Motorlauf und Aussentemperatur
Moderator: Gerry
- Thorsten D.
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Motorlauf und Aussentemperatur
moinsen....
bei der Heimfahrt gestern ist mir ( mal wieder ) aufgefallen :
Kiste mit vollem Tank stand ganzen Tag schön inner Sonne und es war ja auch recht warm, erste zeit lief sie wie ein sack nüsse, rauer ruppiger Motorlauf, nachdem ich in die Dämmerung kam, also Aussentemperatur runter, hat sich das schlagartig verbessert.
Mir fiel das schon öfters auf, nur mich ernsthaft drum kümmern verschwand irgendwie immer vom schirm...hatte zwar mal mit verschiedenen Luftfiltern experimentiert, aber nicht ernsthaft weiterverfolgt.....
Nun vermute ich mal folgende Gründe, bzw. Ursachen :
warmer Sprit - schlechtere Zündfähigkeit
warme Luft - weniger Sauerstoffgehalt
ergibt dann zu fettes Gemisch ( ? )
Als Abhilfe würde ich jetzt mal :
den k&n Filter gegen einen Drahtfilter mit Schaumstoffring tauschen = mehr Luft....mageres Gemisch = ruhiger Motorlauf
kleinere Teillast- und Hauptdüse = weniger Sprit....mageres Gemisch = ruhiger Motorlauf
versuchen.
wo ich bedenken habe ist wird sie mir dann zu mager wenn es im Herbst und Frühjahr in den Abendstunden noch weiter runter geht mit den Temperaturen ?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder kann meiner Vermutung was abgewinnen,hat andere Lösungswege, bzw. hab ich da grad einen an der Waffel damit ?
die üblichen verdächtigen bitte mal ausschliessen, weil es wirklich nur auffällig ist wie zu beginn beschrieben...
bin mal auf euren input gespannt...merci
bei der Heimfahrt gestern ist mir ( mal wieder ) aufgefallen :
Kiste mit vollem Tank stand ganzen Tag schön inner Sonne und es war ja auch recht warm, erste zeit lief sie wie ein sack nüsse, rauer ruppiger Motorlauf, nachdem ich in die Dämmerung kam, also Aussentemperatur runter, hat sich das schlagartig verbessert.
Mir fiel das schon öfters auf, nur mich ernsthaft drum kümmern verschwand irgendwie immer vom schirm...hatte zwar mal mit verschiedenen Luftfiltern experimentiert, aber nicht ernsthaft weiterverfolgt.....
Nun vermute ich mal folgende Gründe, bzw. Ursachen :
warmer Sprit - schlechtere Zündfähigkeit
warme Luft - weniger Sauerstoffgehalt
ergibt dann zu fettes Gemisch ( ? )
Als Abhilfe würde ich jetzt mal :
den k&n Filter gegen einen Drahtfilter mit Schaumstoffring tauschen = mehr Luft....mageres Gemisch = ruhiger Motorlauf
kleinere Teillast- und Hauptdüse = weniger Sprit....mageres Gemisch = ruhiger Motorlauf
versuchen.
wo ich bedenken habe ist wird sie mir dann zu mager wenn es im Herbst und Frühjahr in den Abendstunden noch weiter runter geht mit den Temperaturen ?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder kann meiner Vermutung was abgewinnen,hat andere Lösungswege, bzw. hab ich da grad einen an der Waffel damit ?
die üblichen verdächtigen bitte mal ausschliessen, weil es wirklich nur auffällig ist wie zu beginn beschrieben...
bin mal auf euren input gespannt...merci
Zuletzt geändert von Thorsten D. am 06.09.2021, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss Thorsten
-
Hallertauer
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Servus,
anhand deiner Eingangsbeschreibung, kann ich mir das einfach nicht vorstellen ! Allendhalben vielleicht marginal messbar, aber nicht in diesem Ausmaß wie von dir beschrieben. Unter Umständen könnte es vielleicht noch an der Tankentlüftung liegen. Hörst du beim öffnen des Tankdeckels ein Zischgeräusch ?
Gruß TOM.
anhand deiner Eingangsbeschreibung, kann ich mir das einfach nicht vorstellen ! Allendhalben vielleicht marginal messbar, aber nicht in diesem Ausmaß wie von dir beschrieben. Unter Umständen könnte es vielleicht noch an der Tankentlüftung liegen. Hörst du beim öffnen des Tankdeckels ein Zischgeräusch ?
Gruß TOM.
- Thorsten D.
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Re: Motorlauf und Aussentemperatur
moin Tom..
ne Tankentlüftung is i.o.
ich korrigier das gleich auch im eingangsbeitrag dass die kiste vollgetankt rumstand
ne Tankentlüftung is i.o.
ich korrigier das gleich auch im eingangsbeitrag dass die kiste vollgetankt rumstand
Gruss Thorsten
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Moib Thorsten,
da muss ich Tom recht geben.
Auch Du hast eugentlich nur einen normalen Motor verbaut. Stell Dir vor, jeder müsste seinen Luftfilter von Sommer auf Winterbetrieb umstellen? Es kann sein, dass man die LLRS (Leerlaufregulierschraube) ggf. den Bedingungen in den Bergen oder in der Wüste anpassen muss, aber das ist der ganz seltene Fall. Ein gut eingestellter Vergaser sollte eigentlich in ganz Europa gut klarkommen.
Nebenluft.... immer wieder gern genommen
, schon mal geprüft.
Ansonsten würde ich mit der Teillastdüse experimentieren, die Hauptdüse hat damit eher nichts zu tun (so aus der Ferne betrachtet).
Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dem Drahtgestell und Schaumstofffilter gemacht.
Gruß
Norbert
da muss ich Tom recht geben.
Auch Du hast eugentlich nur einen normalen Motor verbaut. Stell Dir vor, jeder müsste seinen Luftfilter von Sommer auf Winterbetrieb umstellen? Es kann sein, dass man die LLRS (Leerlaufregulierschraube) ggf. den Bedingungen in den Bergen oder in der Wüste anpassen muss, aber das ist der ganz seltene Fall. Ein gut eingestellter Vergaser sollte eigentlich in ganz Europa gut klarkommen.
Nebenluft.... immer wieder gern genommen
Ansonsten würde ich mit der Teillastdüse experimentieren, die Hauptdüse hat damit eher nichts zu tun (so aus der Ferne betrachtet).
Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dem Drahtgestell und Schaumstofffilter gemacht.
Gruß
Norbert
- Thorsten D.
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Re: Motorlauf und Aussentemperatur
moin Norbert...
Danke für den input... jede Meinung bzw. Aussage ist mir willkommen...
Was soll ich sagen...klar ist meine Vermutung weit hergeholt weil technisch eigentlich Blödsinn... aber das ist/war gefühlt halt so... in den Abend rein lief der Motor wesentlich ruhiger und auf knapp 400km merkst halt schon den unterschied...
düsen ändern war jetzt die Haupt von 72 auf 70.. teillast ist schon niedrig mit 0,280...
Nebenluft oder ähnliches schließ ich aus weil im tagesbetrieb alles passt...startverhalten sprit und Ölverbrauch Durchzug keine Änderungen und ich seit dem gummiwechsel auf der pep vor Jahren drauf acht habe...
Ich Tausch jetzt mal auf nen durchlässigeren Filter...mal sehen
Und wie gesagt... hier ist jeder Senf welche...auch wenn sich rauskristalisiert das ich wohl eins anner Waffel hab...smile
Danke für den input... jede Meinung bzw. Aussage ist mir willkommen...
Was soll ich sagen...klar ist meine Vermutung weit hergeholt weil technisch eigentlich Blödsinn... aber das ist/war gefühlt halt so... in den Abend rein lief der Motor wesentlich ruhiger und auf knapp 400km merkst halt schon den unterschied...
düsen ändern war jetzt die Haupt von 72 auf 70.. teillast ist schon niedrig mit 0,280...
Nebenluft oder ähnliches schließ ich aus weil im tagesbetrieb alles passt...startverhalten sprit und Ölverbrauch Durchzug keine Änderungen und ich seit dem gummiwechsel auf der pep vor Jahren drauf acht habe...
Ich Tausch jetzt mal auf nen durchlässigeren Filter...mal sehen
Und wie gesagt... hier ist jeder Senf welche...auch wenn sich rauskristalisiert das ich wohl eins anner Waffel hab...smile
Gruss Thorsten
-
Hallertauer
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Servus zusammen,
das ist mal wieder so was, woran man sich die Zähne ausbeißen kann....
Hast du einen Benzinfilter irgendwo verbaut ?
Evtl. sind auch Dampfblasen durch den heissen Sprit entstanden ? ( Aber nach so langer Fahrt )
Und ist das tatsächlich immer nur bei heissen Ausentemperaturen so ?
An den Düsen würde ich nicht lange " rumtüdeln " ebenso am Luftfilter. Das sich damit ein Zusammenhang für dein Problem herstellen liese, schließe ich zu 99 % aus.
Ich höre und fühle gelegentlich auch manchmal " Dinge " in meiner Shovel ( vor allem wenn ich mal ne Runde ohne Helm fahre ) die ich mir in aller Regel blos einbilde.
Aber bei mir ists meinem Alter 60 + geschuldet.....
Gruss TOM.
das ist mal wieder so was, woran man sich die Zähne ausbeißen kann....
Hast du einen Benzinfilter irgendwo verbaut ?
Evtl. sind auch Dampfblasen durch den heissen Sprit entstanden ? ( Aber nach so langer Fahrt )
Und ist das tatsächlich immer nur bei heissen Ausentemperaturen so ?
An den Düsen würde ich nicht lange " rumtüdeln " ebenso am Luftfilter. Das sich damit ein Zusammenhang für dein Problem herstellen liese, schließe ich zu 99 % aus.
Ich höre und fühle gelegentlich auch manchmal " Dinge " in meiner Shovel ( vor allem wenn ich mal ne Runde ohne Helm fahre ) die ich mir in aller Regel blos einbilde.
Gruss TOM.
- Thorsten D.
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Re: Motorlauf und Aussentemperatur
smile wenns einfach wäre....
Ist tatsächlich nur dann wenn die Kiste ewig lange inner sonne steht... am sonntag den ganzen mittag nachmittag bis abends....
Deswegen auch meine Annahme dass alles schön warm ist.. sprit etc. und durch die rel. warme aussentemp. eben eine schlechte Verbrennung stattfindet und sich das wenns abkühlt oder frischer Kühler sprit kommt reduziert...
normal kommt die Kiste aus der kühlen Garage und da isses egal... sie läuft gut... Bei 30 Grad geh ich eher nicht Spazierenfahren ergo ist die Konstellation von Sonntag klar selten..
Wenn meine Vermutung halbwegs hinkäme würde ich für mich an solchen tagen einfach nen anderen Filter einsetzen...5min arbeit....und könnt mir 1 bis 1,5 stunden geeier ersparen..
Und wie gesagt... die üblichen verdächtigen würden sich wenn ja immer bemerkbar machen..und def. nur rauer ruppig Motorlauf bis es Kühler wurde
Ist tatsächlich nur dann wenn die Kiste ewig lange inner sonne steht... am sonntag den ganzen mittag nachmittag bis abends....
Deswegen auch meine Annahme dass alles schön warm ist.. sprit etc. und durch die rel. warme aussentemp. eben eine schlechte Verbrennung stattfindet und sich das wenns abkühlt oder frischer Kühler sprit kommt reduziert...
normal kommt die Kiste aus der kühlen Garage und da isses egal... sie läuft gut... Bei 30 Grad geh ich eher nicht Spazierenfahren ergo ist die Konstellation von Sonntag klar selten..
Wenn meine Vermutung halbwegs hinkäme würde ich für mich an solchen tagen einfach nen anderen Filter einsetzen...5min arbeit....und könnt mir 1 bis 1,5 stunden geeier ersparen..
Und wie gesagt... die üblichen verdächtigen würden sich wenn ja immer bemerkbar machen..und def. nur rauer ruppig Motorlauf bis es Kühler wurde
Gruss Thorsten
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
"Nun vermute ich mal folgende Gründe, bzw. Ursachen :
warmer Sprit - schlechtere Zündfähigkeit
warme Luft - weniger Sauerstoffgehalt
ergibt dann zu fettes Gemisch ( ? )"
..... Alter, Sauerstoffmangel durch 10°C mehr?
Das würde wohl nicht mal Greta vermuten.
Du wünschtest dir eine "Besenfung" deiner Frage?
Und ich hab gerade Büro-Yoga = wenig los, wegen der Seuche.
Let´s rock it
Also ein paar Gedanken von mir zu deinem Problem.
Dem Sprit machen 10°C mehr kaum was aus, sonst müsste bei -10°C ja dein Motor vor Kraft platzen.
Im Vergaser könnte die Temperatur was in der Schwimmerkammer ändern (da kann der Sprit kochen und verdampfen), aber nicht beim laufenden Motor, wo quasi immer neuer, kühlerer (30°C vs. 90°C kochen) Treibstoff nachkommt.
Wenn dein Vergaser nicht mehr anfassbar ist, dann haste da Probleme, welche olle Dnepr/BMW und auch Triumpf Bonnis und Tigers hatten (wenn sie anhielten). Da wurde dann ne Pertinax-Platte als Hitzeschild zwischen Versager und Motor gebastelt und (fast) gut.
Die MoCo hat den Vergaser aber schon weg vom Motor gebaut und bei den Shovels (anders als bei den Pans und vorher) auch den Manifold nicht mehr zwischen den Zylindern durchgeführt (was ab ca. + 4°C und Luftfeuchtigkeit (unter ca. -6°C dann wieder gut, weil die Feuchtigkeit, die Eis im Vergaser/Manifold bildet, aus der Luft weg ist) jetzt zu ganz fieser Manifold-Vergaservereisung führen kann).
Im Vergaser ist durch den Venturi- Effekt quasi eine kleine Kühlmaschine (Verdichten/Ausdehnen = Kühlung) eingebaut. Auch das teilweise Übergehen von flüssig in den Gaszustand erzeugt bekanntlich Kühlung (wie an Gasflaschen zu beobachten).
Und alles was dann in deinem Zylinder reinkommt, ist bestens zündbar, bei unter +50°C Aussentemperatur.
Genug Sauerstoff und Zündfähigkeit sind da - im laufenden Motor herrschen ganz andere Umstände, soviel extremer als 10°C Schwankungen.
Aber natürlich gibt es Komponenten im shoveligen System, die auf niedrige Temperaturschwankungen reagieren könne. Alles mit Strom drin ist mystisch genug, um schon bei geringen Unterschieden große Unterschiede zu machen.
Was für eine Zündung hasste drin?
Zündspulen?
Zündkabel?
Kabel zur Zündung?
Ob 10°C Unterschied da aber schon ausreichen, kann dir besser einer von den Fachmännern hier im Kreise sagen.
Ich hatte mal ein gebrochenes Massekabel, wo nur noch die Isolierhülle alles manchmal/manchmal-nicht beinander gehalten hat. Bro - da kannste irre werden, was alles beobachtbar ist an Phänomenen, deren Erklärungsversuche aber nix mit dem Strom-Fehler zu tun hatten.
Selbst im Death Valley kannste noch ohne irgendeine Veränderung am Normalsetup fahren.
Otto-Motoren sind erst in Sibirien und der Sahara an ihrer unteren und oberen Leistungsgrenze (und da dann noch nicht drüber).
Sauerstoffprobleme kommen erst so ab 3000 Höhenmetern (unter 70% des Normalluftdrucks) leicht auf.
Auf dem Niveau des Meeres liegt der atmosphärische Druck bei rund 1.000 Millibar, auf 3000m bei ca. 690 Millibar.
Die Dichte von reinem Sauerstoff liegt bei ca. 1,43 kg/m³.
Dabei liegt die Temperatur bei 20 Grad Celsius und der Druck beträgt 1013 mbar.
Luft besteht aber nicht aus Sauerstoff, sondern einem Gemisch, etwa 78% sind Stickstoff, nur rund 21% Sauerstoff und ein kleiner Rest diverser Spurengase, wie CO2.
Was bei Standartatmosphäre zu einer Luftdichte von 1,225 kg/m³ führt.
Wenn die Temperatur um 10 °C sinkt, fällt der Reifendruck bekanntlich zwischen 0,07 und 0,14 bar, was man im Winter beim Kaltwerden beachten sollte.
Wenig bei 2.3 bar Normalreifendruck - nicht war?
Die Luftdichte in der Luft verändert sich ähnlich unspektakulär, wie folgt: Bei +20°C ist die Dichte 1,2041 kg/m³ und bei +30°C dann nur noch 1,1644 kg/m³.
Du siehst wie gering der Unterschied ist, wenn du ihn mit den anderen Komponenten des Motorlaufs (kalter Motor vs. heißer Motor, oder 1°-2° falscher Zündzeitpunkt, den hier viele gar nicht bemerken.) in Relation setzt.
Auf jeden Quadratzentimeter Erde (auch deinen Luftfilter) drückt auf Meereshöhe ein ganzes Kilo Luft. Bei 100cm² (10x10) drücken also 100 Kilo auf den Filter (der nicht wie unser Körper mit gleichem Druck dagegenhält, damit wir nichts merken).
Da ist es recht egal, ob es 20°C oder 30°C hat - es kommt genug Luft, bzw. der notwendige Sauerstoff, durch und eine Änderung des Filters macht wenig Sinn, zumal ein Saugmotor zu dem Druck noch viel fetter (bei uns mit zwei über 600ccm-Pumpen 1000-2500mal die Minute) ansaugt.
