...ach jau.. Horst hab ich mir vorgenommen ...aber da am gleichen Wochenende auch wieder der Flanders Chopper Bash ist, sind mir die 500 Kilometerchens von Phillipsburg bis Axel/NL vielleicht zu happig, insbesondere falls es regnen sollte ... also so ganz klar ist wie immer noch gar nichts...
Gruß
Butcher
P.S.: Fahren wollte ich den Bock höchstens als Viertfahrzeug, aber mir gefällt er trotzdem sehr gut ...wenn alle den gleichen Geschmack hätten, wäre es ja auch langweilig .... mein Haufen gefällt ja auch keinem außer mir selbst (aber das reicht mir !!! ) ...
Ich find´s nur immer sehr geil, wie schön ihr euch immer aufregen könnt ...geilomat...
Keep your wheels rollin´...and your mind wide open...
Naja, das Teil ist schon so hässlich, daß es schon (fast) wieder schön ist.
Ich finde den Aufbau schon interessant, selbst bauen würde ich die Kiste so sicherlich nicht, aber irgendwie hat was Teil schon was.
Butcher, Du als alter Fachmann bezeichnest diesen Kackstuhl doch wohl nich als Bagger nur weil da hinten so Butterbrotsdosen dranhängen ... ? Die komiscehn Gefährte heißen doch wohl so wegen dem Schaufelradbaggerähnlichen überdimensionalen Vorderrad oder ??
Egal... wie man das Ding auch immer nenne will... Speedchop ?? oder so ... iiihhh alles mist und muss auch nich inne Schublade passen... das find ich ja generell schon wieder gut wenn es nirgendwo rein passt ABER ich muss mich da wirklich anschließen. Mir fehlt auch jede Linie !!! Das sieht für mich auch aus wie irgendwelche Reste Stillos und Geschmacklos zusammengebaut und dann bunt angemalt.
Aber ich glaube ich hab irgendwas von Kunst gelesen... die Ausrede zählz ja immer !!!!!
Panhead Andi hat geschrieben:aaaaaahhhhhh ... jez muuss ich auch...
Butcher, Du als alter Fachmann bezeichnest diesen Kackstuhl doch wohl nich als Bagger nur weil da hinten so Butterbrotsdosen dranhängen ... ? Die komiscehn Gefährte heißen doch wohl so wegen dem Schaufelradbaggerähnlichen überdimensionalen Vorderrad oder ??
Egal... wie man das Ding auch immer nenne will... Speedchop ?? oder so ... iiihhh alles mist und muss auch nich inne Schublade passen... das find ich ja generell schon wieder gut wenn es nirgendwo rein passt ABER ich muss mich da wirklich anschließen. Mir fehlt auch jede Linie !!! Das sieht für mich auch aus wie irgendwelche Reste Stillos und Geschmacklos zusammengebaut und dann bunt angemalt.
Aber ich glaube ich hab irgendwas von Kunst gelesen... die Ausrede zählz ja immer !!!!!
Mein Ding sind immer Kisten, die aus Komponenten mehrerer Epochen zusammengedängelt sind ... mir gefallen die Möhren immer am besten, von denen der Erbauer selbst sagt, er hätte die Garage aufgeräumt und dann aus dem Schrott, der da rumlag, einfach mal was Provisorisches zusammengebraten. Aber man kann hier noch seitenlang rumdiskutieren...bringt alles nichts...Geschmackssache ist und bleibt Geschmackssache ....
Ich fand z.B den Boattail auch immer megaschlecht .... z.Z. werden Höchstpreise für das Ding bezahlt, was es aber auch nicht schöner macht
Trotzdem kommt es immer drauf an, was man draus macht.
Hab das Ding vor kurzem Mal an ´nem Chopper gesehen, es war total eingekürzt und das eingelassene Boattail- Rücklicht saß fast direkt hinter dem Einzelsitz ...war echt geil gemacht .... finde leider das Foto nicht mehr ...
Man muss auch nicht mögen, was der Jeff Wright mit dem Crazy Frank Fender bei seinen letzten Aufbauten macht ...das Ding radikal einkürzen und als Rückenlehne für einen Solofahrer verwenden ...ich halte das auch für ´ne orginelle Idee ...Chopperhistoriker wollen ihn steinigen, weil er historische Orginal- Zubehörteile zerstört ...
Es gibt keine meiner Ansicht nach bei Custom- Umbauten keine wiklichen "Fachleute" ...ganz letzten Endes ist alles Geschmackssache .... GKM- Herausgeber Guy Bolton sagt immer: " Der GKM- Pokal geht an das Bike, das ich am liebsten aus der ganzen Bikeshow mit nach Hause genommen hätte". Treffender kann man es nicht formulieren.
