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WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 09.09.2018, 10:35
von max--
Hallo,
bei mir steht seit Jahren ein Shovel-Motor mit WISECO-Kolben herum. Der soll für ein zukünftiges Projekt sein. Aber wie das so ist, verzögert sich das.
Einmal im Jahr drehe ich den Motor durch. Vorher gebe ich etwas Motoröl in die Zylinder.
Kann man dafür auch WD40 benutzen?
Ich stelle mir vor, dass sich die Kriecheigenschaft dieses Öls günstig auf die Einlagerung auswirken könnte. Oder liege ich falsch und WD40 ist eher schädlich dafür.
Was meint ihr?
mfg max
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 09.09.2018, 11:11
von BenniGun
moin
ich glaub das mit dem WD-40 ist nicht so eine gute Idee, das Zeug verflüchtigt sich nach ner weile, nimm lieber Motoröl.
Bei den Motoren von Blockheizkraftwerken, (sind ja uch nur auf Gas umgerüstet 16 Zylinder

) haben wir immer spezielles Öl vor dem Stillegen aufgefüllt und dann nochmal laufen lassen, aber Motoröl ist doch gut,
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 09.09.2018, 12:02
von Mike_O
Hallo,
WD40 nehme ich nicht zum Einlagern/Konservieren. Das Zeug ist eher zum Reinigen gedacht und auch relativ dünnflüssig. Man sagt zwar "Sprühöl" dazu, aber das ist kein Öl sonder eher Lösungsmittel mit Fett!
Hab damit mal blanke Teile eingesprüht und nach einiger Zeit war das Zeug verflogen und die Oberfläche hatte Flugrost.
Ich benutze zum Einlagern von Motoren und blanken Stahlteilen "Liqui Moly Motor Innenkonservierer" und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Auch Graugussblöcke haben damit eingesprüht nach langer Standzeit kein Flugrost o.ä.
Oder halt Motoröl.
Gruß,
Michael
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 09.09.2018, 21:58
von Don Rocket
Hallo Max,
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. WD40 ist nix anderes als Petroleum mit ein wenig Öl und Vaseline gemischt. Zum Reinigen ist das Zeug ganz gut, zum Lösen festgerosteter Teil oder Schmieren nur bedingt geeignet. Zudem ist es relativ flüchtig, also eher nichts für die Langzeitkonservierung.
Für solche Fälle haben die meisten Schmierstoffanbieter sogenannte Konservierungsöle im Angebot. Ich arbeite bei Motul und empfehle deshalb deren "Fogging Oil". Aber auch das von Michael empfohlene Liqui Moly Produkt ist sehr gut. Vielleicht steckt sogar derselbe Zulieferer dahinter.
Ansonsten geht halt auch immer dickflüssiges Öl. Falls du Zugang dazu hast, empfehle ich dir Bettbahnöl für Werkzeugmaschinen; das klebt besonders schön an allen metallisch blanken Oberflächen, weil es anders als Motor-, Getriebe- oder Hydrauliköl spezielle Haftvermittler enthält.
Gruß
Dieter
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 10.09.2018, 10:54
von max--
Hallo,
besten Dank für die Antworten. Ich bleibe dann bei Motoröl, habe ich auch noch genug herumstehen.
Gute Fahrt euch allen
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 10.09.2018, 16:47
von Hawkeye
gute alternative vielleicht:
Atlantik Radglanz
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 10.09.2018, 17:38
von Hallertauer
Don Rocket hat geschrieben: WD40 ist nix anderes als Petroleum mit ein wenig Öl und Vaseline gemischt.
Völlig richtig erkannt !
Leider wird dieses Zeug rein verkaufstechnisch, in der Werbung sehr stark überhöht, bzw. überbewertet.
Es gibt im Handel recht gute Konservierungsöle zum stillegen und einlagern von Motoren.
Im Zweifelsfall würde ich aber als alternative, auf ein unlegiertes Motorenöl zurück greifen.
In meine Shovelzylinderl kipp ich vor jedem " Winterschlaf " je ein Schnappsglas Motorenöl rein, und kicke zwei drei mal durch. Passt !!
Gruß, Hallertauer.
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 10.09.2018, 17:53
von SuperGauzy
Hawkeye hat geschrieben:gute alternative vielleicht:
Atlantik Radglanz
Für innen?
Für außen ok, aber in meinen Motor würde ich das auch nicht kippen.
Re: WD40 zum Motoreinlagern
Verfasst: 10.09.2018, 18:10
von Hallertauer
Für Ausen ?
OK, wenn es denn sein muß :
Bei Moppeds in Betrieb, reicht in aller Regel ein guter Motorradreiniger In fast allen dieser Produkte ist auch ein Konservierer mit Eingebaut.
Rost, ist seit Jahren ein Fremdwort an meiner Shovel. Selbst auf dem Grauguss ist nichts zu sehen von der braunen Pest.
Oft liegts auch einfach nur an der Pflege des Besitzers......
Gruß Hallertauer.