Benzin
Moderator: Gerry
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Re: Benzin
Wird bei uns bestimmt auch bald so teuer!! 
Hat eigentlich schon mal einer ne Shovel auf Gas umgebaut
Hat eigentlich schon mal einer ne Shovel auf Gas umgebaut
Spätzle und Soß machten mich stark und groß!
Re: Benzin
Oh je das ewige Deutschmännerthema "Spritpreis" mal wieder.
Mensch - wenn du 10000km pro Jahr fährst sind das bei 5,5 Litern auf Hundert schlappe 1100€uronen.
In der gleichen Zeit haste bei ner Schachtel Zigaretten pro Tag für nen Fünfer 1825 €uronen verraucht oder dein finazierter Neuwagen hat dich das an Zinsen und vier mal an Wertverlust gekostet.
2€ fürn Liter ist bei dem Shovel doch absolut egal - und wenn es 5 € werden.
Wenn das fett trifft sind die Typen die ins schöne Umland gezogen sind, wo alles für Muddi und die Kiddys fein ist, durch die hohen Steueraufkommen der Gemeinden, bei kleinen Infrastrukturkosten (z.B. kein Krankenhaus oder Knast zu finanzieren vom Bürgermeister) und die Kohle weit ab in der großen Stadt verdienen (wo alles am Start gehalten wird, aber keine Einkommensteuer ankommt).
Wer jeden Tag 50+ km oneway fahren muss (?) um klar zu kommen, der ist am Arsch gekniffen, wenn er vergisst, dass sein sozial seltsames und umweltbelastendes Tun (die weite Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz) ja über die Kilometerpauschale wieder von Vadder Staat subventioniert wird.
Bei den Herrn Selbständigen sieht das beruflich nochmal ganz anders aus (oder die sollten den Steuerberater wechseln), aber das ist ja ein anderes Thema und noch viel komplexer.
Ich kann immer nur wieder raten mal auszurechnen wie lange eure Väter in den 60ern für nen Liter Sprit malochen mussten und wie wenig Zeit ihr dagegen für einen Liter knechten müsst.
Und solange beim deutschen Auto die PS Zahlen stetig steigen, aber nicht die Liter-Km-leistung, kann das ja alles wohl nicht so übel sein.
5€/Liter würde nicht viel am aktuellen Wahnsinn ändern - spekuliere ich mal so in die Zukunft.
Meine Kutsche zieht sich übrigens 13 Liter Diesel durch, aber ich fahre dafür auch keinen Kilometer, der nicht sein muss.
Und sein muss nur, wozu ich Bock habe.
Zur Arbeit und Einkauf fahre ich mit meinem alten Atlas-Rad, nachdem ich u.a. auch genau darum umgezogen bin.
Meine Frau hat die 50km oneway (und nen kleien Corsa) und soll das machen solange sie Lust drauf hat.
Und zuletzt sichern uns hohe Spritpreise den Entwicklungsvorsprung, da die Entwickungsländer sich das gar nicht leisten können und bei 5€ den Liter nicht mehr jeder Chinamann oder Hindu nen VW fahren kann.
Wird der Sprit knapp (und das soll ja irgendwann mal so kommen, höre ich seit Mitte der 70er) ist uns das recht egal (zur Not senken wir einfach die Steuern und keiner merkt was), aber die sog. 3. Welt kackt brutal ab.
Das ist viel schlimmer als alles was wir hier jammern über die Preise.
Sie drücken auch eine Politik aus, die zutiefst amoralisch ist.
Und hinzukommt das hohe Spritpreise in vielen politischen Spielchen eingesetzt werden (Umweltzonenwahnsinn, Abwrackirrsinn, KFZ-Steuerunrecht, ... etc. pp.), was nur funktioniert, wenn wir alle glauben das Sprit teuer ist und mitjammern.
Das ist Volksverblödung - Sprit ist so billig wie noch nie, seit den Zeiten als Herr Benz sich den in der Apotheke kaufen musste.
