Hi chriss,
mit Feströdeln, besseren Sicherungsblechen oder festerem Schraubenkleber verhindert man zwar, dass sich die Schraube löst, aber man behebt nicht die Ursache. Deswegen verabschiedet sich dann als nächstes der Bolzen. Je zäher das Material, umso länger dauert´s.
Die Ursache liegt darin, dass der entsprechende Tütenhalter aus zu dünnem Blech ist. Krümmer mit Tüte bewegt sich dadurch beim Fahren seitlich und rüttelt ständig an der Krümmer-Verschraubung herum. Die wechselnde Belastung führt dazu, dass sich die Verschraubung lockert. Würde man einen hochfesten 3/4"-Bolzen einbauen, würde das wohl nicht mehr passieren. Wie stabil der verwendete Tütenhalter ist, liegt (1) am Material und der Materialstärke und (2) an der Länge – doppelte Länge führt zu vervierfachten Schwingungen.
Flachstahl 5x25mm oder dickwandiges 3/4"-Rohr reichen in den meisten Fällen. Bei sehr schweren EVO-Tüten vielleicht noch mit etwas Zuschlag. Dann das alles am Rahmen mit 10.9er oder besser 12.9er Schrauben befestigen, weil dann dort der nächste Schwachpunkt liegt. Meine M10-8.8-Schraube hat sich nach 20.ooo mls selbst zerlegt – auf der Fahrt natürlich .
Wenn Du das nicht probieren möchtest und Dir das Sichern der Schraube doch genügt:
Bei Schienenfahrzeugen hat man ähnliche Probleme mit Vibrationen. Ein marktführender Hersteller verwendet Vargal®-Sicherungsmuttern. Die Dinger haben eine angefrickelte Feder gegen unbeabsichtigtes Lösen. Das ist abgesehen von federnden Sperrkantscheiben Stand der Technik.
so long
rouleur