Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Moderator: Gerry

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ron
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von ron »

Hi Hoschi, sei vorsichtig wenn Du die NWverzahnung in Verdacht hast. Ich weiß nun nicht welches Bj. Deine ist, doch es wurden ab '77 NW mit anderem Zahnflankenwinkel verbaut. Der Unterschied ist mit freiem Auge kaum ersichtlich, allerdings merkst Du's wenn der Motor voller Späne ist, das geht wirklich schnell. Original gab es ab '77/78 eine zeitlang auch Farbmarkierungen auf Nocke, Breather und Pinion Gear da durch Fertigungstoleranzen die Nocken zum "singen"/"pfeifen" neigten wenn man die Teile mixte. Originalnocken hatten zur Identifizierung auch eine gefräste Nut am Zahnrad.
Check besser zweimal ob die Teile passen.
Gruss
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Hoschi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Hoschi »

Servus Ron,

danke für die Warnung. Wenn das so ist, fahre ich keinen Meter mehr bevor ich nicht sicher bin. meine ist Bj. 71, aber die Welle habe ich gebraucht gekauft und wie gesagt wurde an dem Zahnrad vermutlich schon mal rumgebastelt, evtl. getauscht. Vielleicht presse ich einfach das der alten Welle drauf und habe Sicherheit.

Gruß
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Rudi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Rudi »

Hallo,
verfolge diesen Thread mit großem Interesse.
Vielleicht ist meine Frage hier passend.

Ich möchte sehr gerne meine Nockenwelle tauschen.
Eine Sifton habe ich liegen, ist eine late 77 also die mit dem geänderten Zahnmodul.
Ein Pinion Gear habe ich auch, ist blau gekennzeichnet, wie das Nockenwellenzahnrad.

Nur jault das Ganze.

Könnte ich von meiner jetzigen Nockenwelle das Zahnrad runter ziehen, ist eine early 77, Crane? Andrews? keine Ahnung, Und auf die Sifton Pressen?

Könnte das passen?

Geht so etwas überhaupt?

Hat das vielleicht schon mal jemand gemacht?

Grüße

Rudi
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ron
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von ron »

nix zu danken, wir sollten ja z'sammenhalten und schaun dass die Mopeds am Leben bleiben...Zahnrad umpressen wäre die sicherste Wahl wenn's vorher gut u.v.a. leise gelaufen ist. Ich bin mir sehr sicher dass es die lustigen Farbmarken erst ab 77 gegeben hat -mögen mich die anderen berichtigen- somit gut möglich dass einige Deiner Innereien schon getauscht wurden -grüner Punkt auf Deiner alten Nocke...
Zuviel Axialspiel hörst erst so ab 0,5mm, das würde ich als klopfendes Geräusch beschreiben und bringt den Motor nicht gleich um....wenn der Ventiltrieb passt, kann es nach Deiner Beschreibung eigentlich nur eine falsche Paarung der Zahnräder sein....
Good Luck
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Hoschi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Hoschi »

Na das fehlt mir gerade noch, dass da jemand die ganzen Räder auf ab late 77 umgefummelt hat...

Wenn die Welle wieder ausgebaut ist, werde ich von beiden mal die Zahngeometrie vermessen, wir haben in der Firma ein Konturmessgerät.
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rainer_aus_ulm
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Hi,

jetzt werden aber ein paar Dinge durcheinander geworfen:

a) Natürlich kann ich jedes Nockenwellenrad auf jede Nockenwelle draufpressen
b) Es ist quasi unmöglich ein late `78 Nockenwellentzahnrad auf ein Early -78 Piniongear zu würgen
da die ab late `78 Nockenwellenzahnräder kleiner sind und Piniongears größer.
c) das "singen" der Steuerräder kommt daher daß das Zahnflankenspiel zu eng ist
Ein "klackern" wenn es zu groß ist.
Ein größeres Zahnflankenspiel ist vorzuziehen.

Das Problem der AM-Hersteller ist das nur S&S den selben, identischen Farbcode wie die MoCo nutzt.
Jims nutzt seinen eigenen Farbcode !
Jims nutzt zwar die selben Farben aber für andere Größen der Zahnräder !!

Es gibt Meßstifte um das ganze auszumessen allerdings ist die alles andere als einfach da:
1. Man braucht Micrometer die auf 1/1000 genau messen
2. Man braucht 2 Micrometer 25-50 + 50-75mm
3. Und selbst dann ist es noch schwierig da man NICHT über Kreuz messen kann so daß der eine Meßstift unten berührt wird
und der zweite Meßstift oben berührt wird ... und das alles im rechten Winkel zur Achse ...

