Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Moderator: Gerry

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Partisan
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Partisan »

kyra55 hat geschrieben:Erschwerend hinzu kommt noch, wo misst man den Öldruck ?Meist am Öldruckschaltergewinde, aber wer weiß wieviel Öl wirklich überall ankommt ?
Mann muss schon wissen, was man wo messen will und auch den Sollwert kennen.
Schau Dir mal den Ölkreislauf genau an. Da erkennt man, wo welcher Öldruck anstehen muss. Und wenn man es genau wissen will, muss man den Druck halt durchmessen.
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Partisan
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Partisan »

Ich pflichte Norbert mal bei.

Allerdings kann ich es schon nachvollziehen, wenn bei einem neu gemachten Motor etwas nicht funktioniert wie es soll und es einige hundert km bis zur Werkstatt sind.

War bei mir auch so. Also frage ich mich erst mal, ob ich blöd bin und was falsch gemacht habe. Anschließend ein paar Diskussionen mit Fachkundigen, dann Anruf beim Instandsetzer. „Kleinigkeiten“ nach Rücksprache mit dem Instandsetzer und anderen kundigen „Schraubern“ systematisch überprüfen. Hat ´ne Weile gedauert und am Ende waren es nur 7mm Unterschied bei der Feder in der Pumpe. Kleine Ursache, große Wirkung und alle waren am Ende zufrieden.

Öldruck kennen und messen find ich bei Hydros immer hilfreich und mein Tipp war lediglich mal mit der Feder zu experimentieren.
Vermutlich hast Du aber schon am gesamten Ventiltrieb rumgeschraubt und wenn Du hier keine genauen Maße und Angaben zu den Bauteilen hast, nützen Dir auch das Manometer und die Experimente mit der Feder nichts mehr.

Grübeln, was es noch alles sein könnte, bringt Dich beim derzeitigen Stand sicher nicht weiter, da Du jetzt nicht mal mehr sicher sein kannst, ob die Grundeinstellung des Ventiltriebs stimmt.
Rudi, ich will Dir nicht zu nahe treten, aber was Du über die Hydros und Stößelstangen schreibst, lässt mich schlussfolgern, dass Du Dich entweder mit dem Thema noch mal ganz gründlich befassen musst oder Dir Hilfe holen solltest.

Klar kann man nun mal zum Testen Starre einbauen. Wenn das Klappern dann weg ist, könnte es eines der Hydros, der Öldruck oder die Grundeinstellung der Hydros gewesen sein. Was soll das bringen?

Nun ja, die Hondamotoren mit nem Shovelmotor zu vergleichen ist so eine Sache. Du schreibst: „Dagegen ist der Shovel ein Bauernmotor mit seinem , einem Vergaser.😂 „

Mag ja sein, dass ein Shovelmotor weniger „Feinmechanik“ hat. Meine Erfahrungen sind da allerdings ganz anders. Ich finde die Japaner wesentlich unsensibler. Ein alter Harleymotor läuft vielleicht immer irgendwie aber halt nicht lange. Ich bin der Meinung, dass hier die Feineinstellungen und Abstimmungen wesentlich wichtiger sind, die ein sorgloses Fahren von nicht enden wollenden Bastellein unterscheiden.


Gruß
Jens
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Rudi
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Rudi »

Nein,
krummnehmen tue ich hier niemanden was, egal was ihr schreibt.

Bedanken möchte ich mich für die langen Antworten. Mir fällt das Tippen auch nicht so leicht.

Bin weder Werkzeugmacher bzw. Motorenbauer. Ich beschäftige mich mit einem Shovel seit ungefähr 1981. Mit einer Pause von 10 Jahren.

Hab Nockenwellen, Kolben Zylinder usw. gewechselt. Auch Hydros, kein Problem.

Wo ich nie drangehen werde ist Kurbelwelle, Pleuel. Lager Ausreiben bzw. ausdistanzieren.

Auch Getriebe, nein.

Ich werde nur noch die Nummer mit dem Öldruck durchziehen. Kalt und heiß.

Egal wie es ausgeht, genug oder nicht, ich bring die Harley zum Verkäufer.

Denn dann weiß ich nicht weiter.

Vielleicht habt ihr zwischen den Zeilen auch lesen können, es geht mir nicht unbedingt um die Kohle.

Möchte einen Motor, der keine vermurksten Gewinde hat, wo alle Komponenten stimmig sind. Von einem Fachmann perfekt ausgeführt.

Anmerken möchte ich noch das der Instandsetzer mir nur 50er befohlen hat!! Alte Motoren wären wegen der Passung darauf ausgelegt.

