Folierung von Mopedteilen

Moderator: Gerry

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achtball
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Folierung von Mopedteilen

Beitrag von achtball »

Hallo Alteisentreiber,
hat von Euch schon jemand Erfahrungen mit der Folierung von Mopedteilen gemacht?
Konkret geht es um meinen Heckfender. Den hab ich letztes Jahr im Zuge eines Umbaus "provisorisch" ans Moped geschraubt und hierfür mit der Dose mattschwarz gemacht. Manchmal sind ja solche Provisorien die besten Dauerlösungen - deshalb sieht meine Kiste nach dem Winter immer noch so aus wie vor dem Winter. Jetzt will ich den Fender gerne - wie die restlichen Lackteile - schwarz glänzend haben, kann aber nicht ausschließen, dass ich ihn künftig noch einmal anpasse oder wieder zurücktausche. Aus dem Grund scheue ich die Kosten für eine Lackierung und überlege, stattdessen (aus Kostengründen und weil es hoffentlich schneller geht) zu folieren. Meine Fragen sind:
1. Lässt sich so ein Fender grundsätzlich folieren (es ist der Klappfender ohne Klappe, d.h. neben der Wölbung des Fenders geht die seitliche Wandung ziemlich weit runter)? Oder gibt das aufgrund der Form zwingend Falten?
2. Ich hab meistens einen Solositz und würde mein Gepäck auf den folierten Fender packen. Sind diese Folien da einigermaßen robust oder noch empfindlicher als Lack?
3. Spielt es eine Rolle, dass der Fender eine Reihe von Löchern für die Befestigung von Anbauteilen hat, so dass ich die Folie an einigen Stellen ebenfalls "lochen" muss?
4. Gibt es Produkte, die sich für mein Vorhaben mehr eignen als andere?
Vielen Dank schon mal in die Runde, Gruß Philipp
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ron
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Re: Folierung von Mopedteilen

Beitrag von ron »

hi, gehen tut es. Du brauchst aber einigermaßen Übung damit.
Die Folien werden normalerweise nass aufgetragen, damit man Blasen und Falten ausstreichen kann. Das geht mit Spüli verdünnt, besser ist aber ein spezielles Mittel -von Folienherstellern wie 3M, Avery etc., welche auch extra dehnbare (keine Oberflächenverfärbung an den Dehnstellen),als auch hoch belastbare Folien anbieten.
Die extrem dehnbaren Folien werden mit nem Heißluftfön (am besten mit Temperaturanzeige oder mit seeehr viel Gefühl aufgetragen).

Es wäre jetzt zu lange, alle Schritte und geeignete Werkzeuge (z.B. Kunstoffspachtel mit Filzüberzug) zu beschreiben. Außerdem befürchte ich, dass es nicht unbedingt günstiger als lackieren kommt. Gar ned zu reden von Beschichtungen.
Denn die guten Folien sind nicht billig und Du müsstest wahrscheinlich eine ganze Rolle zum Einzelhandelspreis nehmen.
Wenn Du Connections zu nem prof. Folienkleber hast, der Dir Restmaterial günstig überlässt, sieht die Lage besser aus.

Ich bin nicht mehr im Geschäft, kann Dir daher ned weiterhelfen und würde darum eher zu ner günstigen Beschichtung raten. Oder eben selbst lackieren.

Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
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