Star-Naben 1936-1966

Moderator: Gerry

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liekoer
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Star-Naben 1936-1966

Beitrag von liekoer »

Moin,

ich fahre im meinem PanShovel eine Springergabel, in welcher ein Rad mit Rillenkugellager verbaut ist... funktioniert, aber ich möchte doch lieber auf OEM umsteigen, insbesondere erhoffe ich mir bessere Einstellmöglichkeiten zur Trommelbremse oder überhaupt :D
Wie dem auch sei, mir ist mal auf einem Teilemarkt in DK eine für wirklich kleines Geld über den Weg gelaufen und da musste ich zuschlagen.

Nun habe ich die Innereien auseinander gebaut und frage mich, was die Shims/Ausgleichsscheiben 27-016 auf dieser Zeichnung https://www.wwag.com/step3/1080webp/56585.webp bezwecken sollen, bzw. wie man dort die richtige Einstellung findet.
Insbesondere frage ich mich auch:
1. Soll das Distanzstück 27-020 nach dem festziehen der Abdeckung noch drehbar sein?
2. Welche Funktionen haben Anlaufscheiben und Distanzbuchse übernehmen?
3. Ist die Nabenbuchse nach dem Zusammenbau noch bewegbar, also mehr Spiel als ein Radlager sonst hat? Durch das Festziehen der Achse in Zusammenspiel mit den Buchsen gleicht sich das Spiel aus?

Beste Gruß
Norbert
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holzlenker
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Re: Star-Naben 1936-1966

Beitrag von holzlenker »

Servus Norbert,

ich kenne die Lagerung nicht, ist aber, meiner Meinung nach selbsterklärrend:

27-032 ("Lagerhülse") & 27-020 ("Anlaufdingens")

sind nach Anziehen der Achse fest und dürfen sich nicht mehr drehen.

Um die Nabe axial spielarm und möglichst mittig zu halten, sind die diversen Scheibchen (Shims) vorgesehen - so meine Einschätzung.

Kann mir jetzt echt nicht vorstellen, ob Du Dir da was Gutes antust.
Damals gab's wohl nix Besseres...aber heute?
Du mußt für ein korrektes Lagerlaufspiel die Durchmesser Nabe/Welle messen und anhand des vorgegebenen Lagerspiels den Durchmesser der Lagerrollen berechnen und auch besorgen können bzw. anhand verfügbarer Rollen die anderen beiden Teile anpassen.
Vorraussetzung sind 1A Lagerflächen von "Lagerhülse" & Nabe.
Nabe sollte man mit Innenmikrometer auf event. Ovalität prüfen.

Was passt denn nicht zur Trommel?

Rillenkugellager als Radiax- / Schrägschulterlager wären da eher meine Wahl.

Ciao Lutz
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen. (Walter Röhrl)
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liekoer
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Re: Star-Naben 1936-1966

Beitrag von liekoer »

Moin Lutz,

dass dachte ich auch mit der Selbsterklärung.

Nun ist es aber bei mir so, dass es auf der linken Seite die Abdeckungen gibt, die mit den fünf Schrauben festgezogen werden sollen. Dabei wird aber die das Distanzstück 27-020 so so festgeklemmt, dass sich dieses gar nicht mehr drehen lässt, die Nabenbuchse (27-032) aber immer noch so viel Spiel hat, dass man diese hin und her bewegen kann. Das finde ich komisch. und ist leider auch etwas schwierig zu erklären.

Nach dem Anziehen müssten diese dann fest sein, so mein Verständnis.

Ansonsten scheint das Lagerlaufspiel in Ordnung.
Ich wollte eigentlich nur tauschen, weil in meinem jetzigen Rad ein Rillenkugellager verbaut ist, bzw. eingebaut wurde und ich diese Lösung nicht als optimal empfinde, zumal ich unter anderem die Achse anpassen musste....funktioniert, ist aber für mich nicht so optimal gelöst. Notfalls wäre der Umbau auf Schrägrollenlager eine Alternativlösung.

Ich werde am WE noch einmal den Ober-OEM-Bescheidwisser Olaf die Nabe zeigen und befragen. Mal sehen was der dazu sagt.

Besten Gruß
Norbert
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Mike_O
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Re: Star-Naben 1936-1966

Beitrag von Mike_O »

Moin Norbert,

Die kleine Hülse 27-020 muss sich nach Einbau des Rades und Anziehen der Achse mit der großen Hülse 27-032 mitdrehen.

Wenn sich die Hülse 27-020 nach Anziehen der 5 Schrauben nicht mehr - oder nur sehr schwer - drehen lässt, würde ich davon ausgehen, dass der Filzring 59-203 zwischen den zwei Deckeln komprimiert und dadurch enger wurde, und so die Buchse festhält.

Bau doch mal probeweise ohne Filzring zusammen, dann sollte die Buchse 27-020 frei drehbar sein.

Die Filzringe 59-203 und 59-204 sollen das Fett in der Nabe halten. Ich lege Filzringe vor dem Einbau immer ne Weile in Öl ein, so dass sie sich richtig vollsaugen. Dann laufen sie leichter und können sich auch nicht mit Wasser von aussen vollsaugen.

Grüße,
Michael
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