Als ich ihm von den, meiner Meinug nach Ventilgräuschen berichtete, meinter er. es könnte vielleicht auch ein Kolbenkipper sein.

Morgen kommen die Anschlüsse für das Ölmanometer. Kommt ans Tappet Sieb. Dann schauen wir weiter. Auch wenn dabei nur Annäherungswerte rauskommen werden.

Ich könnte auch Bilder und Beschreibung einstellen. Diese zeigen Details über den Aufbau des Motors, Ventiltrieb usw. Nur dann weiß vielleicht der Eine oder Andere wo der Motor her ist.

Der Instandsetzer ist auch an meinem alten Motor interessiert. Will ihn mir abkaufen.

Würde ihn auch verschenken, dafür müsste nur jemand mir diesen fachgerecht herrichten.

Nix basteln.

Ist bei Bremen.

Grüße

Rudi
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Alex MTeK
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Alex MTeK »

Hallo Rudi,

eigentlich mache ich keine alten Motoren mehr, aber irgendwie interessiert mich die Sache mit Deinem Problem. Ich hab auch schon mit Gerry drüber gesprochen. Falls Deinerseits Interesse besteht, könnten wir uns mal unterhalten. Lass mich einfach wissen, ob ich Dir ggf. weiterhelfen kann.

Viele Grüße
Alex
MTeK Engineering
Christian
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Christian »

Hi Rudi,

nimm Alex Angebot an, wenn Du nicht zu deinem Händler gehen willst!

Wie ich Dir ja bereits vor ein paar Tagen schrieb, kann ich mir auch ne gebrochene Lagerschale im Nosecone vorstellen, dann verflüchtigt sich das Öl dort und erreicht nicht die Verbraucher.

Was ich auch schon erlebt habe war, dass die Papp-Dichtungen beiden Tappetblöcke mit Dichtmasse versehen worden sind und die hat sich dann in die beiden Versorgungskanäle der Hydros gedrückt.
Ergebnis: mangelhafte Versorgung der Hydros, was sich durch klappern bemerkbar machte. Der ganze Motor hörte sich extrem mechanisch an.

Vielleicht ist es das.

Viele Grüße, Christian
Lieber nen Shovel-Vibrator als nen TC-Staubsauger

Kicker rules!
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Partisan
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Partisan »

Auf jeden Fall wollen wir am Ende aber wissen, was nun der Fehler war.
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Rudi
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Rudi »

Hallo Alex,

Zu Gerry, einer der wenigen, zu dem ich großes Vertrauen habe. Und er vertraute Deiner Arbeit blind.

Hat mein Getriebe super gemacht, auch die Nockenwellenumrüstung an meiner TC 88.

Sehr gerne nehme ich Dein Angebot an. Meine Nummer hast Du per PN.

Dann können wir das ganze beschnacken.

Wenn das klappt, schenke ich euch den alten Motor. Versprochen.

Jungs, werde wahrheitsgetreu weiter berichten. Auch wenn ich Mist gebaut habe.

Hatte ein wenig die diesjährige PEP im Auge, hab leider nicht dafür das passende Moped z. Zt.

Grüße

Rudi
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kyra55
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von kyra55 »

Und eigentlich muss er sowieso zerlegt werden, denn selbst wenn du jetzt einen Fehler im Ölsystem findest weiß man ja auch nicht was alles schon gelitten hat.
Ich würde auch mal mit Alex telefonieren, ich denke hier wird dir garantiert geholfen :-)
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Machlovio
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Machlovio »

Also auch wenn offenbar die vernünftigste aller Lösungen gefunden wurde-das Teil zum Fachmann zu schicken- nur noch mal so ne Idee: Hab grade erst das zweite Video angeschaut. Ist es durch irgend einen Fehler möglich, dass ein Kipphebel oben am Kipphebelwellendeckel anschlägt?Durch nen schadhaften Hydro eventuell?
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Rudi
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Rudi »

Machlovio hat geschrieben:Also auch wenn offenbar die vernünftigste aller Lösungen gefunden wurde-das Teil zum Fachmann zu schicken- nur noch mal so ne Idee: Hab grade erst das zweite Video angeschaut. Ist es durch irgend einen Fehler möglich, dass ein Kipphebel oben am Kipphebelwellendeckel anschlägt?Durch nen schadhaften Hydro eventuell?
Wie soll ich das prüfen? will den Motor nicht zerlegen. Anbauteile wie Lifterblocks schon.

Freitag geht es zu Alex.

Komplette Harley in meinen Trailer, warmfahren und Alex horcht.👂

So wird ein Schuh draus.

Was dann passiert? we will see.

Baue morgen noch die Öldruckgeschichte dran.

