Verhaltensregeln auf der PEP
Verfasst: 29.05.2008, 20:42
Hallo Mädels
Da hier neuerdings Motorrad typische Themen wie Waffenbesitz und bargeldloser Handel diskutiert werden habe ich mir gedacht wir reden mal über wichtige Sachen. Quasi der Knigge zur PEP. Ich hoffe der Gerry hat nix gegen gutes Benehmen auf der PEP:
Verhaltensregeln für die PEP
Für Anfänger, Weicheier und Zugezogene:
Wie man auf der PEP feiert wie ein Eingeborener. So geht das richtig!!!!
1. Ein Bier bestellen geht mal gar nicht. Damit sagt man, dass man ne
knickerige Sau ist, keine Freunde hat oder Antialkoholiker, quasi das
Allerletzte.
2. Also immer mindestens zehn Stück, einen Meter oder ein ganzes
Tablett. Nie vorher abzählen, wie viele Leute um einen herumstehen und dann
genau die Anzahl bestellen. Am besten irgendeine Zahl über die Theke
grölen und ab dafür.
3. Ganz falsch: Die Umstehenden fragen, ob sie überhaupt noch ein
Bier haben wollen. Wichtige Regel: gefragt wird nicht. Saufen ist
schließlich kein Spaß.
4. Wenn der Stoff da ist, nicht blöd rumgucken und überlegen, wem man
denn eins in die Hand drücken soll. Am besten die Gläser wild in der
Umgebung verteilen, denn nur so zeigt man seine Großzügigkeit. Nur der
kleinkarierte Pisser stellt sich da an.
5. Wer zahlt wann welche Runde? In der Regel kommt jeder der Reihe
nach dran. Ganz miese Wichser saufen die ersten neun Runden an der Theke mit und wenn sie an der Reihe wären, müssen sie plötzlich pissen. Der erste Besteller bestimmt meist die Dauer des Projekts:
Wenn er zwölf Bier bestellt, müssen alle solange warten, bis zwölf Runden durch sind. Wichtig ist, dass der Strom nie abreißt. Also wenn alle noch die Hälfte im Glas haben, sofort die nächste Runde ordern und das neue Glas in die Hand drücken. Was voll peinlich ist: Mit zwei Gläsern in der Hand an der Theke stehen, deshalb ist Tempo angesagt beim reinschütten, ist schließlich kein Kindergeburtstag.
6. Richtig fiese Schweine bestellen zwischendurch noch ne Runde Korn
oder die absolute Hölle "Jägermeister". Hier wird es ernst. Sollte sich
so was andeuten, gilt es schnellstens die Flucht zu ergreifen.
Merke: Biersaufen kann man auf der PEP mit etwas Planung
und viel Glück überleben, aber nach Jägermeister weigert sich sogar der Notarzt,
diese Schweinerei wiederzubeleben.
7. Wenn alles normal läuft und Du konsequent durchziehst, bist Du normalerweise
auf dem Zelt um halb Neun stramm wie die Kesselflicker. Geht natürlich nicht,
weil Du kannst ja noch nicht in den Schlafsack, wegen Verdacht auf Weichei und so. Was also dann?
Taktische Pausen einschieben und das Tempo verschleppen! Dafür ist in der Regel eine Sache vorgesehen: Bratwurstfressen.
Vorteil: an der Bude gibt's keinen Jägermeister, da bist Du also ne
Zeitlang sicher vor der drohenden Alkoholvergiftung durch andere. Nun ist der
Bratwurststand auf der PEP immer so konzipiert, dass die Nachfrage
grundsätzlich größer ist als das Angebot.
Die Leute am Grill stehen da nicht aus Versehen, sondern absichtlich. Hier kann man Asyl beantragen von der Sauferei und je länger man auf den Wurst warten muss, desto größer die Überlebenschance.
8. Kotzen
Klingt scheiße, Du wirst aber dankbar sein, wenn Dein Körper Dir dieses Geschenk bereitet. Du hast Platz für neue Bratwürste und vielleicht sogar Glück, dass Du die letzten zwanzig Bier noch erwischst, bevor sie Dein Gehirn erreicht haben. Der Profi jedenfalls kotzt oft und gern. So, jetzt wären wir auch schon bald beim ins Bett gehen. Haha. Wenn Du aber den Zeitpunkt verpasst hast, und Du kommst vom Pissen oder Bratwustkotzen wieder ins Zelt und es sind bloß noch zwanzig Mann übrig, dann
Ätsch: Arschkarte gezogen! Denn jetzt heißt es:
9. Die Letzten
Ab sofort geht es um so spannende Sachen wie Fassaussaufen - es ist immer mehr drin, als Du denkst - oder Absackertrinken. Wenn's ein Jägermeister ist, kannst Du Dir den Umweg über den Notarzt sparen und gleich den Bestatter anrufen. Ganz wichtig in dieser Phase: jeder passt jetzt auf, dass keiner heimlich abhaut. Die ersten sacken einfach so vor der Theke zusammen, damit sie jedenfalls nicht noch mehr saufen müssen. Vorteil dieser Phase der PEP:
Du musst nicht mehr extra nach draußen latschen für Pissen und Kotzen: das geht jetzt alles vor Ort.
10. In den Schlafsack
Fällt aus. Mach Dir keine Illusionen: alleine schaffst Du es nicht mehr. Deine Frau kommt nicht, um Dich zu holen, die ist froh, dass dieses Wrack nicht in deiner Wohnung liegt und der Gestank in die Möbel zieht. Was bleibt ist...
11. Der Morgen danach
Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Ritzen in der
Zeltfestplane. Du wirst wach von einem Zungenkuss, wie Du ihn noch nie in Deinem Leben gekriegt hast. Leidenschaftlich küsst Du zurück... Dann machst Du Deine verklebten Augen auf und blickst in das fröhliche Gesicht des zottigen Köters von dem Zeltfritzen. Und mit einem eigenen Beitrag zum Thema Würfelhusten fängt der Tag wieder an. Dein Kopf fühlt sich an wie nach einem Steckschuss.
Jetzt hilft nur noch: Stützbier bis die Maschine wieder halbwegs normal läuft...
Nun wißt ihr also wie ihr euch zu benehmen habt.
In diesem Sinne:
Wir sehen uns auf der PEP.
Gruß
Panhead-Peter
Da hier neuerdings Motorrad typische Themen wie Waffenbesitz und bargeldloser Handel diskutiert werden habe ich mir gedacht wir reden mal über wichtige Sachen. Quasi der Knigge zur PEP. Ich hoffe der Gerry hat nix gegen gutes Benehmen auf der PEP:
Verhaltensregeln für die PEP
Für Anfänger, Weicheier und Zugezogene:
Wie man auf der PEP feiert wie ein Eingeborener. So geht das richtig!!!!
1. Ein Bier bestellen geht mal gar nicht. Damit sagt man, dass man ne
knickerige Sau ist, keine Freunde hat oder Antialkoholiker, quasi das
Allerletzte.
2. Also immer mindestens zehn Stück, einen Meter oder ein ganzes
Tablett. Nie vorher abzählen, wie viele Leute um einen herumstehen und dann
genau die Anzahl bestellen. Am besten irgendeine Zahl über die Theke
grölen und ab dafür.
3. Ganz falsch: Die Umstehenden fragen, ob sie überhaupt noch ein
Bier haben wollen. Wichtige Regel: gefragt wird nicht. Saufen ist
schließlich kein Spaß.
4. Wenn der Stoff da ist, nicht blöd rumgucken und überlegen, wem man
denn eins in die Hand drücken soll. Am besten die Gläser wild in der
Umgebung verteilen, denn nur so zeigt man seine Großzügigkeit. Nur der
kleinkarierte Pisser stellt sich da an.
5. Wer zahlt wann welche Runde? In der Regel kommt jeder der Reihe
nach dran. Ganz miese Wichser saufen die ersten neun Runden an der Theke mit und wenn sie an der Reihe wären, müssen sie plötzlich pissen. Der erste Besteller bestimmt meist die Dauer des Projekts:
Wenn er zwölf Bier bestellt, müssen alle solange warten, bis zwölf Runden durch sind. Wichtig ist, dass der Strom nie abreißt. Also wenn alle noch die Hälfte im Glas haben, sofort die nächste Runde ordern und das neue Glas in die Hand drücken. Was voll peinlich ist: Mit zwei Gläsern in der Hand an der Theke stehen, deshalb ist Tempo angesagt beim reinschütten, ist schließlich kein Kindergeburtstag.
