Hi Leute,
weiß jemand warum im Service Manual 70-72 (s. Kapitel Engine, S. 3-1)
der Schliesswinkel (Dwell) bei den Modellen 70/71 mit 90° ab 72 mit 140° angegeben wird?
Kontaktabstand war gleich, Unterbrechernocke lt. Ersatzteilbuch ebenso. Woher kommt der Unterschied?
Schon mal Danke &
Gruß
schliesswinkel
Moderator: Gerry
schliesswinkel
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
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Re: schliesswinkel
Hallo Ron,
ich kenne die genannten Manuals nicht, aber den Unterbrechernocken. Wenn der Kontaktabstand bei beiden Beschreibungen gleich ist, dann kann es nicht einmal 90° und einmal 140° sein. 90° sind richtig.
Hat da vielleicht einer den Kontaktabstand für einen 12-Zylinder beschrieben, obwohl die Harley nur zwei Zylinder hat? Papier ist ja geduldig
Gruß Arthur
ich kenne die genannten Manuals nicht, aber den Unterbrechernocken. Wenn der Kontaktabstand bei beiden Beschreibungen gleich ist, dann kann es nicht einmal 90° und einmal 140° sein. 90° sind richtig.
Hat da vielleicht einer den Kontaktabstand für einen 12-Zylinder beschrieben, obwohl die Harley nur zwei Zylinder hat? Papier ist ja geduldig
Gruß Arthur
Re: schliesswinkel
Habe auch schon daran gedacht, dass da jemand was durcheinanderbrachte. Aber da es im original MoCo Manual steht......Arthur hat geschrieben:
Papier ist ja geduldig![]()
Gruß Arthur
Könnte es viell. mit den unterschiedlichen Kontaktabständen der Pre Alternator Shovel zu tun haben? Knuckle, Pan und Early Shovel hatten ja 0,022 angegeben, die late Shovel hingegen 0,018".
Würde das soviel ausmachen?
Und, sorry, dass ich Dich löchere, weißt Du, warum die frühen Modelle den größeren Abstand haben?
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
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s.a.: Hexer, Zauberer
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s.a.: Hexer, Zauberer
Re: schliesswinkel
Hallo Ron,
habe mir die Nocke nochmal angeschaut. Ich glaube jetzt, dass die Angaben der MoCo richtig sind. 50° Differenz erscheinen erstmal gewaltig, aber bei nur zwei Zylindern geht das.
Entweder gab es mechanische Probleme mit der Lebensdauer der Kontaktfeder, oder (wahrscheinlicher) die haben eine „schnelle“ Spule verbaut. Das erreicht man dadurch, dass man das Verhältnis Induktivität zu Widerstand auf der Primärseite verkleinert. Im Endeffekt bedeutet das einen größeren Spulenstrom, den auch der Kontakt abbekommt (Widerstand der Spule dann kleiner als 5 Ohm). Kontaktzündungen sind halt immer ein blöder Kompromiss.
Gruß Arthur
Edit: Bei 140° Schließwinkel ist eher eine langsame Spule im Spiel. Meine Erklärung bezüglich der Spulendaten ist andersrum zu deuten, da habe ich mich vergaloppiert.
Was mir noch einfällt: Zu der Zeit wurde die Elektrik von 6 auf 12V geändert. Das geht nur mit einer anderen Spule.
habe mir die Nocke nochmal angeschaut. Ich glaube jetzt, dass die Angaben der MoCo richtig sind. 50° Differenz erscheinen erstmal gewaltig, aber bei nur zwei Zylindern geht das.
Grundsätzlich will man den Kontakt schnell öffnen (großer Kontaktabstand), weil die Schaltverluste kleiner sind. Auf der anderen Seite darf die mechanische Beanspruch nicht zu groß werden. Dann spielen die Eckdaten der Spule eine Rolle. Je „schneller“ sie ist, desto kleiner kann/muss der Schließwinkel sein.Und, sorry, dass ich Dich löchere, weißt Du, warum die frühen Modelle den größeren Abstand haben?
