Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Moderator: Gerry

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Thorsten D.
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Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Thorsten D. »

nabend,

ich dreh hier grad echt am rad.............

wenn ich mein manifold mit den rubberbands zwischen die zylinder schieb sitzt das ganze schön sauber - also manifold stösst ohne grossartige fuge an die zylinder

zieh ich jetzt gemächlich und gefühlvoll meine klemmen an bekomm ich immer nen kleinen spalt - fingernageldick pi auge - zwischen manifold und zylinder

ausserdem ziehen sich die klemmen "schräg" - meine zum vergaser hin wandern sie mehr richtung zylinder, andere seite geht mehr an den innenwinkel vom manifold

wie pingelig und wie genau gehört der kruscht montiert ????

würds toll finden irgendwann heut nacht fertig zu werden ;-)

daaaaankeeee
Gruss Thorsten
Arthur
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Arthur »

Hallo Thorsten,

ich drücke das Manifold ohne Dichtungen an die Zylinder und das muss für mich exakt passen. Und wenn ich die Klemmen mit Rubberdands angezogen habe, fühle ich mit den Fingern den Übergang Manifold-Zylinder. Da darf keine Stufe/Spalt sein. Da habe ich schon nachgefeilt bzw. die Zylinderköpfe neu ausgerichtet.

Vielleicht bin ich einfach zu penibel an der Stelle. Aber wenn man Geld für Kopf- und Manifoldbearbeitung ausgegeben hat, dann muss man das sein.

Gruß Arthur
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Thorsten D.
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Thorsten D. »

nabend arthur,

merci für dein input - auch wenn ich es so net hören wollte ;-)

wie ich ja schrieb sitzt mein manifold schon gut, nur wenn ich die klemmen festziehe wandert es quasi von den zylindern weg und ich hab diesen spalt rechts und links............hm

so jetzt wüsst ich gern ob du zu penibel bist ?? :-)
Gruss Thorsten
Hoschi
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Hoschi »

Arthur hat geschrieben: Vielleicht bin ich einfach zu penibel an der Stelle. Aber wenn man Geld für Kopf- und Manifoldbearbeitung ausgegeben hat, dann muss man das sein.
Gruß Arthur
N´abend allerseits,

sehe ich grundsätzlich auch so, entweder durchgängig perfekt, oder gar nicht.

ABER:
Zufällig komme ich gerade aus der Werkstatt, wo ich u. a. ein OEM-manifold auf der Werkbank liegen hatte, dass heute erst mit der Post gekommen ist. Daran soll ein CNC-gefertigter (will damit sagen: wirklich runder) Adapter zur Vergaseraufnahme angeschraubt werden.

Meine erste Feststellung:
Das Loch im Maniofold zum Vergaser hin ist nicht rund, wir sprechen von mehreren 1/10 Unrundheit, deutlich sichtbarerr Absatz zwischen Manifold und Vergaserflansch auf 12Uhr und 6Uhr Position. Auf 3Uhr und 9Uhr fast perfekter Übergang. Wenn das also die stellvertretend normale Fertigungsgenauigkeit der OEM-Manifolds ist, dann frage ich mich wirklich, warum man dann 50mm weiter, also an der Schnittstelle zum Zylinder, Übergänge in Babypopoglatter Qualität braucht.

Ich hasse es auch, wenn nach der Montage des Manifold Kanten sind, aber die o. g. Feststellung gibt mir zu denken...

Gruß
Hoschi (der morgen erstmals einen CV-Vergaser testen wird)
Arthur
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Arthur »

Hallo Thorsten,

ich bin zu penibel. Dicht muss es in deinem Fall sein, mehr nicht. Dein linker Koffer verträgt keine Motormehrleistung :D

Gruß Arthur
Arthur
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Arthur »

Hallo Hoschi,

ich habe nie mit Umbauten angefangen, sondern mich auf die Technik gestürzt und die Optik der 50’er Jahre beibehalten. Deshalb muss für mich der Übergang Manifold-Zylinderkopf 100%ig genau sein. So wie z.B. für einen Customizer eine „cleane“ Optik wichtig ist.

Das sind kleine Details, die in der Summe dazu führen, dass man sich vermehrt um Fahrwerk und Bremsen kümmern muss. Jeder spinnt auf seiner Art.

