Kipphebelwelle

Moderator: Gerry

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rigid57
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Kipphebelwelle

Beitrag von rigid57 »

Hallo allerseits,
hoffe X-mas gut überstanden zu haben!
So nun zum Kipphebelproblem:
laut Rep.-Buch soll das Spiel der Kipphebel zwischen 0,012mm und 0,05mm betragen, d.h. über 0,05mm sind die Buchsen verschlissen.
Bei mir liegt das Spiel nun zwischen 0,04 und 0,14mm, d.h. für mich nun neue Buchsen, soweit auch kein großes Problem - aber:
Die Kipphebelwellen haben ja nun 2 Lagerstellen, einmal an der Stösselseite und auf der Ventilseite. Die Kipphebel lassen sich aber nur von der Ventilseite her aufschieben. Nun habe ich auch den Durchmesser der 2 Lagerstellen (auf der Kipphebelwelle) gemessen: Stösselseite:1x14,05 & 3x14,07mm Ventilseite:4x14,11mm
D.h. selbst wenn ich die Stösselseite des Kipphebels auf 14,11mm
reiben könnte (0-Spiel) hätte ich ein Spiel von 0,04 bzw. 0,06mm, d.h. kurz vor bzw. über Verschleissmass!!
Mann könnte jetzt hingehen und die Ventilseite der Kipphebelwelle auf 14,05 bzw. 14,07mm abdrehen/schleifen, aber da die Oberflächenhärtung meist nur wenige Hundertstel beträgt bin ich da sehr skeptisch bzw. ratlos.
Bild Kipphebelwelle.jpg (363 KB)
Ingo
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Mischirojo
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Re: Kipphebelwelle

Beitrag von Mischirojo »

Hi
Kann das jetzt nicht so nachvollziehen was das Problem ist.Die Kipphebelbuchsen sind immer "Untermaß" so kenne ich das nur.Das heißt wenn die Buchsen eingebaut sind müßen die auf das Maß der Welle gehohnt/geschliffen werden.Am besten auf einer Horizontalhohn-Maschine.
Wenn die Lauffläche der Kipphebelwellen eingelaufen oder schon beschädigt sind sollten neue verbaut werden.
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LouCifer13
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Re: Kipphebelwelle

Beitrag von LouCifer13 »

Gude,

selbst wenn für die Wellen ein "typischer" unlegierter Vergütungsstahl wie C45 genommen wurde und dieser mindestens plasmanitriert wurde, ist sicher min. 0,5mm Härtetiefe erreicht. Ich lasse immer ca. 0,1mm zum schleifen, also kann man die Wellen mit Sicherheit noch mal schleifen. Ich schätze die Bearbeitung würde so auf 20,--EURO kommen, wenn Du´s privat machen lässt...pro Welle versteht sich. Kaum rentabel bei einem Neupreis von ca. 23,--EURO. Also wie´s der Mischirojo schreibt, Wellen kaufen und und Buchsen bearbeiten...wie bleibt dir überlassen. Die einen können reiben die anderen lassen reiben und andere wieder lassen´s ganz... :wink:

Gruß Mario
rigid57
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Re: Kipphebelwelle

Beitrag von rigid57 »

Die Laufflächen der Wellen sind noch wie neu – in keinster Weise eingelaufen oder mit irgendwelchen Laufspuren, d.h. noch original Maß. Als ich den Motor vor 13 Jahren aus Neuteilen zusammenbaute habe ich damals die Masse nicht überprüft – nach dem Motto das ist neu und die Masse müssen stimmen, heute weiß ich es natürlich besser. Das Problem ist immer noch, nach Einbau neuer Buchsen (inklusive hohnen) , ich die Toleranz auf der so genannten „Stösselseite“ nicht einhalten kann. Werde also mal probieren die Wellen auf der „Ventilseite“ abschleifen zulassen.
guten Rutsch
Ingo
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Jaggomo
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Re: Kipphebelwelle

Beitrag von Jaggomo »

Hallo
Kannst ja vor und nach dem schleifen vom Wärmebehandler deines Vertrauens
die Härte mit Kleinlast prüfen lassen

Gruß Martin
Je älter der Bock, desto härter das Horn!
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