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Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 18:41
von outofstock
Hoschi hat geschrieben: Um ein Verkanten des Kolbens auszuschließen, könntest du ihn testhalber mal ganz weglassen ...
Leider verkantet er gerade und will nicht mehr raus, hoch oder runter.

Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 18:48
von Hoschi
Du hast die Pumpe doch gerade ab. Probiers doch mal mit Druckluft durch den Kanal, der zum Ventil führt. Ansonsten mit Kältespray von oben auf den Kolben?
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:26
von Partisan
Ich mag diese Ratespiele!
Mein Tipp: Ein Engpass, und ein defektes Ventil. Solange das Ventil funzt, merkt man wohl kaum was, weil es permanent offen wäre. Oder?
Den Engpass suchen ist auch kein Spaß, da beneide ich Dich nicht.
Alternativ, und das hoffen wir nicht, es schwimmt was im Öl rum.
Viel Erfolg!
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:26
von Arthur
Hallo Jungs,
ihr macht mich unsicher. Nach meinem Verständnis begrenzt das Überdruckventil den maximalen Druck. Im Leerlauf ist das Ventil niemals im Regelbereich. Es sei denn, die Pumpe arbeitet gegen einen hohen Widerstand. Dann gibt die Feder nach und öffnet einen Bypass.
Wenn eure Annahme stimmt, dann kann man den Öldruck mit der Feder regeln, auch im Leerlauf!
Ich habe bei mir alle Ölleitungen auf 1,5 mm gedrosselt, um genug Druck für die Hydros auch bei hoher Öltemperatur zu haben. Hätte ich das mit einer schwächeren Feder umgehen können?
Gruß Arthur
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:29
von outofstock
Arthur hat geschrieben:Wenn eure Annahme stimmt, dann kann man den Öldruck mit der Feder regeln, auch im Leerlauf!
Da fällt mir dieses Produkt ein –
http://www.ertproducts.com/PRO-JUST.html
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:30
von outofstock
Partisan hat geschrieben:Mein Tipp: Ein Engpass, und ein defektes Ventil.
Wo sollte man dann am besten anfangen zu suchen?
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:34
von Partisan
Hi Arthur, jetzt versehe ich nix mehr! Wieso schwächere Feder? Müsst die dann nicht stärker sein?
Gruß
Jens
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:35
von v.
Es gibt keinen Beleg für einen "Engpass", wohingegen das Überdruckventil definitiv nicht funktioniert.
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:37
von Partisan
Bring erst mal das Ventil i.O., dann wieder messen.
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 19:40
von Arthur
Hallo Jens,
hast recht, stärkere Feder wäre es.
Gruß Arthur
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 22:43
von Arthur
Hallo outofstock,
habe mir den Link angeschaut:
Mit den Produkten kann man nur den maximalen Öldruck einstellen. Die aufgeführte Spezifikation „Warm engine At idle: at least 10 psi“ kann man damit nicht beeinflussen.
Eine Bemerkung zum Messverfahren:
Dein Manometer ist direkt hinter der Pumpe und zeigt den Druck genau an dieser Stelle an. Das sagt nicht, dass er überall im Motor so ist. Bei der Shovel kann man den Druck auch am Kopf abnehmen. Weiß nicht, wieviel Aufwand/Kosten damit verbunden sind, habe eine Pan. Damit kommst du aber der Ursache näher, ohne gleich eine neue Pumpe auf Verdacht zu kaufen.
Gruß Arthur
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 22:49
von Hoschi
Arthur hat geschrieben:Hallo Jungs,
ihr macht mich unsicher. Nach meinem Verständnis begrenzt das Überdruckventil den maximalen Druck. Im Leerlauf ist das Ventil niemals im Regelbereich. Es sei denn, die Pumpe arbeitet gegen einen hohen Widerstand. Dann gibt die Feder nach und öffnet einen Bypass.
Wenn eure Annahme stimmt, dann kann man den Öldruck mit der Feder regeln, auch im Leerlauf!
Ich habe bei mir alle Ölleitungen auf 1,5 mm gedrosselt, um genug Druck für die Hydros auch bei hoher Öltemperatur zu haben. Hätte ich das mit einer schwächeren Feder umgehen können?
Gruß Arthur
Servus Arthur,
soweit ich mich erinnere, erreicht bei meinem Motor der Öldruck auch bei etwas erhöhter Leerlaufdrehzahl nach dem Kaltstart bereits um die 30PSI, wo laut Servicemanual das Regelventil öffnen soll. Gut möglich also, dass hie rdas ventil schon regeln muss. Das ist zumindest so, seit bei meinem Motor die typischen Druckverluststellen wie Tappets und Kipphebelwellen überholt wurden. Erst bei warmem Öl wird das Regelventil im Leerlauf arbeitslos.
Ich sehe bisher keinen Widerspruch in dem, was die Versuche von outofstock ergeben haben. Und ich bin der Meinung, dass ein Druckanstieg >Abregeldruck auch im Fall einer Verstopfung eigentlich nicht auftreten kann, es sei denn, die Pumpe hätte eine so gigantische Förderleistung, dass trotz offenem Regelventil der Rückstau immer noch zu groß ist. Wenn also jetzt schon bekannt ist, dass der Kolben hängt, würde ich erst mal dort ansetzen.
Gruß
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 23.02.2015, 23:12
von Arthur
Hallo Hoschi,
ich schreibe nur, was ich so denke. Meine Meinung setzt sich zusammen aus theoretischen Überlegungen und gemachten Erfahrungen. Heißt nicht automatisch, dass meine Meinung stimmt. Ein Schraubergott bin ich nicht. Wenn das Ventil die Ursache ist, dann habe ich dazugelernt.
Wo hast du die Stelle mit den 30 Psi gefunden, bei der das Überdruckventil aktiv werden soll? Ich habe nach diesem Wert krampfhaft gesucht und nichts gefunden.
Gruß Arthur
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 24.02.2015, 07:42
von Hoschi
Morgen Arthur,
die 35PSI (hab nachgelesen, keine 30) stehen im Service Manual Electra/Super Glide 70-78 als max. Wert bei normal oil pressure in General Engine specifications. Zusammen mit der dort beschriebenen Funktion, dass das Überdruckventil überschüsig gefördertes Öl abströmen lässt, ist meine logische Schlussfolgerung daraus, dass das Ventil auf die max. 35PSI abgestimmt ist. Und das wiederum deckt sich mit meiner praktischen Erfahrung, dass der Öldruck, gemessen an der selben Stelle wie bei Outofstock, egal ob warm oder kalt, noch nie über 35PSI gestiegen ist (allerdings Motorölschema Bj. 71).
Deine Methode mit der Drossellung zu den Köpfen lässt sich nicht durch eine andere Feder ersetzen, weil bei warmem Motor bei niedrigen Drehzahlen gar nicht genug gefördert wird, um den Abregeldruck zu erreichen, wie du geschrieben hast. Ich beziehe mich in der Diskussion mit dem Ventil erst mal nur auf den Kalten Motor.
Muss los, Geld verdienen
Grüße
Re: Öldruck 77 Shovelhead
Verfasst: 24.02.2015, 12:30
von Partisan
Ist es nicht so, dass beim Öffnen des Ventils nur der Bypass in der Pumpe geöffnet wird? Demzufolge müsste Hoschis Erklärung stimmen.
Das Ventil vermeidet wohl auch den linearen Anstieg des Öldrucks bei Erhöhung der Motordrehzahl.
Wenn dem so ist, würde doch das Ventil respektive die Federstärke sich allgemein auf den max. Öldruck auswirken, welchen die Pumpe abgibt? Aber so wie Hoschi schreibt eben nur den maximalen.
Alles was über 35 psi ansteht bleibt demnach in der Pumpe. Insofern ist die Verjüngung des Leitungsquerschnitts wohl doch nicht sinnlos.
Ich frage mich bei solchen Dinge aber immer, warum das die Konstrukteure nicht gleich so gemacht haben oder hat das damit zu tun, dass bei Motoren mit werkseitig starren Stößel die Querschnitte größer sind/waren als bei Motoren mit Hydros?
@ outofstock
Ich hab gerade gesehen, dass ich Dich bereits auf S. 1 auf das Überdruckventil hinwies, Du fragtest, welche ich meine und ich nicht geantwortet habe. Sorry, hab ich übersehen. Aber so wie´s aussieht liegts ja wohl wirklich nur am Ventil.
Gruß
Jens