Alles was irgendwie mit dem Motorlauf und der Motortemperatur zu tun hat, würde ich von einer Korrelation mit deiner gemachten und eventuell auch zielführenden, Umwelttemperaturbeobachtung ausschließen, da die 10°C da nicht sinnvoll was ändern können.
Ganz doof gesagt, kann dein Zündschloss bei +30°C und laufendem Motor (Vibrationen) nen Wackler haben, der bei +20°C und dann das wenige härterer Isolationsmaterialien, eben noch funzt.
In die Richtung würde ich ermitteln, so wie du das schilderst.
Denn selbst die Zündspulen heitzen sich im Betrieb so stark auf, dass ein Unterschied in der Umwelttemperatur da beim Fahren (im Stand mag es da schon anders aussehen) wenig macht. Aber da kann ich mich irren, da Stom Teufelswerk (für mich) ist.
Gefühlt sind 2/3 meiner Pannen Strompannen gewesen.
Viel Freude und Erfolg beim Suchen - ist ein echtes Kackproblem, so wie du das beschreibst und eventuell gar nicht findbar.
Viel Glück, auf das es dir glückt.
Mit bestem Gruß aus dem Büro.
Maruski
warmer Sprit - schlechtere Zündfähigkeit
warme Luft - weniger Sauerstoffgehalt
ergibt dann zu fettes Gemisch ( ? )"
..... Alter, Sauerstoffmangel durch 10°C mehr?
Das würde wohl nicht mal Greta vermuten.
Du wünschtest dir eine "Besenfung" deiner Frage?
Und ich hab gerade Büro-Yoga = wenig los, wegen der Seuche.
Let´s rock it
Also ein paar Gedanken von mir zu deinem Problem.
Dem Sprit machen 10°C mehr kaum was aus, sonst müsste bei -10°C ja dein Motor vor Kraft platzen.
Im Vergaser könnte die Temperatur was in der Schwimmerkammer ändern (da kann der Sprit kochen und verdampfen), aber nicht beim laufenden Motor, wo quasi immer neuer, kühlerer (30°C vs. 90°C kochen) Treibstoff nachkommt.
Wenn dein Vergaser nicht mehr anfassbar ist, dann haste da Probleme, welche olle Dnepr/BMW und auch Triumpf Bonnis und Tigers hatten (wenn sie anhielten). Da wurde dann ne Pertinax-Platte als Hitzeschild zwischen Versager und Motor gebastelt und (fast) gut.
Die MoCo hat den Vergaser aber schon weg vom Motor gebaut und bei den Shovels (anders als bei den Pans und vorher) auch den Manifold nicht mehr zwischen den Zylindern durchgeführt (was ab ca. + 4°C und Luftfeuchtigkeit (unter ca. -6°C dann wieder gut, weil die Feuchtigkeit, die Eis im Vergaser/Manifold bildet, aus der Luft weg ist) jetzt zu ganz fieser Manifold-Vergaservereisung führen kann).
Im Vergaser ist durch den Venturi- Effekt quasi eine kleine Kühlmaschine (Verdichten/Ausdehnen = Kühlung) eingebaut. Auch das teilweise Übergehen von flüssig in den Gaszustand erzeugt bekanntlich Kühlung (wie an Gasflaschen zu beobachten).
Und alles was dann in deinem Zylinder reinkommt, ist bestens zündbar, bei unter +50°C Aussentemperatur.
Genug Sauerstoff und Zündfähigkeit sind da - im laufenden Motor herrschen ganz andere Umstände, soviel extremer als 10°C Schwankungen.
Aber natürlich gibt es Komponenten im shoveligen System, die auf niedrige Temperaturschwankungen reagieren könne. Alles mit Strom drin ist mystisch genug, um schon bei geringen Unterschieden große Unterschiede zu machen.
Was für eine Zündung hasste drin?
Zündspulen?
Zündkabel?
Kabel zur Zündung?
Ob 10°C Unterschied da aber schon ausreichen, kann dir besser einer von den Fachmännern hier im Kreise sagen.
Ich hatte mal ein gebrochenes Massekabel, wo nur noch die Isolierhülle alles manchmal/manchmal-nicht beinander gehalten hat. Bro - da kannste irre werden, was alles beobachtbar ist an Phänomenen, deren Erklärungsversuche aber nix mit dem Strom-Fehler zu tun hatten.
Selbst im Death Valley kannste noch ohne irgendeine Veränderung am Normalsetup fahren.
Otto-Motoren sind erst in Sibirien und der Sahara an ihrer unteren und oberen Leistungsgrenze (und da dann noch nicht drüber).
Sauerstoffprobleme kommen erst so ab 3000 Höhenmetern (unter 70% des Normalluftdrucks) leicht auf.
Auf dem Niveau des Meeres liegt der atmosphärische Druck bei rund 1.000 Millibar, auf 3000m bei ca. 690 Millibar.
Die Dichte von reinem Sauerstoff liegt bei ca. 1,43 kg/m³.
Dabei liegt die Temperatur bei 20 Grad Celsius und der Druck beträgt 1013 mbar.
Luft besteht aber nicht aus Sauerstoff, sondern einem Gemisch, etwa 78% sind Stickstoff, nur rund 21% Sauerstoff und ein kleiner Rest diverser Spurengase, wie CO2.
Was bei Standartatmosphäre zu einer Luftdichte von 1,225 kg/m³ führt.
Wenn die Temperatur um 10 °C sinkt, fällt der Reifendruck bekanntlich zwischen 0,07 und 0,14 bar, was man im Winter beim Kaltwerden beachten sollte.
Wenig bei 2.3 bar Normalreifendruck - nicht war?
Die Luftdichte in der Luft verändert sich ähnlich unspektakulär, wie folgt: Bei +20°C ist die Dichte 1,2041 kg/m³ und bei +30°C dann nur noch 1,1644 kg/m³.
Du siehst wie gering der Unterschied ist, wenn du ihn mit den anderen Komponenten des Motorlaufs (kalter Motor vs. heißer Motor, oder 1°-2° falscher Zündzeitpunkt, den hier viele gar nicht bemerken.) in Relation setzt.
Auf jeden Quadratzentimeter Erde (auch deinen Luftfilter) drückt auf Meereshöhe ein ganzes Kilo Luft. Bei 100cm² (10x10) drücken also 100 Kilo auf den Filter (der nicht wie unser Körper mit gleichem Druck dagegenhält, damit wir nichts merken).
Da ist es recht egal, ob es 20°C oder 30°C hat - es kommt genug Luft, bzw. der notwendige Sauerstoff, durch und eine Änderung des Filters macht wenig Sinn, zumal ein Saugmotor zu dem Druck noch viel fetter (bei uns mit zwei über 600ccm-Pumpen 1000-2500mal die Minute) ansaugt.
Alles was irgendwie mit dem Motorlauf und der Motortemperatur zu tun hat, würde ich von einer Korrelation mit deiner gemachten und eventuell auch zielführenden, Umwelttemperaturbeobachtung ausschließen, da die 10°C da nicht sinnvoll was ändern können.
Ganz doof gesagt, kann dein Zündschloss bei +30°C und laufendem Motor (Vibrationen) nen Wackler haben, der bei +20°C und dann das wenige härterer Isolationsmaterialien, eben noch funzt.
In die Richtung würde ich ermitteln, so wie du das schilderst.
Denn selbst die Zündspulen heitzen sich im Betrieb so stark auf, dass ein Unterschied in der Umwelttemperatur da beim Fahren (im Stand mag es da schon anders aussehen) wenig macht. Aber da kann ich mich irren, da Stom Teufelswerk (für mich) ist.
Gefühlt sind 2/3 meiner Pannen Strompannen gewesen.
Viel Freude und Erfolg beim Suchen - ist ein echtes Kackproblem, so wie du das beschreibst und eventuell gar nicht findbar.
Viel Glück, auf das es dir glückt.
Mit bestem Gruß aus dem Büro.
Maruski
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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- earl hickey
- Beiträge: 430
- Registriert: 24.07.2016, 15:30
- Wohnort: Geisenhausen
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Mein Senf zu dem Thema: FALSCHLUFT...die Dicht-Gummis (egal ob Rubberband oder O-Ring) dehnen sich bei wärme etwas aus und ziehen sich bei Kälte etwas zusammen...und wenn du die vor JAHREN mal getauscht hast, kannst davon ausgehen, das die ausgehärtet sind. Tatsächlich lässt sich das nur mit abdrücken und Seifenwasser feststellen, ob die 100% dicht sind...der Ron hat da mal ne gute Anleitung zu geschrieben...Bremsenreiniger ist da zum testen Kontraproduktiv, da manchmal die Undichtigkeit zu gering ist, um eine Veränderung der Drehzahl festzustellen und zweitens trägt der Bremsenreiniger erst recht dazu bei, das die Dichtgummis aushärten und dadurch undicht werden.
Zuletzt geändert von earl hickey am 07.09.2021, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.
Sie ölt seit Erstauslieferung 1977!!!
