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CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 14:54
von Christian
Hallo Phillip!

Die Kilometerabhängige Besteuerung hast Du schon längst über die Mineralölsteuer: Wer viel fährt und dementsprechend viel tankt, der zahlt viel Steuern.

Also KfZ-Steuer abschaffen und auf Spritsteuer umlegen. Dann hat es jeder selbst in der Hand oder im Fuß, wie viel Steuer er bezahlt.

Gruß, Christian

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 15:20
von FX72
Unsere Karren sind Drecksschleudern? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ein KAT kein CO2 rausfiltert. Somit duerfte (ich habe zuletzt auf 100km etwa 5 Liter Sprit und ein Ventil verbrannt...) meine Karre wesentlich umweltfreundlicher sein als so manches noch so spritsparendes Auto... Oder liege ich damit total daneben?
An den CO-Wert moechte ich jedoch nicht denken...

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 19:43
von achtball
hallo christian,
dieser vorschlag ist ja auch schon diskutiert worden, aber im moment sieht es eher so aus, als würde die kfz-steuer neben der mineralölsteuer beibehalten.
ob letztere eine CO² abhängige steuer ist, weiß ich nicht und will ich auch nicht diskutieren, sie ist jedenfalls eine verbrauchsteuer.
das war die kfz-steuer bislang nicht, weil sie für das bloße "halten eines kfz" erhoben wurde. daran soll sich nach dem willen der politiker wohl auch künftig nichts ändern. ich finde aber, dass mit dem argument, aus gründen des umweltschutzes müsse diese steuer künftig nach dem jeweiligen CO² ausstoß bemessen werden, der charakter dieser steuer verändert wird und es gerecht wäre, ihre tatsächliche höhe dann auch abhängig vom verbrauch (bzw vom bewirkten schadstoffausstoß) zu machen.
aber das würde wohl mit einem wahnsinns verwaltungsaufwand einhergehen, weil ja jeder kfz-halter für die steuerfestsetzung dann seine laufleistung angeben müsste und wie wollte da das FA kontrollieren...
naja, bleibt zu hoffen, dass sich alles nicht ganz so schlimm entwickelt wie von mischirojo beschrieben.
gruß philipp

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 20:00
von Otter
achtball hat geschrieben: aber das würde wohl mit einem wahnsinns verwaltungsaufwand einhergehen, weil ja jeder kfz-halter für die steuerfestsetzung dann seine laufleistung angeben müsste und wie wollte da das FA kontrollieren...
Obendrein würde das heißen, jeder bräuchte nen geeichten Tacho mit verplombter Tachowelle!!!
Und vermutlich müßte man dann mindestens einmal im Jahr zum TÜV um den Tachostand abzulesen und die Eichung samt Plomben zu kontrollieren. Der TÜV würde sich freuen und zahlen dürften wie immer wir!
Nee danke, da fahr ich doch lieber ohne Tacho… :twisted:

Gruß Otter

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 20:04
von Chrome
Hallo,

grad gefunden:

Am 10. Februar 2006 hat der Bundesrat der 41. Änderungsverordnung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften zugestimmt. Die Verordnung ist am 1. April 2006 in Kraft getreten.

Der Untersuchungspflicht für die AUK unterliegen alle zulassungspflichtigen, motorisierten Krafträder mit 2- oder 4-Takt-Fremdzündungsmotor und einem Hubraum von mehr als 50 cm³ und/oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h.

Dieselmotorräder sind von dieser Untersuchungspflicht somit ausgenommen.

wer weiß, was da demnächst noch gebastelt wird.

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 20:17
von Gerry

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 12.11.2007, 20:25
von HD-Bernie
Was machen wir uns diese Sorgen?

Wenn die Spritpreise weiter so steigen, kann ich meine "Kleine" mit "Feuerzeugbenzin" eh nur noch zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer hin und herfahren. Dazu muß ich allerdings auch das Rauchen aufgeben.

Hinzu kommt der CO2-Ausstoß nach einer gelungenen Party aus meinem Ar..., der wahrscheinlich höher ist als der meiner Shovel im ganzen Jahr.

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 13.11.2007, 12:57
von Maddeng
Ne Steuer auf die gefahrenen Kilometer ist so ziemlich das beckackteste, was passieren kann. Ich verdiene in meinem Job net grad wie Krösus, fahre aber täglich einfach 35 km. Da bin ich schon beim Sprit (Auto oder Bike ist egal) im Monat momentan bei 150 Euro. Wäre schon richtig geil für mich und meine Familie, auch noch für den CO2-Ausstoß meines Bikes/Autos zusätzlich bestraft zu werden. Das wird eh noch ein großer Spaß für jemand, der einen alten Klapperkasten (Peugeot 106, Bj. 94, 160 t km) fährt, der dann neu kategorisiert und teurer in der Steuer wird.
Wer kauft mir ein neues Auto?
Kann ich mir echt nicht leisten...
Das ist kein Gejammer, sondern nur mal 'n Denkanstoß...

Viele Grüße,
Maddeng :evil:

Re: CO2-abhängige Steuer gibt es doch schon.

Verfasst: 13.11.2007, 15:21
von maruski
Ich finde man sollte nur bezahlen, wenn man was macht (ob überhaupt und wie viel, warum, ist bestimmt auch diskutierbar). Dieser Schwachsinn eine Gebühr/Steuer auf die Möglichkeit etwas machen zu können zu erheben ist gut für Schilda, aber bestimmt nicht gerecht (aus meiner Sicht ). CO2- Steuer, GEZ Gebühren, KFZ-Steuer werden fällig, auch wenn man den Fernseher aus, das Auto/ Mopped stehen lässt. Warum, es sind doch keine Versicherungen? Begründung ist, weil einem die Möglichkeit vorgehalten wird und das der Allgemeinheit Kosten verursacht. Bei der CO2 Abgabe ist das hingegen Irrsinn hoch zwei -- Ich soll zahlen, weil mir der Staat/ die Gemeinschaft erlaubt, nach eigenem Wunsch, die Umwelt zu belasten, egal ob ich es mache oder nicht? GaGa! Frage ist ob das überhaupt Verfassungskonform ist (Gleichbehandlungsgrundsatz?). Auch wenn es alle Pendler böse trifft -- einzig die Belastung des Sprits durch Steuern ist gerecht. Die Straßen sind alle mehrfach abgeschrieben (von den Steuerzahlern der letzten 60 Jahre) und die Instandsetzung kann ja wohl nur von den Benutzern (nicht den Möglichen) erhoben werden = wer viel fährt, berappt eben auch viel (und diese Unsitte (besonders in Stadtstaaten wie hier in Bremen) ins Grüne zu ziehen und in der Stadt zu arbeiten, was die Kommunen fiskalisch auskocht, da die Einkommenssteuer am Wohnort anfällt, die Infrastruktur aber am Arbeitsplatz vorgehalten werden muss, hat dann nebenbei auch bald ein Ende). Der Umweltverbrauch durch "nötigen" Neubau von Straßen geht ebenfalls zu Lasten der Vielfahrer (bei schrumpfendem Verkehr bräuchte man ja keine neuen Wege) und die Umweltbelastung dann auch. Ich habe es auch über 20km zur Arbeit hin, aber bei Nullsteuer auf das stehende KFZ und Umschlag auf den Sprit, hätte ich meinen 23 Jahre alten 6 Zyl. Diesel noch. Alleine mit der Steuerrückerstattung hab ich mir einen ollen Passat kaufen, anmelden und versteuern können -- ein Irrsinn. Der frisst jetzt einen Liter Benzin mehr als der Volvo Salatöl gebraucht hat. Die Umwelt wird es freuen. Die wahren Gründe der Politik sind ein Umverteilungsprozess. Das zu diskutieren sprengt aber jeden Rahmen deutlich und hat auch nur am Rande mit unserem Alteisen zu tun. Grüße an alle und es wird weitergehen. Maruski

@ maruski

Verfasst: 13.11.2007, 16:37
von Maddeng
Tja, da bin ich wohl anderer Meinung.
Keine Stadt blutet aus, weil die Leute aufs Land ziehen. Die Bremer Innenstadt ist vom Wohn- und Grundstückspreis sogar noch günstiger als es hier in der "Metropolregion Nürnberg" das 40km-Umland ist. Wohnen in der Stadt ist finanziell für mich hier nicht drin. Da sind wohl eher die Kommunen gefragt, da was zu tun, damit es bezahlbar UND attraktiv bleibt, in der Stadt zu wohnen. Zudem ist der Spritpreis ist auch überall unterschiedlich (was eigentlich auch der Hammer ist).
Jaja, momentan werden wir ganz schön abgezockt, nicht nur aufm Moped...

Ist übrigens interessant, mit verkommenem Rockergesindel (wir wir es sind) in einem Shovel-Forum solche Themen zu diskutieren.
Das wird wahrscheinlich auch gleich von Gerry unterbunden.
Ich habe fertig.
Viele Grüße
Maddeng :wink:

Re: @ maruski

Verfasst: 13.11.2007, 17:39
von Christian
Hallo Leute!

Gebe Maruski da völlig recht.
Ist eine konsequente Anwendung des Verursacherprinzips: Wer viel Schaden erzeugt oder Dienstleistungen des Staates in Anspruch nimmt muss viel berappen.

Auch als Rockergesindel sind wir Steuerzahler und nicht mal die dümmsten, wie man an solchen Diskussionen sehen kann.

Gruß, Christian, hat den ganzen Tag mit dem Kopf gearbeitet und tut jetzt was für den Bizeps

Re: @ maruski

Verfasst: 14.11.2007, 14:10
von rouleur
del.

Re: @ maruski

Verfasst: 14.11.2007, 20:31
von maruski
Mein alter Herr sagt immer, dass die Zeiten sich NIE ändern. Egal ob man rechts oder links an der Burg vorbei wollte, die haben einen immer gesehen und abkassiert. Biste zu Hause geblieben, kamen sie vorbei. Biste abgehauen, waren auch da schon welche, die abkassierten. Der einzige Trick war schon immer der, selber zu räubern. "Der Menmsch ist dem Mensch ein Wolfe!" (John Locke) Heute ist alles "zivilisiert" und auf so Ideen wie z.B. Rousseaus "Gesellschaftsvertrag" aufgebaut, aber wenn man es bis zum Ende treibt, endet es mit Zwang/Krieg oder Elend (FTW) und den Anleitungen aus "Der Fürst" von Machiavelli. Das ist alles echt deprimierend, nicht war?
Rock on! maruski

Re: @ maruski

Verfasst: 14.11.2007, 21:03
von Christian
Hallo Maruski!

Denn anderen, besseren Weg hat uns einer vor knapp 2000 Jahren gezeigt. Keine Neidphilosophie, sondern die Philosophie der Nächstenliebe. Denn da braucht es keine Steuern und Steuererhöhungen, wo jeder seinen nächstem Freund ist.

Aber gut, er ist ja auch mehr als nur ein Mensch.

Gruß, Christian

Re: @ maruski

Verfasst: 15.11.2007, 14:48
von Winni
Servus Christian, ganz mein Gedanke!!!
Greets Winni