Kupplung rupft

Moderator: Gerry

Chrisi76
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Kupplung rupft

Beitrag von Chrisi76 »

Hallo
Wenn meine Kupplung "kalt" ist trennt sie nicht sauber, der Bock springt ein Stück nach vorne und macht ein knarrendes Geräusch. Nach 5x kuppeln trennt sie wunderbar.Werde es mit neuen Belegen versuchen da ich nicht weiß wie alt die Alten sind.Fahre die Kupplung trocken (Beltkit).Für einen Tipp welche ich einbauen soll wäre ich dankbar.
Lg Christian
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liekoer
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von liekoer »

Moin,

schau Dir mal die Gleitsteine im Kupplungskorb und die Stehbolzen auf der Kupplungsnabe an. Wahrscheinlich haben die schon Abnutzungsspuren, die man entgraten sollte.

Gruß
Norbert
Chrisi76
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Chrisi76 »

Danke für den Tipp
Aber der Korb ist neu.
LG Christian
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Gerry
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Gerry »

Moin,

je nachdem welchen Hersteller Du dann verwendest, sollen die Scheiben auch bei trockener / offener Verwendung 5 Minuten in ATF-Getriebeöl oder Primäröl eingelegt werden und danach optimalerweise 24 Stunden abtropfen. - Die Beläge nehmen etwas von dem Öl auf und laufen (erfahrungsgemäß) "sanfter".

Gruß,
Gerry
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Chrisi76
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Chrisi76 »

Danke für den Tipp!
Ich habe den Fehler gefunden, als ich das Big Fix Lager verbaut habe meinte ich es zu gut mit den Lager Fett.Die letzte Kupplungsscheibe war voll damit.Alles gereinigt und an allen Teilen den Grad entfernt, rupfen ist verschwunden :D und schaltet super.
LG Christian
Hoschi
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Hoschi »

Gerry hat geschrieben:Moin,

je nachdem welchen Hersteller Du dann verwendest, sollen die Scheiben auch bei trockener / offener Verwendung 5 Minuten in ATF-Getriebeöl oder Primäröl eingelegt werden und danach optimalerweise 24 Stunden abtropfen. - Die Beläge nehmen etwas von dem Öl auf und laufen (erfahrungsgemäß) "sanfter".

Gruß,
Gerry
Servus Gerry,

kannst du diese Empfehlung an bestimmten Belagherstellern fest machen? Sind das Herstellervorgaben oder eher Praxiserfahrung? Ich stell bei meiner Kupplung fest, dass immer wieder nach mehreren Wochen der äußere Belag mit der äußeren Stahlscheibe verklebt und die Kupplung anfängt, wie bei Chrisi im kalten Zustand zu rupfen. Ich mach die Beläge dann immer in Aceton sauber. Ist das genau der falsche Weg, müsste ich sie ölen? (Primärkette im Blechkasten mit Tropfaschmierung). Ich habe den Eindruck, dass gerade das Öl, das in Form von Vernebelung vor allem an die weiter außer sitzenden Scheiben gelangt, zu dem Verkleben führt. :roll:

Gruß
Hoschi
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liekoer
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von liekoer »

Moin Hoschi,
wie Du sicherlich weißt gibt es da verschiedene Beläge, nasse, trockene in trockene/nasse, sowie alte, bzw. glasige.
Wenn Du Deine Beläge in so ein Ölbad legst und sie dort schon zusammenkleben, hast Du die falschen oder aufgebrauchte Beläge.
Kaufe Dir Beläge, die nur für den Nassbetrieb geeignet sind, du wirst sehen, sie verhalten sie ganz anders, wenn Du sie "einlegst".

Besten Gruß
Norbert
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Gerry
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Gerry »

Moin Hoschi,

sorry für die späte Antwort..hab hier nicht mehr weiter gelesen. :-)
Als erstes mal geht`s um die Herstellervorgabe.

So sagt BDL zum Beispiel:
All Belt Drives Ltd. friction clutch plates are to be pre-soaked. No matter if it is a wet or a dry clutch all friction clutch plates are to be pre-soaked.

