Hallo Leutz!
Auf wieviel % CO stellt ihr so eure Harleys ein? Ich mache bisher so im Bereich 4,5 - 5%, ist das soweit ok?
Dann noch folgendes Problem: Ich habe beim Einstellen bzw. Messen von 3 Kisten mit komplett getrenntem 2in2 Auspuff festgestellt, dass der vordere Zylinder IMMER 2 Punkte fetter war, also z.B. hinten 4% und vorn 6%, wie kann das sein bei nur einem Vergaser? Nebenluft und undichte Manifolds kann ich ausschliessen. Jemand ne Idee?
Vergaser CO-Einstellung
Moderator: Gerry
Re: Vergaser CO-Einstellung
Servus, das ist wirklich ne interessante Frage.
Zu CO Werten - keine Ahnung.
Vorne fetter - es gibt ja das alte, wie ich's nenne, Harley Paradoxon:
trotz luftgekühltem V Motor läuft der vordere Zylinder heisser als der hintere.
Dafür gibt's zwei Gründe: 1.) der hintere Zylinder bekommt durch die rotierende Kurbelwelle mehr Ölnebel ab als der vordere. 2.) durch die Zündfolge. Der vordere Zylinder ist der "führende" und zieht den hinteren mit.
Es ist durchaus normal, dass bei Verwendung zweier im Wärmewert gleicher Zündkerzen, die hintere etwas dünkler ist. Bei meinem Moped verwende ich sogar verschiedene Wärmewerte (hinten "4", vorne "5") und habe beigemütlicher Fahrt oder viel Stadtverkehr noch immer das Problem, dass die hintere Kerze dünkler ist also "fetter" läuft (NGK = Wärmewert aufsteigend... bei Bosch z.B. ist's umgekehrt).
Ich dachte immer, dass bei dünklerem Kerzenbild der betroffene Zylinder fetter läuft also unvollständiger verbrennt.
Doch wenn ich drüber nachdenke, ist der hintere Zylinder eben der kühlere, und das könnte bedeuten, dass er durch minimal mehr Sauerstoffanteil und trotz vermeintlich fetterem, dünkleren Kerzenbild effektiver verbrennt.
Doch das ist nur meine Laientheorie. Ich hoffe es gibt dazu fundierte Aussagen.
P.S.: Wie ist denn das Kerzenbild bei dem Moped?
Gruß
Zu CO Werten - keine Ahnung.
Vorne fetter - es gibt ja das alte, wie ich's nenne, Harley Paradoxon:
trotz luftgekühltem V Motor läuft der vordere Zylinder heisser als der hintere.
Dafür gibt's zwei Gründe: 1.) der hintere Zylinder bekommt durch die rotierende Kurbelwelle mehr Ölnebel ab als der vordere. 2.) durch die Zündfolge. Der vordere Zylinder ist der "führende" und zieht den hinteren mit.
Es ist durchaus normal, dass bei Verwendung zweier im Wärmewert gleicher Zündkerzen, die hintere etwas dünkler ist. Bei meinem Moped verwende ich sogar verschiedene Wärmewerte (hinten "4", vorne "5") und habe beigemütlicher Fahrt oder viel Stadtverkehr noch immer das Problem, dass die hintere Kerze dünkler ist also "fetter" läuft (NGK = Wärmewert aufsteigend... bei Bosch z.B. ist's umgekehrt).
Ich dachte immer, dass bei dünklerem Kerzenbild der betroffene Zylinder fetter läuft also unvollständiger verbrennt.
Doch wenn ich drüber nachdenke, ist der hintere Zylinder eben der kühlere, und das könnte bedeuten, dass er durch minimal mehr Sauerstoffanteil und trotz vermeintlich fetterem, dünkleren Kerzenbild effektiver verbrennt.
Doch das ist nur meine Laientheorie. Ich hoffe es gibt dazu fundierte Aussagen.
P.S.: Wie ist denn das Kerzenbild bei dem Moped?
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Re: Vergaser CO-Einstellung
moin,
Stell das Gemisch so ein dass sie gut läuft.
Also Gemischschraube im betriebswarmen Zustand (10km /10Min. gefahren) rein bis sie langsamer wird (zu mager), dann wieder raus bis sie langsamer wird (zu fett) und die Mitte suchen mit der Tendenz etwas zum fetten, also in Richtung raus.
Dabei interessiert mich der CO-Wert erstmal in Richtung garnicht.
Fahren, und Kerzenbild kontrollieren. Wenn der Vergaser sauber und ok ist und die Kiste keine Nebenluft zieht reicht das und gut is.
Über den Rest würde ICH mir keine Gedanken machen sondern eher fahren.
Umwelt hin oder her: ich finds schlimmer für mich und meinen Motor wenn er bei 4,5% zu mager läuft, da macht man evtl was kaputt.
Also so einstellen wie oben beschrieben und wenn sie dann unter 4,5% ist ok, ansonsten auch.
Beispiel: CB750 läuft schön rund und sauber ohne Stottern. Nun kommt der Onkel für die §29 Prüfung hällt seinen Schnorchel hinten in den Auspuff und sagt: zu viel CO!!. Alle Versager werden gemischmäßig runtergedreht damit sie unter den max 4,5% Co liegen. Alles Plaketti.
Und nun ?? Fährst Du die Kiste in diesem für sie absolut mageren Zustand
Gruß
Wozu ein CO-Messgerät bei unseren Oldies?Auf wieviel % CO stellt ihr so eure Harleys ein? Ich mache bisher so im Bereich 4,5 - 5%, ist das soweit ok?
Stell das Gemisch so ein dass sie gut läuft.
Also Gemischschraube im betriebswarmen Zustand (10km /10Min. gefahren) rein bis sie langsamer wird (zu mager), dann wieder raus bis sie langsamer wird (zu fett) und die Mitte suchen mit der Tendenz etwas zum fetten, also in Richtung raus.
Dabei interessiert mich der CO-Wert erstmal in Richtung garnicht.
Fahren, und Kerzenbild kontrollieren. Wenn der Vergaser sauber und ok ist und die Kiste keine Nebenluft zieht reicht das und gut is.
Über den Rest würde ICH mir keine Gedanken machen sondern eher fahren.
Umwelt hin oder her: ich finds schlimmer für mich und meinen Motor wenn er bei 4,5% zu mager läuft, da macht man evtl was kaputt.
Also so einstellen wie oben beschrieben und wenn sie dann unter 4,5% ist ok, ansonsten auch.
Beispiel: CB750 läuft schön rund und sauber ohne Stottern. Nun kommt der Onkel für die §29 Prüfung hällt seinen Schnorchel hinten in den Auspuff und sagt: zu viel CO!!. Alle Versager werden gemischmäßig runtergedreht damit sie unter den max 4,5% Co liegen. Alles Plaketti.
Und nun ?? Fährst Du die Kiste in diesem für sie absolut mageren Zustand
Gruß
Re: Vergaser CO-Einstellung
Hallo icwinder,
Du hast zwar nur einen Vergaser, aber der Motor hat keine symmetrische Zündfolge. Vom vorderen bis zum hinteren Zündpunkt legt die Kurbelwelle 315° zurück, vom hinteren zum vorderen Zündpunkt sind es 415°.
Gruß Arthur
Du hast zwar nur einen Vergaser, aber der Motor hat keine symmetrische Zündfolge. Vom vorderen bis zum hinteren Zündpunkt legt die Kurbelwelle 315° zurück, vom hinteren zum vorderen Zündpunkt sind es 415°.
Gruß Arthur
Re: Vergaser CO-Einstellung
Das mit den unterschiedlichen Kerzenfarben bei HD ist ja bekannt. Es gibt sogar EVO_ Nockenwellen, die für die Zylinder unterschiedlich geschliffen sind.
Eine mögliche Erklärung:
Unterschiedlich schwingende Gassäulen.
