Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Moderator: Gerry

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KalleM
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von KalleM »

Hi, da der Motor offensichtlich recht ordentlich lief und die Kohle knapp ist würde ich erstmal low budget reparieren. Besorg dir Originale Cover, einen Ventiltrieb und bau die Steigleitung wieder ein.
Eine komplette Motorrevision kannst du immer noch nach einem größeren Schaden oder Lottogewinn machen.
Guten Rutsch
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Helmut
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Helmut »

bevor ich alles raus tun würde...
Deckel ab, Motorlaufen lassen und sehen was passiert, oder besser ob was kommt?
Vielleicht sind deine Hoffnungen ja berechtigt (ich würde es dir zumindest wünschen...) und es kommt oben etwas Öl an. Wobei, wer kein Geld für einen 2 Satz Schlüssel hat, der gibt wohl kaum 1500 € für einen Satz EVO Ölung aus. Aber vielleicht wars ja des Dilletanten Vorgänger?
Dann hätte aber wohl auf dem freien "Loch" doch was rauströpfeln sollen!? Kann es möglich sein das die Ölmenge so gering ist, das es grundsätzlich am "Loch" vorbei ging?
Helmut
auf des Rätzels Lösung neugierig wartend...
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Strokerholk
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Strokerholk »

Hi KayTee!
Ich würde den Motor auch aufmachen. Dann hat alles Rätselraten ein Ende.
Für das Geld, was dieser Jims Umbaukit kostet, kannst du einige andere schöne Sachen für deinen Motor kaufen. Zum Beispiel ordentliche Zylinder. Da bei deinen Stroker Schrauben und Muttern verwendet wurden, gehe ich mal davon aus, daß für OEM kein Platz war. Das Problem gibt es nur bei extra billigen Taiwan Zylindern und S&S. Aber S&S sieht anders aus und ausserdem steht da S&S drauf.
Deine Köpfe haben hohe Kühlrippen zwischen den Rocker Boxes. Das gab's glaube ich nur bis '78. Hast du Kurz- oder Langgewindekerzen? Kurzgewinde bis '74. Baujahr der Köpfe ist aber unerheblich, innendrin sind sie alle gleich schlecht.
Wie lange Kipphebel ohne Öl halten, hab ich noch nicht ausprobiert und hat mich auch noch nie interessiert.
Wie gesagt, Motor ausbauen, ins Warme stellen und in Ruhe zerlegen. Oder such dir 'nen vertrauenswürdigen, guten Schrauber.
Dann mach aber nix weiter, sondern stell ihm das komplette Mopped hin. Ist mir auch immer am liebsten, weil, erleichtert Einiges.
Jetzt aber erstmal guten Rutsch!!!
Gruß Holk!
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KayTee
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von KayTee »

Frohes Neues allerseits!

Vielen Dank für Eure Tipps ind Hinweise.

Ja, der Pegelstand meines Geldspeichers ist eher niedrig. Wenn ich den Motor zerlege oder zerlegen lasse (Frage an Holk: wieso ganzes Mopped dem Motorenbauer hinstellen und nicht den kompletten aber ausgebauten Motor?) wird das ein Erdrutsch. Die Köppe haben Gewindehülsen in den Kerzenlöchern, damit geht es schon los, verschiedene Zylinder (neu + Kolben), Lager baut man auch nicht in alt wiederzusammen, etc.pp.. Einmal richtig geschaut, vier Riesen weg, Mahlzeit.

So lange die Köpfe montiert sind bekommt man die Rockerboxen nicht herunter, richtig? (von wegen ob Gewinde vorhanden sind wo sie hingehören, in dem unverstopften Loch der Steigleitung, ob die Kipphebel schon in Wurfpassungen laufen ...)
Mit "normalen" Drehmos kommt man nicht an die Kopfschrauben, richtig?
Die "Bananenschlüssel" sind Pflicht für Kopfarbeiten, richtig?

So viel zum Thema "ich mache nur die Stand- und Tauchrohre neu" :roll:

Danke & Gruß,
KayTee
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liekoer
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von liekoer »

Hallo Kay

Mit Deinen Bemerkungen hast Du ja nicht ganz unrecht, aber ich würde (auf Grund Deines Pegelstandes) den Motor auch nicht komplett zerlegen, sondern nur die Köpfe runter und diese überholen ...lassen.
So dass man wieder eine Steigleitung zur Verfügung hat und etwas beruhigter fahren kann.
Vielleicht hat man dann genügend Zeit für eine Revision oder einen neuen Motor zu sparen.