Unsere BWLer hier können michg erne eines Bessern belehren, aber ich halte den Einsat von Lebenszeit als einzig legitmen Maßstab hoch. BWL oder VWL-Voodoo lese ich aber auch wirklich gerne.
Und jeder der sich über hohe Preise aufregt spielt den "Machern" in die Hände - was auch imemr sie wieder aushecken.
Politik braucht Konsens und wenn alle meinen das der Sprit zu teuer ist, hat man einen Konsens und kann unter dem Etikett viele seltsame Ideen verkaufen.
Wie gesagt rechnet mal nach wieviele Minuten man 1960 für den Liter arbeiten musste und wieviele Minuten heute.
Die Anschaffung eines Fahrzeugs ist übrigens recht konstant geblieben - immer so ungefähr ein Jahresgehalt, für die jeweilige Käuferschicht.
Dafür halten die Autos heute auch nicht mehr so lange, bzw. werden sehr viel schneller unwirtschaftlich gemacht.
Es wird in 10 Jahren mehr VW Käfer Oldtimer geben als Golf 1
Aber morderne Autos fahren in dieser kurzen Zeit sehr viel mehr Kilometer?
Darüber könnte man auch lange nachdenken.
Haben wir vielleicht den verkehrten Lebenswandel?
Und bei 5€/L nicht die verkehrten Spritpreise?
Erstmal aber gute Nacht vom Wiesenrand.
Maruski
Mensch - wenn du 10000km pro Jahr fährst sind das bei 5,5 Litern auf Hundert schlappe 1100€uronen.
In der gleichen Zeit haste bei ner Schachtel Zigaretten pro Tag für nen Fünfer 1825 €uronen verraucht oder dein finazierter Neuwagen hat dich das an Zinsen und vier mal an Wertverlust gekostet.
2€ fürn Liter ist bei dem Shovel doch absolut egal - und wenn es 5 € werden.
Wenn das fett trifft sind die Typen die ins schöne Umland gezogen sind, wo alles für Muddi und die Kiddys fein ist, durch die hohen Steueraufkommen der Gemeinden, bei kleinen Infrastrukturkosten (z.B. kein Krankenhaus oder Knast zu finanzieren vom Bürgermeister) und die Kohle weit ab in der großen Stadt verdienen (wo alles am Start gehalten wird, aber keine Einkommensteuer ankommt).
Wer jeden Tag 50+ km oneway fahren muss (?) um klar zu kommen, der ist am Arsch gekniffen, wenn er vergisst, dass sein sozial seltsames und umweltbelastendes Tun (die weite Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz) ja über die Kilometerpauschale wieder von Vadder Staat subventioniert wird.
Bei den Herrn Selbständigen sieht das beruflich nochmal ganz anders aus (oder die sollten den Steuerberater wechseln), aber das ist ja ein anderes Thema und noch viel komplexer.
Ich kann immer nur wieder raten mal auszurechnen wie lange eure Väter in den 60ern für nen Liter Sprit malochen mussten und wie wenig Zeit ihr dagegen für einen Liter knechten müsst.
Und solange beim deutschen Auto die PS Zahlen stetig steigen, aber nicht die Liter-Km-leistung, kann das ja alles wohl nicht so übel sein.
5€/Liter würde nicht viel am aktuellen Wahnsinn ändern - spekuliere ich mal so in die Zukunft.
Meine Kutsche zieht sich übrigens 13 Liter Diesel durch, aber ich fahre dafür auch keinen Kilometer, der nicht sein muss.
Und sein muss nur, wozu ich Bock habe.
Zur Arbeit und Einkauf fahre ich mit meinem alten Atlas-Rad, nachdem ich u.a. auch genau darum umgezogen bin.
Meine Frau hat die 50km oneway (und nen kleien Corsa) und soll das machen solange sie Lust drauf hat.
Und zuletzt sichern uns hohe Spritpreise den Entwicklungsvorsprung, da die Entwickungsländer sich das gar nicht leisten können und bei 5€ den Liter nicht mehr jeder Chinamann oder Hindu nen VW fahren kann.
Wird der Sprit knapp (und das soll ja irgendwann mal so kommen, höre ich seit Mitte der 70er) ist uns das recht egal (zur Not senken wir einfach die Steuern und keiner merkt was), aber die sog. 3. Welt kackt brutal ab.
Das ist viel schlimmer als alles was wir hier jammern über die Preise.
Sie drücken auch eine Politik aus, die zutiefst amoralisch ist.
Und hinzukommt das hohe Spritpreise in vielen politischen Spielchen eingesetzt werden (Umweltzonenwahnsinn, Abwrackirrsinn, KFZ-Steuerunrecht, ... etc. pp.), was nur funktioniert, wenn wir alle glauben das Sprit teuer ist und mitjammern.
Das ist Volksverblödung - Sprit ist so billig wie noch nie, seit den Zeiten als Herr Benz sich den in der Apotheke kaufen musste.
Unsere BWLer hier können michg erne eines Bessern belehren, aber ich halte den Einsat von Lebenszeit als einzig legitmen Maßstab hoch. BWL oder VWL-Voodoo lese ich aber auch wirklich gerne.
Und jeder der sich über hohe Preise aufregt spielt den "Machern" in die Hände - was auch imemr sie wieder aushecken.
Politik braucht Konsens und wenn alle meinen das der Sprit zu teuer ist, hat man einen Konsens und kann unter dem Etikett viele seltsame Ideen verkaufen.
Wie gesagt rechnet mal nach wieviele Minuten man 1960 für den Liter arbeiten musste und wieviele Minuten heute.
Die Anschaffung eines Fahrzeugs ist übrigens recht konstant geblieben - immer so ungefähr ein Jahresgehalt, für die jeweilige Käuferschicht.
Dafür halten die Autos heute auch nicht mehr so lange, bzw. werden sehr viel schneller unwirtschaftlich gemacht.
Es wird in 10 Jahren mehr VW Käfer Oldtimer geben als Golf 1
Aber morderne Autos fahren in dieser kurzen Zeit sehr viel mehr Kilometer?
Darüber könnte man auch lange nachdenken.
Haben wir vielleicht den verkehrten Lebenswandel?
Und bei 5€/L nicht die verkehrten Spritpreise?
Erstmal aber gute Nacht vom Wiesenrand.
Maruski
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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- Panhead Andi
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- Registriert: 18.09.2008, 09:35
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Re: Benzin
Maruski... kurz gesagt hast Du mit einigen Dingen sicher recht... ABER was bringt mir die Tatsache das Oppa fürn Sprit noch länger knechten musste als ich wenn der aktuelle Spritpreis mir aber nen Loch in die Geldbörse frisst
Fakt is doch das die Preise steigen die Löhne aber nich... bleibt unterm Strich für gleichen Fahraufwand weniger Geld inne Tasche und wenn das eh schon knapp is gibt es ein Problem !
Lebenswandel hin oder her aber WER is denn schon bereit das was er sich in Jahren aufgebaut hat nu wegen der ollen Spritpreise zu verlassen und vlt inne City zu ziehen ?? Ich wohn draussen im Wald und muss für jede Dose Milch los fahn... aber nie und nimmer kriegt mich einer in die Stadt auch nich bei 500 ct / Liter.
Ich würd nur lieber mit meinem V8 Milch holen als mit dem Fahrrad verstehste ??
Bzgl Mopped (und damit fah ich zu 99,9 % wenn ich allein Unterwegs bin) geb ich Dir recht... bei geringem Verbrauch machen die paar cent nich soo viel aus und unsere Familienkutsche nimmt sich 8 l Gas auf 100 km... Bin also recht entspannt bei der Sache aber das geht ja nich jedem so.
Und das sich Benzinjünger aufregen wenn der Lebenssaft immer teurer wird is ja wohl voill normal oder
Beste Grüße und nen schööönes Wochenende
Andi
Lebenswandel hin oder her aber WER is denn schon bereit das was er sich in Jahren aufgebaut hat nu wegen der ollen Spritpreise zu verlassen und vlt inne City zu ziehen ?? Ich wohn draussen im Wald und muss für jede Dose Milch los fahn... aber nie und nimmer kriegt mich einer in die Stadt auch nich bei 500 ct / Liter.
Ich würd nur lieber mit meinem V8 Milch holen als mit dem Fahrrad verstehste ??
Bzgl Mopped (und damit fah ich zu 99,9 % wenn ich allein Unterwegs bin) geb ich Dir recht... bei geringem Verbrauch machen die paar cent nich soo viel aus und unsere Familienkutsche nimmt sich 8 l Gas auf 100 km... Bin also recht entspannt bei der Sache aber das geht ja nich jedem so.
Und das sich Benzinjünger aufregen wenn der Lebenssaft immer teurer wird is ja wohl voill normal oder
Beste Grüße und nen schööönes Wochenende
Andi
***SCFFSC***
Re: Benzin
Hi
letzten Beitrag unterschreibe ich völlig
vorletzten ebenfalls nicht.
Ich ziehe nicht in die Stadt dafür oder würde es nicht tun.
Wenn schon mit alten Zeiten verglichen wird, dann richtig:
Guck mal den Ölpreis aus den 90ern und den Preis jetzt an, und vergleiche die Liter Benzinpreise. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Und die Steuereinnahmen hat der Staat auch mit den damaligen Preisen kalkuliert, verdient sich jetzt aber dumm und dämlich ohne veränderte Steuersätze, an uns...
Wir sind in nem Shovel Forum, wo dauernd Freiheit und ich mach mein Ding gepredigt wird, und Sachen gemacht werden, die die meisten Leute eh nicht nachvollziehen können. Und da soll ich mir ne Moralpredigt fürs Fahrrad anhören?
Ne danke.
Scheiß Abzocker-industrie, mehr nicht, und das wird sich in EU auch nicht ändern, solange sich die Großen 3 Wirtschaftszweige und der Staat die Hutze abfreuen daran.
My 2Cents
letzten Beitrag unterschreibe ich völlig
vorletzten ebenfalls nicht.
Ich ziehe nicht in die Stadt dafür oder würde es nicht tun.
Wenn schon mit alten Zeiten verglichen wird, dann richtig:
Guck mal den Ölpreis aus den 90ern und den Preis jetzt an, und vergleiche die Liter Benzinpreise. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Und die Steuereinnahmen hat der Staat auch mit den damaligen Preisen kalkuliert, verdient sich jetzt aber dumm und dämlich ohne veränderte Steuersätze, an uns...
Wir sind in nem Shovel Forum, wo dauernd Freiheit und ich mach mein Ding gepredigt wird, und Sachen gemacht werden, die die meisten Leute eh nicht nachvollziehen können. Und da soll ich mir ne Moralpredigt fürs Fahrrad anhören?
Ne danke.
Scheiß Abzocker-industrie, mehr nicht, und das wird sich in EU auch nicht ändern, solange sich die Großen 3 Wirtschaftszweige und der Staat die Hutze abfreuen daran.
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- springerjunkie
- Beiträge: 97
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Re: Benzin
moin,
jo, die Benzinpreise sind "ärgerlich" wenn man nur ans Moppedfahren in der Freizeit denkt.
Wer aber wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt auf das Auto angewiesen ist und weite Wege zur Arbeit hat, für den ist das schon ein existenzielles Problem.
Töchterchen z.B. fährt jeden Tag 50 km zur Ausbildungsstelle und wieder heim. Macht also 100 km am Tag.
Ausbildungsplatz in der Nähe bekam sie leider nicht für den gewünschten Beruf . . .
Die Blockschule ist ca. 1000 km weg. Da muß se 3-4 x im Jahr hin.
Bruttolohn sind im 3. Lehrjahr ca. 450 Euros. Und was nun ????
Zimmer kann man sich mit dem Lohn nicht leisten und Sprit auch nicht.
Also fährt man heim, dann hat man wenigstens die Lebenshaltungskosten nicht auch noch.
Sie hätte natürlich was lernen können wo sie evtl. in der Nähe nen Ausbildungsplatz bekommen hätte, aber kanns das sein?
In Ihren 3 Wunschberufen (die nicht exotisch sind) war keine Lehrstelle zu bekommen in der Nähe.
Also wird sie von uns unterstützt. Was widerrum Auswirkungen hat auf den Geldbeutel der Familie. . . .
nene, so einfach ist das nicht mit dem "Jammern" wegen Spritpreise
jo, die Benzinpreise sind "ärgerlich" wenn man nur ans Moppedfahren in der Freizeit denkt.
Wer aber wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt auf das Auto angewiesen ist und weite Wege zur Arbeit hat, für den ist das schon ein existenzielles Problem.
Töchterchen z.B. fährt jeden Tag 50 km zur Ausbildungsstelle und wieder heim. Macht also 100 km am Tag.
Ausbildungsplatz in der Nähe bekam sie leider nicht für den gewünschten Beruf . . .
Die Blockschule ist ca. 1000 km weg. Da muß se 3-4 x im Jahr hin.
Bruttolohn sind im 3. Lehrjahr ca. 450 Euros. Und was nun ????
Zimmer kann man sich mit dem Lohn nicht leisten und Sprit auch nicht.
Also fährt man heim, dann hat man wenigstens die Lebenshaltungskosten nicht auch noch.
Sie hätte natürlich was lernen können wo sie evtl. in der Nähe nen Ausbildungsplatz bekommen hätte, aber kanns das sein?
In Ihren 3 Wunschberufen (die nicht exotisch sind) war keine Lehrstelle zu bekommen in der Nähe.
Also wird sie von uns unterstützt. Was widerrum Auswirkungen hat auf den Geldbeutel der Familie. . . .
nene, so einfach ist das nicht mit dem "Jammern" wegen Spritpreise
Grüße Alex
man sieht sich immer 2 x im Leben . . .
man sieht sich immer 2 x im Leben . . .
Re: Benzin
@R'cktman - Preise vergleichen bringt nicht wirklich was an Erleuchtung, weil das wenig aussagt.
Den Ölpreis im Vergleich zu dem Stunden- oder Minutenlohn müsste man sich angucken (der ist damals in Dollar angegeben - also mal 4,3 zur DM).
Klar das der Staat die Steuern beim Sprit fett absahnt, aber dazu muss man dann auch sehen, was der Staat in den 60ern an Leistungen erbracht hat (alleine das arbeitsfreie Einkommen für die Kreditgeber....) und was er heute erbringt.
Und von nix kommt nix - es muss alles bezahlt werden (und Kredite mehrfach - weild er Gläubiger (Wer ist das hier im Lande eigentlich?) ja arbeitsfreies Einkommen haben will).
@springerjunkie - Einzelfälle heranzuziehen um allgemeine Aussagen zu widerlegen, ist zwar in der Theorie (die Gesetze formuliert) üblich (Karl Poppers schwarzer Schwan) aber im Alltag (wo stochastische Zusammenhänge gezeigt werden) bringt das wenig, da wir über den Einzelfall nie alles wissen können, genausowenig wie letztlich auch über das Große und Ganze.
Ob hohe Spritpreise letztendlich gut oder schlecht für uns sind, kann keiner sagen, aber unser Gefühl dazu haben wir im Griff.
