Ölkohle im Brennraum und auf den Kolben
Verfasst: 19.08.2018, 18:46
Hallo zusammen.
Ich habe jetzt die Einfahrstrecke von 1500km vollendet (78er 1200er, STD-Köpfe, Delkrongehäuse, Standardkolben mit .030 Übermass, habe aber wie von zu beginn nach komplett überholtem Motor arge Ölkohleablagerungen im Brennraum, an der Unterseite der Ventile, etwas auf dem Einlassventil oben vorderer Zylinder und auf den Kolben.Auch ständig Pfützen im Manifold.
Eine Schaftdichtung gezogen: Scheint eine von KPMI zu sein.Der Elastomerring scheint den Ventilschaft nicht grad sehr fest zu umschliessen.Die Ventilschäfte waren beim Abtasten durchs Manifold auch immer für mein Gefühl einen Tacken zu schmierig.
Erste Frage: Im Kraftradteileshop gibt es mehrere Sorten, auch mit Viton und Federring, aber alle haben den Durchmesser .562- das sind 14,27mm. Meine Messingführungen haben aber 14,10mm. Das wird ja wohl zu locker sein, oder?
Wer kennt denn passende Dichtungen bitte?
Zweite Frage: Kann das Öl auch von unten kommen? Speziell der hintere Brennraum ist sehr verkohlt. Dort war auch die Kerze immer ölig nass.Vorne war sie top. Ich wunder mich, dass die Zylinderlaufbahnen sehr glatt sind. Hohnspuren lassen sich nur erkennen, nicht ertasten.Zylinderdurchmesser ist 88,00mm, (Guss-)Kolbendurchmesser 87,17-87,20- das wären (kalt) 8 Zehntel Spiel.Kolbenringstösse waren alle schön versetzt. Wandern die eigentlich im Betrieb? Ist das alles normal, oder liegt da Pfusch vor?
Drittens: Mich wundert das System mit der Ölrücklaufbohrung von den Köpfen durch die Zylinder .Der Kanal senkrecht im Zylinder geht bis unten durch und hat einen Abzweig nach innen in in die Laufbahn.Die Fussdichtungen sind dort aber verschlossen.Im Delkron-Gehäuse ist auch kein weiterer Kanal für weiteren / anderen Rücklauf.
Normal? Wie ist das standardmässig bitte?
Der Kolben verschliesst den waagerechten Kanal beim Runterfahren. Dieser ist frei, wenn er hochfährt.Gehe ich recht in der Annahme, dass durch den Unterdruck im Gehäuse beim Hochfahren der Kolben genug Saugkraft aufgebaut wird, um das Öl von oben abzusaugen?
Steigleitung zum Kopf hat übrigens eine 2,2mm-Blende für 20W50.
Noch kurze Info nach diesem ellenlangen Roman:
Stärkste Ölverkrustungen sind im Bereich der Feuerstege, dort wo der Rücklaufkanal ist.Nach aussen ist alles dicht, werde aber mal Kupfer-Kopfdichtungen verwenden. Vielleicht rinnt das Öl aber auch durch Gefälle durch die schrägen Köpfe dorthin..würde passen.
Vorbeugend zu dem gewiss gut gemeinten bald genannten Rat, den Motor zum Instandsetzer zurückzubringen: Die Arbeiten liegen mehr als ein Jahr zurück, ich hab die Teile kontingentweise dort hingebracht (nach den Zylindern und Köpfen die KW, war mir preislich alles auf ein Mal zu fett-), und ausserdem sehe ich die Teile sonst nicht vor in einem Jahr wieder..man muss dort viel Langmut und Geduld mitbringen-falls es nur an den Dichtungen liegt, fein, sonst muss ich dort natürlich noch mal vorstellig werden.
Ist übrigens n honoriger Typ, der hier oft genannt und gelobt wird.
Danke, Gruss, Mac
Ich habe jetzt die Einfahrstrecke von 1500km vollendet (78er 1200er, STD-Köpfe, Delkrongehäuse, Standardkolben mit .030 Übermass, habe aber wie von zu beginn nach komplett überholtem Motor arge Ölkohleablagerungen im Brennraum, an der Unterseite der Ventile, etwas auf dem Einlassventil oben vorderer Zylinder und auf den Kolben.Auch ständig Pfützen im Manifold.
Eine Schaftdichtung gezogen: Scheint eine von KPMI zu sein.Der Elastomerring scheint den Ventilschaft nicht grad sehr fest zu umschliessen.Die Ventilschäfte waren beim Abtasten durchs Manifold auch immer für mein Gefühl einen Tacken zu schmierig.
Erste Frage: Im Kraftradteileshop gibt es mehrere Sorten, auch mit Viton und Federring, aber alle haben den Durchmesser .562- das sind 14,27mm. Meine Messingführungen haben aber 14,10mm. Das wird ja wohl zu locker sein, oder?
Wer kennt denn passende Dichtungen bitte?
Zweite Frage: Kann das Öl auch von unten kommen? Speziell der hintere Brennraum ist sehr verkohlt. Dort war auch die Kerze immer ölig nass.Vorne war sie top. Ich wunder mich, dass die Zylinderlaufbahnen sehr glatt sind. Hohnspuren lassen sich nur erkennen, nicht ertasten.Zylinderdurchmesser ist 88,00mm, (Guss-)Kolbendurchmesser 87,17-87,20- das wären (kalt) 8 Zehntel Spiel.Kolbenringstösse waren alle schön versetzt. Wandern die eigentlich im Betrieb? Ist das alles normal, oder liegt da Pfusch vor?
Drittens: Mich wundert das System mit der Ölrücklaufbohrung von den Köpfen durch die Zylinder .Der Kanal senkrecht im Zylinder geht bis unten durch und hat einen Abzweig nach innen in in die Laufbahn.Die Fussdichtungen sind dort aber verschlossen.Im Delkron-Gehäuse ist auch kein weiterer Kanal für weiteren / anderen Rücklauf.
Normal? Wie ist das standardmässig bitte?
Der Kolben verschliesst den waagerechten Kanal beim Runterfahren. Dieser ist frei, wenn er hochfährt.Gehe ich recht in der Annahme, dass durch den Unterdruck im Gehäuse beim Hochfahren der Kolben genug Saugkraft aufgebaut wird, um das Öl von oben abzusaugen?
Steigleitung zum Kopf hat übrigens eine 2,2mm-Blende für 20W50.
Noch kurze Info nach diesem ellenlangen Roman:
Stärkste Ölverkrustungen sind im Bereich der Feuerstege, dort wo der Rücklaufkanal ist.Nach aussen ist alles dicht, werde aber mal Kupfer-Kopfdichtungen verwenden. Vielleicht rinnt das Öl aber auch durch Gefälle durch die schrägen Köpfe dorthin..würde passen.
Vorbeugend zu dem gewiss gut gemeinten bald genannten Rat, den Motor zum Instandsetzer zurückzubringen: Die Arbeiten liegen mehr als ein Jahr zurück, ich hab die Teile kontingentweise dort hingebracht (nach den Zylindern und Köpfen die KW, war mir preislich alles auf ein Mal zu fett-), und ausserdem sehe ich die Teile sonst nicht vor in einem Jahr wieder..man muss dort viel Langmut und Geduld mitbringen-falls es nur an den Dichtungen liegt, fein, sonst muss ich dort natürlich noch mal vorstellig werden.
Ist übrigens n honoriger Typ, der hier oft genannt und gelobt wird.
Danke, Gruss, Mac