Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Moderator: Gerry

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shovel54
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Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von shovel54 »

Morgen,
ich möchte für meinen Starrahmen noch ne Springer Gabel, fest steht in schwarz...Länge abgestimmt auf mein 21" Vorderrad damit mein Rahmen wieder gerade steht...
Hab mal geschaut was überall so gibt: inline oder Offline hab ich gefunden,mit zusätzlichen Stossdämpfer,Orginal oder Nachbau,was soll ich da nehmen?
Dann hab ich noch das Problem das ich Preise gefunden habe zwischen 550Euro und 1600Euro, das verunsichert mich total im Bezug auf Billigware,2te-Wahl oder einfach nur überteuert...
Kann ich von meiner Softial Gabel meine Scheibenbremse eigendlich übernehmen?

MFG Chris
wishbone69
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von wishbone69 »

Gude Chris,

Originalteile sind meist besser hinsichtlich der Verarbeitung und Materialbeschaffenheit, also wenn Du an eine originale, nicht durchgerostete Springergabel kommst, dann kannst Du Dich glücklich schätzen.

Die frühen Nachbauten von V-Twin aus Amiland taugen auch noch was, eventuell kamen die auch aus Taiwan, schlechte Erfahrungen habe ich bisher mit den Nachbau Springergabeln und Zubehör aus "Made in Europe" gemacht.
Diese Gabeln werden wohl irgendwo in Polen gefertigt und sind Müll.
Material ist butterweich und die Verarbeitung mies.

Nicht wenige, auch hier aus dem Forum, fahren diese Gabeln und sagen es gäbe keine Probleme, doch handelt es sich bei den Polenrache Teilen um Repro Teile welche halt einfach nur so ausschauen wie eine original Springergabel, jedoch anders gefertigt werden.
Mein Rat:
Finger weg!

Grüße vom wishbone
Christian
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Christian »

Hallo Shovel54,

Inline Gabeln lassen sich besser lenken, beim Servicar ein Muss, ansonsten geht's auch mit Offline.

550 € sind sehr billig, würd ich die Finger von lassen.
Ne gute Repro unter 900 € wirst Du wohl kaum kriegen, ne gute alte originale kostet ab 1.500 € aufwärts. Bei den Repraos kommen dann noch Achse, Bremse, Felge, Reifen und Schutzblech dazu, wobei die meisten Schutzbleche nicht an die Springer passen, weil sie für Telegabeln gebaut sind. Macht zusammen 2.000 €.
Ob sie gerade sind kann man nie vorher sagen, ich hab hier ne neue Repro liegen, die musste gerichtet werden, weil sie einen Versatz um 2 Grad hatte, sodass die Achse sich nicht stecken ließ. Bei originalen alten denk dran, dass sie mindestens 50 Jahre alt sind. Wer weiß, was die schon alles abgekriegt haben? Die EVO- und TC-Gablen sind auch für unsere Rahmen tauglich, aber meistens länger als die der Knuckles und Pans.

Ob Du Stoßdämpfer (teuer) oder Reibungsdämpfer (weniger teuer)verwendest ist Deine Sache, kommt darauf an, wie gut der Reifen gewuchtet ist und wie schnell Du fahren willst. Bei einer 750er Flatty, die ich mal mitaufgebaut habe war bei 110 Sachen Schluss. Da gab es ein Gewobbel vor dem Herrn.

Die Scheibenbremse der Softtail passt bei den alten Gabeln nur nach heftiger Umbauerei. Ob es der TÜV mitmacht wage ich zu bezweifeln. Dann besser eine Softtail-Springergabel nehmen.

Verbauen kannst Du grundsätzlich alle Springergabeln, nur die der WL-Modelle passen nicht, da sie kleinere Lenkkopflager (7/8) haben und die Rockerarme innen sind. Mann kann sie aber auf die großen Lager umrüsten.

Gruß, Christian
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achtball
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von achtball »

hallo,
zu der qualität von nachbauten kann ich keine angaben machen, es gibt aber leute, die behaupten, diese nachbau-springergabeln (egal ob v-twin, w&w, 45store oder was auch immer) werden alle von dem gleichen produzenten (in polen) hergestellt. kuckstu hier:
http://www.jockeyjournal.com/forum/show ... hp?t=27772
was den unterschied zwischen offline und inline angeht: die offline-gabel hat einen negativen rake von -3grad gegenüber der inline und wurde von mitte 1946-1948 verbaut, weil die rahmen einen 30grad lenkkopfwinkel hatten. die früheren rahmen, für die die inline-gabeln bestimmt waren, hatten 28grad (1936-1940) bzw 29grad (1941-mitte 1946).
kombinieren kann man alles, ist halt geschmacksache. vielleicht kannst du dir hier ein paar eindrücke holen:
http://www.jockeyjournal.com/forum/show ... hp?t=40391
viel erfolg, gruß philipp
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wishbone69
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von wishbone69 »

Jeep,

sind alles Polen Dingens, es gab aber schon mal Reproduktionen von V-Twin bevor die Polen dazu ermuntert wurden Springergabeln nachzubauen.

Die Qualität dieser Gabeln ist gut.
Meine Erfahrungen mit der Polenrache habe ich ja schon mal hier erläutert :D

Der Verkäufer (MMCycles) meinte damals ich sei einfach nicht fähig diese Gabel einzubauen...

Unter "Suche" Springergabel eingeben und auf der zweiten Seite Autor wishbone :D

Verflucht, kann man das nicht irgendwie verlinken?

