LiMa Regler

Moderator: Gerry

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maruski
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LiMa Regler

Beitrag von maruski »

Moinsern den Stromkundigen.
Ich hab meinen alten Regler (1200er Shovel - dieses Rechteckding vor dem Motor mit den Kühlrippen) ja so gut wie gehimmelt und in meinen Kartons nun tatsächlich noch einen gefunden, der gut aussieht von unten.
Mein alter Regler ist da abgeschmolzen und das "Gummizeug" poröse und krümelig.

Nun aber, weil es ja sonst zu einfach wäre, die Überraschung.
Bei meinem alten Regler gehen die beiden Kabel von der Lima rechts und links von dem Ausgangskabel zur Batterie in das Gerät.
Lima/Batterie/Lima
Bei dem Ersatz sieht es nun so aus als ob die Kabel da
Lima/Lima/Batterie gebaut sind.
Alles in schön öligem Schwarz.

Mit Fantasie und Hoffnung kann ich zwei gleiche Kabel erkennen - die dann ja die Lima-Kabel sein müssten.

Dazu nun meine Frage.
Kann man durch Messen irgendwie rausbekommen welches Kabel für Wo und Was ist?

Wenn nicht, dann halt Try ans hopefully no error morgen.

Danke für jeden weiterführenden Tipp.
Maruski
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Arthur
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Re: LiMa Regler

Beitrag von Arthur »

Hallo Maruski,
Mit Fantasie und Hoffnung kann ich zwei gleiche Kabel erkennen - die dann ja die Lima-Kabel sein müssten.
Ich würde der Fantasie vertrauen, wenn die zwei gleichen Kabel dünner sind, als das dritte Kabel.

Gruß Arthur
maruski
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Re: LiMa Regler

Beitrag von maruski »

Danke Arthur - das war wohl dann OK - und vorweg noch ein fettes Lob vom Extemtestfahrer deiner tollen Zündung.
Bei nur 11V auf der Batterie und ca. drei Monaten Standzeit, kam der Motor auf den dritten Kick.
Feines Teil.

ABER dennoch kein Frohlocken, denn wer, wie ich, zu blöde ist schraubt alles immer doppelt und dreifach (das wird bei mir auch nicht mehr besser).
Na ja - macht ja eigentlich Laune - wenn man die Zeit hätte.

Kein Ladestrom an der Batterie, kein Ladestrom aus dem Regler und auch kein Wechselstrom aus dem LiMa-Kabeln!
Beide Kabel aus der Lima haben so nen ganz kleinen Wert (auf 200 gestellt, zeigt das Multimeter ne 0.6-0,8), was sich beim Gasgeben aber nicht verändert - was ja wohl sollte, damit der Regler was zum regeln hat.

Ich hab natürlich in meinem Wahn vergessen die LiMa, nach der Kurzschlussaktion im Stecker, plus Kabelbrand und Abrauchen der Isolation zwischen LiMa und Regler letztes Jahr, durchzumessen und es schwahnt mir nun, dass die Hopps ist.

Nur zur Doppeltkontrolle (vielleicht bin ich ja nicht nur ein Eletolegasteniker, der sich schwer tut, sondern ein Elektroanalphabet, der gar nix kann):

Ich messe mit dem Multimeter, auf Ohm gestellt (200), wenn ich die beiden Messstiffte aneinanderhalte, ne 0,00 = voller Durchfluss?
Und wenn die nicht aneiandergehalten sind, zeigt das Gerät ne 1 = unendlicher Widerstand?

Wenn ich nun den Einen an das eine Kabel und den Anderen an das andere Kabel halte müsste dort ne 1 sein?
Weil beide Kabel keinen Kontakt haben dürfen in der Wechselstromwelt?
Bei mir zeigt es ne schön fette 0,00 an - was dann ja wohl Exitus bedeutet?

Sieht das so aus?

Ich bin mir aber ziehmlich sicher das mein Murmelspiel mit dieser LiMa vorbei ist, nach "nur"28 Jahren verkrafte ich das aber - zumal sie ja im Kampf gestorben ist und nicht an Altersschwäche!

Dank dir für ein i.O. zu meiner Kausalkette der Ermittlung, wenn sie i.O. ist.

Mit bestem Gruß vom Weidenrande.
Maruski
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Arthur
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Re: LiMa Regler

Beitrag von Arthur »

Hallo Maruski,

zu deinen Messwerten (0,6-0,8) kann ich nichts sagen. Ist das Multimeter auf Ohm, Ampere, Volt oder Diodenstrecke eingestellt? Wo misst du? Läuft der Motor oder nicht?

Die Messtechnik ist nicht so trivial, dass man sich mit einem Multimeter eine Lehre oder ein Studium sparen könnte.

Wenn du die zwei Limakabel auf „Ohm“ mit 0,6-0,8 Ohm gemessen hast (Motor aus), dann ist der Regler kaputt.

Grüße Arthur
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bobber
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Re: LiMa Regler

Beitrag von bobber »

Hallo Zusammen

Auch wenn ich eigentlich einen Post nicht gerne durch eine eigene Frage zerreiße ......das Problem habe ich momentan auch auf der Hebebühne.

Sprich: ein Moped das ich nicht laufen lassen kann und gerne herausfinden würde, ob der Regler oder die Lima am Arsch ist. Ich weiß nur, dass die Kiste nicht lädt und hatte keine Gelegenheit bei laufendem Motor die Spannung zu messen.

Deshalb wäre von großem Interesse: wie und was messe ich am Regler oder an der Lima um zu identifizieren wo der Bock ist.

Wenn ich Arthur richtig verstehe:

Wenn du die zwei Limakabel auf „Ohm“ mit 0,6-0,8 Ohm gemessen hast (Motor aus), dann ist (die Lima in Ordnung und) der Regler (wahrscheinlich) am Arsch
Der Weg ist das Ziel
maruski
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Re: LiMa Regler

Beitrag von maruski »

Hallo Arthur,
tausend Dank, dass du sich in die Dunkelheit des elektrischen Laientum begiebst und mir ein wenig Erleuchtung spendest.
Mir ist klar das ich bezgl. Messtechnik in diesem Leben nicht mehr viel reißen werde, nur weil ich 19,95 € für ein Multimeter ausgegeben habe.
Aber ich kann die beiden Messstifte ja an Kabel/Rahmen halten, Werte ablesen und Wissenden Fragen stellen.

Ich hab jetzt nochmal die Widerstände der LiMa-Kabel gemessen.
Multimeter auf 20K (Ohm) gestellt und roten Messpol an das Kabel, schwarzen Messpol an das Gehäuse = 1 auf der Anzeige an bei den Kabeln.
meine Deutung - Unendlicher Widerstand = keine Verbindung.
Halte ich den Roten an ein Kabel und den Schwarzen an das andere LiMa Kabel, zeigt die Anzeige 0,00 an - was ich als vollen Kontakt deute.
Das bleibt auch so, wenn ich das Multimeter auf 200 (Ohm) stelle und Gleiches mache.

Nur was das bedeutet ist mir unklar, da ich keine Scheckung zu Wechselstrom-Lichtmaschinen habe.
Dürfen beide Kabel vollen Kontakt untereinander haben, weil der Strom ja eh andauernd wechselt?
?????

Die beiden Zahlen aus der zweiten Mail (0,6 und 0,8) sind V ~ bei Multimetereinstellung 200 gewesen.
An den Kabeln aus der LiMa bei laufendem Motor gemessen.
Der Wert blieb gleich, auch wenn ich die Drehzahl erhöht habe.

Ist das i.O. so, weil sich nur die Amperezahl, die ich allerdings nicht gemessen habe, bei Drehzahlerhöhung ändert?

OK Arthur, ich mag mir gar nicht vorstellen was ich in deinen Auen hier für einen Nonsence geschrieben/gemessen habe. Aber vielleicht kannst du mir ja ein Licht in der Dunkelheit sein und mir was dazu sagen?
Würde mich freuen und vielleicht auch mir weiterhelfen.

Aber möglicherweise ist auch der Punkt erreicht, an dem ich mir einfach nen neuen Regler, ne neue LiMa und nen neuen Magneten (kann der denn auch noch ne Fehlerquelle sein?) gönne, damit alles wieder komplett neu am Start ist.

Dank dir in Vorraus schon mal.
Besten Gruß vom Weidenrande.
Markus
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Mike_O
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Re: LiMa Regler

Beitrag von Mike_O »

Hallo Markus

Die Spulen des Lichtmaschinen-Stator sind aus dickem Kupferdraht gewickelt. Wenn Du an den zwei Leitungen des Stators mit einem Multimeter misst, dann misst du nur den reinen ohmschen Widerstand des (dicken) Kupferdrahtes.
Da misst Du immer einen Widerstand kleiner 1 Ohm. Das heisst aber noch nicht, dass der Stator auch in Ordnung ist.

Da der Draht zur Isolierung lackiert ist, kann es sein, dass durch Überlast, Alterung/Vibrration/etc. diese Lackierung beschädigt ist. Dann liegt ein Kurzschluss zwischen den Statorwindungen vor. Mit einem normalen Multimeter misst du dann den Widerstand bis zum Kurzschluss. Und der wird auch im Bereich kleiner 1 Ohm liegen.

