ich hab bei meiner (bitte nicht steinigen ) EVO bei machen Geschwindigkeiten, ein Lenkerflattern.
Ist ne 99er EVO mit breiter Gabel, 40er Ape und schmalen Vorderrad.
Also mehr kann man nicht falsch machen
Aber ist es möglich, den Bock ruig zu bekommen (ohne die verbauten Komponenten zu wechseln)?
Das Lenkerflatter treten auf der Autobahn, zwischen 110-150 gelegentlich auf. Wenn man mit mehreren Motorrädern fährt, ist es schon stressig, wenn es bei einer Geschwindigkeit auftritt, die der Trott gerade fährt.
Da die EVO mein Langstreckenbomber ist, wollte ich das Thema, diesen Winter angehen.
Hat jemand vielleicht Erfahrungen, mit einer Gabelversteifungen (zusätzliche Lenkerbrücke, über dem Fender) oder Lenkungsdämpfer???
Oder sonst eine Möglichkeit...
Ich will keine 200+X Euro ausgeben, ohne zu wissen, ob es hilft.
war das schon immer so an deinem mopped oder kam das jez erst ?
an sonsten hätten wir da die üblichen verdächtigen abzuprüfen, wie ein loses lenkkopflager, radlager, gabelrohre, speichen, reifen , reifendruck und unwucht. oft stellt sich ein flattern bei reifen ein, die kurz vor der abfahrgrenze sind.
bock sie auf, so daß das vorderrad frei ist und überprüfe das oben beschriebene.
eine unruhe kann aber auch von hinten kommen ! schwingen- und radlager auch mal prüfen !!
Lenkerflattern (engl. shimmy oder wobble) ist ein Phänomen bei Zweirädern.
Ein nicht gleichmäßig abgefahrener oder ungünstig geformter Vorderreifen regt beim Fahren (in der Regel zwischen 60 und 80 km/h) Schwingungen in der Vorderradgabel an. Diese Schwingungen können sich selbst verstärken bzw. aufschaukeln und führen dann dazu, dass der Lenker - so er nicht festgehalten wird - in einem Teilbereich des Lenkanschlages pendelt. Das Fahrzeug fährt dabei weiter geradeaus und führt auch keine nennenswerten Wank- oder Rührbewegungen aus. Wird der Lenker wieder in die Hand genommen, hört das Flattern auf. Das Flattern hat nicht die Kraft des Lenkerschlagens und kann dem Fahrer den Lenker nicht aus der Hand schlagen; es führt im Normalfall nicht zu Stürzen.
Was du hast kann eigentlich kein Lenkerlattern sein.
Du hast wohl eher ein Lenkerschlagen.
Quelle Wikipedia:
Lenkerschlagen, auch Kickback genannt, ist ein gefährliches Phänomen, welches vor allem bei leichten und stark motorisierten Motorrädern (z. B. Sportmotorrädern) auftritt.
Beim starken Beschleunigen, insbesondere auf unregelmäßigem Untergrund (Wellen, Schlaglöcher), hebt sich das Vorderrad wegen der dynamischen Radlastverteilung von der Straße (nicht zu verwechseln mit dem gewollt ausgeführten Wheelie). Wird die Beschleunigung verringert, kommt das Vorderrad wieder auf die Straße auf. Da das Vorderrad in der Phase, in der es in der Luft ist, aus der Bewegungsrichtung des Motorrades gedreht wird, steht es beim Aufkommen auf die Straße leicht schief zur Fahrtrichtung. Dies führt dazu, dass das Vorderrad beim Kontakt mit der Straße schlagartig seitlich weggedreht wird. Für den Fahrer ist dies als eine schlagartige Drehung der Gabel und des Lenkers um die Lenkachse bis zum vollen Lenkeinschlag zu spüren. Je nach Dämpfung der Vorderradführung schwingt dieser Ausschlag mit einer Frequenz von mehreren Hertz mehr oder weniger lange nach. Im ungünstigsten Fall, wenn die Pendelbewegung mit einer Resonanzfrequenz der Vorderradführung erfolgt, kommt diese gar nicht oder nur sehr langsam zur Ruhe, so dass der Lenker mehrere Sekunden lang von Lenkanschlag zu Lenkanschlag schlägt (sog. Tank Slapper, weil die Lenkerenden fast gegen den Tank schlagen).
Dieses Phänomen ist im Gegensatz zum harmloseren Lenkerflattern äußerst gefährlich und führt häufig zu einem Sturz bei hoher Geschwindigkeit. Der Fahrer ist in der Regel mitschuld, da ein Tank Slapper das ganze Motorrad erfasst, wenn der Fahrer sich am Lenker festkrallt. Wegen der Plötzlichkeit des Auftretens und der sehr hohen auftretenden Kräfte benötigt man einen sicheren, festen Halt auf der Maschine (auch ohne Lenker). Um, wenn überhaupt noch möglich, einem Sturz entgegenzuwirken, sollte man langsam die Geschwindigkeit verringern und den Lenker möglichst lockerlassen.
