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Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 14:28
von Chriss
Guude *,
ich hab mal wieder ein ganz blöööödes Problem. Ich hab nen Versatz Kit drauf, also habe ich eine Distanzscheibe zwischen Kettenblatt und Nabe, das Kettenblatt auch auch noch eine Kröpfung. Letztes Jahr hat meine Schrauberbude schon lose Schrauben an der Nabe fest gestellt. Diese Schrauben haben zu Langlöcher in der Nabe und dem Kettenblatt und dann zu einer neuen Nabe geführt. Wegen dem Getriebe Problem habe ich jetzt auch das Kettenblatt noch mal unter die Lupe genommen und siehe da, die Schrauben sind nach ca 4 Monate Fahren wieder lose. Jetzt habe ich schon wieder Langlöcher in der Nabe.

Wie bekomme ich das dauerhaft gelöst? Das Kettenblatt muss eh neu, dann würde ich auch gleich die Schrauben neu machen. Die Nabe würde ich behalten, geht das? Oder wird erst "alles gut" wenn ich alles neu und wieder rund habe? Soll ich lieber auf die Distanzscheibe verzichten und versuchen ein Kettenblatt mit einem großen Versatz suchen? Gibt es so was überhaupt? Gibt es da überhaupt eine dauerhafte Lösung? Wie macht ihr denn das? Ich will nun mal nicht alle 500M die Schrauben nach ziehen.
Gruß,
Chriss
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 14:50
von rouleur
Hi Criss,
Distanzscheiben sind kein Problem. Es ist viel wichtiger, dass es wirklich fluchtet.
Wie kann das denn Sein, dass Du 4 Monate mit lockeren Schrauben fährst?
Nimm zugfeste Schrauben, am besten Schaftschrauben, zöllig mind. 3er Stern, besser 5er, dazu gleichwertige Nylstop-Muttern und baller die ordentlich an. Gerade so fest, dass gleich wieder locker kommt. Sofern Du für das Kettenrad eine Zentrierhilfe brauchst, umwickel den Kranz an der Nabe mit entsrechend viel Klebeband, was Du nach der Montage wieder abmachst.
Locktite ist wegen dem Fett in dem Bereich nicht so praktisch in der Verarbeitung, weil alles fettfrei sein muss.
Gruß - rouleur
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 15:38
von Chriss
Guude rouleur,
rouleur hat geschrieben:Hi Criss,
Wie kann das denn Sein, dass Du 4 Monate mit lockeren Schrauben fährst?
Bin ich hoffentlich nicht... die Schrauben müssen sich in den 4 Monaten gelockert haben.
Es sind schon 10 Schrauben, am liebsten wären mir ja 10.9er oder besser, dann das richtige Drehmoment (wie du ja schon geschrieben hast) und dann sollte gut sein. Ich empfinde es als sehr schwierig hier in D die richtigen Schrauben zu bekommen. Die vorhanden scheinen es ja nicht zu bringen.

Die Alternative ist halt die Löcher auf das nächste metrische Maß auf zu bohren und dann richtig gute Schrauben zu nehmen. Die Schrauben, Mutter und Unterlegscheiben bekommt man hier ja an jeder Ecke, ich bin aber kein Freund von diesen Umrüstungen auf Metrisch. ....
(Fettfrei geht schon, alles einmal in die Aceton-Wanne)
Gruß,
Chriss
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 15:55
von rainer_aus_ulm
Chriss hat geschrieben:... Gibt es da überhaupt eine dauerhafte Lösung? Wie macht ihr denn das? ...
Ne´anständige Nabe ?!
Ist das ein Erbstück oder ein Originalteil von der Titanic ?
Wo ist das Problem ?
Kapier`nicht warum man sich wegen solch`einem Scheiß den Kopp macht.
Wäre mir viel zu blöd durch die Gegend zu eieren und evtl die Kettenradbefestigung kontrollieren zu müssen ....
Jessas. Das kannst ja keinem erzählen.
rainer
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 15:58
von Chriss
rainer_aus_ulm hat geschrieben:
Ne´anständige Nabe ?!
Witzbold, die ist schon gut die Nabe, Edelstahl usw usf.. Wird wohl eher ein Schrauben/Distanzschreiben-Problem zu sein....
Mir ist das auch alles zu blöd, deswegen jetzt die Suche nach einer dauerhaften Lösung.
Ich hätte ja auch hie gedacht, dass so eine triviale Sache so ein großes Problem ist.
Gruß,
Chriss
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 19:44
von rainer_aus_ulm
Chriss hat geschrieben:
...Witzbold...
Zumindest einer der mein wahres Potential erkennt lol
Zurück zu deinem Problem:
Ich bin kein besonderer Freund v. Edelstahl aber das hat damit nix zu tun daß Edelstahl gleich welcher Sorte
auch zu Kontakt-, Spaltkorrosion neigt.
Soll heißen:
Stahlschrauben, Stahlscheiben, Stahlkettenblatt und Edelstahlnabe halte ich persönlich ... für keine gute Idee.
Wer ist denn der hersteller v. dem Teil denn von Edelstahlnaben Im Fahrzeugbau habe ich noch nie etwas gehört. Bei Lebensmittel schon ... aber da ist
alles aus Edelstahl.
Vielleicht ließt Shovelpeter mit. Der weiß dat besser.
rainer
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 20:37
von KaWe
Servus,
ich würde nicht das Kettenblatt ausdistanzieren, sondern die Felge so (versetzt) einspeichen das die Kette am Reifen vorbeipasst.
Dann sitzt das Kettenblatt wieder auf der Zentrierung, und rapelt die Schrauben nicht locker.
Gruss KW
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 21:58
von KayTee
rainer_aus_ulm hat geschrieben:Wer ist denn der hersteller v. dem Teil denn von Edelstahlnaben Im Fahrzeugbau habe ich noch nie etwas gehört.
HIER z.B..
Die Befestiger müssen natürlich intakt sein, ebenso die Gewinde. Ich würde ebenfalls hochfeste Schrauben nehmen. Gewinde entfetten (Bremsenreiniger), möglichst ausblasen, mit Loctite "mittelfest" ö.A. auf das korrekte Drehmoment anziehen. Das sollte eigentlich reichen.
Falls nicht: Inbus- oder Sechskantköpfe
mithilfe so einer Lehre anbohren und gegeneinander gegen den Uhrzeigersinn per
Draht & Zwirbelzange sichern. Das ist dann auch gegen wirklich geübte Idioten gesichert
Gruß,
KayTee
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 22.11.2010, 23:23
von Chriss
Guude,
rainer_aus_ulm hat geschrieben:Zumindest einer der mein wahres Potential erkennt lol
Ganz so blöd sind wir Hessen ja nicht.
rainer_aus_ulm hat geschrieben:
Soll heißen:
Stahlschrauben, Stahlscheiben, Stahlkettenblatt und Edelstahlnabe halte ich persönlich ... für keine gute Idee.
Um genau zu sein ist es eine Aluscheibe, ja(!) ich weiß, dass macht es nur schlimmer nicht besser. Aber sagen wir es mal so, was kümmert mich die Kontakt-Korrosion? So schnell rottet da nix weg und das Material ist dick genug, ab und an muss sowieso ein neues Blatt drann.
KaWe hat geschrieben:
ich würde nicht das Kettenblatt ausdistanzieren, sondern die Felge so (versetzt) einspeichen das die Kette am Reifen vorbeipasst.
Dann sitzt das Kettenblatt wieder auf der Zentrierung, und rapelt die Schrauben nicht locker.
Da dachte ich auch auch schon dran, nur irgendwie behagt mir das ganze nicht so. Das ist schon ein ganz schönes Stück das ich da nach links muss. Wenn ich mich nicht Vermessen habe hat das Kettenblatt nen Versatz von 12mm und die Alu-Scheibe ist auch locker 30-40mm stark (grop geschätzt, hab Sie eben nicht zur Hand). Geht sowas noch mit Speichen? Macht das noch Sin wegen Stabilität, Seitenführung und was weis ich noch alles? (Nicht zuletzt die Optik natürlich.)
Wenn ich jetzt wieder die Speichen raus machen lasse (sind ja schon ein Jahr drinnen, da kann man sich schon mal nen Satz neue gönnen

