Einfahren überflüssig?

Moderator: Gerry

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Indiansteelworks
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Einfahren überflüssig?

Beitrag von Indiansteelworks »

Moin Gemeinde,

bei mir Ölfetischist stellt sich die Frage ob es überhaupt sinnvoll ist einen neuen Satz Kolben mit neuen Zylindern mit Mineralöl einzufaahn, wenn man eh nur unposerhaft duch die Gegend eiert.

Bei meinem Vorhaben ziehe einfach mal nur in Betracht so ein gerepten Motor mal sofort mit Halb oder vollsynthoil zu bestücken und ihn gaar nich nach alt Mütter-Sitte mit Mineralzeugs einzufaahn

Den Pärchen sollte doch eigentlich n langes Leben beschert sein ... oder?


Gruß, Steelworks
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trybear
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von trybear »

tach,

Meine Meinung: Gusszylinder immer einfahren.

Die korrekte Passung zwischen Ringen und Zylinderoberfläche wird dabei hergestellt.

Ansonsten macht jeder wie er luschtig ist.
nobody0815
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von nobody0815 »

Meine S&S Zylinder und Kolben haben am Anfang viel Öl verbraucht.
Erst nach ein par hundert km wahren sie so weit eingefahren, dass Kolbenringe richtig abdichten.

...Daher kann ich trybear nur zustimmen
Gruß Nobody
Christian
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von Christian »

nobody0815 hat geschrieben:Meine S&S Zylinder und Kolben haben am Anfang viel Öl verbraucht.
Erst nach ein par hundert km wahren sie so weit eingefahren, dass Kolbenringe richtig abdichten.
Gut zu wissen, danke.

Gruß, Christian
Lieber nen Shovel-Vibrator als nen TC-Staubsauger

Kicker rules!
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Mischirojo
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von Mischirojo »

... ist die Frage wie wurden die Zylinder gehohnt ?
Wenn nur mit Hohnsteinen dann einfahren.
Falls danach mit Flexhohn ein Plateau-finish erzeugt wurde dann nicht.
aghora
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von aghora »

im Handbüchlein zum nigelnagelneuen S&S moddor steht extra ein plan fürs korrekte Einfahren drinne, daher denke ich das das auch so vorgesehen ist und vorteile birgt.

lg

sj der mim auto zur pep kommt. :-(
Arthur
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von Arthur »

Hallo aghora,

wenn S&S als Hersteller eine Einfahrzeit von 3200 km vorschreibt, dann bestimmt nicht, weil es uns Vorteile bringt. Versetze Dich einfach in die Position der Hersteller. Was würdest Du als Einfahrvorschriften „erfinden“, um möglichst keine Garantiefälle zu bekommen?

Wie trybear bereits richtig beschrieben hat, müssen nur die Kolbenringe/Zylinderlaufflächen eingefahren werden. Dazu braucht man aber keine 3200 km. Mit 500 km ist man auf alle Fälle aus dem Schneider. Mir persönlich reicht eine Tankfüllung.


Gruß Arthur
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trybear
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von trybear »

Hallo Arthur,

irgendwie erschließt sich mir Deine Logik nicht so richtig... :roll:

Wenns egal wäre mit dem langen Einfahren, wie sollten dann Garantiefälle entstehen?

Wenn die von SundS das so wollen und keine Garantiefälle haben wollen, muß da ja doch irgendwas passieren und die Einfahrerei wäre doch sinnvoll, oder??

Mir wurde vom HD-Fachmann (Heiko von Bike-Mechanik) gesagt, das bei den Graugusszylindern sogar eine Einfahrzeit von 5-6ooo km gut wäre, erst dann würde der zuerst etwas erhöhte Ölverbrauch geringer werden. Kommt aber warsch. tatsächlich nur drauf an, wie die Zylinder geschliffen wurden.
Ich glaube aber, das eine nicht zu feine letzte "Schleife", das Einlaufen zwischen den Ringen und der Lauffläche bei gleichzeitiger Verwendung von nicht synthetischen Ölen in der Einfahrzeit erleichtert.

Und da solls dann wohl auch noch Unterschiede im Guss geben, Graphitanteil und so... Original-HD-Zylinder und Nachbauten..., was natürlich auch noch einen Einfluß auf die unterschiedliche Einfahrerei hat.

ansonsten gilt:

Jeder macht was er will, keiner macht was er soll , aber alle machen mit! :D

schüss
Arthur
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Re: Einfahren überflüssig?

Beitrag von Arthur »

Hallo trybear,

meine Logik ist einfach: Wenn ich Murks baue, macht er sich nicht so schnell bemerkbar, wenn ich den Motor schone. Und vielleicht „richtet“ sich ja der Murks, wenn ich lange genug langsam fahre. Oder ich verbrauche die Garantiezeit, bevor der Murks wirksam wird. Oder er tritt erst am Ende der Garantiezeit auf. Dann hat der Motorenbauer gute Argumente, weil der Schaden nicht zeitnah aufgetreten ist.


Gruß Arthur
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