Reenyman hat geschrieben:Er sagte er hat die Kurbelwelle wegen der Laufruhe verbaut. Sie soll wohl am besten laufen???
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Was wäre denn noch an Leistung drin wenn mann die Kurbelwelle ändert
Das mit der Kurbelwelle kann ich bestätigen. Sie schnurrt wie ein englisches Kätzchen. Ne 1200er ist auch kein Krankenfahrstuhl, steckt gerade mit einer Andrews-J eher mal etwas Drehzahl weg, als ne 1600er. Natürlich kann die, wenn man alles auf Knirsch auslegt, bei 4000 erheblich mehr Leistung bringen, als ne 1200er bei 6000. Halten würde das beides nicht auf Dauer. Verdichtung runter und Hubraum hoch - sehe ich keine echten Vorteile, außer der Sprit den man kriegt ist schlecht.
Ein grundsätzliches Problem mit der Frisiererei auf Teufel komm raus ist nicht die Haltbarkeit überhaupt. Wie lange brauchst Du um 40.000, wie lange um 160.000 auf die Uhr zu kriegen? Wenn sie 10 Jahre hält, reicht das dem meisten ja.
Das Problem besteht darin, wenn irgendwas mal nicht stimmt, wen nder Vergaser mal Fehlluft zieht, wenn die Schmierung mal irgendwo nicht 100%ig ist, wenn der Zündzeitpunkt mal nicht stimmt, oder ein Auslassventil mal leicht durchpfeift. Eine "normale" Harley steckt das meistens weg, bis es auffällt - eine Pubertäts-Harley nicht.
Relativ harmlos finde ich etwas mehr Bohrung, etwas leichtere Flywheels, gute Hydros*, eine moderne Nockenwelle mit genug Überschneidung, viel Öffnung und geringen Öffnungsgeschwindigkeiten, Doppelzündung, vollelektronische Zündung mit sauberer Zündkurve, astrein abgestimmter Vergaser, wenn das Geld in der Tasche brennt, eine vom Fachbetrieb (!?!) abgestimmte Auspuffanlage, ...
Tuning heist vom Wortsinn her "einstellen", nicht bohren!
Vor allem weniger Gewicht. Ab mit den unnützen Gusseisenteilen, den ultrafetten Gabeln, der Trittbrettanlage, dem Taschenträger, allem, was man nicht zum Fahren braucht. Und um zum Abschluss noch persönlich zu werden, vielleicht etwas am Gesamtgewicht basteln.
so long
rouleur
* danke fürs gute Zureden an alle, bin immer noch sehr zufrieden