Re: Die Company wurde (mal wieder) gerettet !
Verfasst: 06.02.2009, 09:26
Moin
Kriese?
Da ich mich ja beruflich darum kümmere das die Elenden, Obdachlosen und Drogenfreaks in den "Genuss" der auch ihnen per Grundgesetz zustehenden Menschenrechte kommen, habe ich eher mehr zu tun.
Leider ist aber die Finanzierung des Projektes immer schon wackelig, da wir eben nur einen Kunden haben und Vater Staat ist ja hier in Bremen quasi DIE Kriese.
Was mich an der ganzen Sache viel mehr verwirrt, ist die Offensichtlichkeit dessen, das den Mächtigen scheinbar der Begriff Schulden etwas unklar geworden ist.
Wie bei meinem Klientel scheint der Staat mittlerweile nur noch seinen Fokus auf Leihen und überhaupt nicht mehr auf Abzahlen zu haben.
Obdachlose Drogenfreaks (ich vermeide absichtlich das Wort Junkies) agieren exakt so.
Bei denen kann ich das aber auch etwas nachvollziehen, da intravenöser Drogenkonsum drei Mal am Tag ein russisch Roulette ist und wen interessiert da in dem Moment noch die Schufa oder selbst die Schulden beim "Libanesen" oder "Schwarzen Mann"?
Nur wenn das Verhalten der Regierung gleich dem von absolut Hoffnungslosen gleicht, mache ich mir doch etwas Sorgen.
Oder sollten unsere Politiker wie die Drogisten in der Notunterkunft auch nur noch im Moment leben und nur von Rausch zu Rausch planen?
Aussehen tut es beinahe schon so.
Bei den Amis ist das ja wie immer alles noch drei Nummern größer als bei uns hier und die einzige mir bekannte (und historisch immer genommene) Variante aus dem Spiel wieder raus zu kommen ist die Enteignung von Volksvermögen (= Geldentwertung).
Direkt wie z.B. auf Kuba nach der Revolution oder aber indirekt durch Geldentwertung, wie z.B. bei den Nazis in den Vorkriegsjahren.
Denn der Staat kann pleite gehen - das haben Staaten zu allen Zeiten und zu allen Gelegenheiten bewiesen. Nur leider geht dann immer auch das Volk pleite.
Wer von uns realisiert schon wirklich das wir jetzt schon jeden Tag/Monat/Jahr den Kapitaldienst für über 20.000 Euro bedienen mit unserer Lebensleistung? Und das sind statistisch alle (Omas, Behinderte und Säuglinge incl.), faktisch aber nur die Arbeitenden und ein wenig die Vermögenden. Daher sind die Belastungen so hoch.
Daher ist Warren B. wohl auf der sicheren Seite, wenn er auf massive Dollarabwertung setzt - anders kommen die nicht mehr klar sobald der Chinamann nichts mehr leihen kann und sein Geld wiederhaben will, weils selber eng wird.
Da die Schulden in Dollares sind, bring da eine Abwertung (Enteignung des Gläubigers!) jede Menge Luft.
Die eigentliche Frage ist nur ob das über eine galoppierende Inflation oder über einen brutalen Schnitt geschieht.
"Yes we can!" bekommt dann eine ganz andere Bedeutung und wird wohl viele hier überraschen (zumindest werden die so tun als ob!).
So wie der Slogan "Enduring Freedom" ja auch eher zu seiner Alternativübersetzung hingeht.
Enduring ist eben nicht nur "andauernde" Freiheit, sondern kann auch "aushalten" und "durchleiden" bedeuten, was ja der Realität deutlich näher kommt.
Mensch was schwafel ich wieder, Tschuldigung an alle Leser, die das nicht interessierte, aber da wir ein globalisiertes Hobby haben, wird uns das schon tangieren und zumindest ich freue mich über jeden der mir meinen Pessimismus dazu hier etwas verringert.
Froh wäre ich wenn ich mich total irren würde und alles Bingo liefe.
Gruß. Maruski
Kriese?
Da ich mich ja beruflich darum kümmere das die Elenden, Obdachlosen und Drogenfreaks in den "Genuss" der auch ihnen per Grundgesetz zustehenden Menschenrechte kommen, habe ich eher mehr zu tun.
Leider ist aber die Finanzierung des Projektes immer schon wackelig, da wir eben nur einen Kunden haben und Vater Staat ist ja hier in Bremen quasi DIE Kriese.
Was mich an der ganzen Sache viel mehr verwirrt, ist die Offensichtlichkeit dessen, das den Mächtigen scheinbar der Begriff Schulden etwas unklar geworden ist.
Wie bei meinem Klientel scheint der Staat mittlerweile nur noch seinen Fokus auf Leihen und überhaupt nicht mehr auf Abzahlen zu haben.
Obdachlose Drogenfreaks (ich vermeide absichtlich das Wort Junkies) agieren exakt so.
Bei denen kann ich das aber auch etwas nachvollziehen, da intravenöser Drogenkonsum drei Mal am Tag ein russisch Roulette ist und wen interessiert da in dem Moment noch die Schufa oder selbst die Schulden beim "Libanesen" oder "Schwarzen Mann"?
Nur wenn das Verhalten der Regierung gleich dem von absolut Hoffnungslosen gleicht, mache ich mir doch etwas Sorgen.
Oder sollten unsere Politiker wie die Drogisten in der Notunterkunft auch nur noch im Moment leben und nur von Rausch zu Rausch planen?
Aussehen tut es beinahe schon so.
Bei den Amis ist das ja wie immer alles noch drei Nummern größer als bei uns hier und die einzige mir bekannte (und historisch immer genommene) Variante aus dem Spiel wieder raus zu kommen ist die Enteignung von Volksvermögen (= Geldentwertung).
Direkt wie z.B. auf Kuba nach der Revolution oder aber indirekt durch Geldentwertung, wie z.B. bei den Nazis in den Vorkriegsjahren.
Denn der Staat kann pleite gehen - das haben Staaten zu allen Zeiten und zu allen Gelegenheiten bewiesen. Nur leider geht dann immer auch das Volk pleite.
Wer von uns realisiert schon wirklich das wir jetzt schon jeden Tag/Monat/Jahr den Kapitaldienst für über 20.000 Euro bedienen mit unserer Lebensleistung? Und das sind statistisch alle (Omas, Behinderte und Säuglinge incl.), faktisch aber nur die Arbeitenden und ein wenig die Vermögenden. Daher sind die Belastungen so hoch.
Daher ist Warren B. wohl auf der sicheren Seite, wenn er auf massive Dollarabwertung setzt - anders kommen die nicht mehr klar sobald der Chinamann nichts mehr leihen kann und sein Geld wiederhaben will, weils selber eng wird.
Da die Schulden in Dollares sind, bring da eine Abwertung (Enteignung des Gläubigers!) jede Menge Luft.
Die eigentliche Frage ist nur ob das über eine galoppierende Inflation oder über einen brutalen Schnitt geschieht.
"Yes we can!" bekommt dann eine ganz andere Bedeutung und wird wohl viele hier überraschen (zumindest werden die so tun als ob!).
So wie der Slogan "Enduring Freedom" ja auch eher zu seiner Alternativübersetzung hingeht.
Enduring ist eben nicht nur "andauernde" Freiheit, sondern kann auch "aushalten" und "durchleiden" bedeuten, was ja der Realität deutlich näher kommt.
Mensch was schwafel ich wieder, Tschuldigung an alle Leser, die das nicht interessierte, aber da wir ein globalisiertes Hobby haben, wird uns das schon tangieren und zumindest ich freue mich über jeden der mir meinen Pessimismus dazu hier etwas verringert.
Froh wäre ich wenn ich mich total irren würde und alles Bingo liefe.
Gruß. Maruski