Was mich allerdings an diesem Thread erfreut, ist, dass endlich auch mal wieder im Szene- thread kontrovers und heftig ÜBER MOTORRÄDER und MOTORRADDESIGN diskutiert wird . ....wunnebaaaar.....
Gruß
Butcher
P.S.: Nen Bagger ist für mich nen umgebautes oder verändertes Motorrad mit mehr oder weniger "stationären" Hardcover- Packtaschen.
P.S.: Ich kenne ´nen Raum in Würzburg, der hängt noch voller Boattails ....da hat mal jemand mitgedacht und einen langen Atem gehabt, als ALLE das Geraffel sofort runter- und direkt weggeschmissen haben ...
Das gleiche Spiel mit den Turbinenrädern von den 70-er- Jahre FLHs ...der mit Platz und dem langen Atem hatte noch welche, als die wieder modern und teuer wurden und er sie selbst nicht wollte ...
P.S.: Mit Horst teile ich viele Dinge, allerdings z.B. nicht seine Theorie, dass an einem schönen Chopper alle maßgeblichen Linien parallel sein sollten ...bei meinen Lieblingschoppern ist genau das NICHT der Fall ... zutreffen tut dies für mich nur auf sehr cleane, einfarbige 80´s- style- Schwedenchopper ... bei denen MUSS das so sein ...
Wenn ihr aber mal länger auf das Ding glotzt, werdet ihr feststellen, dass doch mehr Linien parallel sind, als man auf den ersten Blick wahrnehmen will ...
Keep your wheels rollin´...and your mind wide open...
Wenn ihr aber mal länger auf das Ding glotzt, werdet ihr feststellen, dass doch mehr Linien parallel sind, als man auf den ersten Blick wahrnehmen will ...[/quote]
Hi Butcher,
das sind doch höchstens die Streifen auf den Koffern und die Standrohre.
Wenn ihr aber mal länger auf das Ding glotzt, werdet ihr feststellen, dass doch mehr Linien parallel sind, als man auf den ersten Blick wahrnehmen will ...
ja der Schatten, der Randstreifen die Mauer oben die Mauerbegrenzung
alles wirklich schön gerade und fast parallel, vielleicht etwas Fluchtpunkt aber sonst...
Hawkeye
Kein Herr über mir, kein Knecht unter mir.
Jo liebe Gemeinde,
in Reminiszenz einer meiner alten Lieblingssendungen (1000 Meisterwerke) hier für Interessierte meine Meinung.
Für mich auch als Entspannung nach einem sehr langen Arbeitstag geschrieben.
Ich hab das Bild, auf hier geäußerten Wunsch, nochmal gefühlte fünf Minuten auf mich wirken lassen und tatsächlich auch nochmal neue Eindrücke gewonnen.
Daran sollt ihr teilhaben ... wenn ihr freiwillg weiterlesen mögt.
Wenn das Kunst ist, dann sicherlich moderne und sehr abstrakte Kunst, mit der der Künstler das Bewusstsein irritieren und nicht dem Auge schmeicheln will.
Leider kann man moderne Kunst von Menschen oft nicht von dem Ergebniss der Beschäftigung von Affen mit Farbe oder Gegenständen unterscheiden, ohne zumindest einen längeren Text eines eingebildeten Kunstkritikers dazu zu lesen, um so mit dessen fraglicher Hilfe den Code des abstrakten Künstler zu knacken.... oder sich verarschen zu lassen.
So empfinde ich auch, nach der empfohlenen längern Betrachtung dieses Kunstwerkes.
Entweder will der Künstler, und ich will hier mal die besagten Affenkünste vergessen, die gängige Einheitlichkeit von Dynamik im anerkannten Motorräderdesign kritisieren, in dem er mindestens zwei (ich fühle irgendwie auch noch ein Drittes, kann es aber nicht genau benennen) konkurierende Tempi geschaffen hat, die in einem Bike verbunden sind.
Das Heck mit Stoßdämpfern, Sattel und dem Tuppertopf dahinter, strebt dynamisch nach vorne, um den Drang der 60er und 70er zur Freiheit und zum Abenteuer zu zeigen.
Dazu eignen sich besonders die modernen Stilelemente, wie Plastik in absurder Form, der wilden 70er ideal.
Allerdings zeigen die betont kleinen Packtaschen auch an, das der wachsende aber noch nicht ausgewachsene Balast des Wohlstandes der 70er schon nicht mehr zu der im Zeitgeist gewünschten Dynamik passen ("Freedom ist just another word for nothing left to loose."), indem sie nicht mit nach vorne drängen (dann wären sie leicht nach vorne gekippt angebaut worden), sondern mit einem asymetrischen Spalt, der zwischen modischem 70er Plastikheck und ihrer bodenständigen Plumheit (die Habenwollen-Mentalität, die dem Menschen seit seiner Seßhaftigkeit, in der er sein habe nicht mehr transportieren muss, anhängt) aufklafft.
Der viel zu kleine Tank erinnert in seiner Bremsfunktion (es sieht aus als sei die Sitzbank förmlich auf ihn aufgefahren) deutlich an die Ölkriese der späteren 70er, die viele gesellschaftliche Bestrebungen nach Freiheit und Abenteuer brutal stoppte und zu einem Festhalten an konservative Infrastruktur bindet.
Dieser Stop, ja ich würde sagen Auffahrunfall der gesellschaftlichen Freiheitsbestrebungen, der späten 70er, hat auch die Linie der Dog-Bones - einem in neue Höhen strebenden Teil der 60er, das schon viel weiter war als das 70er Jahreheck und an dem der Mensch sich festhält und seine Fahrt kontrollier, schwer verbogen und den lässig hängenden Lenker, ein Symbol der Kontrolle über das leben, in eine jämmerliche, abgeknickt dastehende Position gebracht, die deutlich auf die kommenden 80er hinweist, in denen nix mehr cool oder lässig war.
Die Vorderbremse, ein Teil der 50er, soll wohl durch seine vorderste Position im Kunstwerk zeigen das der Rock´n´Roll der 50er in seiner Rebellion und Verweigerung von erwarteter gesellschaftlicher Funktion (was besser als die Trommelbremse von Harley könnte diese Botschaft rüberbringen?) schon da war, wo die 60er und 70er Teile eigentlich hin wollten (..... und es letztlich nie geschafft haben).
Das große und zu Recht die Ästethik sehr störende Loch zwischen Tank und Gabel, das der abgebremste und damit auf die Energiekriese und deren Folgen (ich zitire nur den Club of Rom mit seinen "Grenzen des Wachstums") hinweisende, Benzintank gerissen hat, soll einen zum Nachdenken über die Konsistenz der Jahrzehnte anregen und gleichzeit zeigen, dass es sie nicht geben kann, solange gesellschaftlicher Fortschritt an eine Wirtschaft mit limitierten Ressourchen gebunden bleibt.
Hier will der Künstler in seiner progressiven Funktion unwiderlegbar aufrütteln und zu einer Neuorientierung mahnen, in der gewollter moderner Fortschritt von konservativen und beschränkten Mitteln zu trennen ist, da sonst zwar ein Ganzes entsteht, das aber vom Menschen als schlicht unfertig und unschön erkannt wird.
In der Farbgebung ist der Künstler bewusst sehr bodenständig geblieben, da Orange und Schwarz klassisch für den Geist von Harley Davidson stehen.
Die Farbe verbindet und zeigt damit genau durch den Kontrast von Form und Farbe umso deutlicher die Dyskontinuität zwischen den Jahrzehnten auf.
Es ist ebenso sicherlich kein Zufall das der Künstler den Early Shovel Motor genommen hat, um zu zeigen das der Geist des Easy Riders aus den freiheitssuchenden 60ern, dessen mechanisches Herz der Panhead Motor war, zwar noch im Fundament des 70er Early-Shovel in dem Bereich des Kunstwerkes schlägt, an dem die Kollision zwischen dynamischen 60er und frühen 70er Teilen und den späten konservativ stillstehenden 70er Teilen stattfindet.
Schon neue Köpfe (das ist die Kernaussage es ganzen Kunstwerkes) können offensichtlich schon einen so großen Unterschied machen, das die Veränderungen für das Ganze in der Folge zu der unsäglichen AMF Zeit der MoCo und deren folgender Abkehr vom noch den Menschen und seine Fähigkeiten achtenden Manufakturbetrieb der Pre Evo Zeit zur seelenlosen Industriefertigung der Post Shovel zeit bringen.
Klarer kann man den gesellschaftlichen Wandel der Zeit nicht abstrakt codieren und kritisieren.
Es ist wie Dennis Hoppers (!) visuelle und verbale Aussage am Ende von Flashback, der das alles aus der Sicht der späten 90er, also wie der Künster auch in der Rückschau, beschreibt.
Verstörend.
;-))) .... und wer das alles glaubt, wird beim betrachten auch sicher seelig.
Aber in einem Museeum, an schönem Platz, mit nettem Licht und hohem Eintrittspreis (dazu ein Prosecco), könnte das Mopped mit so einem (oder ähnlichen) Text im Katalog und einem von den Honks anerkannten (oder als aufstrebend angesehenen) Künstler als Erbauer, eine reine Goldruine werden.
Zumindest wenn ein russischer oder chinesicher Neumillionär was zum bei den ebenso kaputten Kumpels angeben sucht.
Ich habe schon mehrfach vor den Van Goghs und Picassos in Amsterdam gestanden und mich gefragt .... What the Fuck?
Grüße vom Wiesenrand.
Maruski
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular. www.planetrock.com