Entweder gab es mechanische Probleme mit der Lebensdauer der Kontaktfeder, oder (wahrscheinlicher) die haben eine „schnelle“ Spule verbaut. Das erreicht man dadurch, dass man das Verhältnis Induktivität zu Widerstand auf der Primärseite verkleinert. Im Endeffekt bedeutet das einen größeren Spulenstrom, den auch der Kontakt abbekommt (Widerstand der Spule dann kleiner als 5 Ohm). Kontaktzündungen sind halt immer ein blöder Kompromiss.
Gruß Arthur
Edit: Bei 140° Schließwinkel ist eher eine langsame Spule im Spiel. Meine Erklärung bezüglich der Spulendaten ist andersrum zu deuten, da habe ich mich vergaloppiert.
Was mir noch einfällt: Zu der Zeit wurde die Elektrik von 6 auf 12V geändert. Das geht nur mit einer anderen Spule.
Re: schliesswinkel
....sorry für die späte Rückmeldung,
Danke Arthur, jetzt versteh ich einiges besser, zumindest was die Funktion betrifft.
Schätze daher, die haben 70/71 geschrieben und 66-69 gemeint, als noch der größere Abstand gebräuchlich war.
Denn lt. OEM Ersatzteilbuch waren ab 65 (12V) die Spulen gleich, Kontakte unverändert von 48-69 - scheinbar egal ob 6V, 12V, single oder dual fire...
ab 70 andere Kontakte mit 0,018 Abstand, unverändert bis zur elektr. Zündung.
Kondensator wurde scheinbar nie geändert....
Jedenfalls merci vielmals
Gruß
Danke Arthur, jetzt versteh ich einiges besser, zumindest was die Funktion betrifft.
Schätze daher, die haben 70/71 geschrieben und 66-69 gemeint, als noch der größere Abstand gebräuchlich war.
Denn lt. OEM Ersatzteilbuch waren ab 65 (12V) die Spulen gleich, Kontakte unverändert von 48-69 - scheinbar egal ob 6V, 12V, single oder dual fire...
ab 70 andere Kontakte mit 0,018 Abstand, unverändert bis zur elektr. Zündung.
Kondensator wurde scheinbar nie geändert....
Jedenfalls merci vielmals
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Re: schliesswinkel
Hi Tim,
mach da mal nicht so viel rum. Wer viel misst, misst Mist.
ZZP und Kontaktabstand reicht völlig. Ich habe auch so einen alten Hoffmann-Tester für den Schließwinkel, den benutze ich auch schon ab und zu.
Festgestellt habe ich damit aber hauptsächlich einen Höhensschlag des Nockens. Wenn der so richtig schön rumeiert (das machen einige) hast du immer auf dem nicht gerade eingestellten Zylinder den falschen Unterbrecher-Abstand. Die Schließvinkelmessung ist dann natürlich eine gute Kontrolle und du kannst durch leichte Schläge auf die dünne Schraube noch etwas nachrichten.
Das gleiche Resultat erzielt man aber auch durch feinfühliges Einstellen per Fühlerlehre.
Gruß, Stephan
mach da mal nicht so viel rum. Wer viel misst, misst Mist.
ZZP und Kontaktabstand reicht völlig. Ich habe auch so einen alten Hoffmann-Tester für den Schließwinkel, den benutze ich auch schon ab und zu.
Festgestellt habe ich damit aber hauptsächlich einen Höhensschlag des Nockens. Wenn der so richtig schön rumeiert (das machen einige) hast du immer auf dem nicht gerade eingestellten Zylinder den falschen Unterbrecher-Abstand. Die Schließvinkelmessung ist dann natürlich eine gute Kontrolle und du kannst durch leichte Schläge auf die dünne Schraube noch etwas nachrichten.
Das gleiche Resultat erzielt man aber auch durch feinfühliges Einstellen per Fühlerlehre.
Gruß, Stephan
Ja - ist ja gut - 1 Nocke reicht doch !