefasste Schutzrechte nutzen um (a) sich zu bereichern, und (b) andere massiv zu drangsalieren. Darum sollte man nicht Deppen das Feld der Legislative überlassen.
Gruß,
KayTee
"Auf dass die Hand nur lenken möge, was der Fuß zum Leben erweckte!"
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Hi KayTee -
weltfremd könnte ich sowas meinen, aber das würde ja den Antrieb aus den Menschen nehmen, ihre kulturell zur Verfügung gestellten Fähigkeiten (die dann ja ihre geistige Leistungsfähigkeit hervorbringen) auch egoistisch einzusetzen.
Das nutzt dann auch wiederum keinem und ist asozial (als soziologischer Begriff, nicht als Diffamierung).
Klar muss das, wie ich schon schrieb, gesellschaftliche Regeln geben, nach denen ein "Erfinder" (Finden impliziert logisch ein schon da sein) seine Arbeitsleistung in Form von Vermarktung rechtlich abgesichert nutzen kann.
Nur dafür sollte das auch Grenzen geben, die sich an der Vernunft (Verstand/Kultur/Gefühl) festmachen.
Alles gehört allen ist genau so ein Unsinn wie alles gehört einem.
"Geistiges Eigentum" kann man nicht stehlen, weil es das sichtbar gar nicht gibt.
Sobald etwas publiziert wurde ist es "Kulturgut" aller.
Aber Nutzungsrechte kann man brechen.
Und das lehne ich ab.
Ganz klar, da die Spielregeln eben einzuhalten sind.
In unserer Verfassung (die ich so liebe), legt der Art. 14 die Spielregeln fest.
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
Besonders Satz 2 ist dabei in bezug auf Vermarktungsrechte zu bedenken, wenn man davon ausgeht das die Vermarktungsrechte eine Art Eigentum dastellen (was wir in unserer Kultur so sehen).
Damit kommen wir dann auch dazu das der "Satz des Pythagoras" nicht mit einem Copyright versehen werden kann, da er zu wichtig für die Allgemeinheit ist.
Jeder Rechteinhaber an den Rechten der Vermarktung von Kulturgütern, muss m.M. nach immer darauf achten, das er der Allgemeinheit damit auch dient.
Das juristische Wort "zugleich" kann vieles meinen, vielleicht auch 1:1?
Und da möchte ich bitte sehen wie die Vermarktungsrechte 1:1 dem Rechteinhaber UND der Allgemeinheit 1:1 dienen.
Wenn nicht, dann ist der Rechteinhaber im Unrecht.
Ich habe dienstlich oft mit dem UhrG zu tun und kann da Dinge berichten von endloser Gier der GMA (und anderer Rechtevermarkter), die das kulturelle Leben sehr stark einschränken können.
Aber da die Spielregeln nun mal so sind und wir die Gier nicht befriedigen können, bleiben viele Dinge eben aus und weder der Rechteinhaber noch die Allgemeinheit profitiert, was ja mathematisch wieder ein rechtlich einwandfreises, wenn auch asoziales 1:1 ist.
Der gesetzgeber ist leider viel zu wenig aktiv das 1:1 anzustreben und bevorzugt total die Eigentümer der Nutzungsrechte.
Ich glaube auch darum geht es grundlegend bei den ACTA - Demos (zurecht, wenn ACTA die Idee "Eigentum verpflichtet" unserer Verfassung einschränkt).
Gruß vom Feldrand.
Maruski
weltfremd könnte ich sowas meinen, aber das würde ja den Antrieb aus den Menschen nehmen, ihre kulturell zur Verfügung gestellten Fähigkeiten (die dann ja ihre geistige Leistungsfähigkeit hervorbringen) auch egoistisch einzusetzen.
Das nutzt dann auch wiederum keinem und ist asozial (als soziologischer Begriff, nicht als Diffamierung).
Klar muss das, wie ich schon schrieb, gesellschaftliche Regeln geben, nach denen ein "Erfinder" (Finden impliziert logisch ein schon da sein) seine Arbeitsleistung in Form von Vermarktung rechtlich abgesichert nutzen kann.
Nur dafür sollte das auch Grenzen geben, die sich an der Vernunft (Verstand/Kultur/Gefühl) festmachen.