Somit würden zwar jetzt Kosten entstehen, die aber bei weitem nicht so hoch wären, wie die Kosten, wenn man ohne Steigleitung weiterfahren würde ...dann aber eine Angabe mache kann, wie lange Köpfe ohne Ölschmierung halten ;-)

Wenn Du eine Stegleitung einbauen kannst, ohne die Köpfe zu montieren, könnte man diese Alternative auch in Betracht ziehen; dann sollte man aber auch einen Mitgliedsantrag bei den "gelben Engeln" ausfüllen. Da fährt die Angst immer mit.

Ich glaube wir brauche nicht darüber zu diskutieren, dass alle Alternativen besser sind, als die, ohne Stegleitung weiterzufahren, denn von Jims scheint Dein Motor noch nichts gehört zu haben (soviel zu Deiner Hoffnung).

Wie sieht eigentlich Dein Öl aus? Hat es schon metallische Zusätze?
So lange die Köpfe montiert sind bekommt man die Rockerboxen nicht herunter, richtig?
Jo
Mit "normalen" Drehmos kommt man nicht an die Kopfschrauben, richtig?
geht auch mit Ring-Maul, sogar mit einem 14er. Das sollte dann aber schon Markenware sein und nicht aus dem Baumarkt kmmen.
Ein Krähenfuss (Zoll) für einen Drehmomentschlüssel kostet von Stahlwille zwischen 25 und 30 Euro.
Die "Bananenschlüssel" sind Pflicht für Kopfarbeiten, richtig?
Keine Pflicht, aber es erleichtert die Sache ein wenig; kostet von Hazet einen 10er, würde ich mal so tippen. Wenn, dann brauchst Du nur einen.

Gruß
Norbert
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rainer_aus_ulm
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Moin,

denke daß Holk dies v. professionellen Standpunkt sieht:
Du bringst die Kiste irgendwo hin, die bauen Primär, Motor aus (stellen u.U. hier schon einige Schwachstellen fest die unser ungeübtes Auge nicht sofort sieht) , zerlegen den Motor, mach dies & das, bauen den Schmuh wieder ein und stellen Ventile, Zündung und Vergaser ein und fahren die Kiste mal ein paar Km (wenn es der Rest des Moppeds zulässt !!).
Dann haben die Werkstatt und Du die Gewissheit das der Ofen zumindest mal läuft.
Und dann gibt es noch diesen Dingens mit der Garantie ...

Wer Werkstätten nicht über`n Weg traut oder eben der Moos fehlt muss nach Alternativlösungen suchen.
Das hatten wir schon 100x hier aber seien wir doch mal ehrlich:
Wer von uns Hobbyhanswürsten hat den schon das Werkzeug um einen Motor komplett machen zu können ?
Wer von uns Experten kennt den schon alle möglichen Fallstricke ? Und kann aus diesen Fallstricken die korrekte Analyse ziehen ?

Klar kann man sich hier über`s Forum und über die Nachbarschaft viel helfen aber alles geht einfach nicht do-it-yourselves.

Wenn eine Werkstatt alles macht hast du einen Ansprechpartner. Macht ein Kumpel von dir diesen Teil, ein Anderer jenen Teil und der Ofen will nicht beim ersten Mal ... ?!
Es gibt hier im Forum eine Handvoll Kandidaten die haben tatsächlich das Wissen, ihre Ansprechpartner und auch die Ausstattung in der heimischen Garage haben um das alles zu bewerkstelligen.
Aber ob sich jemand aus diesem auserwählten Kreis soweit herauslehnt um die Hand zu heben ist ne andere Sache.
Spätestens beim Anblich deiner Bilder haben doch einige ziemlich laut vor dem Monitor geflucht.
Und das war nur der offentsichliche Schweinkram ...

Unmöglich ist das nicht.
Wenn du einen neuen Fred aufmachen willst (Titel: Wir bauen einen Motor neu auf) sollte vielleicht einer der mal richtig Ahnung hat der kompletten Motor komplett zerlegen und ansagen was Sache ist.
Dann kannst du die Arbeit (bei entprechender Resonanz) verteilen.
Einer macht die Köppe, der Andere lässt die Zylinder machen, der dritte drückt evtl. die KW raus und macht die Lager und das Gehäuse, Ölpumpe etc
....
Weiß nicht.
Vorallem musst du dann bei allen Arbeiten in Vorleistung gehen.
Dann muß noch jemand alles zusammenbauen.
Und zu guter Letzt muss alles eingestellt werden.
Bei so einer Aktion wirst du auch eine Menge Kohle nur für`s Porto, Sprit, Fressgutscheine & Bier los.
Ganz zu schweigen von dem Werkzeug das du trotzdem kaufen musst.
Und es kommt immer teurer als man denkt.

Oder du liest dir nochmal Kalles und Norberts Vorschlag durch.

rainer .... der seit kurzem den Erfinder des Druckluftkompressors in seine Abendgebete mit einschließt und den Entwickler des Schlagschraubers ewiges Leben und unendlichen Reichtum wünscht.
Absoluter Premium-Babbelkopp. Schwafelweltmeister.
Alter Furz der gerne und oft den Faden verliert.
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KayTee
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von KayTee »

Moin!

Da scheint etwas falsch rübergekommen zu sein: ich denke mitnichten, dass man eine Motorüberholung einfach so auf verschiedene Freunde und Bekannte verteilen kann und sollte. Aufwand, Kosten, Werkzeuge und so beiseite, so viele Steine kann sich niemand in irgendwelche Bretter schaffen als das soetwas ohne Stress über die Bühne gehen kann.

Das gibt auf allen Seiten nur Ärger und das ist keine Einsparung der Welt wert.

"Weshalb komplettes Moped hinstellen" macht Sinn, danke für den anderen Blickwinkel. Als Kaufmann würde ich meinen Umsatz maximieren wollen, drum denke ich manchmal etwas zu kritisch ;) Natürlich, wenn man alles gesehen und überprüft hat kann man ruhigeren Gewissens seinen Namen drunter setzen.

Zurück zum Thema.

Die Pfannen der tappets, in denen die Stößel stehen, haben Bohrlöcher. Ist das standard?

Ohne Frage muß die Ölversorgung der Köpfe gesichert sein, so fahre ich keinesfalls weiter. Kunde der Gelben Engel bin ich zwar, aber so geil ist es nicht "hoch auf dem gelben Wagen".

Wenn Öldruck im Kopf wäre müsste Öl aus der gelösten Verbindungsleitung oben kommen, oder? Ach was, es müsste auch aus dem nicht verstopften Loch der Steigleitung schiffen.

Alles Murks: Köpfe runter, auch gleich die Zylinder ansehen, fluchen, gucken was man retten kann.

Metrische Schlüssel auf zölligen Bolzen/Muttern, so weit kommt's noch!
Vier Ring/Gabelschlüsselsätze (2std. zöllig, 1 kurz zöllig, 1 Metrinch) sind vorhanden, zwei Knarrenkästen dito, Imbusse etc.

Welche Spezialschlüssel und Größen brauche ich?

Ich habe Gedore/Rhasol *knack*-Drehmos, gibt es dazu passend Gabelaufsätze für die Kopfschrauben und Zylinderfüße? Größe?

Mal sehen, was ich noch so an Murks finde.

Gruß,
KayTee
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Grisu
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Grisu »

Hallo KayTee
Für Köpfe und Zylinder brauchst Du, abgesehen von dem Bananenschlüßel, kein Spezialwerkzeug. Das brauchst Du erst wenn Du die Köpfe zerlegen mußt. Aber auch da kann man gut Improvisieren.
Meine Hydros haben auch ein Loch in der mitte der Pfanne. Sind Standard Hydros. Wo für das Loch ist: Hab mir nie Gedanken drum gemacht.
Gruß
Grisu :twisted:
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liekoer
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von liekoer »

Moin
Ich habe Gedore/Rhasol *knack*-Drehmos, gibt es dazu passend Gabelaufsätze für die Kopfschrauben und Zylinderfüße? Größe?
STAHLWILLE, das Teil nennt sich Krähenfuss (Google ist da sehr behilflich) die Größe musst Du selbst ausmessen, weil Du keine OEM Kopfschrauben verbaut hast. Ich meine sogar dass Du einen Torx-Kopf an Deinen Schrauben hast.

Deswegen wird ein "Standart 9/16" nicht passen, somit auch kein 14, wie von mir anfangs beschrieben.
9/16 sind übrigens 14,28 mm; ich glaube nicht das 3/10 mm bei einem guten Ringschlüssel (Hazet) einen Bolzen "übergnatteln". Zumindestens hat es mit mir immer sehr gut geklappt. Es war übrigens auch nur ein Vorschlag, da ich ja nicht ahnen konnte, dass Du mit Zollwerkzeug so gut ausgerüstet bist.

Ich würde die Füße nicht abnehmen.

Ansonsten brauchst Du nicht unbedingt Spezialwerkzeug, Ring-Maul langt theoretisch zum Abnehmen der Köpfe und zum wieder heraufbauen. Viele ziehen die Köpfe übrigens nicht einmal mit Drehmoment an (ist hier auch schon einmal diskutiert worden); Da langt manchmal auch ein Rohr als Verlängerung 8).
Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

@Grisu
Meine Hydros haben auch ein Loch in der mitte der Pfanne. Sind Standard Hydros. Wo für das Loch ist: Hab mir nie Gedanken drum gemacht.
...naja, sie funktionieren halt nicht ohne Öl und irgendwo muss das Öl ja herkommen. Oder meine ich jetzt ein anderes Loch.

Gruß
Norbert
Strokerholk
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Strokerholk »

Hi KayTee!
Ich habe es immer ganz gern, das ich ein komplettes Mopped hingestellt bekomme, weil ich da schon mal 'nen groben Überblick habe. Außerdem kann ich beim Zerlegen die einzelnen Bauteile beurteilen. Das fängt beim verspannt angebauten Fat Bob Tank an, geht über Primärinnereien und hört beim Pleuellager noch lange nicht auf. Preislich ist das auch nicht viel teurer als wenn ich nur den Motor auf den Tresen gestellt bekomme. Es ist auch schwierig mit der Garantie, weil ich ja nicht weiß, was mit dem Motor weiterhin passiert. Werden z.B. die Ölleitungen richtig angeschlossen und der Vergaser korrekt eingestellt?
Rainer hat da schon völlig recht.
Selbermachen geht natürlich auch. Setzt aber ein gutes Werkzeugsortiment, 'nen vernünftigen, sauberen Arbeitsplatz und ein wenig Wissen voraus. Spart dir die Kosten für die Arbeitszeit, mehr aber auch nicht. Und Garantie gibt's auch nicht.
Provisorische Reparaturen oder technische Experimente kosten immer doppelt. Weil, nach kurzer Zeit muß es ja doch ordentlich gemacht werden.
Für deine Kopfschrauben brauchst du übrigens 'nen 7/16" Zwölfkant Schlüssel bester Qualität.
Falls das Kleingeld etwas knapp ist, würde ich lieber mal auf's Fahren verzichten, Geld sparen und dann richtig reparieren.
Gruß Holk!
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Christian
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Christian »

Hallo KayTee!

Runter bekommst Du mit Deiner Ausrüstung die Köppe allemal.
Drauf wird schwieriger, weil mit Dremo nicht überall rankommen ist.
Immer über Kreuz lösen und anziehen!!!
Anzugsmoment Köpfe: 90 NM, Zylinderfüße 60.

Für Drehmo geht ein 14er einwandfrei, wenn kein zölliger zur Hand ist. Achtung: S&S hat andere Maße, da tut's der 11er, ggfs. Wandstärke reduzieren, wenn S&S-Zylinder verbaut.

Meine Pfannen haben kleine Vertiefungen, sind nicht durchgängig.

Gruß, Christian
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Grisu
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von Grisu »

@Norbert
...naja, sie funktionieren halt nicht ohne Öl und irgendwo muss das Öl ja herkommen. Oder meine ich jetzt ein anderes Loch.
8)
Das Loch unten wo das Öl reinpumpt is klar. Oben da wo die Sößelstange drin steht.....
Gruß
Grisu :twisted:
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KayTee
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von KayTee »

Hi Holk!

Danke für die Erläuterung.

Ich stimme dir natürlich zu, bei einem Projekt "Komplettüberholung" fallen zwei bis vier Stunden für Aus- und Einbau überhaupt nicht ins Gewicht.

Wir haben eine gut ausgestattete Werkstatt (LKW & PKW), aber das hat mit einer Motorüberholung noch garnichts zu tun. Außerdem könnte ich da wohl den Motor, nicht aber den ganzen Hocker lassen. Ich habe nicht nur linke Daumen, aber weit jenseits von "Zerlegen & Zusammensetzen" reicht meine Selbstüberschätzung dann doch nicht :wink:

Wäre eine Komplettüberholung Teil meiner Möglichkeiten würde als andere Option ein S&S Triebwerk stehen (was ist da eigentlich ein realistischer Kurs hier in D?). Beides ist im Moment unrealistisch. Mit richtig Drücken könnte ich kurzfristig zwei Kilo freisetzen, die helfen vorne und hinten nicht.

