martin58 hat geschrieben:wenn die annahme stimmt, dass 20w50 bei betriebstemperatur die selbe viskosität hat wie 50er einbereichsöl, sind die erklärungen für die sich mehrenden motorschäden humbug.
ohne den autor des artikels kritisieren zu wollen: die fachliche kompetenz so mancher zeitschriften ziehe ich persönlich sehr stark in zweifel, wenn es um alte technik geht.
man sollte immer berücksichtigen, dass es sich bei den schreibern um journalisten handelt, deren ausbildungshintergrund dem geneigten leser in der regel nicht mitgeteilt wird. genausowenig wie die quellen, auf denen derlei artikel basieren.
und last but not least - werkstattempfehlungen können durchaus auch mit dem anzeigenbuchungsverhalten der empfohlenen werkstätten zusammenhängen. das stichwort lautet: redaktionelle werbung.
Moin Männers!
In allen Foren immer das gleiche Thema: ÖL!?
Muss Martin58 da vollkommen recht geben: nicht alles was niedergeschrieben wird ist am Ende des Tages auch richtig, und zwar egal wo das alles steht!
Fahre selbst in meiner Rigid (mit 71er Late) seit über 20 Jahren 20W50 mineralisches Mehrbereichsöl (RevTech HP) und da ist nix kaputt oder klappern die Hydros - im Gegenteil! Allerdings ist da natürlich schon immer die S&S-Ölpumpe drauf.
Selbst im Sommer 2015 hatte ich bei >42°C keinerlei Probleme mit dem Öldruck - warum auch?
Im Inet wird kein größerer Mist verzapft als zum Thema Öl!
Wer sich in das Thema einlesen will, dem schicke ich gerne per eMail eine mehrseitige Abhandlung eines Experten der damals in der Motorenentwicklung bei Daimler-Benz gearbeitet hat. Hier wird sehr detailiert erklärt worin sich Öle hinsichtlich der Qualität unterscheiden und wo die Unterschiede für die jeweiligen Motorenkonzepte liegen.
Bezieht sich zwar nur auf Automotoren, dennoch wird einem das manches klarer.
Für diejenigen, die der Meinung sind ihrem alten Schätzchen einen Gefallen zu tun, indem sie vollsynthetisches Öl reinschütten, sei die Frage gestellt, ob sie sich schon mal mit dem Thema "Ölfilterung" und dem Unterschied zwischen Nebenstrom- und Hauptstromfilter beschäftigt haben!?
Das vollsynthetische Öl hat nämlich die Eigenschaft den Abrieb etc. "in der Schwebe" zu halten und durch den Hauptstromfilter beseitigen zu lassen.
Wir aber haben einen Nebenstromfilter und pumpen deshalb mit vollsynt den Abrieb jedesmal durch den Motor, bevor er dann endlich durch den Filter geht!
Im Gegensatz dazu bildet das Mineralöl Schlamm - und der wird bei uns im Öltank abgelagert. Deshalb sitzt die "Entnahmestelle" (zur Ölpumpe) auch nicht ganz unten, sondern ein paar Zentimeter weiter oben!
Nicht eingehen will ich jetzt noch auf zusätzliche Parameter, wie z.B. sich bestimmte Inhaltstoffe (oder Additive) mit bestimmten Materialien (Messingbuchsen z.B.) verhalten und das wir einen rollen- und NICHT einen gleitgelagerten Motor haben....
In der Regel sind Probleme mit dem Öldruck und der Versorgung nicht zwangsläufig beim Öl zu suchen, sondern haben andere Ursachen.
Eine z.B. mangelhafte Ölpumpe "repariert" man eben nicht mit anderem (dickerem) Öl!
Gruß