Alles gehört allen ist genau so ein Unsinn wie alles gehört einem.
"Geistiges Eigentum" kann man nicht stehlen, weil es das sichtbar gar nicht gibt.
Sobald etwas publiziert wurde ist es "Kulturgut" aller.
Aber Nutzungsrechte kann man brechen.
Und das lehne ich ab.
Ganz klar, da die Spielregeln eben einzuhalten sind.
In unserer Verfassung (die ich so liebe), legt der Art. 14 die Spielregeln fest.
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
Besonders Satz 2 ist dabei in bezug auf Vermarktungsrechte zu bedenken, wenn man davon ausgeht das die Vermarktungsrechte eine Art Eigentum dastellen (was wir in unserer Kultur so sehen).
Damit kommen wir dann auch dazu das der "Satz des Pythagoras" nicht mit einem Copyright versehen werden kann, da er zu wichtig für die Allgemeinheit ist.
Jeder Rechteinhaber an den Rechten der Vermarktung von Kulturgütern, muss m.M. nach immer darauf achten, das er der Allgemeinheit damit auch dient.
Das juristische Wort "zugleich" kann vieles meinen, vielleicht auch 1:1?
Und da möchte ich bitte sehen wie die Vermarktungsrechte 1:1 dem Rechteinhaber UND der Allgemeinheit 1:1 dienen.
Wenn nicht, dann ist der Rechteinhaber im Unrecht.
Ich habe dienstlich oft mit dem UhrG zu tun und kann da Dinge berichten von endloser Gier der GMA (und anderer Rechtevermarkter), die das kulturelle Leben sehr stark einschränken können.
Aber da die Spielregeln nun mal so sind und wir die Gier nicht befriedigen können, bleiben viele Dinge eben aus und weder der Rechteinhaber noch die Allgemeinheit profitiert, was ja mathematisch wieder ein rechtlich einwandfreises, wenn auch asoziales 1:1 ist.
Der gesetzgeber ist leider viel zu wenig aktiv das 1:1 anzustreben und bevorzugt total die Eigentümer der Nutzungsrechte.
Ich glaube auch darum geht es grundlegend bei den ACTA - Demos (zurecht, wenn ACTA die Idee "Eigentum verpflichtet" unserer Verfassung einschränkt).
Gruß vom Feldrand.
Maruski
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Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Moin Maruski,
"Eigentum verpflichtet" ist ein typischer post-WW2 Halbsatz der Verfassungsgeber mit dem Zweck der Reinwaschung. Man könnte boshaft postulieren "auch weiterhin sollte das Individuum hinter den Nutzen der Volksgemeinschaft zurücktreten", aber das würde hier zu weit führen
Die Nutzung von Urheberrechten ist *immer* gleichzeitig zum Nutzen der Allgemeinheit, denn es entsteht zumeist besteuerbares Einkommen. Ausfluss der 1:1 Nutzungsverhältnisses privat-Allgemeinheit ist der sog. "Halbteilungsgrundsatz".
Zu Recht steht dieser Sermon in Art. 14, denn er kann damit den verfassungsrechtlich wesentlich höher siedelnden Art 2 (allgemeine Handlungsfreiheit) in keiner Weise einschränken.
Dir wird aufgefallen sein, dass ich den Begriff "geistiges Eigentum" bewusst nicht nutze. Es geht um Urheberrechte.
Es steht völlig außer Frage, dass Beamte und Verwaltungen jeden noch so gut gemeinten Schutz der intellektuellen sowie künstlerische Güter Schaffenden ins Absurde pervertieren und werden, die GEMA hast du angesprochen. Für mich sind das in weiten Teilen Politessen mit anderem Aufgabengebiet. Ähnlich wie GEZ Schergen und andere Zecken.
Davon, dass Schüler- und andere Veranstaltungen bis zur Undurchführbarkeit drangsaliert werden, haben die Bands rein garnichts, dieses Theater liegt konträr zu ihren eigentlichen Interessen.
Die Behörden und deren Schergen interessiert das einen Feuchten.
Und genau aus dem Grund sind ACTA und andere Gesetzesmonster mit höchstem Argwohn zu betrachten.