Der Spezi:
Nachdem der Spezi ein Dutzend mal gemessen hat und jedesmal ein anderes Maß ermittelt hat (20 Grad, Handschuhe , bla,bla)
wirft er ein mittleres Zahnrad rein und hört sich die Kiste an wenn sie läuft :mrgreen:
Oder er presst eines auf, schiebt das Piniongear drauf und dreht mit Gefühl den Motor durch um zu erahnen
ob es klemmt.

Das late `78 Piniongear ist "kürzer" als das pre-78.
Beim late `78 sind die Zahnflanken nur zu etwa der halben Länge des kompletten Rades gefräst.
Beim pre 78 sind die Zahnflanken genauso lang wie das Piniongear lang ist
Das hat die MoCo für die Blinden gemacht ... Chancengleichheit am Arbeitsplatz !

Wenn man die Nocke umbaut sieht man zu das man das alte (bekannte) Nockenwellenzahnrad nutzt falls man damit zufrieden war

Die Nocke mit dem Schweißpunkt als Sicherung würde ich nur noch als Angler-Blei nutzen. Beim besten Willen aber ich muss mir schon an den Kopf fassen :lol:

rainer
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ron
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von ron »

@rudi
ja geht...das Zahnrad ist nur aufgepresst. Solltest aber vor der Demontage sicherheitshalber selbst eine geeignete Markierung anbringen (Reissnadel) weil Du nie sicher sein kannst wie genau der Woodruff Keil passt der die Position vorgibt...und natürlich genau vergleichen ob die Neuteile auch präzise passen und die Markierung evtl.übertragen...
dann braucht's noch einen Vorschlaghammer und...ok, scherz beiseite, eine Presse brauchst natürlich. Im Zweifel macht Dir das ein Motoreninstandsetzer in ein paar Minuten.
Gruss
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Hoschi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Hoschi »

Hallo nochmal,

also zumindest ist für mich jetzt klar, dass ich die Kiste nochmal aufmachen werde, und alle hier beschriebenen Punkte betreffend Ausführung des Pinion-Gears nachprüfe. Das "alte" Zahnrad für die neue Welle zu verwenden, scheint mir unter den geg. Umständen der einzige sichere Weg zu sein, weil der Motor damit wirklich leise lief.

Nochmal zurück zum eigentlichen Titel dieses Beitrags:

Ich habe jetzt mehrfach die Auffassung bzw. Erfahrungsberichte gehört, dass die Crane 288-2B DIE Drehmomentnocke für den Shovel sein soll (auch von dem, der mir die gebrauchte verkauft hat, aber selbst nicht gefahren hat). Laut Crane ist aber die H288B die Drehmomentnocke, während die H288-2B als "street and performance" beschrieben wird. Die -2B schleißt den Einlass später, was ja generell erst höhere rpm begünstigt. Ich will nicht zu sehr in die Theorie verfallen, aber müsste die 288B dann nicht noch mehr in die Richtung gehen?

Gute Nacht
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Rudi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Rudi »

Danke Ron und Rainer.

Grüße

Rudi
Es ist so wie es ist.
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rainer_aus_ulm
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Moin,

der eigentliche Clou bei den xxx -2B Nockenwellen von Crane ist daß du das Zahnrad um 4 Grad verstellen kannst
Vor und nach OT.

Das war für mich damals ein sehr wichtiges Argument. Nur habe ich es nie genutzt da ich wirklich happy mit der Standardfixierung war.

Aber wie sagt der eine Kollege hier ?
Versuch macht kluch

EDIT:
rainer_aus_ulm hat geschrieben:Hi,

jetzt werden aber ein paar Dinge durcheinander geworfen:

a) Natürlich kann ich jedes Nockenwellenrad auf jede Nockenwelle draufpressen
Das bezieht sich sich jetzt auf Late-Shovelheads ...
Es macht nicht viel Sinn die kurzen Nockenwellen von Earlys umzupressen um dann diese in einen Nose-Cone Motor zu stecken.
Dann gab es noch OEM-Nockenwellen ab `83 oder `84 die auch nicht einfach so passen.
Was genau anders ist weiß ich jetzt nicht.
Augen auf beim Kauf !
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ron
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von ron »

Guten Morgen,
der Rainer hat's eh auf den Punkt gebracht -normalerweise sind die Teile nicht zu verwechseln, aber selbst kontrollieren schadet nix..."wie heisst's im Lotto:alles ist möglich"

