Shovelhead Modifications

Moderator: Gerry

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schribi
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von schribi »

Hallo Zusammen,

o.k. mein Motor Setup letzten Sommer:

S&S Kolben 1:8 noch kein Übermaß
S&S Zylinder Standard Maße
S&S Köpfe die haben Modifizierte Ein und Ausgänge so wie von S&S geliefert und Federn für 0.590" Ventilhub
CV Vergaser mit dem Dynojet Tunigkit 190 Hauptdüse und 48 leerlauf (auserdem getestete Vergaser SU Eliminator II und Bandix)
Zündung Altmann Dualfire mit 2 ohm Taiwan old Style Spule und stage II sport Kurve 34,5° bei 2700 u/min
Nockenwelle Adrews J
Auspuff irgend ein 2 in 2 Auspuff der immer schon drauf war seit dem ich das Bike habe. PHD 115 ist eingestanzt die Krümmer haben 44mm und hinten das Loch wo das Abgas raus kommt auch. Leise ist er nicht aber es gibt auch lautere. So von meinem Gefühl her paßt der ganz gut.
Kurbenwellengehäuse STD
Kurbelwelle und Hub Standard
Ölpumpe Standard
Getriebe Standart
Übersetzung Standart

Motor Leistung:

nicht schlecht von unten könnte aber etwas besser sein. Vor allem gibt es bei Drehzahlen über 3000 U/min überhaubt keine leistungs Steigerung mehr. Da schalt ich besser gleich schon einen Gang höher.
Manchmal beim überholen komm ich schon auf ca. 5000U/min aber da tut mir der Motor schon leit...

Was habe ich vor:

Das Motorrad sollte halbwegs alltagstauglich bleiben ich fahre im Sommer jeden Tag auf die Arbeit ca. 30km hin und 30km zurück auf der Landstraße. In der Stadt muß ich nur an zwei Ampeln vorbei also kein Problem mit Temperatur. Absolutes min. für hatbarkeit des Motors 30000km.
Am Wochenende fahr ich öfters mit EVOs mit.... :shock:

Was will ich noch machen:

Verdichtung erhöhen
Ventile einschleifen (Sitze sind nicht mehr so gut aber noch dicht)
Porting am Manifould ????
Eventuell andere Nocke
EVO Zündspule montieren
und wenn jemand eine gut Idee hat dann das auch noch :twisted:

Gruß

Schribi

P.s.:
Ich hoffe ihr könnt euch jetzt ein besseres Bild machen :)
Arthur
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Arthur »

Hallo schribi,

ich würde erst herausfinden, warum über 3000 rpm keine „Leistungssteigerung“ kommt. Da stimmt was nicht.

Gruß Arthur
Hoschi
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Hoschi »

Hi Schribi,

hast du einen Drehzahlmesser, oder sind das mit den 3000rpm bzw. 5000 beim Überholen eine Schätzung? Die J Nocke sollte in einem Standardmotor mit Verdichtung um die 8:1 mindestens bis 4500rpm ein ordentliches Drehmoment ohne ausgeprägte Spitzen oder Löcher liefern, Brot und Butter Nockenwellle eben. Hast du dich schon mal selbst von der richtigen Einstellung der Steuerzeiten überzeugt?

Fährst du Hydrostößel oder starre? Einwandfreie Funktion sicher bzw. Spiel richtig eingestellt?

Ich tippe zunächst mal auf nicht optimales Gemisch in Zusammenhang mit deinem Auspuff. Die Zündung mit 34,5° ab 2700rpm dürfte nicht das Problem sein.

Gruß
Hoschi
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Landmark
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Landmark »

schribi hat geschrieben:Hallo Zusammen,

(...)

CV Vergaser mit dem Dynojet Tunigkit 190 Hauptdüse und 48 leerlauf (auserdem getestete Vergaser SU Eliminator II und Bandix)

(...)

Motor Leistung:

nicht schlecht von unten könnte aber etwas besser sein. Vor allem gibt es bei Drehzahlen über 3000 U/min überhaubt keine leistungs Steigerung mehr. Da schalt ich besser gleich schon einen Gang höher.
Manchmal beim überholen komm ich schon auf ca. 5000U/min aber da tut mir der Motor schon leit...

(...)

Moin Schribi,

so aus dem Bauch raus würd ich auch, wie Hoschi, auf ein nicht optimales Gemisch tippen -> zu mager bei "Vollast"!? -> zu kleine Hauptdüse!?

Wie hast du die Abstimmung der Bedüsung(sgrößen) vorgenommen? Nach Kerzenfarbe oder mit ner ColourTune-Kerze oder gar auf nem Leistungs-Prüfstand?



schribi hat geschrieben:
(...)



Was habe ich vor:

(...)

Verdichtung erhöhen
Ventile einschleifen (Sitze sind nicht mehr so gut aber noch dicht)
Porting am Manifould ????
Eventuell andere Nocke
EVO Zündspule montieren
und wenn jemand eine gut Idee hat dann das auch noch :twisted:

Gruß

Schribi

P.s.:
Ich hoffe ihr könnt euch jetzt ein besseres Bild machen :)

Zum Porting: Du hast ja schon S&S-Köpfe, die von Haus aus schon einen, zum H.D.-Serien-Kopf veränderten (optimierten) Ansaug-/Einlaßbereich besitzen... Am Einlaßbereich herumfräsen würd ICH nicht unbedingt als Sofortmaßnahme durchführen.

Welchen Leistungsgewinn eine EVO-Zündspule bringen soll erschließt sich mir nicht so wirklich.

Ansonsten schließ ich mich den (allermeisten) Vorschreibern an; mach nicht zu viel auf einmal, optimiere (Abstimmung) erstmal das was du hast. Und überlege dir in welche Richtung du generell möchtest -> Hohe Leistung im höheren Drehzahlbereich oder hohes Drehmoment in "Keller", eines von beiden wirst du "vernachlässigen" müssen.

Zumindest ohne die "Helferlein" moderner Motoren wie z.B. elektronische Einspritzung, Schaltsaugrohre, variable Nockenwellen/Steuerzeiten oder Turbo-/Kompressoraufladung etc. pp.

Bevor man die Fräse ansetzt sollte man sehr gut selbst verstehen was man macht bzw. was im Motor dann vorgeht und sich besser nicht "blind" auf eine I-Net-Bastelanleitung verlassen.

Mach dich selbst über die physikalischen Zusammenhänge schlau -> z.B. "Fach-Bücher" lesen. Das Buch "Wege zum Hochleistungs-Viertaktmotor" von Ludwig Apfelbeck soll recht gut sein und vielleicht hat hier der ein oder andere noch einen guten Buchtipp.

Alles greift ineinander, jede Veränderung an einem "Schräubchen" zieht i.d.R. die Neueinstellung des Ganzen mit sich, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

My 2 cents


Gruß

Landmark
„Ich denke nicht, dass meine Lieder alle so traurig sind. Ich habe ein paar, die nicht traurig sind – die sind nur hoffnungslos.“ – Townes Van Zandt
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Partisan
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Partisan »

@Hoschi
Danke für die Erklärung. So habe ich mir das auch gedacht. Köpfe oder Zylinder abdrehen waren unsere gängigen Tuning-Jugendsünden (Zweitakter von 50 bis 250ccm) zudem polierte Kanäle usw. . Es reichte eben so, um der Erste am Baggersee zu sein. Ich erinnere mich an defekte Lager etc. als Ergebnis. Wenn diese Motoren ein- bis zweitausend Kilometer hielten, war man schon gut.
Will sagen: Es mag ja sein, dass die alten Harleymotoren noch ein Potential haben, aber dererlei Maßnahmen gehen nicht wirkungslos an der Mechanik vorbei. Niemand baut eine stahlbewehrte Brücke, wenn er nur mit der Schubkarre darüber fahren will.

Ich kann´s ja verstehen, dass man gern einen leistungsstärkeren Motor hätte und wenn das Ding ohnehin auseinander genommen ist, will man es auch optimieren. Ein Leistungszuwachs von ein paar Prozent für den Preis einer geringeren Lebensdauer des Motors wäre mir aber zu hoch. Nichts gegen einen Motor im Pan- oder Shovelstyle mit sagen wir mal um die 80 PS, da könnte ich auch schwach werden. Nur ein paar „kleine“ Änderungen reichen dafür halt nicht.
Da bleibe ich mal lieber bei Standard und Haltbarkeit und das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

@schribi
Du fragst nach guten Ideen?
Ich glaube, Motoren sind von der Herstellerseite her immer der beste Kompromiss, lassen sich aber auch optimieren, was sicher nicht zuletzt auch eine Preisfrage ist. Da denke ich an die optimale Abstimmung der Steuerzeiten, des Gemischs, der Zündung, feingewuchteter Wellen etc. .
Mit 2-3 PS mehr wirst Du auch nicht mit Deinen Kumpels mithalten können.
Mir reichte bisher ein nach meinem laienhaften Verständnis abgestimmter seriennaher Motor aus. Die signifikantesten Ergebnisse bei der Fahrdynamik habe ich mit der Primär- und Sekundärantriebsänderung erzielt. Und dann solls´ hier ja auch einen geben, der Vielganggetriebe verschleudert. Das war im Zusammenhang mit der Primär- und Sekundärantriebsänderung meine beste Entscheidung. Wobei ich weniger auf Ampelstarts als auf Laufruhe und hohe Endgeschwindigkeit stehe. Klar, mit einem solchen Setup ist Drehmoment besser als Leistung bei hohen Drehzahlen. Aber das 6-Ganggetriebe kompensiert so Einiges. Musst halt sehen, was Du selber willst.

Gruß
Jens
So blöd wie ich bin kann mir gar keiner kommen ;-)
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rainer_aus_ulm
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von rainer_aus_ulm »

Moin,

ich frage mich auch warum ihr die Jungs von damals immer als Idioten hinstellen wollt ?

Kenny Roberts hat die letzte Formel-1 Weltmeisterschaft gewonnen die nur abgesagt worden ist weil die Reifen kein Dauertempo von > 300Km/h ausgehalten haben.
Gewerkschaften, restriktive Regierungen und Gesetze haben in den 70ern vieles verhindert und ausgebremst. Mal zum Guten mal zum Schlechten.
Die MoCo konnte eben auch nicht immer wie sie wollte und Produkthaftung war damals schon ein Thema.

Ich habe keine richtige Antwort aber jeder der halbwegs klar in der Birne ist weiß daß ich Füllung & Verdichtung brauche um den Ponies mal in den Hintern zu treten.
Und das ist genau was der Author macht.

Natürlich wäre noch mehr möglich gewesen aber was mich an der Sache fasziniert ist:
Das ist ja irgendwie alles 08/15 !
Ok , die Köppe müssen bearbeitet werden aber jeder der in den Einlass schon mal reingeguckt hat weiß daß das wirklich nicht das Gelbe vom Ei ist.
Aber wenn ich mir den notwendigen Aufwand ansehe den andere betreiben ist ist der Artikel im Nightrider ja geradezu lächerlich simpel.

Wenn ich noch ein Speedfreak wäre .... und Harley meine Wahl .... würde ich den Motor GENAU SO bauen wollen :mrgreen:
Das Ding wird gehen wie die Sau.
Mehr Dampf von unten wie die 93er von S&S aber keine Scheu vor hohen Drehzahlen.

Cojones !

rainer
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Alter Furz der gerne und oft den Faden verliert.
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schribi
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von schribi »

Hallo nochmal,

also die Angaben wegen Drehzahl sind Schätzwerte.

Die Vergaserabstimmung hab ich so gemacht:

Leerlaufdüse mit Co2 Tester auf 12,5% glaub ich ist schon lange her aber sich er über 10%

In einem Vespa Forum gibt es da so eine Software zum downloaden. Da braucht man einen Mp3player. Da muß ein Widerstand vor den Mic Eingang gelötet werden. Dann schließt man den Player an der Lichtmaschiene an.
Wenn man nun auf Aufnahme geht nimmt der Player jedes mal wenn die Lichtmaschine einen Inbuls gibt ein "KLAK" auf. Im Programm muß man eingeben wieviele Spulen an der Lima sind.