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
sorry passt jetzt nicht zum Thema, oder doch?
" Besenfung"
ich hau mich weg
@ Maruski, ich musste das bestimmt fünf mal lesen

" Besenfung"
@ Maruski, ich musste das bestimmt fünf mal lesen
- Thorsten D.
- Beiträge: 1844
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- Wohnort: Renningen
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Benni...ich auch..lol
@ earl... die Gummis sind natürlich nicht mehr die getauschten vonner pep, seit ich das geraffel da oben hatte achte ich ja drauf...
Maruski... danke für die physikstunde...grins
Zündung wäre Arthur seine mit rundum sorglospaket von gerry, 2 Jahre alt
strom ansich wäre natürlich ne Möglichkeit... aber hätte ich dann nicht Aussetzer in der Zündung haben müssen..bzw. machen sich die erwähnten kontaktprobleme ( Zündschloss..Spule) durch nen rauen motorlauf bemerkbar...wenn quasi von 40 funken pro Sekunde nur z.b. 30 welche sind?
Ich fang mit dem Lufi an...schaumstoff.draht und wen ich sie das nächste mal lange inner sonne rumstehen hab schauen was passiert
@ earl... die Gummis sind natürlich nicht mehr die getauschten vonner pep, seit ich das geraffel da oben hatte achte ich ja drauf...
Maruski... danke für die physikstunde...grins
Zündung wäre Arthur seine mit rundum sorglospaket von gerry, 2 Jahre alt
strom ansich wäre natürlich ne Möglichkeit... aber hätte ich dann nicht Aussetzer in der Zündung haben müssen..bzw. machen sich die erwähnten kontaktprobleme ( Zündschloss..Spule) durch nen rauen motorlauf bemerkbar...wenn quasi von 40 funken pro Sekunde nur z.b. 30 welche sind?
Ich fang mit dem Lufi an...schaumstoff.draht und wen ich sie das nächste mal lange inner sonne rumstehen hab schauen was passiert
Gruss Thorsten
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Es kann sich im Tank aber schon derb Druck aufbauen, auch wenn Entlüftung und alles funzt, hab das schon mehrfach an Notstromern erlebt das eine Fontäne aus aus der Entlüftung kam, ob sowas eine Uhrsache ist kann ich mir aber nicht vorstellen
aber Maruskis Erklärungen passen schon und sind auch immer wieder herrlich zu lesen

aber Maruskis Erklärungen passen schon und sind auch immer wieder herrlich zu lesen
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Die Temperaturfrage ist nicht zu unterschätzen.
Üblicherweise wurden Fahrzeuge (und alles mit Verbrennungsmotor) nach deren Bestimmungsmarkt (Klima und Höhenzone) bedüst.
Und vielleicht erinnern sich manche an Autos die im Herbst/Winter oder nach einem erfrischenden Sommergewitter besser liefen als in der Sommerhitze.
Und umgekehrt, trotz kühlerer Temperaturen (mehr Sauerstoffgehalt) bei der Alpenüberquerung durch Sauerstoffmangel zu fett und dementsprechend mies liefen. In manchen Fällen wurde es auch in der Poebene nicht besser, denn den Höhenunterschied glichen dann die 40° im Schatten wieder aus.
Die Kiste lief in nördlicheren Gefilden einfach besser, da sie wahrschl. werksseitig auf 15° Durchschnittstemperatur und 200müNn eingestellt war. Das deckt halbwegs den Bereich bis 30° und 1000müNn.
Ich erinnere mich an das Vorurteil, der Sprit sei schlechter. Unsinn, denn gerade damals tankte man wegen dem Preisunterschied möglichst spät vor der Grenze noch auf und fuhr mit "gutem" Sprit in die Probleme. Umgekehrt hatte man daheim noch den "Fusel" im Tank und die Kiste lief trotzdem wieder besser.
Wenn ich dann noch an so manche "Tuner" denke, die lieber auf der sog. "sicheren", fetten Seite bleiben, könnte ich mir vorstellen, dass das Ding für Polarexpeditionen eingestellt ist und dementsprechend reagiert.
Übrigens gabs OE Düsensets "for higher Altitude". Und die waren nicht erst für den Einsatz ab 3000müNn
gedacht.
Habe überlesen welchen Gaser Du hast, doch primär würde ich mich erst um den LLDüsenbereich und dann den Halbgasbereich kümmern. Evtl. auch den Wärmewert der Zündkerzen der vorwiegenden Fahrweise anpassen.
