SAE 50 - Preise und Sorten
Verfasst: 07.03.2009, 21:25
Hallo Zusammen
Ich baue gerade meinen Panhead-Motor, der komplett überholt wurde, ein - jetzt stehen einfahren an und d.h. einige Ölwechsel.
Ich fahre die Panheads nur mit Einbereichsöl SAE 50.
Nun bin ich auf die Suche gegangen und habe grosse Preisunterschiede festgestellt. Bisher hatte ich neben RevTech u.a. auch ein 20 Liter Gebinde von Aral.
http://www.pickandsmile.de/products/inf ... Liter.html = 3,60 pro Liter
Dieses Öl ist hochlegiert - ein anderes Beispiel von unlegiertem Öl ist das:
http://www.lightforcer.de/product_info. ... cts_id/211 = 2,60 pro Liter
folgendes habe ich über legierte und unlegierte Öle gefunden:
unlegiertes Motoröl:
In den Kindertagen der Motorisierung war Motoröl prinzipiell unlegiert – und die Motoren besaßen keine wirksame Ölfilterung. Jedes Motoröl schleppt aber bereits nach kurzer Betriebsdauer ölunlösliche Fremdstoffe mit, die ebenso aus Materialabrieb im Motor bestehen, wie aus Verbrennungsrückständen, Straßenstaub und Alterungsrückständen des Öls selber. Bei unlegierten Motorölen setzen sich diese Fremdstoffe als Ölschlamm am Boden der Ölwanne ab. Die üblichen Ölwechselintervalle betrugen seinerzeit zwischen 1000 und 5000 km, je nach Motorkonstruktion und Hersteller. Abhängig von der Betriebsvorschrift des Herstellers und dem typischen Einsatzgebiet des Motors war bei jedem oder bei jedem zweiten Ölwechsel die komplette Ölwanne zu demontieren und zu säubern. Bei Oldtimern ist unlegiertes Motoröl noch heute von Bedeutung, da die im legierten Motoröl enthaltenen DD-Additive die Bildung des Ölschlamms verhindern würden. Die unerwünschten Fremdstoffe würden im Öl gebunden und regelmäßig neu durch den Ölkreislauf des Motors gepumpt, was den mechanischen Verschleiß an Lagern und Zylinderlaufflächen erhöhen und die Schmierwirkung des Öles herabsetzen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass die in additiviertem Öl enthaltenen Detergentien eine stark reinigende Wirkung haben. Dadurch verhindern sie die bei älteren Motoren oft gewünschten, quasi in die Konstruktion eingerechneten Ölkohle-Ablagerungen oder sie lösen bereits gebildete Ablagerungen auf, was zu Verstopfungen in den Ölkanälen und damit zu Motorschäden führen kann. Oft wird solchen Ablagerungen auch eine dichtende Wirkung zugeschrieben – werden sie durch aggressive Additive entfernt muss der Motor unter Umständen komplett zerlegt und neu abgedichtet werden. Daher gibt es noch heute unlegierte Einbereichs- und Mehrbereichs-Motorenöle, deren Einsatzgebiet sich vornehmlich auf Motoren ohne Hauptstrom-Ölfilter beschränkt.
legiertes Motoröl:
Nahezu jedes moderne Motoröl ist additiviert, also legiert...Das amerikanische Militär veröffentlichte im Zweiten Weltkrieg schließlich die erste Ölspezifikation, die auf der Beimischung von Additiven zum Grundöl basierte. Das sogenannte HD-Motoröl (HD stand für Heavy Duty) war damit erstmals genormt und fand bald auch Eingang in die zivilen Motoröl-Prüfvorschriften. .....Parallel entwickelten sich die Ölfilter der Motoren immer weiter. ....Erst 1943 wurden die ersten, vollwirksamen Hauptstrom-Ölfilter entwickelt. Und seit 1954 gibt es die noch heute üblichen Spin-On-Filter, die einen einfachen, regelmäßigen Austausch der Filterpatrone ermöglichen. Diese Filter halten die vom Motoröl mitgeführten Fremdstoffe auf und lagern sie bis zum nächsten Filterwechsel ein. Damit wurde der früher konstruktiv notwendige Ölschlamm überflüssig, das Motorinnere kann im Betrieb wesentlich sauberer gehalten werden, was letzten Endes der Verschleißarmut zugute kommt, aber auch die inneren Widerstände und damit den Kraftstoffverbrauch senkt. Diese Entwicklungen befruchteten sich gegenseitig, so dass die modernen Motoröle mit ihren speziellen Legierungen aus Grundölen und Additiven Ölwechselintervalle von bis zu 50.000 km und mehr erlauben.
D.h. für mich, dass wir in den Harleys mit entsprechenden Ölfiltern und ohne Ölschlamm -> Legierte Einbereichsöl SAE50 verwenden sollten - nicht die unlegierten.
Da ich ja mit dem Aral zufrieden war werde ich wieder bei dem 20 Litergebinde zugreifen - 3,60 pro Liter ist ja nicht schlecht.
