Hi an alle Strom-Gurus hier.
Ich hab mal ne extrem laienhafte Frage zu den Zündkerzen und bitte das geneigte Publikum dieses beim Lesen zu bedenken - von Strom weiß ich fast nix, außer das er funkt und man zuckt wenn man ihn anfasst.
Mir scheint, durch aktuelle Beobachtungen erhärtet, irgendwas in/mit der Zündkerze beim Beschleunigen zu geschehen, was den Funken davon abhält, an der vorgesehen Stelle zu entstehen, sondern ihn dazu bringt einen weniger widerständigen Weg außen lang zu nehmen - was nicht gut ist.
Kann der Druck (oder was immer) im Zylinder es dem Funken schwerer machen im Zylinder zu springen und er sucht sich dann den Weg an der versalzenen (nicht feuchten) Kerze außen lang?
Gibt es beim Beschleunigen einen "Funkenstau" - meint, es wird bei höherer Drehzahl für den Funken schwerer im Zylinder zu springen?
Klar, bei sauberer und intakter Kerze kommt das wohl nicht vor - aber die Dinger versiffen zur Zeit täglich.
Sauber machen und gut, nur das nervt.
Gibt es etwas zum Einsprühen (oder so) der Kerzen, das hilft?
Nur warum läuft der Motor im Standgas 1A und dann beim Beschleunigen/Gas geben, springt der Funke dann außen über?
Mit rätselndem Gruß. Maruski
Zündkerzen-Frage
Moderator: Gerry
Zündkerzen-Frage
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
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Re: Zündkerzen-Frage
mal ne Frage:
mit was machst Du denn die Kerze sauber?
Weil: wenn du´s mit ner Metallbürste (Stahl oder Messing) machst, arbeitest Du auch immer feine Metallteile mit in den Keramikisolator mit ein, die dann dazu führen, das der Funke sich den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Das ist dann nicht unbedingt der über den Luftspalt zwischen den Elektroden sondern kann auch der am Isolator nach unten sein.
Sehen kann man das dann auch, weil der Isolator dann metallisch glänzt.
Kerzen entweder ausbrennen oder mit einem speziellen Test- und Reiningungsgerät (gabs mal von BOSCH) reinigen, ansonsten erneuern.

gruß
mit was machst Du denn die Kerze sauber?
Weil: wenn du´s mit ner Metallbürste (Stahl oder Messing) machst, arbeitest Du auch immer feine Metallteile mit in den Keramikisolator mit ein, die dann dazu führen, das der Funke sich den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Das ist dann nicht unbedingt der über den Luftspalt zwischen den Elektroden sondern kann auch der am Isolator nach unten sein.
Sehen kann man das dann auch, weil der Isolator dann metallisch glänzt.
Kerzen entweder ausbrennen oder mit einem speziellen Test- und Reiningungsgerät (gabs mal von BOSCH) reinigen, ansonsten erneuern.

gruß
Re: Zündkerzen-Frage
Moin,
na sowas,wie alt sind denn die Kerzen?Wenn der Funken nach außen geht also am Isokörper vorbei kann die Kerze doch nur hin sein?Würde ich mal so sehen.Dass der Kompressionsdruck die Kerze ausbläst geht ja wohl nur bei Wachskerzen,oder?
Gruss Bernd
na sowas,wie alt sind denn die Kerzen?Wenn der Funken nach außen geht also am Isokörper vorbei kann die Kerze doch nur hin sein?Würde ich mal so sehen.Dass der Kompressionsdruck die Kerze ausbläst geht ja wohl nur bei Wachskerzen,oder?
Gruss Bernd
Re: Zündkerzen-Frage
Hallo Maruski
Ich habe zwar überhaput keine Antwort, aber ich Frage mich wie Du folgendes feststellst
Ich denke eher dass die Ursache der versifften Kerzen woanders zu suchen ist; was sagt Dein Ölverbrauch oder hat der Spritverbrauch zugenommen?
Gruß
Norbert
Ich habe zwar überhaput keine Antwort, aber ich Frage mich wie Du folgendes feststellst
wenn Du nicht gerade durchsichtige Köpfe hastNur warum läuft der Motor im Standgas 1A und dann beim Beschleunigen/Gas geben, springt der Funke dann außen über?
Ich denke eher dass die Ursache der versifften Kerzen woanders zu suchen ist; was sagt Dein Ölverbrauch oder hat der Spritverbrauch zugenommen?
Gruß
Norbert
-
Shovelpeter
- Beiträge: 330
- Registriert: 15.04.2007, 15:54
Re: Zündkerzen-Frage
Hi,
so wie Du es schilderst wird es vermutlich am Salz auf der Straße liegen. Das bildet zusammen mit der allgegenwärtigen Feuchtigkeit einen hervorragenden Leiter (was ja auch für herrliche Korrosion sorgt...), die beim Eindringen in den Kerzenstecker/Kabel einen schönen Nebenschluss schafft. Abhilfe: Neuer Kerzenstecker/Kabel oder mal einfach Kontaktspray in die Spalten und schauen ob es lange hilft.
Die Drehzahlabhängigkeit kann mit der Änderung der zur Ionisation der Gasstrecke (Funken) abhängigen Spannung zusammenhängen. Die Füllung ändert sich und auch die Zusammensetzung des Gemischs. Das kann (und wird vermutlich) die Ionisationsspannung und die Verbrennungsgeschwindigkeit beeinflussen. Weiterer Faktor ist die abnehmende Sättigung der Spule mit steigender Drehzahl (Allerdings hängt die Fehlorientierung des Funkens mit den Verhältnissen der Widerstände zusammen und die sollten eigentlich unabhängig von der Spannung sein (Arthur???)).
Bei der Reinigung der Kerzen mit Metall-Bürsten habe ich übrigens noch nie negative Erfahrungen gemacht, ich halte das eher für ein von den Herstellern lanciertes verkaufsförderndes Gerücht. Ich bürste seit Jahrzehnten, mir ist noch nie dadurch eine Kerze hops gegangen. Ich tausche die Kerze bei zu starkem Abbrand der Mittenelektrode und bis dahin wird fleissig gebürstet und die Mittenelektrode nachgebogen. Vielleicht habe ich unempfindliche Zündanlagen oder die Metallpartikel meiner Bürsten verringern die Elektronenaustrittsarbeit
, lasse mich auch gerne eines Besseren belehren.
Gruß, Peter
so wie Du es schilderst wird es vermutlich am Salz auf der Straße liegen. Das bildet zusammen mit der allgegenwärtigen Feuchtigkeit einen hervorragenden Leiter (was ja auch für herrliche Korrosion sorgt...), die beim Eindringen in den Kerzenstecker/Kabel einen schönen Nebenschluss schafft. Abhilfe: Neuer Kerzenstecker/Kabel oder mal einfach Kontaktspray in die Spalten und schauen ob es lange hilft.
Die Drehzahlabhängigkeit kann mit der Änderung der zur Ionisation der Gasstrecke (Funken) abhängigen Spannung zusammenhängen. Die Füllung ändert sich und auch die Zusammensetzung des Gemischs. Das kann (und wird vermutlich) die Ionisationsspannung und die Verbrennungsgeschwindigkeit beeinflussen. Weiterer Faktor ist die abnehmende Sättigung der Spule mit steigender Drehzahl (Allerdings hängt die Fehlorientierung des Funkens mit den Verhältnissen der Widerstände zusammen und die sollten eigentlich unabhängig von der Spannung sein (Arthur???)).
Bei der Reinigung der Kerzen mit Metall-Bürsten habe ich übrigens noch nie negative Erfahrungen gemacht, ich halte das eher für ein von den Herstellern lanciertes verkaufsförderndes Gerücht. Ich bürste seit Jahrzehnten, mir ist noch nie dadurch eine Kerze hops gegangen. Ich tausche die Kerze bei zu starkem Abbrand der Mittenelektrode und bis dahin wird fleissig gebürstet und die Mittenelektrode nachgebogen. Vielleicht habe ich unempfindliche Zündanlagen oder die Metallpartikel meiner Bürsten verringern die Elektronenaustrittsarbeit
Gruß, Peter
Re: Zündkerzen-Frage
Hi Liekoer - da der Funken außen an der Kerze lang-funkt, sehe ich das im Dunklen recht gut ;-) und wenn ich im Stand den Motor laufen lasse, ist er ruhig und sauber am laufen auf beiden Zylindern, dreh ich am Gas sehe ich den Funken und der Motor stottert übel - dito beim Fahren.
Ich reinige die Kerzen an dem Teil im Motor (an den Elektroden) mit einer dafür gemachten Metall-Bürste mit so gelben Metallbürsten (was immer das sein mag - funktioniert 1A) und am Isolator innen dann ja auch, ohne je Probleme zu haben - außen hab ich die Probleme am Isolator wegen Nässe und Salz, aber nur unter Last.
Das mach mich ja rätselnd.
Außen putze ich den Isolator und den Stecker mit WD40 und danach mit Bremsenreiniger was auch ganz gut funktioniert - nur nicht lange.
Die Üblichen Kerzenstecker, die ich probiert habe über die Jahre kommen alle nicht mit den Salz/Wasser Resten (oder der Kälte?) klar und der Funke springt an dem Isolator der Kerze fröhlich über die Rillen in diesem.
Habe jetzt so Blech-Stecker vom Auto drauf, die extralang sind - was aber auch nicht wirklich hilft, der Funke springt dort raus wo das Kabel in den Stecker geht, da sich Metal wohl mehr ausdehnt als das Gummi ist dort ein kleiner Spalt - abdichten mit Silikonkleber hat auch nicht so lange gehalten.
Hab die auch schon mit Gewebeband (Duct -Tape) komplett einbandagiert - hilft bis sich das Wasser den Weg sucht und dort Salz zurück lässt, das es dann wieder funken lässt.
Ich dachte das einer da nen tollen Trick kennt oder das vielleicht die Zündspule zu stark ist, oder was weiß ich was.
Nun denn es geht ja ;-) und ist auch eigentlich kein Harley-Thema, da dort die Zündkerzen ja glücklicherweise viel höher liegen als am Boxer.
Die Frage für das Forum hier ist, ob bei Last was mit den Kerzen passiert und da dann der Funken schwerer an den Elektroden überspringt und sich deshalb den anderen Weg sucht?
Gruß. Maruski
Ich reinige die Kerzen an dem Teil im Motor (an den Elektroden) mit einer dafür gemachten Metall-Bürste mit so gelben Metallbürsten (was immer das sein mag - funktioniert 1A) und am Isolator innen dann ja auch, ohne je Probleme zu haben - außen hab ich die Probleme am Isolator wegen Nässe und Salz, aber nur unter Last.
Das mach mich ja rätselnd.
Außen putze ich den Isolator und den Stecker mit WD40 und danach mit Bremsenreiniger was auch ganz gut funktioniert - nur nicht lange.
Die Üblichen Kerzenstecker, die ich probiert habe über die Jahre kommen alle nicht mit den Salz/Wasser Resten (oder der Kälte?) klar und der Funke springt an dem Isolator der Kerze fröhlich über die Rillen in diesem.
Habe jetzt so Blech-Stecker vom Auto drauf, die extralang sind - was aber auch nicht wirklich hilft, der Funke springt dort raus wo das Kabel in den Stecker geht, da sich Metal wohl mehr ausdehnt als das Gummi ist dort ein kleiner Spalt - abdichten mit Silikonkleber hat auch nicht so lange gehalten.
Hab die auch schon mit Gewebeband (Duct -Tape) komplett einbandagiert - hilft bis sich das Wasser den Weg sucht und dort Salz zurück lässt, das es dann wieder funken lässt.
Ich dachte das einer da nen tollen Trick kennt oder das vielleicht die Zündspule zu stark ist, oder was weiß ich was.
Nun denn es geht ja ;-) und ist auch eigentlich kein Harley-Thema, da dort die Zündkerzen ja glücklicherweise viel höher liegen als am Boxer.
Die Frage für das Forum hier ist, ob bei Last was mit den Kerzen passiert und da dann der Funken schwerer an den Elektroden überspringt und sich deshalb den anderen Weg sucht?
Gruß. Maruski
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Shovelpeter
- Beiträge: 330
- Registriert: 15.04.2007, 15:54
Re: Zündkerzen-Frage
Hi,
obwohl Du beim Lesen der Antworten wohl eine gewissen Selektion vornimmst und manche ignorierst (oder nicht verstehst, wobei man dann nachfragen könnte, vor allem wenn man gerne viel schreibt...), hier für andere Interessierte die physikalische Begründung in einer Dissertation:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?i ... 924251.pdf
Seite 8/9, Kapitel 2.1.1.3: Das Paschen-Gesetz beschreibt die Durchbruchspannung in Abhängigkeit von Druck und Elektrodenabstand. Und siehe da: sie steigt mit Druck und Elektrodenabstand (welch Wunder), wobei sie bei kleinen Werten ein Minimum erfährt (was bei Drücken in Verbrennungsmotoren aber nicht zum Tragen kommt).
Gruß, Peter
obwohl Du beim Lesen der Antworten wohl eine gewissen Selektion vornimmst und manche ignorierst (oder nicht verstehst, wobei man dann nachfragen könnte, vor allem wenn man gerne viel schreibt...), hier für andere Interessierte die physikalische Begründung in einer Dissertation:
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?i ... 924251.pdf
Seite 8/9, Kapitel 2.1.1.3: Das Paschen-Gesetz beschreibt die Durchbruchspannung in Abhängigkeit von Druck und Elektrodenabstand. Und siehe da: sie steigt mit Druck und Elektrodenabstand (welch Wunder), wobei sie bei kleinen Werten ein Minimum erfährt (was bei Drücken in Verbrennungsmotoren aber nicht zum Tragen kommt).
Gruß, Peter
Re: Zündkerzen-Frage
Hi Shovel-Peter
Da hast du etwas recht mit deiner Einschätzung meiner mangelnden Verständnis-Kompetenz, die aber bitte nicht als Selektion im wertenden oder ausschließenden Sinn zu verstehen ist, sondern bitte als Laienhaftigkeit.
In deiner ersten Antwort standen so viele Konjunktive, das ich das nicht ganz einordnen konnte und aus Zeitgründen erstmal Liekoers Beitrag beantwortet habe.
Aber jetzt ist es auch mir klar - bei steigendem Druck springt der Funke schwerer an den Elektroden und sucht sich einen einfachen Weg außen über die gut leitenden Salzbrücken.
Oder habe ich das falsch verstanden, jetzt?
Das deckt sich ja auch hervorragend mit meinen Beobachtungen, auch wenn ja hier schon gefrotzelt wurde, das eine Zündkerze nicht ausgepustet wird.
Das mit der Druck-Funken-Relation habe ich nicht gewusst, "Danke"!
Gruß. Maruski
Da hast du etwas recht mit deiner Einschätzung meiner mangelnden Verständnis-Kompetenz, die aber bitte nicht als Selektion im wertenden oder ausschließenden Sinn zu verstehen ist, sondern bitte als Laienhaftigkeit.
In deiner ersten Antwort standen so viele Konjunktive, das ich das nicht ganz einordnen konnte und aus Zeitgründen erstmal Liekoers Beitrag beantwortet habe.
Aber jetzt ist es auch mir klar - bei steigendem Druck springt der Funke schwerer an den Elektroden und sucht sich einen einfachen Weg außen über die gut leitenden Salzbrücken.
Oder habe ich das falsch verstanden, jetzt?
Das deckt sich ja auch hervorragend mit meinen Beobachtungen, auch wenn ja hier schon gefrotzelt wurde, das eine Zündkerze nicht ausgepustet wird.
Das mit der Druck-Funken-Relation habe ich nicht gewusst, "Danke"!
Gruß. Maruski
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Re: Zündkerzen-Frage
Moin,
das mit dem Kerzen auspusten war sicher nur ein Scherz.Die Ausführungen von Shovelpeter dazu belegen das ja wohl auch soweit,nach meinem Verständnis.
Ich kann mir aber auch vorstellen dass diese Überlegungen beim Hersteller von Kerzen und Motorenfuzzis eingeflossen sind um einfach Störungen zu vermeiden bzw einen einwandfreien Motorlauf zu erreichen.
Deshalb Kerzen prüfen bzw erneuern und Stecker besorgen die richtig dicht an der Kerze abschließen.
Ich hab z.B Kerzenstecker die richtig saugend auf die Kerze geschoben werden müssen das bewirkt das die inneren Kontakte im Stecker weitest gehend trocken sind.
Gruss Bernd
das mit dem Kerzen auspusten war sicher nur ein Scherz.Die Ausführungen von Shovelpeter dazu belegen das ja wohl auch soweit,nach meinem Verständnis.
Ich kann mir aber auch vorstellen dass diese Überlegungen beim Hersteller von Kerzen und Motorenfuzzis eingeflossen sind um einfach Störungen zu vermeiden bzw einen einwandfreien Motorlauf zu erreichen.
Deshalb Kerzen prüfen bzw erneuern und Stecker besorgen die richtig dicht an der Kerze abschließen.
Ich hab z.B Kerzenstecker die richtig saugend auf die Kerze geschoben werden müssen das bewirkt das die inneren Kontakte im Stecker weitest gehend trocken sind.
Gruss Bernd