Inzwischen werden in betroffenen Motorrädern teilweise Lenkungsdämpfer oder zumindest Haltepunkte für diese verbaut. Ein Lenkungsdämpfer ist ein zwischen Lenker und Rahmen befestigter Stoßdämpfer, der die plötzliche starke Bewegung des Lenkers dämpft und so dem Lenkerschlagen vorbeugt.
Oder aber auch Chattering.
Quelle Wikipedia:
Chattering (engl. für stottern, zittern) ist ein Begriff aus dem Motorradsport und bezeichnet eine Instabilität des Motorrades in der Kurve.
Chattering tritt meistens bei Gasannahme (beim Hinterrad) oder beim Anbremsen (beim Vorderrad) in einer Kurve auf. Dabei ist allerdings nicht das Stottern des Motors gemeint, sondern die geringere Stabilität des Motorrades in der Kurve. Das Motorrad fängt quasi an zu zittern, was bis zum Sturz führen kann.
Ursachen für das Chattering liegen zum einen in der Reifenhaftung, zum anderen beim gesamten Fahrwerk, das die auftretenden Kräfte aufnimmt. Weil die Reifen eine enorm gute Bodenhaftung haben, fällt es der Federung schwer, die entstehenden Kräfte zu verarbeiten. Wenn also die Federung an ihre Grenzen stößt, beginnen die Reifen zu rutschen. Weil es sich dabei um eine Kombination von Faktoren handelt, rutscht der Reifen nur so lange, bis sich die Federung von ihrer Grenze löst. Danach baut der Reifen wieder Grip auf.
Das wiederholt sich innerhalb von wenigen Sekunden so oft und so schnell, dass der Fahrer ein Zittern des gesamten Motorrades empfindet. Das Zittern kann so stark werden, dass der Fahrer einfach vom Motorrad fällt. Als Zuschauer eines Rennens sieht man dabei nur den Sturz, aber nicht die Kräfte, denen der Fahrer ausgesetzt ist.
Das Rutschen ist nicht das gleiche wie bei einem Highsider. Es ist also sehr schwierig, die richtige Abstimmung zwischen Reifen und Fahrwerk zu finden.
Also, nun mal zum Thema bzw. meinen Erfahrungen:
Ich hatte mal ein ähnliches Problem. Zwischen 80 und 120 km/h hatte ich immer ein leichtes Zittern im Lenker. Nervte total!
Es lang am nagelneuen Vorderradreifen. Wir haben gewuchtet wie die Blöden, keine Verbesserung. Reifen runter, eingeschickt zum Hersteller, neuen montiert, Ruhe!
Es kann aber auch an einem zu weichen Fahrwerk liegen. Wenn Gabel und Stoßdämpfer zu weich sind, dann kann das ganze auch "flattern" und das Ding macht uns den Twist.
Oder aber du hast zu viel Gewicht auf dem Vorderrad. Die Ursache kannst du besser beurteilen, aber eine Werkzeugrolle oder ein Zelt oder was weiß ich (vielleicht auch deine zu breite Gabelbrücke), drücken auf dein Vorderrad und die Fuhre wird unfahrbar. Alles schon erlebt.
Oder hast du eine zu große Segelfläche am Laib? Sprich eine weite Jacke die den ganzen Ofen wie ein Segelschiff über die Wellen scheucht.
Lenkkopflager, Radlager usw. können natürlich auch eine Ursache sein. Überprüf mal die Sachen die mein Vorschreiber schon getextet hat.
Das Phänomen ist schon, seit dem ich das Bike habe.
Seit dem habe ich nur den Lenker gewechselt, von Breit (gerade ca.950) auf 40er APE ohne das sich etwas ändert.
Gewicht ist kein zusätzliches am Lenker.
Gabelbrücken aus Alu.
Reifen sind noch OK und wurden auch noch nie gewechselt (von mir)
Das "Segel im Wind" Phänomen fühlt sich anders an.
Das hier ist auch mit nem T-Shirt auf der AB.
Reifendruck ist OK. Auch mit weniger oder mehr, ändert sich nichts.
Lt. SuperGauzys Beschreibung ist es kaum einzuordnen.
Es kommt m.M.n. vom Lenker (Frontend). Man merkt, wie er "Flattert" und das Bike Schlangenlinien fährt.
Meine Hände sind dabei immer am Lenker.
Also keine Vibrationen, sonder das Frontend schlägt ganz schnell (ca. 1-2cm) nach links/rechts
Weg geht es nur, wenn ich vom Gas gehe und langsamer werde.
Wenn ich nichts dagegen mache (weiter beschleunige oder so weiter fahre) schaukelt sich das "Lenkerflattern" noch weiter auf, bis der gesunde Menschenverstand eingreift und den Gasgriff zurück dreht.