Gruß Arthur
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Thorsten D.
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Thorsten D. »

merci ihr beiden,


hab mich mittlerweile auch durch unzählige vergasermontagethreads gequält und da ist stellenweise von 3 und 4 mm die rede :shock:

ich werd morgen den fingernagelspalt spalt sein lassen, die dinger sauber über kreuz anziehen, den frisch geputzen gaser dran schrauben und die möhre treten bis sie läuft..........

och arthur, wenn ich nur gradaus und rechtskurven fahr geht sicher noch was ;-)
Gruss Thorsten
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shovelfauli
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von shovelfauli »

Hi Thorsten,

wie es bei den Rubberbands ist, kann ich dir nicht sagen, aber bei den O-Ring Manifolds hast du nach dem Anziehen der Schellen einen fingernageldicken Spalt zwischen Manifold und Zylinder ... und dann sind sie auch passgenau auf Linie.

Wenn du das Manifold direkt an die Zylinder hältst (und damit widerspreche ich Arthur) siehst du, daß die Flansche nicht fluchten - erst wenn du diesen Spalt herstellst, fluchten die Flansche.
Die Schellen halten das ganze in der Flucht somit hast du auch den Spalt und die O-Ringe drücken sich auf und teilweise in den Spalt.

So ist es bei meinen Motoren mit Y-Manifold, O-Ring und den nicht geteilten Schellen.
In wie weit das auf die Rubberbands anwendbar ist, kann ich nicht sagen.

Grüße
Fauli

P.S: bei dieser Gelegenheit: ich habe noch ein Rubberband Manifold (x58) von S&S und würde ihn gern gegen eine O-Ring Manifold tauschen. Wer interesse hat, kann sich gern melden. :D
Arthur
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Arthur »

Hallo Fauli,

mein Manifold wurde in den USA handgeschnitzt(samsperformancespecialties.com), der passt exakt.

Gruß Arthur
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Thorsten D.
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Thorsten D. »

tach,

hab die dinger jetzt zusammen, ich glaub gefühlte 100 mal auf und zu und rüber und rum - ohne erfolg

jetzt ist zu beiden zylindern ein fingernagelspalt aber keine stufen mehr, dicht isses auch, meine leerlaufschraube hat wieder etwas über 1-1/2 und mein standgas................egal

die beiden total zerfetzten alten bands liegen inner tonne.........

merci und ein trockenes we
Gruss Thorsten
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shovelfauli
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von shovelfauli »

@Athur: irgendeiner tanzt immer aus der Reihe :lol:

@Thorsten: Glückwunsch! :D
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ron
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von ron »

Hi Thorsten!
Hauptsache es ist alles dicht. Natürlich wären saubere Übergänge und hochglanzpolierte Ansaugkanäle wichtig. Das könnte bei 495 000 U/min ca. 20% höhere Leistung bringen. Wenn du allerdings mit wesentlich niedrigerer Drehzahl herumfährst, z.B. mit nur 5000 U/min, ist es strömungstechnisch gar nicht mal so schlecht, eine etwas rauere Oberfläche in den Ansaugkanälen zu haben. Das sorgt für eine bessere Durchwirbelung des Gemisches. Darum gibt es auch Firmen, die einen sogenannten Turbulator (oder wie das unnötige Teil heißt), ein Sieb zum Einbau im Manifold verkaufen. Das sorgt, angeblich spürbar, für bessere Füllung.
So gesehen würde ich eine kleine Stufe oder einen Spalt im Ansaugtrakt als günstiges Tuning betrachten. :wink:

Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Arthur
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Re: Passgenauigkeit bei Montage Manifold

Beitrag von Arthur »

Das Wort zum Sonntag

Bei einem Einzelhubraum von 670 ccm werden bei 5000 Upm knapp 28 Liter/Sekunde durchs Manifold angesaugt. Beim 4-Takter hat man nur ein Viertel der Zeit zum Füllen, also sind das etwa 112 Liter/Sekunde. Bei einem Querschnitt des Kanals von ca. 12 qcm ergibt das eine mittlere Geschwindigkeit von 336 km/h.

Da macht eine Stufe sicherlich nichts aus.

Manche sind auf verbastelte und lieblos zusammengesteckte Motoren stolz, die an der Ampel gerade so nicht ausgehen. Und wenn sie ausgehen, macht nichts. Gehört sich so, ist ja kein Raketentriebwerk :wink:

Gruß Arthur
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