Grüße

Rudi
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Mattes-do
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Mattes-do »

Also das ist in meinen Augen jetzt aber sinnloser Aktionismus.

Nicht das Du dadurch u.U. das Problem "verwässerst".

Sorry - just my two cents.


Gruß
Mattes
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Rudi
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Rudi »

Mattes-do hat geschrieben:Also das ist in meinen Augen jetzt aber sinnloser Aktionismus.

Nicht das Du dadurch u.U. das Problem "verwässerst".

Sorry - just my two cents.


Gruß
Mattes
Nur ein Manometer, sonst nix.
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von ron »

Der sicherste Weg, wie auch in jedem Manual beschrieben, festzustellen ob ein Ventil ganz zu ist, ist wenn das jeweils gegenüber liegende offen ist.
Also Einlass hinten oben, Ventil offen, das Einlass vorne einstellen.
Auslass hinten oben, ist Auslass vorne unten und einstellbar. Usw.

Es gäbe auch noch andere Stellungen, an dem beide Ventile eines Zylinders zu sind, doch die OE Methode ist die Sicherste.

Der Öldruck an der Pumpe gemessen, ist, m.M. nach, fast irrelevant.
Dort wo es wichtig wäre (KW und Pleuellager) kann man nicht messen.
Ob zu sehen ob die Kipphebel versorgt werden, reicht die Steigleitungen zu öffnen, ob dort Öl rausfließt.
Die Kolben werden tls. durch Rückfluss der Rockerboxen, tls. durch Schleuderöl der KW geschmiert.
NW zu einem guten Teil durch das, was in den Stösselcovern runterfließt.
Es gibt also kaum praktische Messmöglichkeiten.
Genauso wichtig ist übrigens, den Rückfluss in den Öltank zu kontrollieren.
So weiß man wenigstens, dass überhaupt Zirkulation stattfindet.

Hast Du kein OE Manual? Am Besten mehrere, denn v.a. in den alten Manuals sind noch handwerkliche Lösungen beschrieben, die man gut auch auf die späten Shovels übertragen kann.

Bauernmotor hörte ich schon oft. Und ja, sie fährt, selbst wenn ein Bauer daran herumfummelte.
Bloß wie!? :gun:
Im Übrigen empfinde ich stangengesteuerte OHV Motoren, vom Single über V2 bis zu Sternmotoren, mehr als technische Wunder- und Meisterwerke, denn jeden OHC.
Speziell wenn man auch darüber nachdenkt, welchen Belastungen so ein stangengetriebener Langhuber ausgesetzt ist. Trotzdem laufen sie auch noch wenn sie arg verstellt sind eine Weile.

Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
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Rudi
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von Rudi »

Danke Ron,
Klar habe ich ein originales Handbuch.
Auch habe ich den Rückfluss kontrolliert.
Im Handbuch steht z.B. zum einstellen der Hydros trocken, auf Block, dann exakt 1 3/4 Umdrehungen zurück.
Bei mir sind Stößelstangen verbaut, mit einem etwas gröberen Gewinde, Bekam die Info, etwas mehr als 1,5 Umdrehungen zurück.
Das passt schon
Irgendwer schrieb, was von 3,175 mm Verspannung. Ist das ab Block gemeint? Also um 3,175 mm zurück?
Die Hydros haben so 5,7 mm Arbeitsweg.
Hab ich nie son Affen draus gemacht. 1 3/4 zurück und gut wars.

Wie dem auch sei, Freitag gehts zu Alex der soll mal horchen.

Grüße

Rudi
Es ist so wie es ist.
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holzlenker
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Re: Die 1000ste, wo bleibt der fucking Öldruck?

Beitrag von holzlenker »

Servus Rudi,

richtig spannende Geschichte, wenn auch mit bitterem Beigeschmack.

Wenn etwas Geld kostet, dann isses so - aber das soll auch top ausschauen oder, wie hier, top funktionieren.

Habe mir jetzt auch mal den Sound vom Video am PC angehört, also Hydros/ Kipphebelklappern hatte ich metallischer in Erinnerung.

Was mich stutzig macht, dass vom Motorenbauer auf Getriebe etc. verwiesen wird; genauso wie die Empfehlung des 50-er Einbereichsöl...wegen der Toleranzen:
Hallo? Ich denke der Motor ist neu aufgebaut?

50-er Öl heiß hat doch die gleiche Viskosität wie heißes 20W50...nur eben ist 20W50 auch kalt schneller an den Schmierstellen als 50-er: also warum soll ich an einem kalten Motor mit Schmierung sparen?

Echter Glücksfall das sich Alex die Zeit nimmt!

Bin gespannt auf die Diagnose. (als alter House-Fan)

Ciao Lutz
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen. (Walter Röhrl)
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