6. Richtig fiese Schweine bestellen zwischendurch noch ne Runde Korn
oder die absolute Hölle "Jägermeister". Hier wird es ernst. Sollte sich
so was andeuten, gilt es schnellstens die Flucht zu ergreifen.
Merke: Biersaufen kann man auf der PEP mit etwas Planung
und viel Glück überleben, aber nach Jägermeister weigert sich sogar der Notarzt,
diese Schweinerei wiederzubeleben.
7. Wenn alles normal läuft und Du konsequent durchziehst, bist Du normalerweise
auf dem Zelt um halb Neun stramm wie die Kesselflicker. Geht natürlich nicht,
weil Du kannst ja noch nicht in den Schlafsack, wegen Verdacht auf Weichei und so. Was also dann?
Taktische Pausen einschieben und das Tempo verschleppen! Dafür ist in der Regel eine Sache vorgesehen: Bratwurstfressen.
Vorteil: an der Bude gibt's keinen Jägermeister, da bist Du also ne
Zeitlang sicher vor der drohenden Alkoholvergiftung durch andere. Nun ist der
Bratwurststand auf der PEP immer so konzipiert, dass die Nachfrage
grundsätzlich größer ist als das Angebot.
Die Leute am Grill stehen da nicht aus Versehen, sondern absichtlich. Hier kann man Asyl beantragen von der Sauferei und je länger man auf den Wurst warten muss, desto größer die Überlebenschance.
8. Kotzen
Klingt scheiße, Du wirst aber dankbar sein, wenn Dein Körper Dir dieses Geschenk bereitet. Du hast Platz für neue Bratwürste und vielleicht sogar Glück, dass Du die letzten zwanzig Bier noch erwischst, bevor sie Dein Gehirn erreicht haben. Der Profi jedenfalls kotzt oft und gern. So, jetzt wären wir auch schon bald beim ins Bett gehen. Haha. Wenn Du aber den Zeitpunkt verpasst hast, und Du kommst vom Pissen oder Bratwustkotzen wieder ins Zelt und es sind bloß noch zwanzig Mann übrig, dann
Ätsch: Arschkarte gezogen! Denn jetzt heißt es:
9. Die Letzten
Ab sofort geht es um so spannende Sachen wie Fassaussaufen - es ist immer mehr drin, als Du denkst - oder Absackertrinken. Wenn's ein Jägermeister ist, kannst Du Dir den Umweg über den Notarzt sparen und gleich den Bestatter anrufen. Ganz wichtig in dieser Phase: jeder passt jetzt auf, dass keiner heimlich abhaut. Die ersten sacken einfach so vor der Theke zusammen, damit sie jedenfalls nicht noch mehr saufen müssen. Vorteil dieser Phase der PEP:
Du musst nicht mehr extra nach draußen latschen für Pissen und Kotzen: das geht jetzt alles vor Ort.
10. In den Schlafsack
Fällt aus. Mach Dir keine Illusionen: alleine schaffst Du es nicht mehr. Deine Frau kommt nicht, um Dich zu holen, die ist froh, dass dieses Wrack nicht in deiner Wohnung liegt und der Gestank in die Möbel zieht. Was bleibt ist...
11. Der Morgen danach
Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Ritzen in der
Zeltfestplane. Du wirst wach von einem Zungenkuss, wie Du ihn noch nie in Deinem Leben gekriegt hast. Leidenschaftlich küsst Du zurück... Dann machst Du Deine verklebten Augen auf und blickst in das fröhliche Gesicht des zottigen Köters von dem Zeltfritzen. Und mit einem eigenen Beitrag zum Thema Würfelhusten fängt der Tag wieder an. Dein Kopf fühlt sich an wie nach einem Steckschuss.
Jetzt hilft nur noch: Stützbier bis die Maschine wieder halbwegs normal läuft...
Nun wißt ihr also wie ihr euch zu benehmen habt.
In diesem Sinne:
Wir sehen uns auf der PEP.
Gruß
Panhead-Peter