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Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 15.03.2015, 18:41
von Hoschi
Hallo zusammen,
bei mir stellt sich auch langsam die Frage. ob ich die eingelaufenen Kupplungsfinger (Stifte) austauschen, oder eine neue Komplettnabe kaufen soll. Aufgrund der Tips in diesem Beitrag und der Einschätzung meiner eigenen Möglichkeiten tendiere ich zur neuen Nabe.
Ich bin allgemein kein Freund von Fernost-Nachbauten, vor allem bei funktionskritischen Teilen wie der Kupplung. Mir fällt da spontan ein, ob der Werkstoff der Stifte und die Härte richtig gewählt sind, gleiches gilt für die Lagerlauffläche. Bei den Fertigungstoleranzen sehe ich eher keinen größeren Grund zur Besorgnis, als bei einem OEM-Teil, weil die CNC-Maschinen in China bestimmt nicht schlechter sind. als anderswo.
Es würde mich interessieren, ob ihr mit den Nachbaunaben gute Erfahrungen gemacht habt. Hat jemand dabei schon mal richtig in die Kacke gelangt? Sorry, ist keine wirklich technische Frage, aber nachdem das Forum öfter auch mal als kostenloser Google-Service ranhalten muss, dachte ich mir, reicht ja, wenn ein anderer das Lehrgeld schon bezahlt hat
Grüße
Hoschi
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 15.03.2015, 19:58
von incubo
Hallo Hoschi
Ich habe diesen Winter eine neue Nabe eingebaut, weil mir der Aufwand die Bolzen zu wechseln zu groß war. Die komplette Nabe kostet nur unwesentlich mehr als die Ersatzbolzen. Kann dir aber nur raten alles erstmal zu prüfen ob alles zusammenpasst. Ich mußte die Nut für den Keil in der Welle erstmal mit der Feile bearbeiten. War am Eingang 2/10 mm zu eng.
Außerdem sind die Nuten für die Sicherungsringe auf den Bolzen ca 2 mm weiter innen als bei meiner alten Nabe. Der Retainer passt also gerade noch.
Bin heute erst mit dem Zusammenbau fertig geworden und das Moped mal im Stand laufen lassen. Sieht gut aus. Kupplung muß ich noch einstellen. Gefahren bin ich noch nicht. (Bei mir immer noch Schnee) Aber so scheint die Sache rund zu laufen.
Gruß Otto
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 15.03.2015, 20:20
von Hoschi
Hallo Otto,
hab gerade gesehen. der Boon hat auch eine 5-Finger OEM-Nabe für unwesentlich mehr Geld als die Nachbauten, die ich so kenne. Bin am überlegen, ob ich so eine nehmen soll.
Genau solche "kleinen" Abweichungen bei dem Nachbautzeugs, wie du sie beschrieben hast, machen mich eben unsicher, ob man dann bei den wichtigen Merkmalen richtig von der OEM-Zeichnung abgeschaut hat.
Gruß
Hoschi
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 15.03.2015, 20:54
von Christian
Hi Hoschi,
fahre die 5-Bolzen-Nabe zusammen mit BigFix-Lager und Retainer seit Jahren und kann sie in dieser Kombination nur empfehlen.
Gruß, Christian
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 16.03.2015, 07:24
von Hoschi
Hi Christian,
wenn du die seit min. 2009 fährst, kann sie nicht schlecht sein. Auf solche Referenzen hatte gehofft, danke.
Und dir, Otto, wünsche ich mal, dass deine genau so lange halten wird.
Mir fehlt noch das Gefühl dafür, wie lange eine Nabe halten muss, bis die Finger Rillen bekommen dürfen.
Gruß
Hoschi
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 16.03.2015, 08:15
von Erich
Christian hat geschrieben:Hi Hoschi,
fahre die 5-Bolzen-Nabe zusammen mit BigFix-Lager und Retainer seit Jahren und kann sie in dieser Kombination nur empfehlen.
Gruß, Christian
Servus Hoschi,
ich auch, günstige Version von MCS...bei mir hat damals alles gepaßt.
Gruß, Erich
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 16.03.2015, 09:26
von Don Rocket
Moin zusammen
Ganz wichtig ist, was der Rainer eingangs mehrfach erwaehnt hat: Als Erstes immer pruefen, ob der Konus satt traegt. Tut er das nicht, kann der Keil abscheren, die Nabe dreht dann auf der Getriebeausgangswelle und alles ist am Arsch.
Kommt leider haeufig vor und bedeutet viel Nacharbeit.
Gruß
Dieter
Re: Kupplungsnabe
Verfasst: 16.03.2015, 18:08
von Hoschi
Don Rocket hat geschrieben:Moin zusammen
Ganz wichtig ist, was der Rainer eingangs mehrfach erwaehnt hat: Als Erstes immer pruefen, ob der Konus satt traegt. Tut er das nicht, kann der Keil abscheren, die Nabe dreht dann auf der Getriebeausgangswelle und alles ist am Arsch.
Kommt leider haeufig vor und bedeutet viel Nacharbeit.
Gruß
Dieter
Servus Dieter,
der Hinweis ist bei mir auf jeden Fall abgespeichert.
Vor zwei Tage noch konnte ich die Kupplung nicht dosieren. Es gab entweder getrennt oder schlagartig Reibschluss.
Wie es heute aussieht, kann ich den Kauf einer neuen Nabe doch noch rauszögern. Da ich heute beim TÜV war, habe ich vorher eigentlich nur als "besser als gar nix" Maßnahme die Führungslöcher der Reibscheiben leicht angesenkt und die Führungsnuten der Metallscheiben mit der Feile entgratet. Hatte mir keine große Wirkung davon erhofft, da die Stifte schon stark eingelaufen sind, auch die Führungsklötze im Kupplungskorb. Der TÜV Prüfer hat gesagt, er hätte noch keine Harley gefahren, die so weich schaltet und kuppelt
Ich bin selbst total begeistert von der Wirkung dieser kleinen Maßnahmen.
Gruß