An der grundsätzlichen Notwendigkeit des Schutzes von Urheberrechten, ja, auch im Sinne der Musikindustrie, ändert das rein garnichts.
Gruß,
KayTee
"Eigentum verpflichtet" ist ein typischer post-WW2 Halbsatz der Verfassungsgeber mit dem Zweck der Reinwaschung. Man könnte boshaft postulieren "auch weiterhin sollte das Individuum hinter den Nutzen der Volksgemeinschaft zurücktreten", aber das würde hier zu weit führen
Die Nutzung von Urheberrechten ist *immer* gleichzeitig zum Nutzen der Allgemeinheit, denn es entsteht zumeist besteuerbares Einkommen. Ausfluss der 1:1 Nutzungsverhältnisses privat-Allgemeinheit ist der sog. "Halbteilungsgrundsatz".
Zu Recht steht dieser Sermon in Art. 14, denn er kann damit den verfassungsrechtlich wesentlich höher siedelnden Art 2 (allgemeine Handlungsfreiheit) in keiner Weise einschränken.
Dir wird aufgefallen sein, dass ich den Begriff "geistiges Eigentum" bewusst nicht nutze. Es geht um Urheberrechte.
Es steht völlig außer Frage, dass Beamte und Verwaltungen jeden noch so gut gemeinten Schutz der intellektuellen sowie künstlerische Güter Schaffenden ins Absurde pervertieren und werden, die GEMA hast du angesprochen. Für mich sind das in weiten Teilen Politessen mit anderem Aufgabengebiet. Ähnlich wie GEZ Schergen und andere Zecken.
Davon, dass Schüler- und andere Veranstaltungen bis zur Undurchführbarkeit drangsaliert werden, haben die Bands rein garnichts, dieses Theater liegt konträr zu ihren eigentlichen Interessen.
Die Behörden und deren Schergen interessiert das einen Feuchten.
Und genau aus dem Grund sind ACTA und andere Gesetzesmonster mit höchstem Argwohn zu betrachten.
An der grundsätzlichen Notwendigkeit des Schutzes von Urheberrechten, ja, auch im Sinne der Musikindustrie, ändert das rein garnichts.
Gruß,
KayTee
"Auf dass die Hand nur lenken möge, was der Fuß zum Leben erweckte!"
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
... and don't forget to boogie!
Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
....na denn.
Leider muss der Kindergartenchor, der auf dem Weihnachtsmarkt "O du Fröhliche" singt und das mit Blöckflöte begleitet, immer noch einen Obulus an die GEMA entrichten, da irgendwelche Urheberechtsverwerter da mit bei sind.
In wie weit ein Urheber, der zweifelsfrei sein, wie geniales auch immer, Machwerk aus einer mehrtausendjährigen Kultur (also aus einer Gemeinschaftsleistung) schöpft und dieses auch nur kann, weil diese aktuelle Gesellschaft in irre (solidarische) Vorleistungen getreten ist (Schule, Recht, Infrastruktur, etc. pp.), für sich ein endloses Urheberecht reklamieren kann, halte ich für schwer bedenkenswert.
Das Argument mit den Steuern ist schön gedacht, aber leider liegt die größte Steuerlast nicht beim Produzenten, sondern beim Konsumenten und der hat die Kulturleistung ja schon vorfinanziert.
Patente haben Durchhaltekosten und werden Allgemeineigentum, wenn diese nicht bedient werden oder der Schutzzeitraum ausgeschöpft ist.
Das sowas nicht bei Urheberrechten geht, verstehe ich nicht.
Für mich würde ein Zitierzwang als Urheberecht völlig ausreichend sein, da das aktive Teilhaben an einer Kultur nichts ist, aus dem sich dauerhafter privater Vorteil ergeben sollte.
Und ich sehe ein Unrecht auch nur, wenn man lügt und fremdes Schaffen als Eigenes ausgiebt.
Aber die Verwendung von gekennzeichnetem Fremdschaffen hat m.M. nach frei zu sein.
Aber das liegt wohl an meiner Sozialisation.
Zitierzwang und eine Möglichkeit des aktiven (den der Urheber bezahlen muss) Schutzes, für eine begrenzte Zeit (vielleicht max. 20 Jahre auf alles was heute unter das Urheberrecht fällt), wie beim Patentrecht.
