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Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 16.03.2018, 19:42
von frauhansen
Nabend zusammen

Habe leider via Suche nicht das korrekte Thema gefunden.. daher hier die Frage neu.

Meine hat ne Trockenkupplung. Welches Oel brauche ich für Motor und welches fürs Getriebe?

thx,
hansen

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 16.03.2018, 20:12
von Mike_O
Gute Frage! Bei Öl gibt es mehr Meinungen als Öle auf dem Markt sind!

Als unsere Mopeds auf den Markt kamen, wurde 40er/50er Einbereichöl vorgeschrieben, aber da gab es halt auch noch nicht die Öle die es heute gibt.

Hier meine persönliche Meinung:
Ich schütte in meinen Shovel-Motor modernes 20W-50 Markenöl. Derzeit teilsynthetisches Motorradöl (hatte ich noch nen Kanister), nach dem nächsten Ölwechsel dann ein gutes vollsynthetisches 20W-50 KFZ-Öl.
Meiner Meinung nach braucht es in unseren Motoren keine speziellen Motorradöle, da Getriebe und Kupplung getrennt sind.

Moderne Öle nur mit geeignetem Ölfilter verwenden!

Mein 4-GangDom-Getriebe habe ich mit Ravenol-EPX-SAE80-GL5 befüllt. Normalerweise soll man ja keine GL5 Öle in alte Getriebe schütten, da deren Additive Buntmetalle schädigen können. Aber dieses Getriebeöl ist speziell auf Verträglichkeit mit Buntmetallen getrimmt und ich verwende es seit Jahren mit sehr guter Erfahrung in verschiedenen Oldtimern.

Gruß,
Michael

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 16.03.2018, 20:18
von frauhansen
Mike_O hat geschrieben:Gute Frage! Bei Öl gibt es mehr Meinungen als Öle auf dem Markt sind!
Jep.. Oelthreads sind immer wieder ein Quell der Freude :-D
Aber ich konnt jetzt nich anders.
Mike_O hat geschrieben: Als unsere Mopeds auf den Markt kamen, wurde 40er/50er Einbereichöl vorgeschrieben, aber da gab es halt auch noch nicht die Öle die es heute gibt.
Ja klar... die Empfehlung von damals würd ich heute auch nimmer fahren wollen. Die Welt dreht sich ja weiter.
Mike_O hat geschrieben: in meinen Shovel-Motor modernes 20W-50 Markenöl.
...
Meiner Meinung nach braucht es in unseren Motoren keine speziellen Motorradöle, da Getriebe und Kupplung getrennt sind.
Jep, und imho auch keine Mopped Oele da die ja gern auch die interne, nasse, Kupplung berücksichtigen.
Mike_O hat geschrieben: Moderne Öle nur mit geeignetem Ölfilter verwenden!
Habe nen externen Oelfilter dran. Ohne Filter wollt ich nich weil ich dann alle modernen, transportierenden, Oele quasi ausschliessen kann.
Mike_O hat geschrieben: Mein 4-GangDom-Getriebe habe ich mit Ravenol-EPX-SAE80-GL5 befüllt. Normalerweise soll man ja keine GL5 Öle in alte Getriebe schütten, da deren Additive Buntmetalle schädigen können. Aber dieses Getriebeöl ist speziell auf Verträglichkeit mit Buntmetallen getrimmt und ich verwende es seit Jahren mit sehr guter Erfahrung in verschiedenen Oldtimern.
Inwieweit ist das mit meinem 4-Gang Origional vergleichbar?

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 00:53
von Bobber_Johnny
Oh ein Ölthread...
Moment, ich hol das Popcorn..........
;-)

Ne im Ernst, bei mir war beim Kauf SAE50 drin, habe dann das Classic 20W50 von Castrol rein, mit dem ich (Wenn auch teuerer als irgend ein "normales" 20W50) weitaus zufriedener bin als mit dem Einbereichsöl.

Ein 4 Gang Dom ist ein original, nur eben kein Ratchet Top wie bei dir laut deinen Bildern verbaut ist ;-)
Laut einschlägiger Literatur darf meines Wissens auch hier 20W50 rein, würde ich aber eher zu einem 80W90 raten.

So, Popcorn fertig, es kann losgehen...

Gruß Johnny

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 07:38
von ron
Wobei von Johnny sicherlich 80W-90 Getriebeöl gemeint ist. - entspricht ca. Motoröl Viskose 40.
Fahre ich auch - ganz normales GL4. Denn GL5 bzw. Hypoidöl wird die Geschichte mit dem Buntmetall nachgesagt, wie Mike erwähnte.

Gruß

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 09:57
von trybear
Hypoidöl wird die Geschichte mit dem Buntmetall nachgesagt, wie Mike erwähnte.
Nachgesagt, eben. Bei einer wie hohen Laufleistung?

Ich fahre schon immer das 75W140 GL5 Vollsynthetisch in meinem Getriebe.

Nun ist es grad fertig geworden und hat die Carlos-Nadellager-Welle bekommen. Innen ansonsten alles ok, nix nix nix an den Buchsen gewesen.

Ich hätte gern mal soone vom Öl zerfressene Buchse gesehen :roll:

Oder steht das irgendwo im Netz? Dann muß es ja wahr sein...