Vielen Dank für Deine Tipps und Ratschläge!

Wat soll's, es steht eh' Diplomarbeit an, und dann ist keine Zeit mehr für nix.

Gin/Tonic irgendjemand?

Danke & Gruß,
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liekoer
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von liekoer »

Grisu hat geschrieben:@Norbert
...naja, sie funktionieren halt nicht ohne Öl und irgendwo muss das Öl ja herkommen. Oder meine ich jetzt ein anderes Loch.
8)
Das Loch unten wo das Öl reinpumpt is klar. Oben da wo die Sößelstange drin steht.....
Gruß
Grisu :twisted:
Ach das...mmh :?: , mmh :?: , mmh :?: ....

Gruß
Norbert
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KayTee
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Re: Motor DiesUndDas: anStößeliges und ANALyse

Beitrag von KayTee »

Moin allerseits!

Zwischenbericht.

Aus der Verbindungsleitung zwischen den Köpfen kam kein Öl, also keine Versorgung von unten. Toll :evil:

Steigleitung eingebaut, nach wenigen Sekunden kommt Öl aus der Querleitung *puuh!*, dann dazu die passende Querleitung. Beides sind jetzt starre Ausführungen, kein Teflonband verwendet.

Tipp: je ein Fitting mit großer und eines mit kleiner Bohrung pro starrer Leitung; *vorher* ausprobieren, ob man die Leitung auch bis zum Ende des groß gebohrten Fittings einschieben kann :roll: ; Fittings ohne Rohr montieren und vorsichtig festziehen (NPTF, also konisches Gewinde, selbstdichtend, selbstsprengend!), Leitung zuerst in dick gebortes Fitting einschieben, drehen bis das andere ende üpassend vor/in dem anderen Fitting sitzt, in dieses bis zum Anschlag einschieben und hier zuerst verschrauben (Überwurfmutter und Dichtung), dann das "Einschubfitting" verschrauben, fettich.
Ich habe fast einen ausgesprochen ekeligen cholerischen Anfall bekommen bei dem Versuch, die Leitungen mit locker vormontierten Fittings anzubringen, *ich* hatte jedenfalls keine Chance die Fittinge bei sich permanent verdrehenden Leitungen in die konischen Gewinde einzuschrauben.
Was sagen die Fachleute zu dieser Methode?

Weiter.

S&S Vergasergrundplatte modifiziert (die komische "Finne" weggedrehmelt) und K&N Luftfilter statt des grobmaschigen, offenen ( :!: ) Käfigs eingebaut.

Accell Öldruckanzeige mit 45° Fitting am Tappet Sieb montiert (kein Öldruckschalter an der Pumpe, kein Warnlicht :roll: ), dabei den O-Ring von der Inbusschraube wiederverwendet und das Sieb mit Bremsenreiniger gewaschen.

Probelauf.

Nichts leckt, weniger Lärm aus dem Vergaser (welch Wunder :roll: ), Öldruck ist sofort da und im leicht erhöhten Standgas irgendwo zwischen 20 und 30psi (SAE W50 bei 10°C in der Sonne), steigt sofort bei kurzen Gasstößen.

Wie klingt das so weit?

Selbst wenn der Motor in naher Zukunft komplett revidiert werden müssen sollte sind diese Teile jedenfalls kein herausgeschmissenes Geld gewesen.

Was von den nun hörbaren mechanischen Geräuschen "normal" ist oder nicht kann ich nicht bewerten. Vielleicht beißt mich da auch die Paranoia.

Ach ja, unter dem vermurkst-festgeklebt montierten Point-Cover werkelt eine Dyna S, nur der Vollständigkeit halber.

Alle "normalen" Befestiger außer Öl- und Bremsanschlüssen bekommen eine Schnellreinigung mit Bremsenreiniger und Drahtbürste sowie einen Tropfen Loctite 243 "mittelfest" (blau) beim Montieren. Es gibt schon genug Fallen, da muß ich mir nicht noch selbst welche stellen :roll:

Probefahrt. Mit ADAC Karte in der Tasche ;)

Gruß,
KayTee
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