Ein absolutes Unding finde ich die Vererbbarkeit von Urheberrechten. Als wenn man privates Eigentum an allgemeinen Kulturteilen haben könnte.
Mir ist aber klar das das meine Extremmeinung ist und die andere Seite genau so ihre Meinung hat.
Mein Bruder lebt von eigenen Patenten und deren Vermarktung und grinst sich einen, wenn ich so rede, da er ein gutes Einkommen aus der gegenseitigen Meinung zieht.
Aber er meint ja auch das ich ein verkappter Kommunist bin, weil ich die Zinsidee (arbeitsfreies Einkommen) so total ablehne und ihm immer vorrechne wie mathematisch unsinnig die Verzinsung von Guthaben für die Allgemeinheit (natürlich nicht für den der die Zinsen bekommt) ist.
Im Moment ist er aber etwas ruhiger, da er zu ahnen scheint, das die Probleme der Staatsverschuldungen etwas damit zu tun haben könnten, das wir nicht mehr vernünftig denken können.
Er zieht aber auch sein Kapital in Sachwerte und meint das das sicherer ist, wenn das Geld (auch ein, wenn nicht für einige das, Kulturgut) mal kollabiert.
Wer bekommt denn die Urheberechtsgelder für "Oh du Fröhliche"?
Wer bekommt denn die Zinsen, die z.B. Spanien jetzt in den Staats-Konkurs treiben?
Wir als Volk (Kulturgemeinschaft) haften für den arbeitsfreien Gewinn von ???
Aber das mit ACTA ist ja nun vorbei (erstmal) und das mit den Zinsen wird noch ne Weile ausgereizt, bevor es sicher kollabiert (mathematisch gar nicht anderes möglich).
Zu schön ist es doch, das wenige vom Schaffen aller profitieren.
Das war übrigens schon immer der Trick der Schmarotzer. Seit den Höhlenmenschen.
Gruß von Wiesenrand.
Maruski
Leider muss der Kindergartenchor, der auf dem Weihnachtsmarkt "O du Fröhliche" singt und das mit Blöckflöte begleitet, immer noch einen Obulus an die GEMA entrichten, da irgendwelche Urheberechtsverwerter da mit bei sind.
In wie weit ein Urheber, der zweifelsfrei sein, wie geniales auch immer, Machwerk aus einer mehrtausendjährigen Kultur (also aus einer Gemeinschaftsleistung) schöpft und dieses auch nur kann, weil diese aktuelle Gesellschaft in irre (solidarische) Vorleistungen getreten ist (Schule, Recht, Infrastruktur, etc. pp.), für sich ein endloses Urheberecht reklamieren kann, halte ich für schwer bedenkenswert.
Das Argument mit den Steuern ist schön gedacht, aber leider liegt die größte Steuerlast nicht beim Produzenten, sondern beim Konsumenten und der hat die Kulturleistung ja schon vorfinanziert.
Patente haben Durchhaltekosten und werden Allgemeineigentum, wenn diese nicht bedient werden oder der Schutzzeitraum ausgeschöpft ist.
Das sowas nicht bei Urheberrechten geht, verstehe ich nicht.
Für mich würde ein Zitierzwang als Urheberecht völlig ausreichend sein, da das aktive Teilhaben an einer Kultur nichts ist, aus dem sich dauerhafter privater Vorteil ergeben sollte.
Und ich sehe ein Unrecht auch nur, wenn man lügt und fremdes Schaffen als Eigenes ausgiebt.
Aber die Verwendung von gekennzeichnetem Fremdschaffen hat m.M. nach frei zu sein.
Aber das liegt wohl an meiner Sozialisation.
Zitierzwang und eine Möglichkeit des aktiven (den der Urheber bezahlen muss) Schutzes, für eine begrenzte Zeit (vielleicht max. 20 Jahre auf alles was heute unter das Urheberrecht fällt), wie beim Patentrecht.
Ein absolutes Unding finde ich die Vererbbarkeit von Urheberrechten. Als wenn man privates Eigentum an allgemeinen Kulturteilen haben könnte.
Mir ist aber klar das das meine Extremmeinung ist und die andere Seite genau so ihre Meinung hat.