) würde es dann nicht Sin machen gleich eine neue Nabe (ohne die Langlöcher) ein zu bauen?
Gruß,
Chriss ... ohne Halt am Hinterrad....
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 09:32
von DH-HD1
Moin Chriss,
wenn die Adapterplatte 30-40mm stark ist wundert es mich auch nicht das die Schrauben losjackeln.Die Schrauben sind ja dann 60-70mm lang.
Entweder,wie KW empfohlen hat,die Felge aussermittig speichen lassen.
Habe ich bei meiner auch,ist kein Problem und läuft gut.
Oder einen Adapter drehen mit gesengten Bohrungen um den Adapter an die Nabe zu schrauben und Gewinde um das Kettenblatt festzuschrauben.
Gruß Sven
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 09:52
von Chriss
Guude Sven,
so ne Aussage habe ich befürchtet.

Ehrlich gesagt gefällt mir die Idee mit dem Einspeichen immer besser, kostet mich zwar noch mal nen Satz neue Speichen und nen Batzen Geld aber wenn es richtig gemacht sein soll wird mir wohl nix anderes übrig bleiben.
Ich mache das ganze wohl erstmal Schrittweise, ich baue die Woche das ganze Gerödel erstmal wieder zusammen, bebilder das ganze noch mal, messe alles aus und dann rede ich mal mit nem Speichentypen. Mal sehen was der Profi zu der ganzen Sache sagt. Wird auch mit dem neunen Gummi interessant, damit wird sich mit Sicherheit auch noch mal der Platz zwischen Rahmen und Gummi ändern.
Gruß,
Chriss
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 10:45
von DH-HD1
Moin Chriss,
Felge 6x15 TTS,Reifen Metzler 200/70/15,Kettenrad mit 6mm Versatz und 8mm Distanzscheibe.
Mit schmaler Kette ca.2mm Luft zum Rahmen und 2mm zum Reifen.
Wieviel aussermittig gespannt müßte ich nachmessen.
DSC01472.JPG (35 KB)
Gruß Sven
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 10:54
von Chriss
Guude Sven...
ohhhhh... das ist aber sehr geil! Sowas hätte ich auch gerne.

Wenn ich nen 200er hinten... *wärm*
Was hast du denn für nen Schwinde? Ich dachte, dass ich mit meinem 170er (der sehr breit, wie ein 200er, kommt) schon am Limit bin. Die Felge müsste ich dann tauschen aber hey, die Speichen müssen ja eh schon neu.
Gruß,
Chriss
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 11:26
von DH-HD1
Mahlzeit Chriss,
wieso neue Felge?
Du hast doch eine 5" breite Felge,da geht ein 200derter.
Gruß Sven
Re: Kettenblatt, versatz vs. Schrauben
Verfasst: 23.11.2010, 11:39
von Chriss
Guude Sven,
ich dachte immer, dass eigentlich der Rahmen die breite bestimmt. Ich habe meinen 170er Reigen mal aus gemessen und komme auf knapp 210. Aber eingetragen ist das Ding als 170.

Ich verstehe die Welt nicht mehr... Du hast aber nen 200er auf ner 6er Felge. Deswegen dachte ich auch an ein breites Alu.
Gruß,
Chriss