Seite 2 von 2
Re: Stampfendes Geräusch
Verfasst: 22.04.2011, 21:18
von holzlenker
Servus Uwe,
dazu baut man die Schwinge aus
(am Starrahmen nicht vorhanden

)
Ciao Lutz
Re: Stampfendes Geräusch
Verfasst: 23.04.2011, 13:44
von maruski
Moin
Ja, die Schwinge muss dafür raus.
Mist³ ist nur, das ich die Kette jetzt soweit habe, das sie ohne Knurpsen (Glieder laufen nicht mehr auf die Zähne auf) sauber läuft (WD40 Halleluja) und mäßg schwingt.
Nur "shit happens", das stampfende Geräusch hat sich nicht verändert.
Sobald ich "Last" auf das System gebe, stampft es.
Werde heute zwischen Familienzeit und Osterfeuer den Primär zerlegen und alle Teile intensiv sichten.
Sowas nervt, weil ja am Montag PES hier in HB ist.
Wenn ich heute nix im Primär oder an der Motorhalterung finde, fahre ich das bis es auseinanderfliegt.
Dann weiß ich was gestampft hat.
Gruß. Maruski
Re: Stampfendes Geräusch
Verfasst: 23.04.2011, 17:35
von maruski
Moin.
So nun die abschließende Erklärung für das stampfende Geräusch.
Getriebwelle ist locker - ca. 1mm Spiel.
Ist wohl das Stütz-Lager im Primärkasten hin (ist das 2. Lager) und dadurch zieht der Motor die Welle, samt Kupplung etc. diesen 1mm nach vorne.
So kommt auch das Ritzel ca. 0,5mm nach vorne und die Kettenrollen laufen auf die sehr abgenutzten Zähne (sind deutlich verbogen) auf, was das Stampfen erzeugt, weil die Kette fast abhebt vom Ritzel.
Hab den Primär zerlegt und nichts gefunden, ausser dem Spiel der Hauptachse und dann aufgebockt (Rangierweagenheber unter die Auspuffhalterung und hoch), so das das Hinterrad vom Boden weg ist.
Dann laufen lassen und mit der Fußbremse "Last" simuliert.
Da fing die Kette an zu ballern wie nur was und so frei hängend war das auch kein Stampfen mehr.
Da ist das also mit der "O 106 PX" nicht getan, um zur PEP zu kommen.
Den PES am Montag werde ich so wohl noch schaffen - "no risk = no fun" und danach mal sehen, ob das Getriebewellenlager im Getriebe auch was abbekommen hat.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das von nicht, so wie das knallt.
Gruß. Maruski
Re: Stampfendes Geräusch
Verfasst: 23.04.2011, 20:58
von Christian
Hi Maruski,
ich würd das lassen von wegen "no risk - no fun".
Im besseren Fall nudelst Du Dir bloß das Getriebe kaputt, weil darin alles rumschlackert, im schlechteren Fall fliegt Dir das alles unterwegs um die Ohren, Abgang inbegriffen.
Und das passiert dann garantiert in einem Tunnel oder in einem Funkloch, jwd.
Gruß, Christian
Re: Stampfendes Geräusch
Verfasst: 25.05.2011, 21:02
von maruski
Moin und nochmal hochgeholt zum Abschlußbericht.
Bin heute erst zu ner ausgiebigen Fahrt zu einer auswärtigen Dienstbesprechung mit dem Shovel gekommen und kann nun zu 100%ig sagen: "Das war die Kette, nicht das Getriebehauptwellenlager (wie ich fälschlich oben vermutet habe)."
Mit der Neuen ist das stampfende Geräusch verschwunden (dafür hörte ich jetzt wieder ein Klickern ;-))) und somit ist das bisschen Spiel in der Getriebewellenlagerung für mich unerheblich.
Hab ne neue Supersealmutter mit zwei Dichtringen verbaut und solange da nix rausläuft, ist das für mich i.O. (das Getriebehauptwellenlager hat nun auch schon satt über 150.000km runter und darf da was Spiel haben - finde ich).
Die Kette hat ihr Soll ja übererfüllt und ich hab an der abgenutztesten Stelle über 10 Kettenglieder satt 1-2mm Spiel gehabt (3% soll man laut Kettenfachmann nicht überschreiten, das hier waren deutlich über 10%!).
Das Kettenrad sah aus wie neu - bis auf das die Zahnzwischenräume etwas oval sind.
Zwischen Kette und Kettenrad bekommt man gar nichts durch - der olle TÜV-Test mit dem Schraubendreher ist somit absolut unsinnig, bei solchen Ketten.
Die hebt keinen Millimeter vom Kettenrad ab, weil die Kette da satt drinsitzt - spielfrei.
Das Ritzel ist dafür mit Haifischzähnen unterwegs und daher kam auch das stampfende Geräusch - in besserer Qualität des Kettenritzels (war aber schon das CNC-Teil aus USA) hätte das alles auch noch länger mitgemacht.
Die Kette hatte unter Last soviel Spiel, das die O-Ringe auf die verbogenen Zahnspitzen aufliefen und etwas sprangen, bevor sie in die Lücken passten.
Da die Kette unregelmäßig gedehnt ist (das ist normal), gab es diese üblen Schwingungen, was auch kein Wunder ist.
Spannen ließ die sich noch so lala i.O., aber unter Zug dehnte die sich dann wohl eben so deutlich. Im Stand konnte man das nicht so deutlich messen/sehen.
Hab diesen Test mit dem Schraubendreher am Kettenrad im Kopf gehabt und nach dem ist die Kette noch neuwertig ;-))) obwohl die total fertig ist.
Über 53 Kettenglieder (doppelt genommen) läßt die sich gut und gerne 100mm "biegen" (die Neue nicht einen mm)
Hab ja nun genau die gleiche Sorte wieder drauf und werde mal sehen, ob das wieder so ein Glücksgriff, mit sechstelliger Km-Leistung, ist.
Der Kettenfachmann sagte was von "Kann sein, kann nicht sein, wichtig ist, immer schön locker laufen lassen."
Der Ganze Satz hat mich mit Supersealmutter und neuer Silikondichtung für den Primärkasten, rund die 230€ gekostet und ist damit wohl im Bereich der höherwertigen Taiwanesensätze.
Und so ne vernietete Kette einbauen ist auch ein guter Saisonscheck des ganzen Hockers ;-)))
Gruß. Maruski