Ich überprüfe mal Radlager und Lenkkopflager.
Das gleiche habe ich auch bei nem Bekanten gesehen, der mit ner Softail, ebenfalls mit breiter Gabel, schmales Vorderrad und 40er Ape.
Dachte, dass die Kombination schon ausreicht, um das Fahrwerk instabil werden zu lassen.
(Ich fuhr hinter ihm und sah, wie er bei ähnlicher Geschwinddigkeit unruhe ins Fahrwerk bekam)
Also ich fahre auch Ape und ein 21" Vorderrad mit schmalem Reifen in einer Softail und da flattert nix und ich kann von 20 - 140 km/h mit einer Hand am Lenker fahren. Ich habe allerdings eine Springergabel und einen Tieferlegungssatz für die Gabel und das Heck.
Mein Dad hat ein ähnliches Setup, allerdings ohne Tieferlegung und auch da kannste mit einer Hand fahren.
Ich denke deine Lager haben zu viel Spiel. Überprüf mal Lenkkopflager, Schwingenlager und Radlager, dann sehen wir weiter.
Ich denke deine Lager haben zu viel Spiel. Überprüf mal Lenkkopflager, Schwingenlager und Radlager, dann sehen wir weiter.
oder sind im Arsch. Rost oder Striche der Rollen (Punkte bei Kugellagern) in den Lagerschalen führt dazu das das Lager nicht mehr funzt (Rastung).
Die immer vorhandene leichte Rollbewegung (Kreisel auf der Hochachse, sonst würde die Fuhre umkippen) des Fahrzeuges merkt der Fahrer nur, wenn eine der Lagerungen defekt ist. Dann überträgt sich das aufs Fahrwerk. Ist alles i.o. gehts schnur geradeaus.
Oftmals kann nur durch den Ausbau der tats. Zustand festgestellt werden. da wundert man oft sich was da für Klumpen drin waren...
Geometrieabweichung / Lenkkopfwinkel gestaucht wäre als nächstes mein Tipp (teewageneffekt)
Hi ,
hatte gerade dieses Problem bei einer komplett überholten Shovel . Ab 100-130 kmh ( schneller wollte ich nicht ) fing der Lenker und das ganze Front-End an zu eiern bzw. schaukelte sich auf . Alles nochmals überprüft wie z. B. Lenkkopflager , Radlager , Schwingenlager ,Stoßdämpfer , Vorderrad zentriert und nochmals ausgewuchtet , Stoßdämpferöl etc. . Es brachte überhaupt keine Besserung .
Dann nach vielen Kopfzerbrechen den neuen Bridgestone Vorderradreifen gegen einen guten gebrauchten Dunlop ( 130 x 16" ) getauscht , und siehe da , das Problem war gelöst . Die Lauffläche ( Rundung ) ist bei dem Bridgestone nicht gleichmäßig gewölbt , sondern er läuft zur Mitte etwas spitz zu . Nie wieder Bridgestone , hat jemand von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Gruss
Alles nochmals überprüft wie z. B. Lenkkopflager , Radlager , Schwingenlager ,Stoßdämpfer , Vorderrad zentriert und nochmals ausgewuchtet , Stoßdämpferöl etc. . Es brachte überhaupt keine Besserung .
Hattest Du mal das Lenklager etwas gelöst und probegefahren, obs dadurch ne Besserung gab?
Dieses Pendeln auf der Hochachse begründet sich in den allermeisten Fällen darin das eine der Lagerungen fest, zu fest oder einfach defekt ist.
Das ganze System funktioniert nur einwandfrei wenn BEIDE Lagerungen, also Lenklager und Schwingenlager spielfrei, leichtgängig und ruckelfrei (keine Macken in den Lagerschalen) sind.
Ist eine Lagerung defekt oder hat zuviel Spiel, geht das Theater los.
Also bevor ich neue Reifen gekauft hätte, hätte ich das vordere probeweise etwas gelöst und/ oder die Schwingenlagerung wenigstens kontrolliert.
Kontrollieren heißt AUSBAUEN. das ist zugegebener Maßen viel Arbeit, aber es kommt dort sehr oft unvermuteter Schaden zu Tage.
Nur seitlich mal an der Schwinge dran ruckeln(§29 Alltagsprüfungsvorgang) sagt garnix über den Zustand der Lager aus.
Besser ist schon Rad raus und Stoßdämpfer ab und dann die Schwinge auf und ab bewegen obs ruckelfrei geht.
Hi ,
nach jeder Änderung wie z.B. Rad zentrieren oder Lagereinstellung etc. habe ich eine Probefahrt gemacht . Immer die gleiche Strecke mit ca. 12 km Autobahnfahrt . Erst nach dem Reifenwechsel war das Problem gelöst . Es lag definitiv an dem Bridgestone Reifen !
Gruss