So jetzt hab ich zwei Werte eine Zeitspanne und die Drehzahl.
Das Programm errechnet aus der Drehzahl und der Zeit der Aufnahme ein Leistungsdiagramm. Man kann noch allerhand einstellen Gewicht, Luftwiderstand, Übersetzung usw...

Nun bin ich immer genau die gleiche Strecke gefahren an einer Markierung hab ich dann im 3 Gang Voll beschleunigt. Das jedes mal mit einer anderen Hauptdüse. Die Düse mit der die Frequenz in der Aufnahme am schnellsten höher wird (steilster Winkel im Leistungsdiagramm). Die hab ich dann rein getan.

Zur Sache mit dem Gemisch:

Mir kommt das auch so vor als würde das Gemisch bei hoher Drehzahl immer Magerer.
Ich hatte da mal so einen Verdacht.
Als ich das letzte mal die Köpfe montiert habe, habe ich vergessen die Köpfe zum Manifould auszurichten. Mir ist es immer so vorgekommen als würde da Fremdluft gezogen. Das hab ich aber x mal und wider x mal mit dem Starterspray getestet. Ich konnte so viel Sprühen wie ich wollte der Motor hat nicht reagiert. Also hab ich das als "Dicht" Abgehakt.
Diesmal werden die Köpfe ausgerichtet. Der Gummiflansch vom Mikuni wird gegen ein Aluteil ausgetauscht. Zusätzlich habe ich noch an der hinteren Rockerbox eine Befestigungsbohrung gemacht damit der Vergaser diesmal auch wirklich sitzt.

Verdichtung:

Also wenn der Motor so komplett zerlegt ist wie jetzt bietet sich das mit der Verdichtung doch an.
Zylinder kürzen ist doch so ne Standard Maßnahme die jeder macht. Oder irre ich mich da?????????
Christian
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Christian »

Mensch Leute,

übertreibt es bloß nicht, die Saison geht bald los du was habt Ihr davon, wenn der Bock in der Theorie abgeht, wie Sau, aber in der Praxis in der Garage steht, weil leiderleider irgendwas nicht geklappt hat?

Dann heißt es wieder Marx war die Theorie und Murks war die Praxis.
Nee, dass kann's nicht sein.

Zum entspannt und zügig Fahren, Leute, brauchen wir keine Raketen. Da reicht ne längere Übersetzung und ein gut eingestellter Motor.

Die Linke zum Gruße, Christian
Lieber nen Shovel-Vibrator als nen TC-Staubsauger

Kicker rules!
SHOVEL55
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von SHOVEL55 »

schribi hat geschrieben:Hallo nochmal,

also die Angaben wegen Drehzahl sind Schätzwerte.

Die Vergaserabstimmung hab ich so gemacht:

Leerlaufdüse mit Co2 Tester auf 12,5% glaub ich ist schon lange her aber sich er über 10%

In einem Vespa Forum gibt es da so eine Software zum downloaden. Da braucht man einen Mp3player. Da muß ein Widerstand vor den Mic Eingang gelötet werden. Dann schließt man den Player an der Lichtmaschiene an.
Wenn man nun auf Aufnahme geht nimmt der Player jedes mal wenn die Lichtmaschine einen Inbuls gibt ein "KLAK" auf. Im Programm muß man eingeben wieviele Spulen an der Lima sind.

So jetzt hab ich zwei Werte eine Zeitspanne und die Drehzahl.
Das Programm errechnet aus der Drehzahl und der Zeit der Aufnahme ein Leistungsdiagramm. Man kann noch allerhand einstellen Gewicht, Luftwiderstand, Übersetzung usw...

Nun bin ich immer genau die gleiche Strecke gefahren an einer Markierung hab ich dann im 3 Gang Voll beschleunigt. Das jedes mal mit einer anderen Hauptdüse. Die Düse mit der die Frequenz in der Aufnahme am schnellsten höher wird (steilster Winkel im Leistungsdiagramm). Die hab ich dann rein getan.