Die Unterschiede im Luftdurchlass zwischen vergleichbaren Papier- Schaumgummi, K&N und selbst den alten Gewebeluftfiltern sind so minimal, dass sie innerhalb einer Düsengröße liegen. Dieses Experiment kannst Du sparen, bzw. einfach testen. Einmal mit, einmal ohne Lufi.
Falschluft ausschließen ist sowieso Pflicht, doch die macht sich meist in jedem Temperaturbereich bemerkbar.
Zündspule setzt eher durch interne Hitze aus. Nach Abkühl-Pause läufts auch bei 40° Lufttemp. noch mal eine Weile.
Wenn Deine Kerzen keine Ablagerungen zeigen, sauber sind, kanns tatsl. an Dampfblasen, Spritversorgung liegen.
Gruß
Üblicherweise wurden Fahrzeuge (und alles mit Verbrennungsmotor) nach deren Bestimmungsmarkt (Klima und Höhenzone) bedüst.
Und vielleicht erinnern sich manche an Autos die im Herbst/Winter oder nach einem erfrischenden Sommergewitter besser liefen als in der Sommerhitze.
Und umgekehrt, trotz kühlerer Temperaturen (mehr Sauerstoffgehalt) bei der Alpenüberquerung durch Sauerstoffmangel zu fett und dementsprechend mies liefen. In manchen Fällen wurde es auch in der Poebene nicht besser, denn den Höhenunterschied glichen dann die 40° im Schatten wieder aus.
Die Kiste lief in nördlicheren Gefilden einfach besser, da sie wahrschl. werksseitig auf 15° Durchschnittstemperatur und 200müNn eingestellt war. Das deckt halbwegs den Bereich bis 30° und 1000müNn.
Ich erinnere mich an das Vorurteil, der Sprit sei schlechter. Unsinn, denn gerade damals tankte man wegen dem Preisunterschied möglichst spät vor der Grenze noch auf und fuhr mit "gutem" Sprit in die Probleme. Umgekehrt hatte man daheim noch den "Fusel" im Tank und die Kiste lief trotzdem wieder besser.
Wenn ich dann noch an so manche "Tuner" denke, die lieber auf der sog. "sicheren", fetten Seite bleiben, könnte ich mir vorstellen, dass das Ding für Polarexpeditionen eingestellt ist und dementsprechend reagiert.
Übrigens gabs OE Düsensets "for higher Altitude". Und die waren nicht erst für den Einsatz ab 3000müNn
Habe überlesen welchen Gaser Du hast, doch primär würde ich mich erst um den LLDüsenbereich und dann den Halbgasbereich kümmern. Evtl. auch den Wärmewert der Zündkerzen der vorwiegenden Fahrweise anpassen.
Die Unterschiede im Luftdurchlass zwischen vergleichbaren Papier- Schaumgummi, K&N und selbst den alten Gewebeluftfiltern sind so minimal, dass sie innerhalb einer Düsengröße liegen. Dieses Experiment kannst Du sparen, bzw. einfach testen. Einmal mit, einmal ohne Lufi.
Falschluft ausschließen ist sowieso Pflicht, doch die macht sich meist in jedem Temperaturbereich bemerkbar.
Zündspule setzt eher durch interne Hitze aus. Nach Abkühl-Pause läufts auch bei 40° Lufttemp. noch mal eine Weile.
Wenn Deine Kerzen keine Ablagerungen zeigen, sauber sind, kanns tatsl. an Dampfblasen, Spritversorgung liegen.
Gruß
Noch immer schwer erziehbar und unbeugsam.
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
Ansonsten:
Mechaniker, der; Subst.;(me/cha/ni/ker): Jemand der auf Grundlage ungenauer und irreführender Angaben Präzisionsratearbeit leistet.
s.a.: Hexer, Zauberer
- Thorsten D.
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Re: Motorlauf und Aussentemperatur
moin...
gaser ist super e LLschraube ist knapp eine umdreh. draußen... Kerzen sehen nach 300km Bahn und zum Abschluss knapp 30km Stau durchschlängeln so aus
gaser ist super e LLschraube ist knapp eine umdreh. draußen... Kerzen sehen nach 300km Bahn und zum Abschluss knapp 30km Stau durchschlängeln so aus
Gruss Thorsten
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Hallertauer
Re: Motorlauf und Aussentemperatur
Hi Thorsten,
sieht doch soweit recht gut aus die Kerze !
Wünschte, meine Kerzen sähen nur annähernd so aus....
Gruß TOM.
sieht doch soweit recht gut aus die Kerze !
Gruß TOM.