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Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 19.02.2014, 17:01
von Hoschi
rainer_aus_ulm hat geschrieben:...
Die verstellbaren Crane haben als einzigste einen Keil (Passfeder). Zumindest kenne ich keinen anderen Hersteller der eine Passfeder zwischen Welle und Zahnrad nutzt :!: :?: :!:
...
Hmmmf, meine unbekannte Welle hat auch einen Keil, und das Zahnrad, das drauf ist, hat eine Nut (Foto links). Die Kennzeichnung auf dem Rad könnte vom Code her Crane sein, oder viell. auch nur der selbe Zulieferer. Allerdings, wenn ich dieses Rad auf die H288-2B presse, dass steuert sie 5° zu spät (mit der Messuhr gemessen). Das entzieht sich momentan meiner Logik :roll: ,...sofern ich überhaupt welche hab.

Gruß
Hoschi

Bild

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 19.02.2014, 18:05
von Grisu
Schönes Detail-Foto. Hast Du das auch von der Welle? Vielleicht beide Stirnseiten?
Gruß
Grisu

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 19.02.2014, 20:26
von rainer_aus_ulm
Hallo,

errrr .... hmmm
Mit Passfeder um 5 Grad an der 288-2B versetzt ??

Das Rad sieht gut aus! Aber ich orientiere mich jetzt auch an dem Riss in der Biertischplatte LOL
Das wäre ja mehr als ein halber Zahn.

Und wozu überhaupt die Passfeder an der unbekannten Welle ?
Ist das Schrumpfmass derart scheiße ?

Wenn die Nut an dem linken Rad um 180 Grad versetzt zur Pinionmarkierung steht ist das korrekt.
Und die steht wiederum um 60 Grad versetzt zur Markierung vom OEM-Breather.
Ich hab die Zähne auf`m Foddo abgezählt und das sieht auch ok aus.

Leider bestätigt dies meine Ahnung das du nix aber auch gar nix trauen kannst.
Ich hab den Fuck mit China-Sifton durch.
Du stellst dir einen Wolf mit der Zündung ein und dann sind schon die Steuerzeiten falsch !
Du kratzt dich am Arsch und denkst nur WTF !
Dann ist noch die Merkierung auf dem Breather um einen Zahn falsch und der Kollege wundert sich dass der Ofen Öl spuckt.
Zum kotzen. Wozu machen die Affen überhaupt noch Markierungen ?
Und dann lacht dich noch jede Dumpfbacke aus weil du mit Messuhr und Schließwinkelgerät an deinem Trecker fummelst.

Mit vollem Bewußtsein am Ofen zu schrauben kann einen schon Nerven kosten.
Von hinten. Ohne Vaseline. Wir sind im Arsch.

rainer

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 20.02.2014, 07:22
von Hoschi
Moin,

@Grisu:

Hier ein Bild von den Wellen, links H288-2B, rechts unbekannt. Von der anderen Seite aus erkennst du nicht viel außer den Lagerzapfen. Weiß allerdings nicht, was du daran erkennen willst.

Bild

@Rainer:

"Grob" gesehen sind beide Räder identisch von der Lage der Markierungen zur Lage der Nut. Daher hab ich auch letztes Jahr ohne Bedenken das linke Rad auf die 288-2B gepresst. Das okinole rechts is ab Bj 78, kann ich also nicht verwenden.

Warum überhaupt der Keil? Nun, er ist eben vorhanden, da nutzt man ihn halt auch, zumal wenn man davon ausgeht (naiverweise), dass man dadurch die exakte Ausrichtung hat.

Wenigstens bei den Presspassugnsmaßen herrscht Einheit unter den Herstellern. Alle Wellen, die ich hier so rumliegen hab, sind bis auf 3µm gleich. Ich werd zukünftig das Zahnrad von der Andrews J verwenden, egal auf welcher Welle, das hat keine Nut und ich lege selbst fest, in welcher Position ich es montiere. Wissen ist besser als glauben, "Bolt in" ist ein Märchen...

Gruß
Hoschi

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 22.02.2014, 12:15
von holzlenker
Servus,

habe mich mit der Thematik noch nie so richtig befaßt, lese aber interresiert mit und steig dann geistig immer wieder mal aus...

Aber mir stellt sich die Frage wie man (Ihr) beim Aufpressen des Zahnrades ohne Nut/ Feder die exakte Winkelposition zu den Nocken erreicht...???

Oder geht's da nicht so genau weil's über das Übersetzungsverhältnis NW-Zahnrad/ Piniongear "kompensiert" wird?

Ciao Lutz

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 22.02.2014, 14:40
von Hoschi
Servus Lutz,

in meinem Fall war es ja so, dass ich die Steuerzeiten vermessen hatte, kannte also die Ausgangssituation. Habe mir dann an Welle und Rad eine Strichmarkierung gemacht, wo ist egal. Beim neu aufpressen macht man sich eine Markierung, die zur alten um den entsprechenden Korrekturwinkel versetzt ist.

Die Genauigkeit ist durch das Verhältnis 1:2 erst recht wichtig, denn 1° Abweichung an der Nockenwelle machen schon 2° an der KW aus. Die Hersteller haben da auch so ihre Probleme, ich hab z. B. an einer neu gekauften Andrews J eine "Einlass schließt" Position von 37° statt den angegebenen 41° gemessen. Und weiter oben haste dann ja gelesen, dass auch eine Crane trotz Keilmontage 5° zu spät geschlossen hat.

Wie gravierend wirken sich diese Fehler auf den Motor aus? -->keine Ahnung :roll:

Gruß
Hoschi

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 23.02.2014, 20:22
von holzlenker
Servus Hoschi,

soweit komm ich schon mit.

Kleiner 1 Grad Versatz kann man sicherlich hinkriegen, aber wie paßt Deine Markierung zur Zahnkontur von einem Rad auf die andere Welle (die ja event. versetzt montiert war) und die wiederum zur Punktmarkierung für die Montageausrichtung?

Und die Übersetzung wäre 1:2...da ja das Pinion antreibt...oder :?

Ciao Lutz

Re: Wer kann Nockenwelle vermessen?

Verfasst: 23.02.2014, 21:00
von Hoschi
Hi Lutz,

jede Nockenwelle muss irgendeine Bezugsmarkierung haben, z. B. am Anlagebund für das Zahnrad. Dort hat z. B. auch eine Andrews Welle eine Aussparung als Bezug, obwohl das Rad ohne Keil verpresst ist. Ebenso hat das Rad von Andrews eine eingekratzte Markierung, und die ist genau an der gleichen Stelle, wie bei den anderen Zahnrädern von mir die Keilnut. Und zwar genau gegenüber der Punktmarkierung für das Pinion (gut zu erkennen auf dem Foto mit den zwei Rädern). Es scheint also zumindest bei manchen Herstellern eine Übereinkunft zu geben, wo die Markierungen sich befinden. Unter dieser Voraussetzung kannst du Räder zwischen verschiedenen Wellen tauschen (und ggf. gezielt verdrehen).

Bei der Andrews J sah man auf den ersten Blick, dass die Kratzmarkierungen auf dem Rad mit der an der Welle nicht 100% gefluchtet haben. Daher auch die gemessenen Abweichung. Ist gar nicht so einfach, beim Verpressen die Position exakt zu treffen, ohne irgendwelche Fixiervorrichtungen. Ein Grad ist schnell mal verrutscht, und dann steuert die Nocke schon 2° KW verkehrt. Die 1:2 kommen durch das Zahnverhältnis Pinion zu Nockenwelle.

Gruß
Hoschi