Zur Sache mit dem Gemisch:

Mir kommt das auch so vor als würde das Gemisch bei hoher Drehzahl immer Magerer.
Ich hatte da mal so einen Verdacht.
Als ich das letzte mal die Köpfe montiert habe, habe ich vergessen die Köpfe zum Manifould auszurichten. Mir ist es immer so vorgekommen als würde da Fremdluft gezogen. Das hab ich aber x mal und wider x mal mit dem Starterspray getestet. Ich konnte so viel Sprühen wie ich wollte der Motor hat nicht reagiert. Also hab ich das als "Dicht" Abgehakt.
Diesmal werden die Köpfe ausgerichtet. Der Gummiflansch vom Mikuni wird gegen ein Aluteil ausgetauscht. Zusätzlich habe ich noch an der hinteren Rockerbox eine Befestigungsbohrung gemacht damit der Vergaser diesmal auch wirklich sitzt.

Verdichtung:

Also wenn der Motor so komplett zerlegt ist wie jetzt bietet sich das mit der Verdichtung doch an.
Zylinder kürzen ist doch so ne Standard Maßnahme die jeder macht. Oder irre ich mich da?????????
@ all... generell hat jeder für sich recht... ist halt ne ganz persönliche Note wie man gerne fahren möchte...

...ein Langhuber mit einer hohen Verdichtung ( über 10 :1 ) und ner guten Nockenwelle macht auch unten rum nicht schlapp... wobei Drehmoment das Beste überhaupt ist... ich schalte lieber früher und hab einfach SCHUB... einabsolut gailes Gefühl, wenn man sowas fährt... genüsslich im höchsten Gang und man gibt einfach Gas aus dem Keller raus... runterschalten kann man immer noch... die Raserei hört ganz von alleine auf...

für den ( Normalen ) Gebrauch sind PS sowieso nicht das entscheidende... ein gut gemachter Motor der im mittleren Bereich so richtig Dampf hat... macht viel mehr Spass und da ist der Haley Motor genau der richtige Motorradmotor...

Drehzahlen sind nix für ihn, wegen Kolbengeschwindigkeit... Trockensumpfschmierung hat er, gibts sonst nur in Rennwagen... Rollenlager brauchen keinen Öldruck, wie Gleitlager...
Getriebe und Motor sind entkoppelt d.h. getrennte Schmierung...
die Ings haben da was Gutes gebaut...

da einzige was er nicht hat ist Verdichtung und Füllung :oops:

Grüsse Rüdi

P.S.... achte mal auf das Kerzenbild... Vollgas im hohen Gang... dann Kupplung ziehen und Zündung aus ( das gleichzeitig )... und ausrollen lassen...
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rainer_aus_ulm
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von rainer_aus_ulm »

SHOVEL55 hat geschrieben:....

Drehzahlen sind nix für ihn, wegen Kolbengeschwindigkeit... Trockensumpfschmierung .....
Hi,

wie du sagst: Jeder hat seine Philosophie und das ist auch gut so aber zum Thema Kolbengeschwindigkeit.
Schon mal ausgerechnet wieviel Meter ein Stroker 4,5" bei lächerlichen 4000 läuft ? Oder gar 4500 ?
Und wenn der Kollege eine normale Übersetzung fährt sind die 4000 im Dritten bei 100. Im Vierten bei ~120.
Da wird dir ganz schwarz vor Augen ... zumindest meinen alten, trüben Augen :mrgreen:

rainer
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schribi
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von schribi »

Hallo,

übrigens ich fahr mit Hydros. Weiter oben hat jemand nach der Funktion der Hydros gefragt. Wie kann ich das kontrollieren? Das ist klar wenn die Hydros in die Kniehe gehen nützt die beste Nocke nichts.

Mit der Verdichtung hab ich jetzt folgendes vor:

Zylinder um 2mm kürzer
Die Klopfkante am Kolben um 0.7mm tiefer
Die Laufbuchse die oben am Zylinder übersteht nur um so viel kürzen das mit montiertem Kopf und Dichtung nur mehr ein Spalt von 0,1 bis0,15mm bleibt.
So bleibt die Kolbenkante beim OT fast 1mm unter der Zylinderoberkante stehen.
Der Spalt zwischen Kolben und Kopf beim OT sollte dann 1,4 mm betragen
Die Verdichtung sollte danach bei 1:9 liegen.

Was haltet ihr davon?

Gruß

Schribi
PANHEAD
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von PANHEAD »

Hi ,
bevor Du an den Zylindern etwas änderst , was Du nicht mehr rückgängig machen kannst , würde ich erstmal einen anderen Weg einschlagen .
Der CV Vergaser ist ja nun mal nicht der spritzigste Vergaser , genauso wie der SU . Da wäre der S&S schon mal eine bessere Wahl . Deine Nockenwelle ähnelt der originalen Nockenwelle , da gibt es bessere für Dein Vorhaben . Mit starren Stößeln hast Du auch einen sportlicheren Motor .
Mit diesen relativ einfachen Änderungen kannst Du schon viel erreichen . Und bei neuen Getrieben bzw. Gangradsätzen hast Du ein besseres Übersetzungsverhältnis zwischen den Gängen , was auch positiv ausfällt .
Gruss
Arthur
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von Arthur »

Hallo Panhead,

der S&S Vergaser ist gut für Vollgas, für den unteren und mittleren Bereich ist er zu groß. Eigentlich ist er ein dickes Rohr mit einem Benzinanschluss und muss fett eingestellt werden, damit man mit ihm auch ruckfrei cruisen kann. Da sind Unterdruckvergaser (wie der CV) besser, weil sie den Venturiquerschnitt an den Betriebszustand anpassen.

Starre Stößel haben Spiel und verkürzen die Steuerzeiten der Nockenwelle. Das Drehmoment rutscht nach unten und man empfindet das als sportlich, zumindest bei der Harley. Da nehme ich lieber gleich eine kurzsteuernde Nockenwelle und Hydros. Das (kurzsteuernde Nocke) ist meiner Meinung nach überhaupt der wichtigster Punkt. Eine kurzsteuernde Nocke verschiebt das Drehmoment in den unteren Drehzahlbereich. Da muss man am Verdichtungsverhältnis nichts ändern.

Schön, der Karre geht vielleicht bei 150 km/h die Luft aus. Mich stört das nicht, weil ich bis dahin viel Spaß habe und die 150 auch schnell erreicht werden. Mit einem höheren Verdichtungsverhältnis und einer „scharfen“ Nockenwelle kann man bestimmt bessere Werte erzielen, auch im unteren Bereich. Das ist aber nichts für den ambitionierten Bastler, da muss ein Profi dran.

Deshalb habe ich die Frage in den Raum gestellt, was man durch Modifikationen in „Eigenregie“ erreichen will.

Gruß Arthur
rp
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von rp »

Hallo Schribi,

Deine Fragen waren:
hat schon mal jemand die Shovelhead Modifications von der Nightrider Seite getestet?
Bestenfalls teilweise. Man braucht Werkzeug (Fräsmaschine) und Kennnisse (Aluschweißen) - und einen Plan!
Zylinder kürzen ist doch so ne Standard Maßnahme die jeder macht. Oder irre ich mich da?????????
Das erfordert viel Know-How und Können (Brennraum anpassen, Freigängigkeit der Ventile prüfen, Manifold, Anlasser verstärken etc.
Beide Zylinder müssen exakt gleich werden usw.).

Verdichtungsverhältnis und Nocke müssen zusammenpassen, wegen der daraus resultierenden statischen Verdichtung. Steht auch in nightrider.com.

Mehrfach anerkannter Tip:
"The Big Twin High Performance Guide Vol. 1" von D. William Denish.
Der hat Motorrezepte in 6 Stufen.
Verdichtung wird erst in Stage 3 erhöht. Stage 2 hat da schon bis zu 75 hp bei 80 cui!
rp
PANHEAD
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Re: Shovelhead Modifications

Beitrag von PANHEAD »

Hi Arthur ,
mit den Vergasern bin ich Deiner Meinung ( fahre selber SU ), aber er möchte ja mehr Power . Vielleicht fährt er ja auch nur das falsche Motorrad ? :shock: Vielleicht ist in diesem Fall ein japanisches Model die bessere Wahl ? :D
Gruss
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