Der sicherste Weg, wie auch in jedem Manual beschrieben, festzustellen ob ein Ventil ganz zu ist, ist wenn das jeweils gegenüber liegende offen ist.
Also Einlass hinten oben, Ventil offen, das Einlass vorne einstellen.
Auslass hinten oben, ist Auslass vorne unten und einstellbar. Usw.
Es gäbe auch noch andere Stellungen, an dem beide Ventile eines Zylinders zu sind, doch die OE Methode ist die Sicherste.
Der Öldruck an der Pumpe gemessen, ist, m.M. nach, fast irrelevant.
Dort wo es wichtig wäre (KW und Pleuellager) kann man nicht messen.
Ob zu sehen ob die Kipphebel versorgt werden, reicht die Steigleitungen zu öffnen, ob dort Öl rausfließt.
Die Kolben werden tls. durch Rückfluss der Rockerboxen, tls. durch Schleuderöl der KW geschmiert.
NW zu einem guten Teil durch das, was in den Stösselcovern runterfließt.
Es gibt also kaum praktische Messmöglichkeiten.
Genauso wichtig ist übrigens, den Rückfluss in den Öltank zu kontrollieren.
So weiß man wenigstens, dass überhaupt Zirkulation stattfindet.
Hast Du kein OE Manual? Am Besten mehrere, denn v.a. in den alten Manuals sind noch handwerkliche Lösungen beschrieben, die man gut auch auf die späten Shovels übertragen kann.
Bauernmotor hörte ich schon oft. Und ja, sie fährt, selbst wenn ein Bauer daran herumfummelte.
Bloß wie!?
Im Übrigen empfinde ich stangengesteuerte OHV Motoren, vom Single über V2 bis zu Sternmotoren, mehr als technische Wunder- und Meisterwerke, denn jeden OHC.
Speziell wenn man auch darüber nachdenkt, welchen Belastungen so ein stangengetriebener Langhuber ausgesetzt ist. Trotzdem laufen sie auch noch wenn sie arg verstellt sind eine Weile.
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer