nur damit keine Irritationen aufkommen: Der Startermagnet lässt sich immer auch bei ausgeschalteter Zündung kurzschließen. Einfach mal die Staubkappe abnehmen und mit nem Schraubendreher oder Maulschlüssel die beiden Pole verbinden - und schon rastet er ein und der Starter dreht los.
Wenn sich nun der Magnet selber kurzschließt, braucht es dazu keinen Tuntenknopf (mehr). Tippe darum auch schwer auf Magnet-Billigbauteil.
Gruß, Christian
Hallo Christian
das ist schon klar, aber bevor er den Magnetschalter ausbaut, sollten erst mal die offensichtlichen Dinge der Verkabelung kurz gecheckt werden - insbesonders da anscheinend vor der ganzen --Verkabelung in den Lenker verlegen-- alles funktioniert hat.
es wird wohl der Magnetschalter sein, denn einen Fehler bei der Verkabelung kann ich wohl ausschliessen, zumal ich nicht jede einzelne Strippe durch den Lenker frickeln musste, sondern zwei komplette "Kabelbäume" links und rechts, mit einem stabilen Plastik-Schutzschlauch ummantelt, einfach durch den Lenker stecken brauchte.
Ich bin aber froh und dankbar, wie die vielen Tipps aus verschiedenen Blickwinkeln das Problem beleuchtet haben und für mich eine gute Eingrenzung der Ursache(n) gebracht haben.
Tolles Forum hier mit tollen Bikern!!!
Meine nächste Aktion ist der Start mit Kicker -kombiniert mit einigen freundschaftlichen Klapsen mit dem Gummihammer auf den Magnetschalter- den ich bei der Gelegenheit später auf jeden Fall austausche, egal wie das hier ausgeht.
Vielleicht kamen da auch unglückliche Umstände zusammen: Einmal die vielleicht doch schlappe Batterie (obwohl ausgebaut laut Messgerät 13,6 V) und dann noch das bei diesem Dauerfrost wohl einem Griesbrei ähnelnde Motoröl, was zusammen nur zu einem "halblebigen" Ausrücken des Magnetschalters und dessen Welle geführt haben mag und den dann "hängen" liess.
Klar, manche werden sagen, da muss jeder mal durch, aber ich kann Euch sagen: Habe schon viel Verrücktes mit Motorradtechnik erlebt, aber die Machtlosigkeit, gegen den orgelnden Anlasser nichts tun zu können -ausser Batterie abklemmen- hatte für mich schon was Bedrohliches an sich. Man glaubte ja bisher an den für Notfälle gedachten Killschalter......(denkste!).
ein festgebrannter Magnetschalter ist leider kein Einzelfall. Hier wurde schon viel drüber berichtet und ist mir selbst auch schon passiert.
Die erhöhte Last durch den schwer drehenden Motor führt zu höherem Strom, dem der Magnetschalter nicht immer gewachsen ist - da brennen schonmal die Kontakte fest. Die Folgen kennst du ja nun.
Es ist einfach eine schlechte Konstruktion.
Du mußt das Teil auf jeden Fall auseinanderbauen und die Kontakte reinigen, sonst passiert dir das immer wieder und jetzt durch den erhöhten Übergangswiderstand auf Grund der verdreckten Kontakte wird es noch schlimmer.
Sieh zu, daß du so viel Kontaktfläche wie möglich erreichs und die Kontaktflächen so glatt wie möglich sind.
Ein Tipp:
Viele von uns haben das Problem gelöst, indem sie einen Hebelstarter eingebaut haben, damit hast du Ruhe, kostet aber mit Relais um die 180€.
Benutze mal die Suchfunktion und suche nach Hebelstarter (gern auch als Hevelstarter bezeichnet - warum auch immer ).
shovelix hat geschrieben:
Klar, manche werden sagen, da muss jeder mal durch, aber ich kann Euch sagen: Habe schon viel Verrücktes mit Motorradtechnik erlebt, aber die Machtlosigkeit, gegen den orgelnden Anlasser nichts tun zu können -ausser Batterie abklemmen- hatte für mich schon was Bedrohliches an sich. Man glaubte ja bisher an den für Notfälle gedachten Killschalter......(denkste!).
Ich werde weiter berichten.
Grüsse
shovelix
Hallo shovelix,
diese Erfahrung durfte ich auch Life miterleben - ne nicht wirklich schön
Nach dem Magnetschalter Wechsel hat´s wieder - bis dato - wunderbar geklappt.
Für die Zukunft habe ich mir eine Gelegenheit gebastelt die Batterie vom Moped zu trennen, siehe hier: http://sites.google.com/site/shovelteam ... mein-moped
Moin,
noch mal zu deinem Problem Magnetschalter.Wenn du sagst der ogelt,was tut er denn genau:orgelt der den Motor durch oder läuft nur der Anlasser leer?
Du schreibst auch die Batterie ist ein bischen schlapp.Wenn dem so ist dann reicht die Strommenge nicht aus um die haltespule richtig zu aktivieren d.h. der Anlasser laüft zwar aber ohne den Motor zu drehen.
Wenn du überbrückst dann vom Steuerkabelterminal zum Pluspol denn wenn du nur die beiden dicken Pole verbindest läuft nur der Anlasser aber leer ohne den Motor mit zu drehen.
Gruss Bernd
Gesegnet seien die,die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten
ja ich glaube Du hast recht - der Motor wurde (wohl) gar nicht mit gedreht.
Trotzdem: Das Erlebnis hat gesessen -hat Nerven gekostet. Nerven deswegen, weil ich immer die (durch Erlebnisse allerdings nicht begründete) Angst habe, dass mir bei einem solchen Malheur die Batterie um die Ohren fliegt. Glühende Kabel und durchgeschmurgelte Sicherungen kann man ersetzen, aber ich habe / hatte immer schon mächtigen Respekt vor der Batterie. Verrückt oder?
Ich werde jedenfalls aus Sicherheitsgründen die von Karl geschilderte Idee mit der Spezialverkabelung der Batterie weiterverfolgen und bis dahin -nach Auswechseln des Magnetschalters, auch wenn der Alte zu reparieren gewesen wäre- mich mit meinem Kickstarter vertraut machen. Will nur noch den momentanen fürchterlich strengen Frost abwarten und mich dann sportlich betätigen......
habe mich heute noch mal an das Mottorrad gemacht und zunächst -da ich mittlerweile ganz sicher war, es ist der Magnetschalter- einen neuen Schalter eingebaut (auch wenn ein paar Schläge mit dem Hammer hätten helfen können; ich wollte den bei der Gelegenheit jedenfalls gleich mit tauschen, wenn schon, denn schon).
Denkste.
Anstatt gleich anzukicken, dachte ich mir, bevor das Problem eventuell doch noch (irgendwo anders) schlummert, starte ich noch mal elektrisch. Da meine letzte Aktion vor einer Woche der ständig orgelnde Anlasser (ohne Zündung und mit Killschalter auf OFF) war, dachte ich mir, gehste mal rückwärts vor:
Alles auf "Aus", dann Pluspol Batterie angeschlossen, dann Negativpol provisorisch ganz kurz mit verlängertem Kabel berühren lassen (ob der Anlasser wieder orgelt oder ob irgendwas funkt oder glüht).
Keine Reaktion -schon mal gut (dachte ich.....).
Dann Minuspol fest angeschraubt, aber Batterie mit Schraubenschlüssel in der Hand neben dem Motorrad auf dem Boden, damit ich den Pol im Notfall auch sofort wieder abschrauben könnte.
Schlüssel auf "Zündung", Killschalter auf "ON", Leerlaufanzeige leuchtet, alles klar, Starterknopf drücken.
Desaströs, wieder das gleiche: Der Anlasser orgelt, Zündung aus, bringt nichts, Killschalter auf OFF, bringt nichts, Batterie-Minus abschrauben......endlich aus!! -allerdings mit so heissem provisorisch verlängertem Minuskabel, dass die Lötstelle vor lauter Hitze auseinandergefallen ist, die Kabelisolierung ganz weich wurde, und nur noch die Öse an der Schraube des Minuspols an der Batterie geblieben ist.
Folgendes habe ich aber jetzt rekonstruiert:
Leerlaufanzeige leuchtet, egal ob der Killschalter auf "ON" oder auf "OFF" steht.
Selbst die Beleuchtung vorne und hinten -samt Fernlicht- brennt bei Killschalter auf "OFF".
Da ich vor dem Lenkerumbau alles notiert und gekennzeichnet hatte, müsste insbesondere auch der Killschalter funktionieren (wie vorher auch gelötet -graues Kabel Mitte, weisses Kabel rechts), denn ich habe nichts an der Elektrik verändert und alles geht, bis eben auf diesen Notschalter. Ob der Masse am Lenker bekommt, habe ich auch geprüft. Ist nicht der Fall, ist genügend Platz, und ausserdem hatte ich bei Montage der Armatur sicherheitshalber noch Moosgummi dazwischengequetscht.
Nimmt man sich aus dem CLYMER den Schaltplan für die FLH 19080-1984 hinzu (obwohl die Schaltungen für meinen Problembereich im Wesentlichen sowieso alle gleich sind), dann kommt man zum Ergebnis, dass der Killschalter immer Strom durchlässt, egal wie ich ihn schalte.
Also ist es der Killschalter, aber auch den hatte ich doch gerade bei W & W neu gekauft -für alle Fälle. Ich kann auch ausschliessen, dass beim Anlöten der Kabel etwa Lötzinn in den Schalter geflossen ist und da alles kurz schliesst.
