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Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 16:02
von KayTee
Moin Rainer,
rainer_aus_ulm hat geschrieben:Hmmm ...
normale OEM-Beläge in deinen offenen Korb ?
Wenn das geht (warum nicht ? ) ... ich habe die billigsten von W&W drinne.
:?: Sind die derart teuer geworden ?
Bucht- und Grosshans-geschädigt fand ich 130€ (statt ca. 50 sonstwo) schon steil, wie gesagt, für fünf einfache Scheibchen ohne "Racing-Kevlar-Kugelsicher"-Aufschlag.

Das bisherige set-up funktioniert nicht, also Umsehen vor Geldverbrennen. Ich gehe gleich runter und pflücke das Paket mal auseinander, mal sehen, was sich so findet.
rainer_aus_ulm hat geschrieben: Alto ?
Das sind doch nur die Stahlscheiben , oder nicht ?
Ich meine die 6. von unten HIER

Danke & Gruß,
KayTee

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 16:17
von rainer_aus_ulm
OK, hab`s begriffen.

Nochmal: Ich fahr`den Kasten mit Öl, Kette & Good-Price Trockenkupplung.
Nicht daß wir aneinander vorbeibabbeln.

Ich hab mal einen Pack von roten Trockenbelägen geschenkt bekommen ...
... keine 20Km später lag der Scheiß im Dreckeimer.
Rainer ist nämlich sehr sensibel !

3 Tage später auf`m Swap-Meet verranzte, graue Beläge mitgenommen:
Tip-Top seit >25.000.

Thema Federn ist kein Thema.
Das Billigste !
Auf keinen Fall diesen Heavy-Duty Müll.

Baust du den Korb noch ab ?

rainer

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 17:44
von Erich
Hi,
etz hab i mi dermaßen reingesteigert, daß i des mit den Würzburger Billigdingern mal teste!
Die Saubermacherei der Kevlars nervt scho seit längerer Zeit und etz bin i sicher, daß es nur daran liegt (war scho lang mein Verdacht). Und geht ja scheints net nur mir so.
Außerdem sinds eh scho bald zu dünn. is ja keine wirklich große Investition. Performance Kupplung muß sowieso no warten, derweil mag i mi aber net ärgern.
Sag dann auf jeden Fall Bescheid!
Grüße, Erich

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 17:55
von Grisu
Hi,
Kevlar Kupplungen sollen vor dem ersten Einbau in Öl eingelegt werden, danach ist gut. Ich hab von meinen verkauften "Energy One" bisher nur positive Rückmeldungen.
Gruß
Grisu

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 18:11
von Bernd81
moin GRISU,
sag ich doch.Von welchem Öl sprichst duß

Gruss Bernd

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 19:28
von KayTee
Moin nochmals allerseits,

Es war trocken, Frau und Zwerg zum "Baby Versenken", also los.

- die Stahlscheiben haben als Ruckdämpfer eine Art O-Ringe. Nie gesehen. Was ist das für ein Fabrikat? Natürlich fiel mir einer der O-Ringe entgegen
- die Kupplungsscheiben selbst sind relativ hell grau und ohne Beschriftung. Verschleiß sah ok aus, teilweise klar erkennbar, dass sie nicht auf ganzer Fläche tragen. Sie bewegen sich frei aber relativ eng auf den Fingern der Nabe.

Ich habe reichlich fettigen Dreck entfernt. Ein Tamer ist verbaut, ich hatte nicht die Muße, die drei Sprengringe runter zu fummeln um nach dem Lager zu schauen.

An den "Steinen" in der Glocke sind jeweils vier deutliche "Einschlagkerben". Kein Wunder, so hart wie die Kupplung zuschlägt.

Alles gesäubert, wieder zusammen gebaut, unverändert.

Was sind das für Reibscheiben? Was sind das für Stahlscheiben?
Macht es Sinn, die Reibscheiben jetzt noch in Öl einzulegen?

Ich würde jetzt die Bohrlöcher der Scheiben erweitern und mit einer Feile die Nasen in den "Steinen" zu schlichten versuchen.

Oder ist das alles Tinnef?

Danke & Gruß,
KayTee

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 20:08
von Landmark
KayTee hat geschrieben:
(...)

Ich habe reichlich fettigen Dreck entfernt. Ein Tamer ist verbaut, ich hatte nicht die Muße, die drei Sprengringe runter zu fummeln um nach dem Lager zu schauen.
Moin Kaytee,

ich würd mir doch die "Mühe" machen und den Tamer/Retainer runter zu nehmen, allein schon um das Lager mal zu schmieren. Mit einer passenden Sprengring-Zange ist das auch sehr fix gemacht.
KayTee hat geschrieben:
An den "Steinen" in der Glocke sind jeweils vier deutliche "Einschlagkerben". Kein Wunder, so hart wie die Kupplung zuschlägt.


(...)
Die Kerben in den Mitnehmern sind wahrscheinlich schon ein (oder gar der ) Verursacher der digitalen Kupplungsfunktion.

-> Scheiben rasten (verharken) sich in den Kerben und anstatt beim einkuppeln auf der glatten Fläche dosiert zu gleiten wird erst eine "Losbrechkraft" benötigt um diese Kerben zu überwinden und läst die Kupplung dann schlagartig zuschlagen.

Das es dabei recht unschöne Geräusche gibt liegt in der Natur der Sache.

Solltest auf jeden Fall die eingekerbten Mitnehmer austauschen.

Viel Erfolg

Landmark

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 21.02.2012, 20:17
von Grisu
@ Bernd
Ich habe Deine Aussage nur noch mal bekräftigt. KayTee hat dann aber nochmal gefragt ob das regelmäßig wiederholt werden muß. Daher die Antwort.

@ KayTee
Es kann mit Sicherheit nicht schaden, wenn Du probierst, die Scheiben einzulegen. Wobei ich von der Aussage abweiche, das es unbedingt Getriebe/Hydrauliköl sein muß. Wichtig ist das es mineralisches Öl und kein synthetik ist. 20-50 beispielsweise. Die Reibscheiben sollten 10-15 Minuten im Öl liegen.
Die Belege die ich hier noch liegen habe sind auch Grau.

Gruß
Grisu

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 07:40
von liekoer
Moin

@KayTee
Viel Glück beim schlichten. Ich galube Du wirst versagen ;-). Ich denke, die "Steine" sind aus hochwertigen, gehärteten Stahl, da gibt es nichts zu bearbeiten, was ja auch logisch ist. Ansonsten würde die Abnutzung ja extrem sein.
Vielleicht hat sie ja auch schon einer mal nachgebaut und Du hats deshalb die Kerben in den Steinen.
Mach doch mal ein oder zwei Fotos.

Gruß
Norbert

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 07:47
von rainer_aus_ulm
Landmark hat geschrieben:
Moin Kaytee,

ich würd mir doch die "Mühe" machen und den Tamer/Retainer runter zu nehmen, allein schon um das Lager mal zu schmieren. Mit einer passenden Sprengring-Zange ist das auch sehr fix gemacht.
Aber unbedingt ! Eine germanische Qualitätszange mit der Größe A0 (A Null) für 12 Taler sorgt für ein entspanntes Umfeld.

Foddo hilft deine Stahlscheiben zu identifizieren.

Bei der OEM-Trockenkupplung lege ich die Scheiben nicht ins Öl. Auch nicht die Nachbauscheiben. Daß man diesen Performancemüll einlegen soll, muß habe ich auch schon paar Mal gelesen.
Wieso bloß 4 Scheiben ?

Norbert: Gehärteter Stahl aus China ? :mrgreen: :mrgreen:
Aber selbst wenn das Feld & Wiesenstahl ist halte ich diese Arbeit händisch kaum durchführbar. Eine Fräse wäre nett.

rainer

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 10:06
von KayTee
Moin allerseits!

Ja, natürlich nehme ich den Retainer (die Plastescheibe mit Sprengringen) raus um mir das Lager anzusehen. Bei dämmerigem Licht auf dem Boden knieend war das gestern nicht kompatibel mit meiner Stimmung (VORSCHLAGHAMMER!!) ;)

Die "Steine" schauen für mich original aus, sind genietet und nicht verschraubt. Gibt es die überhaupt als Austauschteil?!? Also, auf eine neue Glocke habe ich ja jetzt *fast* Bock ... zumal eines der 10 Gewinde der Stehbolzen sich verabschiedet hat. Tja, wenn's läuft, dann läuft's ...

Fotos mache ich beim nächsten Versuch. Fettig-schmierige Hände und Digitalkameras vertragen sich nicht gut.

"Stahlscheiben mit O-Ring Dämpfung", klingelt das bei jemandem?

Danke & Gruß,
KayTee

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 11:31
von liekoer
Hallo KayTee

Meines Wissens gibt es die Gleitsteine nur von Karata, da die "Steine" mit Inbusschrauben befestigt werden und zwar mit M 6 in den Steinen. Der Abstand der Löcher stimmt aber nicht mit BDL überein.

Ich habe meinen Korb auch gerade auseinander. Die Steine sind etwas lose gewesen, so dass ich mich entschieden habe, die Nieten zu entfernen. Ich habe mit M 5 Senkkopfschrauben (10.6) besorgt und werde diese dann mit einer Stoppmuttern und wahrscheinlich Loctite festsetzen.

Zuerst wollte ich in die Steine ein Gewinde bohren, bloß auf Grund des "Härtegrades" habe ich das verworfen. Ein Gewinde in die Glocke schneiden scheidet auch aus, weil die Niete schon eine Größe von 5 mm hatte. M 6 geht nicht, weil ich die Steine nicht bohren kann :-( ...ein Teufelkreis => a devilcircle :-)

Gedanklich war ich auch schon so weit, dass ich die Löcher in der Glocke auf 6 mm aufbohre und Langmuttern abdrehe und die da reinstecke, fand dich aber nach der ersten abgedrehten Mutter nicht mehr so gut => Begründung: keine

Gruß
Norbert

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 11:36
von liekoer
...ich vergaß:
"Stahlscheiben mit O-Ring Dämpfung", klingelt das bei jemandem?
So einen Tip hatte ich mal von einem Forumsmitglied bekommen. An die "Nasen/Einkerbungen" der Kupplungscheiben O-Ringen verbauen. sie sollten das Klappern beim Auskuppeln verhindern/dämpfen.
Ich habe es nicht ausprobiert.

Gruß
Norbert

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 12:11
von kickstartworks
moin !
so nun der zottel wieder zu seinem lieblingsthema : die HD kupplung, aufzucht und pflege.
diese kupplung gibt es nun seit über 60 jahren (oder länger) in grundsätzlich unverändeter form und die leistung unserer motoren hat sich eigendlich nur marginal verändert.
eingeschlagene gleitsteine und eingelaufene finger der nabe sind grundsätzlich einer einwandfreien funktion abträglich. diesen erhöhten verschleiss rechne ich den nicht dosierbaren "rennbelägen" zu.
die stahlscheiben mit den kugeln, die es heute neu zu kaufen gibt entsprechen nicht im entferntesten der qualität von orginalscheiben mit kugeln und verabschieden sich von diesen innerhalb kürzester zeit und sind dann im korb zu finden.
also nehmen wir stahlscheiben ohne diese kugeln.
alto ist einer der grösster hersteller für kupplungbeläge und hat welche im programm, die man bedenkenlos statt der orginalen einbauen kann, ohne kevlar und zeuch.
Federn braucht man auch keine stärkeren, denn das einzige was diese bewirken ist eine grössere handkraft und das vorzeitige ableben des drucklagers, mit seinen einzelteilen und abrieb im getriebe.

ist der tamer in ordnung und das lager und der korb bewegt sich nur wenige 10tel mm, wird die kupplung nach dem einbau glatter, neuer finger oder dem ersetzen der nabe incl der finger und dem glätten der gleitsteine im korb, dem einbau oem gleicher beläge und scheiben und anschliessender penibler einstellung einwandfrei funktionieren.

ende

:D

Re: merkwürdiges Kupplungsphänomen

Verfasst: 22.02.2012, 14:13
von liekoer
Hallo kickstartworks

Vollste Zustimmung, aber mich würde interessieren:

1. Wie glättest Du die Gleitsteine?
2. Falls Du sie ausbaust, wie befestigtst Du sie wieder? Nieten? Wenn ja Kaltnieten?

Und mal so nebenbei; mir ist aufgefallen, dass es auch unterschiedliche Stahscheiben gibt. Zu einem die, deren Einkerbung für die Gleitsteine immer gleich (1-2 cm größer als die Gleitsteine selbst) ist und die, deren Einkerbung für die Gleitsteine unterschiedlich ist (jede zweite Einkerbung ist doppelt so groß). Das waren übrigens "kugellose"
Gibt es daür einen Grund?

Gruß
Norbert