Im Prinzip ist das etwa so:
Erst wird also der vordere Zylinder befüllt und dann, etwas zeitversetzt der Hintere. Somit ist der Hintere vom Füllgrad etwas benachteiligt, da der vordere noch immer am saugen ist während der Hintere gerade erst aufmacht.
Meine Erfahrung, ich stelle die Leerlaufdüse(n) möglichst mager ein.
Und....CO muß immer wieder nach einem Düsenwechsel nachgestellt werden--so wie trybear geschrieben hat, -das allerdings etwas zu fetter hin.
Im Leerlauf wird kein Motor wegen magerer Auslegung kaputt gehen...aber die Kerzen danken es einem.
Wenn man Düsennadeln hat, (je nach Gaser) spielt das natürlich auch eine Rolle.---ich versuche es wieder eher Richtung magerer ,möglichst nicht zu fett, einzustellen.
Nun ja und dann die Beschleuniger-Pumpe--falls vorhanden.
Warum ich das mache?
Dauer-Vollgas fährt ja kaum wer, also ist der Gasgriff meist eher im unteren Bereich am wirken und eben ganz oft in der Leerlaufstellung.
Eine mögliche Erklärung:
Unterschiedlich schwingende Gassäulen.
Im Prinzip ist das etwa so:
Erst wird also der vordere Zylinder befüllt und dann, etwas zeitversetzt der Hintere. Somit ist der Hintere vom Füllgrad etwas benachteiligt, da der vordere noch immer am saugen ist während der Hintere gerade erst aufmacht.
Meine Erfahrung, ich stelle die Leerlaufdüse(n) möglichst mager ein.
Und....CO muß immer wieder nach einem Düsenwechsel nachgestellt werden--so wie trybear geschrieben hat, -das allerdings etwas zu fetter hin.
Im Leerlauf wird kein Motor wegen magerer Auslegung kaputt gehen...aber die Kerzen danken es einem.
Wenn man Düsennadeln hat, (je nach Gaser) spielt das natürlich auch eine Rolle.---ich versuche es wieder eher Richtung magerer ,möglichst nicht zu fett, einzustellen.
Nun ja und dann die Beschleuniger-Pumpe--falls vorhanden.
Warum ich das mache?
Dauer-Vollgas fährt ja kaum wer, also ist der Gasgriff meist eher im unteren Bereich am wirken und eben ganz oft in der Leerlaufstellung.
Wise men talk because they have something to say....
Fools talk because they have to say something...Entenhausen liegt am Duckteich,neben Dagobert Ducks Speicher
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Re: Vergaser CO-Einstellung
Moin,
ich sach nur colourtune
da wird die Einstellgeschichte farblich untermauert und ächt interessant.
Dunkleblau ist totalmager, hellblau mager, hellgelb etwas fett und richtich Gelb ist überfettet.
Viel Spass.
gruß
schrubte ich doch auchso wie trybear geschrieben hat, -das allerdings etwas zu fetter hin.
ich sach nur colourtune
da wird die Einstellgeschichte farblich untermauert und ächt interessant.
Am Besten laufen sie im Leerlauf mit hellblauer Flamme mit abundzu einer kleinen Einstichflammfront ins hellgelbe...Meine Erfahrung, ich stelle die Leerlaufdüse(n) möglichst mager ein.
Dunkleblau ist totalmager, hellblau mager, hellgelb etwas fett und richtich Gelb ist überfettet.
Viel Spass.
gruß
Re: Vergaser CO-Einstellung
trybear...DU BIST EIN GOTT... 
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Re: Vergaser CO-Einstellung
ok danke schonmal für die ideen. mir fällt gerade noch ein: kumpel von mir hatte an seiner knuckle nen two-throat intake verbaut mit doppelvergaser, also völlig getrennte 2 vergaser-anlage, kein x-system. er sagte damals dass erst damit ne schöne leerlaufeinstellung ging. also saugen bei 1-vergaser-anlagen die beiden pötte sich wohl gegenseitig das gemisch weg, nur eben leider nicht symmetrisch. scharfe nocken scheinen das wohl noch zu verstärken.
zu fetter leerlauf ist auch nicht schön, wenn im stadtverkehr an den ampeln die kerzen (bzw. wohl nur die vordere) verrußt und der eimer total stottert..
zu fetter leerlauf ist auch nicht schön, wenn im stadtverkehr an den ampeln die kerzen (bzw. wohl nur die vordere) verrußt und der eimer total stottert..
Re: Vergaser CO-Einstellung
Was gegen einen schönen Leerlauf manchmal (nicht immer) spricht :
Scharfe Nockenwellen und übergroße Vergaser, schlechte Abstimmung,
Gewicht der Kurbelwellenwangen, Wuchtung uvm.
Ob Two-Throat oder normaler S&S ist eigentlich egal. Die Zylinder saugen sich nicht gegenseitig den Sprit oder sonst was weg. Ein normaler Gaser kann genug liefern.
Ein Motor der 800-U/min dreht...braucht ja nicht soooo viel Gemisch. Damit bleibt genug über.
Das sieht anders aus bei 6000-U/min. Da kommen normale Gaser auch gut mit klar. Extrem kleine Vergaser lassen irgendwann nicht MEHR Gemisch duch-das bremst die Leistung.
Bei kleinen Vergasern ist die Strömungsgeschwindigkeit größer bei niedrigen Drehzahlen als mit großen Gasern. Damit saugen sie auch entsprechend gut Benzin an (es entsteht ja ein relativ großer Unterdruck..) Die Strömungsgeschwindigkeit ist also bei kleinen Gasern größer. Bei großen Gasern braucht es ja nicht so schnell zu strömen um die gleiche Menge Gemisch wie bei den kleinen Gasern zu liefern.Wenn also die Saugkraft gegen 0 geht kann das Probleme bringen.
Wobei das eigentlich im Leerlauf nicht soooo relewant ist, weil z.B. die Drosselklappen fast geschlossen sind, also ein kleiner Querschnitt vorherrscht und somit auch bei großen Gasern durchaus ein stabiler Leerlauf zu erreichen ist; wobei letztendlich die kleineren Gaser hier doch Vorteile haben.
Viel entscheidender sind da die Nockenwellen.
Scharfe Nockenwellen und übergroße Vergaser, schlechte Abstimmung,
Gewicht der Kurbelwellenwangen, Wuchtung uvm.
Ob Two-Throat oder normaler S&S ist eigentlich egal. Die Zylinder saugen sich nicht gegenseitig den Sprit oder sonst was weg. Ein normaler Gaser kann genug liefern.
Ein Motor der 800-U/min dreht...braucht ja nicht soooo viel Gemisch. Damit bleibt genug über.
Das sieht anders aus bei 6000-U/min. Da kommen normale Gaser auch gut mit klar. Extrem kleine Vergaser lassen irgendwann nicht MEHR Gemisch duch-das bremst die Leistung.
Bei kleinen Vergasern ist die Strömungsgeschwindigkeit größer bei niedrigen Drehzahlen als mit großen Gasern. Damit saugen sie auch entsprechend gut Benzin an (es entsteht ja ein relativ großer Unterdruck..) Die Strömungsgeschwindigkeit ist also bei kleinen Gasern größer. Bei großen Gasern braucht es ja nicht so schnell zu strömen um die gleiche Menge Gemisch wie bei den kleinen Gasern zu liefern.Wenn also die Saugkraft gegen 0 geht kann das Probleme bringen.
Wobei das eigentlich im Leerlauf nicht soooo relewant ist, weil z.B. die Drosselklappen fast geschlossen sind, also ein kleiner Querschnitt vorherrscht und somit auch bei großen Gasern durchaus ein stabiler Leerlauf zu erreichen ist; wobei letztendlich die kleineren Gaser hier doch Vorteile haben.
Viel entscheidender sind da die Nockenwellen.
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