Komme einfach nicht mehr weiter. Jetzt wisst Ihr auch, warum ich das Thema "Elektrikteufel" genannt habe, es ist echt zum Davonlaufen (zum Glück hat die Saison noch nicht begonnen, sonst hätte ich mich schon den ganzen Sommer in der Grage gesehen, anstatt fahren zu können).
Ich will nicht nerven, aber vielleicht hat jemand doch noch eine Idee auf eine Lösung bzw. auf Rettung?
Moin Shovelix,
der Killschalterhat nur die Aufgabe,den Stromfluß zur Zündspule zu unterbrechen
und den Motor damit abzuschalten.Auf alle anderen Funktionen hat er keinen
Einfluß.Du kannst also mit Schlaterstellung "OFF" alle elektrischen Funktionen
durch führen,auch die Batterie leer orgeln bei durchdrehenden Startermotor.
( kleine Anekdote am Rande: Wie Honda die 750 Four vorstellte,war die ganze
Motorradjornallie darum versammelt und einer dieser Klacksjornalisten setzte
sich drauf und wollte starten.Nichts geschah,nur der Anlasser drehte durch.
Bis ein lächelnder Honda Ingo kam und den Killschalter auf ON stellte,konnte die Maschine gestartet werden.)
Wenn der Starter sich nur durch abklemmen der Batterie abschalten läst,kann
es auch mechanisch sein,Die Starterwelle könnte haken und den Einrückmagneten
nicht in seine Ruhestellung zurück fallen lassen.Das hat auch schon leica1340
geschrieben.Das für mich einzig beste ist der Hebelstarter,denn damit kannst du die Stromverbindung von der Batterie zum Anlasser wirklich trennen.
Die Anbringung des Einrückmagneten und auch die Verarbeitung des Teil's
ist nicht gerade überzeugend.
Gruß Kuddl
Moin Shovelix,
das hatte ich gestern vergessen,geh doch mal auf Links und klicke da
Liekoers Shovelschuppen an.Da wird einiges im Technikbereich über
E-Starter sehr gut abgehandelt,mit Tips und Schaltplänen.
Gruß Kuddl
Du hast neue Kabelstränge rechts und links in den neuen Lenker gelegt und mit den Schaltern verlötet.
Vorher hat alles funktioniert.
Dann haste was falsch angeschlossen.
Ich erinnre mich, dass bei meiner letzten Lenker.- inkl. Kabelverlegung etwas ähnliches auftrat.
Die Ochsenaugen-Blinker wurden nicht mehr mit den Massekabeln der vorherigen Blinkern verbunden, sondern bekamen Masse über den Lenker.
Das musste mal prüfen.
Und der Anlasser war schlicht weg von mir falsch verdrahtet worden...was das aber jetzt genau war, weiß ich leider nicht mehr genau.
Hab dann alles noch mal in Ruhe geprüft und das ein oder andere Kabel getauscht und ausprobiert, bis es dann funktionierte.
Hi Shovelix
Nur zum besseren Verständniss.
Du hast jetzt den Magnetschalter der unten links auf dem
Primärkasten sitzt getauscht.
Wie sieht es mit dem Starterrelais aus hast du das schon mal
getauscht oder auf Funktion geprüft.
Mit einem normalen Multimeter kann man ohne Schaden anzurichten
erst mal alles prüfen bevor man da richtig Mist baut.
Klemm die Zuleitung vom Anlasser ab dann kannst du in Ruhe
prüfen wann und wo Strom fließt oder Spannung anliegt.
Gruß Martin
Klemm die Zuleitung vom Anlasser ab dann kannst du in Ruhe
prüfen wann und wo Strom fließt oder Spannung anliegt.
abär isses nicht so, das Relais- oder Magnetschalterkontakte erst kleben bleiben, wenn da rischtisch Strom fließt?? Dann könnte messtechnisch alles ok sein und im "richtigen" Betrieb gehts wieder nur mit Kabel abschrauben?
yo so iss es
aber um einen Verkablungsfehler auszuschliessen denke ich ist es der
richtige Weg.
Das Relais selber hat ja mit dem hohen Strom des Anlassers nichts zu
tun und ein evtl Fehler könnte aufgedeckt werden.
Der Solenoid ist ja neu und sollte keine Probleme machen.
Ausser es handelt sich um Rainers Lieblingslieferanten aus China
also der MS ist auch richtig angeschlossen d.h langer Terminal Pluskabel und Minuskabel an kurzen Terminal.
Die Startprozedur drücken Starterknopf dann klackt Relais dann klackt der MS und dreht den Motor.
Wenn du also den Starterknopf drückst und gleichzeitig heult der MS los dann kriegt der MS von irgenwoher Masse.
Wenn du den Killschalter auf OFF stellst und dann den Starterknopf drückst sollte eigentlich nichts passieren,oder?
Schau mal
Gruss Bernd
Gesegnet seien die,die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten