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Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 09:41
von liekoer
Moin

(Also jetzt verstehe ich mal wieder etwas nicht richtig oder will es nicht verstehen).

Vor ca. 10 Jahren ist meine Ölpumpe mal erneuert worden (S&S “Billet” Ölpumpe). Meiner Erinnerung nach war damals auch alles gut, weil ich den Einbau sonst ja reklamiert hätte. kann es aber nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit sagen :-( ,

Irgendwann (so denke ich) wird dann im niedrigen Drehzahlbereich die Ölkontrollleuchte im Standgasbetrieb auch leicht aufgeglimmt haben, was ich aber auf die niedrige Drehzahl zurückführte. Zumindest leuchtete sie die letzten 2-3 Jahre mit Gewissheit bei Standgasdrehzahl (ein Manometer habe ich nicht).

Nun gab es ja im letzten Jahr einen leichten Kolbenklemmer und in diesem Zuge wurden auch sämtliche Lager mit Pleuel usw. gleich mit erneuert.

Die Ölpumpe wurde begutachtet und hatte eine kleine Riefe (eher einen Kratzer); ich entschied mich nicht zu einer Erneuerung. Lediglich der O-Ring/Simmerring in der Ölpumpe wurde erneuert.

Nun ist alles zusammen, die Ölpumpe fördert, bloß im die Ölkontrollleuchte leuchtet, bzw. flackert eher auf, und zwar bis zu einer Drehzahl von ca. 1200 Umdrehung (nur bei warmen Öl)
Bei welcher Drehzahl die Leuchte früher ausging kann ich nicht sagen, am Schalter selbst liegt es nicht, dass habe ich schon überprüft.

Jetzt zu meinen Fragen, da es ja wohl eher nicht der Normalität entspricht, dass die Kontrollleuchte aufleuchtet.

- es wird ein Öldruck durch die Ölpumpe aufgebaut. Auch wenn der Motor durch „Gleitlager“ gelagert ist (und nicht Lagerschalen) kann/sollte der Druck doch nicht im Motor verloren gehen, oder?
- der Druck, der von der der Ölpumpe erzeugt wird, sollte also konstant bleiben, kann man den irgendwo „sinnvoll“ messen
- kann ein defekter/oder falsch eingebauter Ölpumpendichtring dieses Problem verursachen

Ich gehe ja eher davon aus, dass die Pumpe neu muss, aber ich wollte auch mal ein paar Meinungen hören, (zumal ich keine wirklichen Gerbrauchsspuren erkennen kann). Vielleicht gibt es ja auch noch einen guten Tip, auf eine Ursache.

Um zum Eingangssatz zu kommen: 10 Jahre finde ich ein wenig Mau für eine Ölpumpe :x

Gruß
Norbert

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 09:48
von Christian
Hallo Likoer!

Du hast auf dem Kurbelgehäuse direkt an der Kante zum Zuckerhut (oberhalb der Ölpumpe) einen Anschluss für eine Öldruckanzeige. Dort habe ich mein Manometer montiert.

In kalten Zustand zeigt es bei laufendem Motor bis zu 40 bar an, in warmgefahrenem Zustand bis zu 20 Bar, bei Standgas (warmer Motor) ist fast kein Öldruck messbar.

Gruß, Christian

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 10:59
von olaf
Moin Norbert,
ist bei mir genau so wie bei Christian, im kalten Zustand 40 und mehr. Im warmen Zustand bei Standgas eigentlich nicht messbar und meine Pumpe, auch von S+S, ist nagelneu.
Habe dann einfach ins Ölfass geschaut ob was zurück kommt.
Gruß Olaf

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 11:43
von liekoer
Hallo

...nicht messbar, dass hatte ich schon öfters gelesen und deshalb hatte ich eigentlich auch nie auf ein "Zubehörmonmeter" vertraut und dachte die "Leuchte" ist da genauer (wenn man überhaupt von genau reden kann).

Was ich bloß nicht verstehen will, bei meiner Frau geht das Ding schon bei Kicken aus und bleibt auch solange aus, bis sich die Kolben nicht mehr in der Auf-und Abwärtsbewegung befinden.
An ihren Köpfen ist ein Monmeter verbaut, und wenn man dem Glauben schenken soll, sind im warmen Zustand ca. 5 PSI vorhanden.

Warum gibt (oder soll) es da die Unterschiede (geben), dass kann doch nicht nur an den Gehäusen liegen (ich Pangehäuse - sie Late Shovel -> beide OEM). Wobei ihre Pumpe schon wesentlich mehr durchgemacht hat als meine.
Olaf hat geschrieben:...nicht messbar und meine Pumpe, auch von S+S, ist nagelneu....
Die Befürchtung habe ich auch und eine Anschaffung die nicht notwendig ist, wollte ich vermeiden. Hast Du einen Druckschalter mit Leuchte verbaut?
Und deshalb auch meine Frage:
- Kann der Öldruck noch woanders verlorengehen?
Olaf hat geschrieben:Habe dann einfach ins Ölfass geschaut ob was zurück kommt.
Gruß Olaf
...auch im Standgasbetrieb (warmer Motor), dass müsste ich noch einmal überprüfen.

Vielleicht leide ich nur auch schon an der "KayTee-Phobie" :D ich höre das Gras wachsen und eigentlich alles ist gut. Scheiß Lampe :twisted:

Gruß
Norbert

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 11:52
von liekoer
....achso, ich vergass:
Letztes Jahr bin ich noch mit Hydros unterwegs gewesen. Hätten die dann nicht auch klappern müssen, obwohl kein Druck (laut Kontrolleuchte) im Standgasbetrieb vorhanden war?

Gruß
Norbert

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 12:19
von electraglide
hallo liekoer,
tausch doch mal den öldruckschalter gegen deine frau........
( oh, natürlich deren öldruckschalter),
und schau mal was passiert und andersrum auch.
ist mit ihrem schalter deine lampe aus, ists ok, dann müsste ihre lampe mit deinem schalter flackern um den besagten schalter als übeltäter auszumachen.
gruss uli

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 12:34
von liekoer
Hallo Elektroglide

Ich habe auch schon einen anderen Öldruckschalte (Neuware Accel) eingebaut :-(
Kann mir nicht vorstellen, dass beide einen defekt haben.
Masseschluß, Kablebruch auch schon überprüft.

Ich denke schon, dass da der Druck nicht (richtig oder messbar...) ist. aber ich bin ja anscheinend nicht der einzige und nun kommt die Frage auf, warum ist das Verhalten im Standgasbetrieb so unterschiedlich, selbst wenn man eine nagelneu Ölpumpe verbaut hat?

Gruß
Norbert

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 12:45
von Christian54
Wenn ich das Richtig verstanden habe geht´s um ein early Gehäuse.
Da gibt´s einmal den Druckkolben in der Pumpe mit Feder der den
Druck regelt und aufteilt (hängt der, Feder OK?) und du hast 2 Ölkreise
(wie die sich aufteilen kommt aufs Bj an und ob das Gehäuse für die S&S
Pumpe modifziert wurde) Der Druck kann in verschlissenen Tappets, oder in defekten Gleitlagerschahlen im Steuergehäuse verlohren gehen.

Wo sitzt den der Druckschalter?

Gruß Christian

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 14:23
von emundems
Christian hat geschrieben:Hallo Likoer!

Du hast auf dem Kurbelgehäuse direkt an der Kante zum Zuckerhut (oberhalb der Ölpumpe) einen Anschluss für eine Öldruckanzeige. Dort habe ich mein Manometer montiert.

In kalten Zustand zeigt es bei laufendem Motor bis zu 40 bar an, in warmgefahrenem Zustand bis zu 20 Bar, bei Standgas (warmer Motor) ist fast kein Öldruck messbar.

Gruß, Christian
Hey,

Ich weiss, is'n bisschen Klugscheisserisch, aber ich glaub nicht dass Du ne Überdrüberhochleistungspumpe hast. Du wirst wahrscheinlich PSI meinen, nicht BAR... :twisted:

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 15:40
von liekoer
Hallo Christian

Eigentlich geht es um ein Panheadgehäuse, welche mit Shovelzylindern und Köpfen "getunt/modifiziert" wurde (so würde zumindest der Amerikaner ausdrücken, der damals das Motorrad aufgebaut hat :twisted: .
Anscheinend ist der durch seine Garage gegangen, hat eine linke Panheadgehäusehälfte aus dem Jahre 54 gefunden und eine rechte Seite aus dem Jahre 58. Zusätzlich war da noch eine Kurbelwelle eines 1340iger Shovelmotors, die er dann auch gleich verbaut hatte.
Er hat alles (ziemlich gut sogar) zusammengebaut und dann einen Dummen gefunden, der das gekauft hat.
Nur soviel dazu, um was für einen Motor sich das handelt.
Da gibt´s einmal den Druckkolben in der Pumpe mit Feder der den
Druck regelt und aufteilt (hängt der, Feder OK?)
Wenn er hängen würde oder die Feder einen defekt hätte, wie stelle ich dass dann am besten fest? Bei höherer Drehzahl scheint der Druck ja wieder in Ordnung zu sein.
...und ob das Gehäuse für die S&S Pumpe modifziert wurde) Der Druck kann in verschlissenen Tappets, oder in defekten Gleitlagerschahlen im Steuergehäuse verlohren gehen.
Die Pumpe wurde modifiziert. Zumindest gehe ich mal zu 99% davon aus, weil ich sie seinerzeit nicht selbst eingebaut habe. Die Tappets haben die 1. Übergröße und wurden dieses Jahr auf das richtige Maß gehohnt.
Welche Gleitlagerschalen meinst Du genau? Nockenwelle auch neu im Steuergehäusedeckel, andere Seite ist ein Lager.

Der Öldruckschalter sitzt direkt an der Ölpumpe.

Gruß
Norbert

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 18:03
von Shovel1978
Ich hab jetzt meine S&S Oelpumpe seit ein paar Wochen.
Kalt drückt es 60 PSi dann 20 bei Fahrt.
Im Stand 10.Ist doch Normal denke ich mal.
Die scheiß Öeldrucklampe geht bei mir gar nicht. :roll:

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 22.04.2009, 20:04
von Christian
Hi Emundems!

Du hast recht, sind psi.

Danke und Gruß, Christian

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 24.04.2009, 21:27
von LouCifer13
Gude,

irgendwie habe ich´s den Eindruck es wurden nicht die Fragen aus Norbert´s erstem Beitrag beantwortet... :(

zu1.:
Für mich sind Lagerschalen=Gleitlager, alles andere sind Rollen-, Kugel u.a. Lager...in unseren HD-Motoren ist beides verbaut. Die KW ist auf beiden Seiten Rollengelagert, wobei der Pinionshaft an seinem Ende in einem Gleitlager geführt wird. Die Nockenwelle hat ein Nadel(rollen)lager und ein Gleitlager...usw. Je nach Fertigungstoleranz der Bauteile und Querschnitt der Versorgungsleitung, baut sich ein Druck auf, der bei kaltem Öl/Motor höher ist als bei warmen. Wäre es anders hätten wir erst ein Problem, der Druck ist schön hoch aber die Ölmenge ist zu gering...etwas das hier häufig vergessen wird: Das Öl ist auch zur Kühlung da!!! Im HD-Werkstattbuch ist der Ölkreislauf sehr ausführlich erklärt und es lohnt sich das mal durch zu lesen...ich hab´s auf Englisch :wink:
Also der Öldruck geht "verloren", hoffentlich nicht die Ölmenge...

zu2.:
Der Öldruck und die Fördermenge sind Drehzahlabhängig, also nicht konstant, egal ob warm oder kalt...HD sagt bei 3000U/min sollten am Anschlusspunkt des Öldruckschalter zw. 5 und 50 PSI anliegen. Ansonsten Ölpumpe prüfen...
In der Rep.Anleitung die´s auch auf CD und im Netz gibt (Bucheli-Verlag) steht: Die Öldrucklampe sollte bei ca 30km/h im obersten Gang erloschen sein. Wer will´s ausrechnen?!

zu3.:
Ja, der Ring kann bis zu 10 PSI bringen...allerdings nur wenn die Kiste kalt ist...

Mein Fazit: Flackern im Stand ist nichts worüber man sich ´n Kopp machen sollte, solange die Hydros im Standgas funzen hat alles genug Öl. Und wenn die Kiste nach ´ner 1/4 Stunde im Standgas immer noch läuft...GLÜCKWUNSCH!!! Sauber eingestellt!!!

Gruß
Mario

PS. Wer mit dem Gedanken spielt sich diese tollen Federn für´s Relief Valve zu holen...drückt mit ´ner Zange die Steigleitung zur Rockerbox zusammen, da gibt´s dann auch mehr Druck. Kost nix, ´ne Zange hat wohl jeder zuhaus... :oops:

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 25.04.2009, 12:13
von liekoer
Hallo Mario

Toll, dass Du Dich noch einmal zu Worte gemeldet hast.

Zu 1:

Dort, wo Gleitlager sitzen, wurden auch neue eingesetzt und dem "Gegenstück" angepasst, bzw. die Lagersitze (oder wie immer das auch heißen mag) usw.; deshalb finde ich das ja etwas unlogisch (Außer die Köpfe, die wurden nicht überholt, weil sie noch einen sehr guten Eindruck machten).

Und da ich die ganzen Tage ja schon überlegt habe, komme ich auch zu folgenden Schluß. Als ich seinerzeit die starren Stößel durch Hydros ersetzt habe, fing das leichte "Lampenflattern" an. Finde ich auch (eventuell) logisch, weil durch die Hydros weniger Öldruck vorhanden ist.
Bloß nun habe ich KEINE verbaut.

Wenn ich die Steigleitung unten löse, kommt übrigens Öl heraus.

Das der Druck mal irgendwann (also am Ende des Kreislaufes) nachlassen muss, bzw. weniger wird ist eigentlich logisch. Doch da der Ölduckschalter direkt an der Pumpe sitzt, sollte dort doch der höchste Druck vorhanden sein, oder?

Zu 2:

Ähnliche Werte habe ich gestern auch erfahren: 5 PSI 45 PSI bei 2000 U/min.
Kennt eigentlich jemand den Wert, mit welchem Druck die Lampe genau erlischt? Und wie genau sind diese Lampen?
Meine Erkundungen liegen da von 0,4 Bar bis 1 Bar.
Wenn 5 PSI anliegen sollten (1 PSI = ca. 0,07 Bar) kann die Lampe doch gar nicht ausgehen, da dort ein Druck von 0,35 Bar anliegt :twisted: ...ein Teufelskreis ;-)

Zu 3:
Zum O-Ring bist Du der Erste, der mir dazu einen Wert nennen kann. Ich habe nur bei warmen (50iger) Öl das Problem.

Ich wollte jetzt eigentlich folgendermaßen vorgehen:

- Neue OEM Feder einbauen, wenn es nicht funktioniert
- verstärkte Feder einbauen (wobei Dein "PS-Satz") mich zum nochmaligen Überlegen veranlassen wird...wenn es nicht funktioniert
- den Kreislauf durchmessen, bzw. die Ölpumpe auseinanderschrauben und untersuchen.


Gruß
Norbert
...wieder ein eingeschränktes Wochenende, weil, wenn ich fahre sollte, dann bestimmt nicht mit einem guten Gewissen :wink:

Re: Öldruck - Ölkontrollleuchte

Verfasst: 25.04.2009, 13:43
von Christian
Hallo Norbert!

Ich glaube, Du machst Dir viel zu sehr nen Kopp.

Ich bin offenbar jahrelang mit ner grenzwertigen Ölpumpe rumgefahren und habe zum Schluss auch nen ausgenudelten Motor gehabt. Die Lampe leuchtete IMMER im Standgas, außer wenn das Öl kalt war. Aber sobald der Motor leicht erhöht gedreht hat, war es weg. Z. B. wenn ich bei warmen Motor den Choke-Hebel leicht betätigt habe, damit die Benzinpumpe an meinem CV-Vergaser etwas mehr reindrückt.
Das scheint mir ein guter Wert zu sein. Wenn es dann noch leuchtet hast Du ein Problem, wenn nicht, so what?!

Die Lampen sind auch nicht das, was man unter genau versteht, die Toleranzen enorm!

Mach einfach mal vom vorderen Zylinder eine von den seitlichen Kopfschrauben runter und latsch die Karre an. Wenn's da nach ein paar Sekunden rausrotzt ist alles tutti, egal, was die Lampe anzeigt.

Ansonsten würde ich ein Manometer an der Pumpe einbauen und auf die Lampe pfeifen.

Denk dran: Unsre Treckermotoren können ordentlich was ab, mehr als jedes moderne Geraffel.

Gruß, Christian