Misst Du mit dem Multimeter je eine Statorleitung gegen das Motorgehäuse, prüfst Du, ob ein Kurzschluss gegen Masse vorliegt. Dass darf nie der Fall sein.

Lange Rede kurzer Sinn: Mit einer Messung des Widerstandes alleine weisst Du noch nicht,ob der Stator noch gut ist. Das kann ein Fachmann mit entsprechndem Mess-Equipmment. Früher war das mal der Bosch-Dienst, heute ist das ein sterbendes Gewerbe.

Den Regler kannst Du prüfen, in dem Du eine Wechselspannungsquelle - z.B. einen 12...18V Trafo ohne Gleichrichter - an den Eingangskabeln anschliesst. Wenn der Regler noch gut ist, musst Du am Ausgang Gleichspannung von 12..14Volt messen.
Aber Achtung! An nem Trafo liegen auch 230Volt an und die können tödlich sein! Wenn Du mit Strom auf Kriegsfuss stehst, und nicht ganz genau weisst was du da machst, dann lass es!

Wenn Du begründeten Verdacht hast, dass der Stator nen Schaden hat - und das würde ich vermuten - dann bestell einen neuen beim Gerry deines Vertrauens. Und gleich den passenden Regler dazu.
Wenn am Rotor nicht die Magnete abfallen oder beschädigt sind, würde ich den weiter verwenden.

Gruss,
Michael
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maruski
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Re: LiMa Regler

Beitrag von maruski »

Hey Michael,
Dank allen Wissenden hier und vor allem dir, für deine solide Ausführung, mit einfühlsamen Zwischentönen.... ;-)
Genau wie du am Ende vorschlägst ist es jetzt passiert - beide Bauteile neu und dann hoffentlich gut.

Beste Grüße vom Weidenrande.
Maruski
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holzlenker
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Re: LiMa Regler

Beitrag von holzlenker »

Servus Markus,

kleine Anmerkung von mir noch....

Ich hatte auch mal einen LiMa-Reglerdefekt und Beides neu.

Ursache war das Ladekabel zur Bakterie...unten am rahmen durchgescheuert.

Das auf jeden Fall kontrollieren und Vorsorge treffen.

Meine sieht so aus...Kabel in stahlverstärktem Hydraulikschlauch im unteren Rahmenbereich verlegt. (lag zufällig Rum :roll: )

Ciao Lutz
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen. (Walter Röhrl)
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Re: LiMa Regler

Beitrag von maruski »

So Compadres -
alte Weisheit gilt wohl ewig - neu machen schafft bequeme Freude.

Läuft wieder wie Sau der Bock.
14,2-3 V an der Batterie, auch wenn das Licht an ist.
Schönes Wetter gestern und auf der erweiterten Probefahrt dann absolut alles im grünen Bereich - was eine Freude, wenn der Bock mal wieder so richtig schön läuft.

Ach ja @Lutz: Meine Kabel, vor allem die "Langstreckenkabel", verbaue ich schon seit immer in einem Benzinschlauch verpackt.
Das mit dem elendigen Durchscheuern hab ich sehr schnell erfahren und für alle Zeit abgestellt.
Diesmal hab ich aber wieder zwei Kabelschuhe gefunden, in denen es beim gequetschten Draht Bröselei gab und der Kontakt nur noch so lala war.
Wie ich das mit dem Zahn der Zeit bei unbesehbaren Kabeln in den Griff bekomme ist mir noch nicht klar.
Quetschen, löten scheint beides nicht optimal zu sein auf Dauer.
Schrumpfschlauch drüber = unsichtbar, aber dennoch korrodiert der Mist, wenn da Strom durchfließt scheinbar gerne in sich.
Im Gerätebereich gibt das so Anschlüsse für Höchstbelastung (z.B. Heizelemente), wo ein Metallplättchen angelötet wird und das Kabel dann mit einer 4mm Schraube angeschlossen wird.
Aber im KFZ Bereich hab ich sowas noch nicht gesehen.

Nun denn - einfach mal alles einfach mal so neu machen?
Neu, neu, neu - eigentlich nicht so mein Weg, aber wenn der alte Kram zu sehr nervt wohl die Lösung - bei der LiMa/Regler war es jetzt kurz und schmerzlos recht bequem erstmal gut.

Dank euch allen hier fürs Mitdenken, Anteilnahme und die guten Anstöße.

Mit bestem Gruß vom Zahnarzt --- äh nee, da war ich ja eben erst (wird auch wieder teuer den alten Kram zu reparieren), vom Weidenrande.
Maruski
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