Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Moderator: Gerry

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Shriner
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Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Shriner »

Hi@all,

ich hätte da eine Frage, da ich gerade mit dem Gedanken spiel meine verbogenen und verrammelten Ölleitungen zu tauschen (was ne Wasserpumpenzange so alles anrichten kann:-)).

Da hätte man 2 Möglichkeiten.
wieder Starre sowohl Flexible.

Haben die Flexiblen eine negativere Auswirkung, was den Öldruck angeht?

Mir schwirren dauernd die Erinnerungen aus meiner Jugend hoch, wo wir alle Stahlflex Bremsleitungen reingeprügelt haben da die den besseren Druck anstelle den Originalen Gummis hatten.

Nun wäre das gleiche Thema ja bei den Starr zu Flexibelchen Ölleitungen nur andersrum.
Was demnach dann schlechter wäre, zumal ich die flexiblen auch noch nirgends (oder ich kann mich nicht erinnern) an einer Shovel gesehen habe oder liege ich da falsch?

Gruß

Micha
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ron
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von ron »

Servus, ich fahre zwar starre (aber aus optischen Gründen) doch ich kann mir nicht vorstellen, dass der relatiy geringe Öldruck den flexiblen Leitungen was schaden kann. Ausserdem sind die flexiblen Leitungen wie Bremsleitungen aufgebaut. Direkt bei Goodridge findest auch verschiedene Ausführungen.
Empfindlich sind die bloß gegen in sich verdehen oder knicken (das sind aber alle :D )
Ich denke Du kannst nach Geschmack entscheiden.
Gruß
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rainer_aus_ulm
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Hi,

leider bekommst du die flexiblen Leitungen von den üblichen Verdächtigen nach einmaligen lösen kaum noch dicht
was konstruktionsbedingt ist. Die flexiblen Leitungen kannst du also wegwerfen.
Bestimmt gibt es Alternativen aus der Pneumatik/Hydraulik aber dazu muss das Gegenstück im Block und den Rockerboxen
auch passen (Winkel) .

Die starren Leitungen verwenden eine Gummimuffe die meist wiederverwendbar bzw du für einen
Centbeitrag erneuern kannst. Allerdings erfordert deren Montage Geduld und Geschick.
Viele Leute machen nach geglücktem einfummeln den Fehler die Überwurfmuttern fest anzuziehen
und dabei werden die Gummimuffen eingeschnitten .
Dann seicht es wieder.

Wie beim Präser: Mit Ruhe und Gefühl drauf ... nicht zu fest anpacken ... dann iss` er auch dicht :wink:

rainer
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Arthur
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Arthur »

Hallo Rainer,

ich habe flexible Bremsleitungen als Ölleitungen für meine Panköpfe gewählt. Die sind „wiederverwendbar“. Wie kommst Du auf konstruktionsbedingt undicht nach mehrfachen Gebrauch? Da ist keine Dichtung, sondern Metal auf Metal. Wie bei Bremsleitungen eben.

Gruß Arthur
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Shriner
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Shriner »

Hi,

Über das verdrehen hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die Muffen zum eindrehen sollten doch freidrehend sein oder gibt es bei den flexiblen Ausführungen welche die fest mit dem Schlauch verbunden sind?
Dann hat aber einer keine Hausaufgaben gemacht!
Das mit dem Dicht sein hätte ich mit meinen starren Ölleitungen bzw. mit meinem ganzen Motor noch keine Probleme komischerweise.
Kein Tropfen Öl seit 3Monaten standzeit auf mein garagenboden, ebenfalls nicht im betrieb. Da rühr ich untenrum nix an.
Ich überhole gerade nur meine Köpfe gleich mit, weil ich auf Hydros umgestiegen bin.
Mir ging das Geklappere von den starren so was von aufn s....!
Dann hatte sich noch ne Rolle vom tappert verabschiedet.

Deshalb wird derzeit der ventiltrieb komplett erneuert und die Köpfe gestrahlt?

Beim kalt starten zeigt mein Manometer der auf der rockerbox verschraubt ist, 60psi an.
Beim fahren, wenn warm, ca. 15-18psi und im Leerlauf warm eben fast nix. So um die 1-2psi.

Deshalb habe ich bei den flexiblen etwas mulmiges Gefühl?

Nicht dass meine Pumpe, die original ist, nichts mehr hochschaufeln kann?
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ron
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von ron »

moin,
...wegen dem in sich verdrehen: es gibt ja die verschiedensten Anschlüsse - Fittings, Banjos, aus Alu oder Stahl usw., je nach Konstruktion muss man die mit Gefühl montieren...ich hab mal eine verdeht montierte Bremsleitung gesehen, die prompt geplatzt ist. Der Fehler lag klar beim Monteur, hat wahrscheinlich die Banjoseite erst montiert, dann den Einschraubfitting... Doch normalerweise funktioniert das schon.

Alu ist natürlich auch empfindlicher als Stahl und erfordert mehr Gefühl bei der Montage. Stahlfittings sind meist auch nach mehrmaliger Verwendung noch dicht, bei der Aluversion drückt sich der Konus sehr leicht ein, dass kann bei öfterem Gebrauch natürlich undicht werden.

Die starren Leitungen sind problemlos, wenn man die kleinen Beilagscheiben in den Überwurfmuttern nicht vergisst. Dann schneidet es die Gummis nicht so leicht ein und man kann sie sehr oft wiederverwenden.

Die extrem schwankenden Öldrücke sind normal.
Doch wie gesagt, die flexiblen Leitungen packen das. Doch vielleicht gibts auch Qualitätsunterschiede bei den versch. Herstellern? Normal werden Teflonleitungen verwendet. Für die sind 60psi, also rd. 4bar nicht viel.
Wär eine Rechenaufgabe, aber versuch mal einen einfachen Gummischlauch (z. B. in Benzinleitungsdimension) mit Druckluft aufzublasen/ zum platzen zu bringen...
Bei Goodridge kannst Du Dir verschiedenste Materialvarianten selbst zusammenstellen.
Gruß
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rainer_aus_ulm
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Moin Arthur,

die flexiblen Ölleitungen die ich gesehen habe verwenden keine Überwurfmutter im klassischen Sinne, so das eine Dichtring/Schneidring mit Konus in das Gegenstück am Block/Kopf reingezogen wird, sondern es wird die komplette Leitung mittels der Mutter reingezogen.
Es gibt keinen Konus sondern nur eine stumpfe Kontaktfläche.
Diese Kontaktfläche (das Ende das man sieht) verformt sich dabei dauerhaft.
Ich glaube dir gern das deine wiederverwendete Leitung dicht ist aber dann bist du einer der ganz Wenigen.
Die meisten Pro-Schlosser, die ich kenne, probieren es erst gar nicht und werfen diese gleich weg weil es wirklich ein Glücksspiel ist.

Bremsleitungen sieht anners aufgebaut.
Bremsleitungen haben einen Schneidring mit einer Überwurfmutter und einen 6-Kant auf dem Gegenstück .
Weiter wird eine Bremsleitung auch normalerweise nicht am Schneidring gelöst (um diese zB verdrehen zu können) sondern das Banjo wird gelöst.
Wenn mich nicht alles täuscht erlischt gar das TÜV-Gutachten der Bremsleitung wenn man eine Bremsleitung ohne Banjo nutzt.
Ein Ende der Bremsleitung muss mit einem Banjo ausgestattet sein
damit man die Leitung beim festziehen nicht verdrillt.
Ich habe schon oft Bremsleitungen gesehen die nur mit einem geraden Banjo
benutzt werden und selbst diese Leitungen unverdrillt anzuziehen ist für viele Amateurschlosser zuviel und ich mache jede Wette daß bei jedem zweiten hier,
der einen L+W Fussbremszylinder fährt, dieser um den Leitungsanschluß herum feucht, fettig ist.

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Grisu
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Grisu »

rainer_aus_ulm hat geschrieben:Moin Arthur,

die flexiblen Ölleitungen die ich gesehen habe verwenden keine Überwurfmutter im klassischen Sinne, so das eine Dichtring/Schneidring mit Konus in das Gegenstück am Block/Kopf reingezogen wird, sondern es wird die komplette Leitung mittels der Mutter reingezogen.
Es gibt keinen Konus sondern nur eine stumpfe Kontaktfläche.
Diese Kontaktfläche (das Ende das man sieht) verformt sich dabei dauerhaft.
Ich glaube dir gern das deine wiederverwendete Leitung dicht ist aber dann bist du einer der ganz Wenigen.
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Bremsleitungen sieht anners aufgebaut.
Bremsleitungen haben einen Schneidring mit einer Überwurfmutter und einen 6-Kant auf dem Gegenstück .
Weiter wird eine Bremsleitung auch normalerweise nicht am Schneidring gelöst (um diese zB verdrehen zu können) sondern das Banjo wird gelöst.
Wenn mich nicht alles täuscht erlischt gar das TÜV-Gutachten der Bremsleitung wenn man eine Bremsleitung ohne Banjo nutzt.
Ein Ende der Bremsleitung muss mit einem Banjo ausgestattet sein
damit man die Leitung beim festziehen nicht verdrillt.
Ich habe schon oft Bremsleitungen gesehen die nur mit einem geraden Banjo
benutzt werden und selbst diese Leitungen unverdrillt anzuziehen ist für viele Amateurschlosser zuviel und ich mache jede Wette daß bei jedem zweiten hier,
der einen L+W Fussbremszylinder fährt, dieser um den Leitungsanschluß herum feucht, fettig ist.

rainer
Hallo rainer
Die Ölanschlüsse bei starren Leitungen haben doch ein NPT Gewinde ?! und verbleiben im Kopf so das nur die Leitungen lose sind. Die flexiebelen Leitungen haben dieses Gewinde direkt an der Leitung. So sind doch die Leitungen selbstdichtend. Was soll da nicht dicht halten? Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist wenn die Verschraubung zu oft ein und ausgeschraubt werden, das sich das Gewinde im Kopf, Alu, verabschiedet und dann undicht wird.
Gruß
Grisu
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rainer_aus_ulm
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Hallo Harald,

(nochmals Danke für die Grußkarte).

Das ist doch genau das was ich sage.
Diese selbstdichtenden Fittings halten einmal und danach ist Schluß.
Die musste du richtig anballern und dabei fällt eine dauerhafte Verformung an.
Sowas bekommst du mir mit viel Glück wieder dicht wenn die mal gelöst wurden.

Im Moment renoviere ich mein Bad (Mietbude. ICH Idiot) und ich war gestern bei einem Sanitärfutzi und da lagen selbstdichtende Wasser-Eckventile auf dem Tresen. Die Dinger die man unters Waschbecken anschraubt um Kalt/Warmwasserletung anschrauben zu können. Auch da steht klipp & klar drauf: Einmal verwendbar. Die Dinger waren von Scholl, Schell oder Schall o.ä.

Ich lerne gerne hinzu aber ich habe noch nie wiederbenutzbare Schraubfittings ohne Schneidring oder Dichtung gesehen.

Hier gibt es doch ein paar Hydro-Typen (Thorsten ? ). Wat sagen die Experten dazu ?

rainer
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Thorsten D.
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Thorsten D. »

Hm, ich hab diese flexLeitungen mal auf dem Fodo bei den WW´s angesehen, die haben ja jeweils ein Aussengewinde, und die Anschlüsse müssten drehbar sein.

Gewinde ist NPT, also konisch, falls dies zutrifft bekommen die Leitungen keinen Anschlag sondern dichten über die Gewindegänge, müsste sein wie bei diesen Öldruckdingern für die Pumpe. Ich hab diese Verbindungen mit ordinärem Teflonband gedichtet, sollte auch bei den Ölleitungen funzen.
Von flüssiger Gewindedichtung würde ich abraten, damit kriegste die Leitungen net mehr los, nur kaputt.
Gruss Thorsten
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Shriner
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von Shriner »

Jo,

Ich hatte meine starren letzes Frühjahr auch mal ab, weil mir ne stösselstange gebrochen ist.
Muss aber vorweg sagen das die Ölleitungen da noch nicht ganz dicht waren.
Da hab ich gleich nachgeschaut ob nicht noch mehr am Arsch ist und Fehlerversuche, warum.
Dann hatte ich mir vom Bruder der Gas, Wasser, scheisse ist Hanf aus der Kiste genommen und ums Gewinde zur box gewickelt und angeknallt.
War den ganzen Sommer dicht und nicht mal geschwitzt.

Ich denke auch dass Minimum teflonband vorab herum sollte

Aber je mehr ich an meiner Karre wegschraube um so mehr fragen kommen auf.

Jetzt bin ich nicht mal sicher ob ich sidewinder Zylinder drauf habe (ich wusste nichts von solchen und der Vorbesitzer auch nicht) da mir auffiel das mein S&S Manifold ziemlich weit von den Zylindern weg war und noch ist. Bekommst schier nicht mit den Gummis dicht und gerissen war auch einer. Deshalb wahrscheinlich auch das hohe standgas bei Kaltstart.

Ventilführungen sind auch verschiedene in den Köpfen etc.

Jetzt mach ich noch den Nockenwellendeckel runter das ich mal bisschen sehe was unten rum los ist.
Probleme habe ich dort keine aber interessehalber.

Stellt sich ja meistens, wie bei den Frauen, spätestens dann raus:-)
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antom
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Re: Flexible Ölleitung zur und an Rockerboxen vs. starre.

Beitrag von antom »

was haben die ölleitungen eigentlich für eine gewindegröße ist das 1/8npt oder was anderes...ich hab als noch so meine probleme mit den größen bei zollgewinden
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