Alex MTeK hat geschrieben:Warum sollte man krampfhaft die Ölbohrungen zu den (starren) Tappets verschließen? Das Öl, was da ankommt, versorgt nicht nur die Hydraulikeinheiten, sondern schmiert auch die Tappets in den Lifterblöcken. Und wenn man gute starre Tappets benutzt, dann haben die keine Leckage nach oben - sind also eigentlich nicht anders als gute Hydros.
Sehe ich nicht so - die Tappets werden von oben, dem Rückfluß in den Stösselcovern, und unten, dem Ölnebel von Nocke usw., ausreichend geschmiert.
Wenn die Zuläufe zu den Hydros bei Solid Tappets nicht verschlossen werden, viell. auch noch die Rücklaufkanäle zu hoch angesetzt (kommt auch bei OE Tappetblöcken vor) und halb von den Korkringen abgedeckt werden, ist dort eine Leckage fast vorprogrammiert. Zumindest wenn man manchmal die Gurke auch mit 150km/h laufen lässt und dementsprechender Öldruck anfällt.
War zumindest bei mir chronisch so, bis ich in die Blöcke 2 Madenschrauben einsetzte (was ggf. leicht rückgängig zu machen ist) und die Rücklaufbohrungen überarbeitete.
Vorher probierte ich auch schwarze (OE?) Quadringe, die blauen Silikonringe, neue Federn plus zusätlicher Scheiben in den Covern ... nutzte alles nix.
Seit diesen Umbauten, vor über 25 Jahren, setzen meine Tappetblöcke außen quasi Rost an. Dieser S&S Trick hat sich also bewährt und kanns nur empfehlen.
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer