lowbob78 hat geschrieben:....je höher die Außentemperatur desto "Patsch"...wenn der jetzt schon Problem macht, dann wart' mal den Hochsommer ab...an jeder Ampel mit längerer Phase >>> Patsch
Das ist aber ein Anzeichen für zu fette Einstellung.
Je wärmer der Motor und/oder Lufttemperatur umso fetter läuft sie.
Umgekehrt: Verschwindet ein Gaser-Problem bei warmen Motor/Temperatur läuft sie kalt zu mager.
Ich bin auch kein S&S Gaser Freund, denke aber, dass man mit dem notwendigen Gefühl/Wissen jeden Gaser zum Laufen bringt. Natürlich ggf. mit Leistungseinbußen, je nachdem ob der Gaser relativ zu klein oder groß ist.
@animal:
Falschluft kannst nur ausschließen wenn Du ne Druckprüfung machst. Kleine Lecks findest mit Bremsreiniger oft nicht.
Kerzen dürfen auch bei längerem Standlauf nicht verrußen, LLGemisch und LLDüse müssen so eingestellt sein, dass sich wenigstens die Isolatorspitze freibrennt. Und das wäre noch viel zu fett.
Zu fette Einstellung ist ebenso tödlich für den Motor, wie viel zu magere. Es dauert nur länger. Denn das unverbrannte Gemisch setzt sich nicht nur als Ruß ab, sondern zerstört den Ölfilm und die Schmierfähigkeit des Öls.
Das ist auch der Grund warum Auto-Benzinmotoren mittlerweile Laufleistungen erreichen, die man früher nur Diesel zutraute: allgemeine Einführung von Einspritzanlagen. Damit verbrennen die Motoren immer im optimalen Bereich und es wird an der Spritaufbereitung nicht mehr so viel herumgepfuscht.
Aber um Schadenersatz zu vermeiden geben die Gaser Hersteller lieber eine zu große Grundbedüsung mit. Denn wenn der Motor schon nach 70000km für eine Überholung fällig ist, gibt keiner mehr dem Gaser und der überfetteten Einstellung die Schuld.
In Vorkriegsanleitungen (z:b.: Ford Model T 1922, Schebler Vergaser, Ariel, Henderson oder Zenith/JAP Motorräder) wurde das Thema noch behandelt.
Bloß als Bsp., die Einstellung meines Bendix bekam ich mit der scheinbar "brutalen" Methode nach dem Harley Davidson Rider Handbook 1931 am besten hin: verstellbare Hauptdüse soweit eindrehen bis sie schlecht Gas annimmt und/oder in den Gaser zurückschießt, dann soweit wieder öffnen bis sie ohne "backfire" gut und lochfrei Gas annimmt. Seither immer saubere Kerzen, dadurch besseres anspringen und spürbar mehr Leistung ohne Überhitzung.
Die vermeintlich "sichere", fette Einstellung bringt nix.
Zum Einstellen nach Kerzenbild guckst Du diesen Fred:"Kennt jemand diese Dämpfer Einsätze?"
Du merkst es auch im Betrieb. Wenn sie bei konstanter Fahrt ruckelt/"pulsierend" läuft evtl. in den Auspuff knallt, ist sie im jeweiligen Bereich zu fett.
Hoffe es hilft
Gruß