Ausser der eine oder andere hat einen besseren Tipp
Gruss
Bobber
Ich baue gerade meinen Panhead-Motor, der komplett überholt wurde, ein - jetzt stehen einfahren an und d.h. einige Ölwechsel.
Ich fahre die Panheads nur mit Einbereichsöl SAE 50.
Nun bin ich auf die Suche gegangen und habe grosse Preisunterschiede festgestellt. Bisher hatte ich neben RevTech u.a. auch ein 20 Liter Gebinde von Aral.
http://www.pickandsmile.de/products/inf ... Liter.html = 3,60 pro Liter
Dieses Öl ist hochlegiert - ein anderes Beispiel von unlegiertem Öl ist das:
http://www.lightforcer.de/product_info. ... cts_id/211 = 2,60 pro Liter
folgendes habe ich über legierte und unlegierte Öle gefunden:
unlegiertes Motoröl:
In den Kindertagen der Motorisierung war Motoröl prinzipiell unlegiert – und die Motoren besaßen keine wirksame Ölfilterung. Jedes Motoröl schleppt aber bereits nach kurzer Betriebsdauer ölunlösliche Fremdstoffe mit, die ebenso aus Materialabrieb im Motor bestehen, wie aus Verbrennungsrückständen, Straßenstaub und Alterungsrückständen des Öls selber. Bei unlegierten Motorölen setzen sich diese Fremdstoffe als Ölschlamm am Boden der Ölwanne ab. Die üblichen Ölwechselintervalle betrugen seinerzeit zwischen 1000 und 5000 km, je nach Motorkonstruktion und Hersteller. Abhängig von der Betriebsvorschrift des Herstellers und dem typischen Einsatzgebiet des Motors war bei jedem oder bei jedem zweiten Ölwechsel die komplette Ölwanne zu demontieren und zu säubern. Bei Oldtimern ist unlegiertes Motoröl noch heute von Bedeutung, da die im legierten Motoröl enthaltenen DD-Additive die Bildung des Ölschlamms verhindern würden. Die unerwünschten Fremdstoffe würden im Öl gebunden und regelmäßig neu durch den Ölkreislauf des Motors gepumpt, was den mechanischen Verschleiß an Lagern und Zylinderlaufflächen erhöhen und die Schmierwirkung des Öles herabsetzen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass die in additiviertem Öl enthaltenen Detergentien eine stark reinigende Wirkung haben. Dadurch verhindern sie die bei älteren Motoren oft gewünschten, quasi in die Konstruktion eingerechneten Ölkohle-Ablagerungen oder sie lösen bereits gebildete Ablagerungen auf, was zu Verstopfungen in den Ölkanälen und damit zu Motorschäden führen kann. Oft wird solchen Ablagerungen auch eine dichtende Wirkung zugeschrieben – werden sie durch aggressive Additive entfernt muss der Motor unter Umständen komplett zerlegt und neu abgedichtet werden. Daher gibt es noch heute unlegierte Einbereichs- und Mehrbereichs-Motorenöle, deren Einsatzgebiet sich vornehmlich auf Motoren ohne Hauptstrom-Ölfilter beschränkt.
legiertes Motoröl:
Nahezu jedes moderne Motoröl ist additiviert, also legiert...Das amerikanische Militär veröffentlichte im Zweiten Weltkrieg schließlich die erste Ölspezifikation, die auf der Beimischung von Additiven zum Grundöl basierte. Das sogenannte HD-Motoröl (HD stand für Heavy Duty) war damit erstmals genormt und fand bald auch Eingang in die zivilen Motoröl-Prüfvorschriften. .....Parallel entwickelten sich die Ölfilter der Motoren immer weiter. ....Erst 1943 wurden die ersten, vollwirksamen Hauptstrom-Ölfilter entwickelt. Und seit 1954 gibt es die noch heute üblichen Spin-On-Filter, die einen einfachen, regelmäßigen Austausch der Filterpatrone ermöglichen. Diese Filter halten die vom Motoröl mitgeführten Fremdstoffe auf und lagern sie bis zum nächsten Filterwechsel ein. Damit wurde der früher konstruktiv notwendige Ölschlamm überflüssig, das Motorinnere kann im Betrieb wesentlich sauberer gehalten werden, was letzten Endes der Verschleißarmut zugute kommt, aber auch die inneren Widerstände und damit den Kraftstoffverbrauch senkt. Diese Entwicklungen befruchteten sich gegenseitig, so dass die modernen Motoröle mit ihren speziellen Legierungen aus Grundölen und Additiven Ölwechselintervalle von bis zu 50.000 km und mehr erlauben.
D.h. für mich, dass wir in den Harleys mit entsprechenden Ölfiltern und ohne Ölschlamm -> Legierte Einbereichsöl SAE50 verwenden sollten - nicht die unlegierten.
Da ich ja mit dem Aral zufrieden war werde ich wieder bei dem 20 Litergebinde zugreifen - 3,60 pro Liter ist ja nicht schlecht.
Ausser der eine oder andere hat einen besseren Tipp
Gruss
Bobber