Link: http://beltdrives.com/wp-content/upload ... Plates.pdf

Das ganze soll natürlich mit jungfräulichen Belägen gemacht werden. Ich denke, mit alten durchgerockten wird das nx mehr bringen.
Das Verkleben kenne ich auch von meinem Bike. Ich habe lange ganz normale BDL (oder Barnett?!) Beläge im Ölbad gefahren und habe da auch oft Richtung Saisonende gemerkt das die Kupplung schlechter trennte. Da klebten dann immer ein paar Reibscheiben mit den Stahlscheiben zusammen.

Gruß,
Gerry
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Hoschi
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Hoschi »

Servus Norbert und Gerry,

danke für eure Tips. Ich fahre derzeit die roten ALTO-Beläge vom Großhans, da stehen keine weiteren Hinweise dabei, ob für trocken oder nass geeignet. Ich vermute jedoch, dass die für die Originalkupplung im Ölbad ausgelegt sind.
Likoer hat geschrieben: Kaufe Dir Beläge, die nur für den Nassbetrieb geeignet sind, du wirst sehen, sie verhalten sie ganz anders, wenn Du sie "einlegst".
Du hast registriert, dass ich eine trocke Kupplung fahre? Denkst du trotzdem, dass Beläge für Nassbetrieb nach "Einlegen" dort funktionieren?

Gruß
Hoschi
Arthur
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Arthur »

Hallo Hoschi,

fahre auch trockene Kupplung. Manchmal ist die Kupplung nach dem Winter festgebacken. Dann sehe ich nach dem Zerlegen, dass sie verölt ist. Da hilft nur Bremsenreiniger. Deshalb kann ich das mit dem Einlegen in Öl bei Trockenkupplung auch nicht nachvollziehen.

Außerdem habe ich öfters das Problem, dass die Kupplung beim Beschleunigen durchrutscht. Da hilft auch nur Bremsenreiniger und das Anrauen der Beläge. Öl würde ich da niemals draufmachen. Es geht doch um gewollte Reibung (wie bei der Bremse), warum Öl draufmachen?

Gruß Arthur
Hoschi
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Hoschi »

Hallo Arthur,

das bestätigt zumindest auch meine Beobachtung, dass die äußeren vom Ölnebel erreichten Beläge eher verkleben. Rein von der Physik her leuchtet mir das Einölen auch nicht ein, aber es scheint dennoch was dran zu sein, wenn sogar die Hersteller das empfehlen. Vermutlich gilt das aber nicht pauschal sondern nur für bestimmte Beläge, wie z. B. diese BDL, die Gerry erwähnt hat. Aber die schreiben ja auch, dass es am Anfang nach dem Einlegen zum Durchrutschen kommen kann.

Ich würde allerdings gerne wissen, ob auch bei Standardbelägen wie den ALTO das Einlegen was bringt oder überhaupt zulässig ist.

Weiter irritiert noch der Tip von Norbert, dass ich mir Beläge für nur Nassbetrieb kaufen soll, wo ich aber doch trocken fahre. Hattest du das mit der Trockenkupplung überlesen, Norbert?

Gruß
Hoschi
Arthur
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Arthur »

Was mir noch einfällt:

Es gibt Kupplungsnaben mit 3, 5 und 10 langen Bolzen. Meiner Meinung nach ist man mit 3 Bolzen gut bedient, macht das Einstellen am einfachsten. Aber bitte nicht nach Anleitungen mit Schieblehre. Kein Mensch kennt die vorliegenden Federkonstanten. Kupplung betätigen und schauen, ob die Druckplatte parallel abhebt.

Kann danach sein, dass im eingekuppelten Zustand die Druckplatte nicht parallel zu den Kupplungsscheiben steht, weil unterschiedliche Federvorspannungen wegen unterschiedlichen Federkonstanten nötig sind.

Gruß Arthur
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liekoer
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von liekoer »

Hallo Hoschi,
da haben wir uns missverstanden, denn ich habe folgendendes gelesen:
... ist das genau der falsche Weg, müsste ich sie ölen? (Primärkette im Blechkasten mit Tropfaschmierung)...
Daraus konnte ich nicht wirklich schließen, dass Du eine "trockene Kupplung" fährst, bzw. das verstehe ich immer noch nicht. Fährst Du nun einen Riemen (trocken) oder hast Du den Kasten von der Ölpumpe abgehängt, dann fährst Du trotzdem keine Trockenkupplung.

Die Alto fahre ich auch, trocken im Panshovel. Damit habe ich gar keine Probleme. Ich lege sie nicht in Öl.
Wobei ich muss dazu sagen, dass ich ein festes Lager verbaut habe und Stauferfett oder ähnliches (aus dem normalen Rollenlager) die Kupplungsbeläge nicht verschmutzen kann. Der Kasten ist komplett Öl- und Fettfrei.
Vielleicht die Lager nur hauchdünn fetten.

Für den Nassbetrieb würde ich immer wieder die Barnet oder die einfachen Reibscheiblensätze (W&W 80-350) nehmen.
Kevlar finde ich persönlich überflüssig, weil sie nicht so funktionieren wie ich es möchte.

Gruß
Norbert
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liekoer
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von liekoer »

Arthur hat geschrieben:Was mir noch einfällt:

Es gibt Kupplungsnaben mit 3, 5 und 10 langen Bolzen. Meiner Meinung nach ist man mit 3 Bolzen gut bedient, macht das Einstellen am einfachsten. Aber bitte nicht nach Anleitungen mit Schieblehre. Kein Mensch kennt die vorliegenden Federkonstanten. Kupplung betätigen und schauen, ob die Druckplatte parallel abhebt.

Kann danach sein, dass im eingekuppelten Zustand die Druckplatte nicht parallel zu den Kupplungsscheiben steht, weil unterschiedliche Federvorspannungen wegen unterschiedlichen Federkonstanten nötig sind.

Gruß Arthur
Hallo Arthur,

Für die Grundeinstellung kann das Abmessen schon vorteilhaft sein, zumal dann eine recht zufriedenstellende Vorspannung vorhanden ist. Ansonsten ist die Gefahr doch sehr groß, dass die Federn zu stark vorgespannt werden.
Damit ist es aber nicht getan, die Kontrolle und das Nachjustieren auf paralelles Abheben ist danach noch weiterhin notwendig. Und dass wiederum kann man eben auch feststellen, wenn sich die Nabe bei gezogender Kupplung ohne Widerstand drehen lässt.

Gruß
Norbert
Hoschi
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Re: Kupplung rupft

Beitrag von Hoschi »

liekoer hat geschrieben:Hallo Hoschi,
da haben wir uns missverstanden, denn ich habe folgendendes gelesen:
... ist das genau der falsche Weg, müsste ich sie ölen? (Primärkette im Blechkasten mit Tropfaschmierung)...
Daraus konnte ich nicht wirklich schließen, dass Du eine "trockene Kupplung" fährst, bzw. das verstehe ich immer noch nicht. Fährst Du nun einen Riemen (trocken) oder hast Du den Kasten von der Ölpumpe abgehängt, dann fährst Du trotzdem keine Trockenkupplung.
Hi Norbert,

bin mir über die Definition selber unklar, ob meine nun als trocken oder nass zählt. Ich fahr sie so, wie bis einschließlich Panhead original war. Primärkasten aus Blech, wobei die Kette tröpfchenweise von der Pumpe Öl bekommt, welches dann durch eine Ablaufbohrung unten wieder raustropft. Also kein Ölvorrat im Primärgehäuse, lediglich Ölnebel durch die Hitze und das Abschleudern von der Kette. So kommt es dann, dass sich auf alle Teile ein dünner Ölfilm legt, der bei der Kupplung jedoch nicht bis an die inneren Scheiben herankommt.

Für mich ist das eher ne Trockenkupplung, weil die Beläge nicht im Ölbad eintauchen.

Gruß
Hoschi
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