Gude...
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SuperGauzy
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von SuperGauzy »

wishbone69 hat geschrieben:Verflucht, kann man das nicht irgendwie verlinken?
http://forum.shovel-head.com/viewtopic. ... ingergabel
SuperGauzy
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knuckuwe
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von knuckuwe »

ich hatte eine polnische Gabel drin und bin damit gegen einen einbetonierten Zaun gefahren. Hat sich schön verbogen, sodass dem Rahmen nix passiert is.

dann ne neue polnische, sehr passgenaue, verwendet...

Kann nicht meckern....

bedenke, bei der offset steht das Rad weiter zum Rahmen....

Gruß Uwe
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Chico_CH
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Chico_CH »

Hi Leute,

Christian hat geschrieben: Ob sie gerade sind kann man nie vorher sagen, ich hab hier ne neue Repro liegen, die musste gerichtet werden, weil sie einen Versatz um 2 Grad hatte, sodass die Achse sich nicht stecken ließ.

Das gleiche Problem hab ich auch mit einer neuen Reprogabel.Wenn ich rechts die Achse durchstecke, dann kommt sie auf der linken Seite mit einem Versatz von 5mm an.D.h wenn ich dann noch die Nabenbuchse aufstecke, dann muss ich die von Hand hochziehen damit sie durch das linke Loch passt.
Ist die Gabel nun verbogen, oder kann es auch andere Ursachen haben?
Wenn z.B. die Biegung am rechten Rocker nicht ganz stimmt, oder die Bohrung für die Achse am rechten Rocker nicht im richtigen Winkel gebohrt wurde, kann es ja auch zu solch einem Versatz kommen.
Oder sollte man in solchen Fällen die Gabel sicherheitshalber vermessen lassen?



Gruss Chico
Christian
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Christian »

Hallo Chico,

momentan scheint da ne ganze Serie schrottig zu sein.

(Schlaumeiermodus ON)

Wenn es ein Einkauf beim Händler war, würde ich die zurückgeben, schließlich hat er eine mangelhafte Ware geliefert und kann zudem die Gewährleistungspflicht nicht ausschließen. Er muss nachbessern, d. h. einwandfreie Ware liefern. Kann er das nicht muss er die Gabel auf seine Kosten richten lassen oder den Kaufpreis gegen Rücknahme der Gabel erstatten. Sollte die Gabel geringfüge Spuren haben ist das sein Pech, da er den Mangel zu vertreten hat

(Schlaumeiermodus OFF)

Ansonsten: Vermessen und richten lassen!

Gruß, Christian
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Chico_CH
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Chico_CH »

Ok, dann werde ich sie vermessen lassen :(



Gruss
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knuckuwe
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von knuckuwe »

Chico_CH hat geschrieben:Ok, dann werde ich sie vermessen lassen :(



Gruss
im service manual der knuckles und flatys is ne Anleitung zum "sagen wir mal grob" überprüfen...

Gruß Uwe
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wishbone69
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von wishbone69 »

Gude,

bei HD wurden alle Teile zueinander ausgerichtet, kann mir keiner erzählen, dass das die Polen machen...

Da darf nichts unter Spannung verbaut werden, alles sollte vernünftig "Luft " haben.

Mahlzeit. :wink:

Gude, Luftbone...
Chico_CH
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Chico_CH »

Ich hab heute mit einem Bekannten(leider kein Harley Fan) der eine gut eingerichtete Werkstatt hat, mal einige grobe Messungen durchgeführt.
Wir haben die Gabel liegend fixiert.Und zwar das Gabeljoch und die seitlichen Gabelholme sowie die Enden der Gabelbeine.Gemessen haben wir die Distanz rechts und links der Länge nach vom Gabelholm bis zur Achsmitte und von der unteren Lagerschalen Aufnahme bis zur Achsmitte.Die länge der Beine links und rechts ist genau gleich.
Danach haben wir senkrecht den Abstand Tischplatte bis Achsmitte(aussen) gemessen.Auf der linken Seite war der Abstand um 0,75mm grösser !

Liegt das noch im Toleranzbereich?

Übrigens haben wir die Achsaufnahme rechts an der Innenseite von der Pulverbeschichtung befreit.Und siehe da, die Achse liess sich nun leichter durchschieben als vorher und die Abweichung der Achse auf der gegenüberliegenden Seite reduzierte sich von ursprünglich 5mm auf 3,5mm.
Komischer weise konnte die Achse nur bei eingebauter Trommelbremse und Radnabe(incl. Spacer) problemlos durchgeschoben werden.Dabei fiel uns auf, dass wir die Gabelholme um 1-1,5mm spreizen mussten um den Spacer zwischen Gabelende und Radnabe zu schieben.
Wir haben dann alles wider ausgebaut, nur die Achse reingeschoben und dann die Gabel von Hand um ca.1-1,5mm auseinander gezogen(so wie vorher um den Spacer reinzubekommen) und die Abweichung der Achse auf der gegenüberliegenden Seite war dann gleich Null!

Also ist die Gabel um ca. 1-1,5mm zu eng?

Was meinem die Springer Experten dazu???


Chico
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vampyr
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von vampyr »

Hmmm . . . oder ist Dein Spacer zu lang?

Gruß Thorsten
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Christian
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Re: Springer Gabel kaufen,aber welche nur???

Beitrag von Christian »

Hallo Chico,

ich meine, es kommt darauf an, wie stark der Druck ist.

Bei meiner Springer ist das auch so, ggfs. den Spacer etwas abdrehen.
Auf keinen Fall Gabel von Hand aufbiegen, ich mein, falls Du Powerlifter bist :wink:

Gruß, Christian
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