@rudi: ich habe gerade nachgesehen weil selbst was verwechselt-die NW Räder sind NICHT durch einen Woodruff Keil gesichert, da ist bloß eine gefräste Nut an dem Ring wo das Rad anliegt als Anhaltspunkt in welcher Stellung das Rad stehen sollte -sieht a bissl so aus wie wenn das eine Keilnut wäre....Sorry für die Fehlinformation!!!!....umso wichtiger dass Du evtl. selbst Markierungen anbringst.
Gruss
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Hoschi »

Mahlzeit,

das heist also, es gibt keine Formschlüssige Fixierung des Nockenwellenzahnrades auf der Welle? Somit, wenn es ohne vorherige Markierung abgepresst wird, hat man ohne aufwändige Messungen keine Möglichkeit mehr, die richtige Lage nachzuvollziehen?

Rainer, wie ist das gemeint mit der Verstellung um 4°, geschieht das durch Verdrehen des Zahnrads zur Welle? Dazu müsste es doch dann Markierungen geben, oder? Ich kann mich noch erinnern, dass auf dem Zahnrad mehrere Markierungen für pinion und breather gear waren, aber nur zwei davon haben für mich Sinn ergeben. Vielleicht wird mir das unter diesem Aspekt nun klar, wenn ich die Welle wieder ausgebaut habe und nochmal die Markierungen anschaue.

Falls natürlich der Vorbesitzer schon das Zahnrad verdreht hat, würde dass doch evtl. erklären, warum die Motorcharakteristik sich nicht wie erwartet verändert hat...Am liebsten würde ich sofort den Deckel runterschrauben und mir Gewissheit verschaffen. Geht nur gerade leider nicht.

Gruß
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rainer_aus_ulm
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Hi,
Hoschi hat geschrieben:Mahlzeit,

das heist also, es gibt keine Formschlüssige Fixierung des Nockenwellenzahnrades auf der Welle? Somit, wenn es ohne vorherige Markierung abgepresst wird, hat man ohne aufwändige Messungen keine Möglichkeit mehr, die richtige Lage nachzuvollziehen?
Rischtisch.
Werkzeuge gibt es dafür. Sauteuer. Der Spezi macht das über den Daumen.
"Ist doch bloß ein Treckermotor" :evil:
Die 288-2B hat wenn ich mich richtig erinnere eine Passfeder.
Die Nocke liegt irgendwo im Keller und ich bin gerade umgezogen ...
D.h. bei dieser Nocke kann man prinzipiell nix falsch machen aber NATÜRLICH MÜSSEN DIE STEUERZEITEN GEPRÜFT WERDEN UND DIE ENTSPRECHENDEN MAẞE !!!!
Hoschi hat geschrieben: Rainer, wie ist das gemeint mit der Verstellung um 4°, geschieht das durch Verdrehen des Zahnrads zur Welle? Dazu müsste es doch dann Markierungen geben, oder?
Natürlich. Auf den Nockenwellenzahnrad sind vier (4) Markierungen.
Ich glaube A(dvanced) und R(etarted) die normale OT-Markierung zum Piniongear und die letzte für das Breathergear
Das Zahnrad wird abgepresst, verdreht und neu versetzt aufgepresst.
Mehr Drehmoment = A
Hoschi hat geschrieben: Falls natürlich der Vorbesitzer schon das Zahnrad verdreht hat, würde dass doch evtl. erklären, warum die Motorcharakteristik sich nicht wie erwartet verändert hat..
Nochmal.
Schmeiß dieses Ding weg !
Ich weiß jetzt nicht in wieweit die Oberfläche der Nocke gehärtet ist. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen daß etwas anderes als die Nocken gehärtet sind aber ... wie die Amis sagen:
You`re asking for trouble, son !

rainer
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Hoschi
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Re: Vergleich Nockenwelle Crane 288 vs. 288-2B

Beitrag von Hoschi »

Moin,
rainer_aus_ulm hat geschrieben: Ich weiß jetzt nicht in wieweit die Oberfläche der Nocke gehärtet ist. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen daß etwas anderes als die Nocken gehärtet sind aber ... wie die Amis sagen:
You`re asking for trouble, son !

rainer
In welchem Zusammenhang siehst du die Härte zu den übrigen Problemen? Denkst du dabei ans Ab- und Aufpressen?

Meine alte Nockenwelle hat übrigends auch eine Passfeder, hier scheint es also öfter mal Abweichungen von der Regel zu geben.

Gruß
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