Glaubenssache: entweder man glaubt dran oder nicht :wink:

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 10:41
von Steiner
OK geb ich halt auch mal meinen Senf dazu ab.
Also ob W40 W50 oder W20/50 ist denke wirklich ne Ansichtssache das normale Mehrbereichsoel macht schon Sinn wie auch schon geschrieben wurde, gabs halt damals nicht.
Ich persönlich würde bei einem "alten" Motor aber niemals ein Vollsyntetik Oel nehmen diese Öle sind für moderne Motoren gemacht die mit ganz anderen Materialien und Toleranzen gefertigt werden als früher.
Auch Teilsyntetisch halte ich da schon für grenzwertig.
Ein modernes Vollsyntetisches Oel hhat fast die Konsistenz von Wasser.

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 11:07
von trybear
Das Netz und die Foren sind VOLL von diesen Ölglaubensfragen, auch diese hier.

Glauben heißt: nicht wissen!
Ein modernes Vollsyntetisches Oel hhat fast die Konsistenz von Wasser.
Quatsch. Viskosität ist auch bei den modernen Ölen tempearaturabhängig

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 11:31
von frauhansen
Au weia... ich hab aber auch ein Glück mit Fettnäpfen aktuell :lol:
Erst meine Rahmennummer jetzt tret ich nen klassishen Oelthread los... dacht wir wäre hier erwachsen :P
Steiner hat geschrieben: Ein modernes Vollsyntetisches Oel hhat fast die Konsistenz von Wasser.

gebe dir in soweit recht das diese bei Raumtemperatur weitaus dünner anfühlen als der olle Harley-Sirum früherer Tage.
Das liegt aber, meiner bescheidenen Meinung nach, in der geringen thermischenn "Spannweite" des oels begründet. Sprich, es musste für hohe Temperaturen stabil sein und man hat daher die dicke Konsistenz im kalten Zustand in Kauf genommen.

Da unsere Motoren ja keine Hydros sondern im besten Fall solid roller-cams sind ist die Viscosität zumindest fürs Ventilspiel nicht ausschlaggebend.

@Steiner: Wie begründest Du Deine Abneigung gegen Voll- und Teil-synthetische Oele?

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 11:53
von Mattes-do
Nächster Fettnappf :mrgreen:

Wie begründest Du diese Aussage :?:
frauhansen hat geschrieben:Da unsere Motoren ja keine Hydros sondern im besten Fall solid roller-cams sind ist die Viscosität zumindest fürs Ventilspiel nicht ausschlaggebend.
Gruß,
Mattes

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 12:23
von Bobber_Johnny
ron hat geschrieben:Wobei von Johnny sicherlich 80W-90 Getriebeöl gemeint ist...
Sorry, dachte Das sei selbsterklärend ;-)
Und ja, ich rede von GL4 (Gerade Verzahnung)
Ich verstehe nicht warum manche Leute GL5 (Hypoid) verwenden,
das kommt bei mir ins Differenzial am Auto.
Ich will hier keinem zu nahe treten, aber die Einsatzzwecke der Öle haben schon ihre Berechtigung.

Wer GL5 in seinem gerade verzahnten Getriebe fährt, riskiert schlechteres Schaltverhalten als mit GL4.

Auf die Hydros gehe ich jetzt nicht ein ;-)

Gruß Johnny

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 12:33
von frauhansen
Bobber_Johnny hat geschrieben: Auf die Hydros gehe ich jetzt nicht ein ;-)
Na super....
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Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 12:39
von trybear
Wer GL5 in seinem gerade verzahnten Getriebe fährt, riskiert schlechteres Schaltverhalten als mit GL4.
Auch selbst mit Google recherchiert und damit Fakt? :wink:

Nach der Umstellung von GL4 auf 75W140 GL5 läßt sich mein im Sommer bei hohen Temprerauren hakeliges Getriebe deutlich besser und leiser schalten.
Das liegt aber, meiner bescheidenen Meinung nach, in der geringen thermischenn "Spannweite" des oels begründet. Sprich, es musste für hohe Temperaturen stabil sein und man hat daher die dicke Konsistenz im kalten Zustand in Kauf genommen.
20W50 ist 20W50, oder? :wink:

https://www.amazon.de/voll-synthetisch- ... B0078U8DNQ

Viel Spass weiterhin beim Ölfred :wink:

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 12:57
von frauhansen
Mattes-do hat geschrieben:Nächster Fettnappf :mrgreen:
frauhansen hat geschrieben:Da unsere Motoren ja keine Hydros sondern im besten Fall solid roller-cams sind ist die Viscosität zumindest fürs Ventilspiel nicht ausschlaggebend.
Sorry, hatte von meiner auf den Rest geschlossen.
trybear hat geschrieben: 20W50 ist 20W50, oder? :wink:
Stimmt, hast Recht.. SAE50 ist 20W50... mein Denkfehler.

NACHTRAG: Auf der Suche zum Thema hydros im Pan habe ich kurz den "easreader" von Donny Petersen zu Rate ziehen wollen... nix direkt und schnell gefunden... aber er schreibt in seinem auch was zum Thema. Buch II/II Chapter 5. Ich geh mal lesen...

Re: Oelfrage Trockenkupplung

Verfasst: 17.03.2018, 13:26
von trybear
frauhansen hat geschrieben:
trybear hat geschrieben: 20W50 ist 20W50, oder? :wink:
Stimmt, hast Recht.. SAE50 ist 20W50... mein Denkfehler.
Naja, nicht so ganz, ich helfe Dir mal... :roll:

Ein 20W50er Öl verhält sich im betriebswarmen Zustand des Motors annähernd wie ein 50er Einbereichsöl. So ganz bekommen sie das mit der Chemie noch nicht dauerhaft hin. Die Molekülketten des Quellers sind auch wohl nicht dauerhaft scherstabil.
Ich dachte eigentlich der Dieter aus Paris würde was dazu schreiben... der ist vom Fach.. :roll: :wink: