Gemisch/Kühlung
Verfasst: 19.05.2010, 15:01
Hi Leute und Hi trybear
In einem anderen Beitrag, der etwas sehr aus dem Ursprungsrahmen zu fallen droht, hast du die Theorie angegeben, das die Kühlung der Motoren auch (!) über die Anreicherung des Gemisches stattfinden könnte.
Deine Erklärung ist auch recht schlüssig:
"Doch, kühlen durchs Gemisch ist wichtig! Da unsere Versager ja keine sind , sondern nur Tröpfchenverteiler nach dem Parfumzerstäuberprinzip findet die eigentliche "Vergasung" des Kraftstoffs erst im Zylinder statt. Dafür wird Energie gebraucht , die der Umgebung Wärme entzogen wird = es wird gekühlt. Gerade bei luftgekühlten Motoren ist das ein wichtiger Faktor. "
Meines Wissens wird aus dem Aerosol ~14:1 Luft/Benzintröpchen erst im Verbrennungsvorgang ein Gas - das Abgas. Vorher handelt es sich um feinen Benzinnebel in Luft - Aerosol.
Die Verdichtung dieses Aerosols erzeugt Wärme - je dichter desto höher und diese Wärme heizt das Aerosol auf (beim Diesel bis zur Selbszündung) - im Extremfall bis zur Frühzündung (Klopfen).
Im Normalbetrieb aber eben nicht bis zur Frühzündung, sondern bis kurz davor = optimale Verbrennung/Zündung.
Fettes Gemisch kann diesen Optimalbereich nicht erreichen und der Motor läuft daher schon mal schlechter.
Dieser "Aufheizvorgang" ist aber in der Regel so konstruktiv eingebaut, das dazu kaum Wärme aus den mechanischen Teilen des Motors gebraucht wird, ja kalte Mororen laufen schlecht, weil die Mechanik eben diese Wärem aus der Verdichtung absorbiert und z.B. der Twintech KLR hebt in dieser Unguten Phase die Motortemperatur durch Abmagerung so an, das die Verbrennung in der Kaltphase wieder i.O. ist.
Ich kann mir also immer noch nicht vorstellen, das bei gleicher Leistung, und das ist der Punkt, ein zu fett eingestellter Motor "kühler" läuft.
Das ein zu fett eingestellter Motor so ungut läuft, das er nicht mehr vernünftig heiß wird, kann ich mir vorstellen - dann aber mit gewaltigem Leistungsverlust.
Gedankenweg? Ich hatte mal einen 2.0L Granada mit Autogasanlage zum umstellen.
Den bin ich zwar meist auf Benzin gefahren, weil damals das Gastankennetz nicht so prall war in BRD. Wenn der nun in NL auf Gas umgeschaltet wurde, hätte der nach deiner Theorie doch die "Vergasungskühlung" verloren und müsste deutlich heißer werden.
Dem war aber nicht so.
Falls du da was zur "Vergasungskühlung" an Links hast - bitte senden, da mein Motorenverständniss dadurch bereichert würde, wenn ich nen Motor durch Gemischanreicherung kühlen könnte.
Gruß. Maruski
In einem anderen Beitrag, der etwas sehr aus dem Ursprungsrahmen zu fallen droht, hast du die Theorie angegeben, das die Kühlung der Motoren auch (!) über die Anreicherung des Gemisches stattfinden könnte.
Deine Erklärung ist auch recht schlüssig:
"Doch, kühlen durchs Gemisch ist wichtig! Da unsere Versager ja keine sind , sondern nur Tröpfchenverteiler nach dem Parfumzerstäuberprinzip findet die eigentliche "Vergasung" des Kraftstoffs erst im Zylinder statt. Dafür wird Energie gebraucht , die der Umgebung Wärme entzogen wird = es wird gekühlt. Gerade bei luftgekühlten Motoren ist das ein wichtiger Faktor. "
Meines Wissens wird aus dem Aerosol ~14:1 Luft/Benzintröpchen erst im Verbrennungsvorgang ein Gas - das Abgas. Vorher handelt es sich um feinen Benzinnebel in Luft - Aerosol.
Die Verdichtung dieses Aerosols erzeugt Wärme - je dichter desto höher und diese Wärme heizt das Aerosol auf (beim Diesel bis zur Selbszündung) - im Extremfall bis zur Frühzündung (Klopfen).
Im Normalbetrieb aber eben nicht bis zur Frühzündung, sondern bis kurz davor = optimale Verbrennung/Zündung.
Fettes Gemisch kann diesen Optimalbereich nicht erreichen und der Motor läuft daher schon mal schlechter.
Dieser "Aufheizvorgang" ist aber in der Regel so konstruktiv eingebaut, das dazu kaum Wärme aus den mechanischen Teilen des Motors gebraucht wird, ja kalte Mororen laufen schlecht, weil die Mechanik eben diese Wärem aus der Verdichtung absorbiert und z.B. der Twintech KLR hebt in dieser Unguten Phase die Motortemperatur durch Abmagerung so an, das die Verbrennung in der Kaltphase wieder i.O. ist.
Ich kann mir also immer noch nicht vorstellen, das bei gleicher Leistung, und das ist der Punkt, ein zu fett eingestellter Motor "kühler" läuft.
Das ein zu fett eingestellter Motor so ungut läuft, das er nicht mehr vernünftig heiß wird, kann ich mir vorstellen - dann aber mit gewaltigem Leistungsverlust.
Gedankenweg? Ich hatte mal einen 2.0L Granada mit Autogasanlage zum umstellen.
Den bin ich zwar meist auf Benzin gefahren, weil damals das Gastankennetz nicht so prall war in BRD. Wenn der nun in NL auf Gas umgeschaltet wurde, hätte der nach deiner Theorie doch die "Vergasungskühlung" verloren und müsste deutlich heißer werden.
Dem war aber nicht so.
Falls du da was zur "Vergasungskühlung" an Links hast - bitte senden, da mein Motorenverständniss dadurch bereichert würde, wenn ich nen Motor durch Gemischanreicherung kühlen könnte.
Gruß. Maruski
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