Mein Bruder lebt von eigenen Patenten und deren Vermarktung und grinst sich einen, wenn ich so rede, da er ein gutes Einkommen aus der gegenseitigen Meinung zieht.
Aber er meint ja auch das ich ein verkappter Kommunist bin, weil ich die Zinsidee (arbeitsfreies Einkommen) so total ablehne und ihm immer vorrechne wie mathematisch unsinnig die Verzinsung von Guthaben für die Allgemeinheit (natürlich nicht für den der die Zinsen bekommt) ist.
Im Moment ist er aber etwas ruhiger, da er zu ahnen scheint, das die Probleme der Staatsverschuldungen etwas damit zu tun haben könnten, das wir nicht mehr vernünftig denken können.
Er zieht aber auch sein Kapital in Sachwerte und meint das das sicherer ist, wenn das Geld (auch ein, wenn nicht für einige das, Kulturgut) mal kollabiert.
Wer bekommt denn die Urheberechtsgelder für "Oh du Fröhliche"?
Wer bekommt denn die Zinsen, die z.B. Spanien jetzt in den Staats-Konkurs treiben?
Wir als Volk (Kulturgemeinschaft) haften für den arbeitsfreien Gewinn von ???
Aber das mit ACTA ist ja nun vorbei (erstmal) und das mit den Zinsen wird noch ne Weile ausgereizt, bevor es sicher kollabiert (mathematisch gar nicht anderes möglich).
Zu schön ist es doch, das wenige vom Schaffen aller profitieren.
Das war übrigens schon immer der Trick der Schmarotzer. Seit den Höhlenmenschen.
Gruß von Wiesenrand.
Maruski
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Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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Re: Würde ACTA das Ende dieses Forums bedeuten?
Hi Maruski,
nicht, dass ich klugscheißen wollte, ...
a-Bär, Pythagoras veröffentlichte den Satz, der nach ihm benannt wird, nach einer längeren Reise nach Ägypten. Weil es den Assuan-Staudamm noch nicht gab, gab es die Nilschwemme. Es gilt als wahrscheinlich, dass es die erste große Industriespionage der westlichen Welt war. Die Griechen hätten also noch weniger, wenn das frühzeitig rausgekommen wäre.
Ein brasilianischer Kollege hat mir mal gesagt, "wir brauchen eine hohe Inflation, ... denn sie ist die einzig wirksame Steuer für Reiche", die es in Brasilien zu der Zeit nur auf dem Papier gab. Das sind echte Negativ-Zinsen für alle, die ihr Geld nicht möglichst bald wieder ausgeben.
Der Kindergartenchor darf bald nur noch 'Die Fahne Hoch' singen, weil das die wenigen sind, die mit der Verbreitung Ihres Liedguts kein Geld verdienen wollen. Ein normales Patent hält 10 Jahre oder so, Geistiges Eigentum an irgend was völlig nebensächlichem kann man getrost weitervererben.
mit kollegialem Gruß
rouleur
nicht, dass ich klugscheißen wollte, ...
a-Bär, Pythagoras veröffentlichte den Satz, der nach ihm benannt wird, nach einer längeren Reise nach Ägypten. Weil es den Assuan-Staudamm noch nicht gab, gab es die Nilschwemme. Es gilt als wahrscheinlich, dass es die erste große Industriespionage der westlichen Welt war. Die Griechen hätten also noch weniger, wenn das frühzeitig rausgekommen wäre.
Ein brasilianischer Kollege hat mir mal gesagt, "wir brauchen eine hohe Inflation, ... denn sie ist die einzig wirksame Steuer für Reiche", die es in Brasilien zu der Zeit nur auf dem Papier gab. Das sind echte Negativ-Zinsen für alle, die ihr Geld nicht möglichst bald wieder ausgeben.
Der Kindergartenchor darf bald nur noch 'Die Fahne Hoch' singen, weil das die wenigen sind, die mit der Verbreitung Ihres Liedguts kein Geld verdienen wollen. Ein normales Patent hält 10 Jahre oder so, Geistiges Eigentum an irgend was völlig nebensächlichem kann man getrost weitervererben.
mit kollegialem Gruß
rouleur