Hi,
ich will nicht behaupten daß auf jeden Fall andere Ausgleichsscheiben benötigt werden
und selbst wenn du eine andere Dichtung verbaust und die vorhandenen Scheiben weiternutzt
wird nix kaputtgehen.
Nur wenn die Dichtung (ganz bestimmt) auf den Krümmer seicht und du wie
der Roadrunner eine Wolke hinter dir herziehst dann muss man das machen.
Das ist keine Raketentechnik und auch für einen Ungeübten an einem Tag locker machbar.
Schau`s dir im Manual mal in Ruhe an. Hier noch ein paar Infos:
Du brauchst nicht viel an Werkzeugen (Fühlerlehre um Spiel zu messen
und billige Messchraube um die Scheiben zu messen). Schlüssel für Tappetblöcke, Stößelstangen, Innensechskant für Deckel
Es gibt 2 verschiedene Steuerdeckel aber heutzutage m.W. nach nur noch eine One-size-fits-all Dichtung.
Die Schrauben im Steuerdeckel sind unterschiedlich lang. Irgendwie markieren.
Über Kreuz lösen und später über Kreuz anziehen.
Als Anhaltspunkt kannst du dir vorher einen Markierung auf der Zündung und Deckel machen.
Aber die Zündung muss danach trotzdem kontrolliert werden und ggf justiert werden !!
Die Zündung muss komplett raus da wenn du den Deckel ziehst die Nockenwelle "mitgezogen wird".
Um das zu verhindern (und das solltest du) musst du während des ziehens mit dem Finger auf die Nockenwelle drücken.
Tust du das nicht fallen dir alle 4 Tappetroller runter (selbst wenn du diese mit Wäscheklammern an den Blöcken gesichert hast).
Wenn jemand einen anderen Dreh kennt bin ich immer interessiert

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Falls du die Nockenwelle ausbaust:
Vertausche NICHT die Tappetroller untereinander! Besorg dir vorher Tupperware und markiere die entsprechend und lege dort das
Zeugs ab.
Du brauchst keinen OT der Kolben einstellen.
Es ist auch vollkommen egal ob du den Motor zwischendurch verdrehst.
Aber du musst den Motor so hindrehen daß die Markierungen auf dem Breather, NW und Piniongear fluchten.
Das ist nicht ganz einfach weil die Nockenwelle (ohne Steuerdeckel), beim Motor drehen, nach 10:00 Uhr weggedrückt wird und dann verklemmt
sich u.U. alles.
Manche Piniongears haben 2 Markierungen. Merk dir welche wichtig ist. Markiere diese mit einem Edding oder was.
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Die Dichtungen für den vorderen und hinteren Tappetblock sind unterschiedlich. Die Meinungen über Dichtmasse auf diesen Dichtungen
gehen auseinander. Wenn du welche benutzt dann MUSST du
unbedingt darauf achten das keine Dichtmasse der Ölbohrung
in der Dichtung zu nahe kommt !! Das ist nicht viel Platz.
Die Blöcke über Kreuz anziehen.
Danach die Ventile einstellen. Du kannst die trocken oder nass einstellen. Beim "nass" einstellen darfst du den Motor nicht sofort weiterdrehen.
Du musst warten bis der Hydro sich gesetzt hat. Weil ich nie weiß wann das ist ziehe ich die trockene Methode vor (siehe Manual, Forum oder frag nochmal)
Persönlich nutze ich immer neue Dichtungen für die Stößelcover (ganz oben und ganz unten. Pfennigartikel).
Wenn du einen Fliehkraftregler oder Zündrotor hast musst du die Schraube die das Ding hält, sachte anziehen.
Manche nutzen einen Tropfen Schraubensicherungsmittel.
Schau`s dir vorher im Manual geduldig an, lass dir Zeit.
Aber vielleicht ist der Ölverlust an der Dichtung doch nicht so schlimm ?
Oooh der Postkutscher ist endlich da !
rainer