Und warum sollte man sich runterzeihen, für eine Sache an der man wenig ändern kann, ausser sein Verhalten darauf abzustimmen.
Etwas weitermachen und sich darüber ärgern ist auf jeden Fall mal Selbstquälerei und bringt nur Frust und Elend.
Vielleicht hat deine Tochter den Ausbildungsplatz ja so wie so nur bekommen, weil die Spritpreise so hoch sind und eine andere (bessere) Bewerberin nicht die Möglichkeiten hatte mithilfe ihrer Eltern ein so große Mobilität zu finanzieren.
Dann solltet ihr euch über die Spritpreise doch freuen.
@AndiBar - In echt fahre ich zum Einkauf meistens mit meinem Russengespann, weil ich das ganze Zeug nicht auf den Gepäckträger bekomme (haha - weils einfach mehr Spaß mach Sprit zu verbrennen).
Aber dass mache ich wie schon erwähnt freiwillig.
Und der Dnepr ist so ne richtige Spritsau - 8-9 Liter (650ccm) auf 100km bei 37PS. Der kühlt sich offensichtlich mit interner Flüssigkeit.
In die Stadt bekommt man mich auch nicht wieder. Da habe ich 25 Jahre (Hamburg, Bremen) gelebt und es war OK, aber mit den Kindern geht das gar nicht.
Selber kannste ja alles rocken, aber die Kurzen schaffen das noch nicht. Und besonders das Schulumfeld in Bremen ging gar nicht mehr.
Kann sogar sein das ich noch weiter in die Pampa ziehe, wenn die beiden mobil genug sind und ihren Schulweg autonom (mit Mofa) schaffen können.
Ändert alles aber nichts an der Tatsache, das ich es kaum schaffe mit dem Spritverbrauch das zu vergeuden, was ich an Miete hier (im Vergleich zur Stadt) spare. Lebensqualität dabei mal aussen vor, weil das subjektiv ist.
Aber über die Mietpreise wird erstaunlicherweise viel weniger gejammert als über die Spritpreise.
Die Lebenshaltungskosten sind die letzten Jahre permanent gestiegen und die Löhne weitgehend nicht.
Das hat die gesamte Arbeiterschaft systematisch verarmt wird und dann über so ein Politikum wie Sprit stöhnt, ist für mich eben nicht kommentarlos zu lesen.
Nix für ungut, aber die echten Probleme stecken tiefer.
Überlegt mal was es bedeutet 10 Jahre nur 1-2% Lohnzuwachs bei 3-4% Kostensteigerung.
Das sind real weit mehr al 1/5 weniger im Beutel.
Klar merkt das jeder, aber die Politiker freuen sich doch, wenn man über die Spritpreise schreit, obwohl das Loch im Geldbeuel ganz woanders herkommt.
Es ist schon ein bemerkenswertes Ding, das Hans Mustermann weniger für Sprit zahlen will, aber nicht für eine echte Lohnanpassung kämpft.
Da hat der Kapitalismus doch sauber konstruiert und kann grinsend all die Dödel sehen, die sich Bild-"Zeitungs" Aufkleber auf die Kutschen bappen.
Solange das so ist, bleibt doch alles ruhig.
Der Wurm steckt nicht imTank, sondern ganz woanders.
Gruß. Maruski (der sich über seinen Urlaub freut)
Den Ölpreis im Vergleich zu dem Stunden- oder Minutenlohn müsste man sich angucken (der ist damals in Dollar angegeben - also mal 4,3 zur DM).
Klar das der Staat die Steuern beim Sprit fett absahnt, aber dazu muss man dann auch sehen, was der Staat in den 60ern an Leistungen erbracht hat (alleine das arbeitsfreie Einkommen für die Kreditgeber....) und was er heute erbringt.
Und von nix kommt nix - es muss alles bezahlt werden (und Kredite mehrfach - weild er Gläubiger (Wer ist das hier im Lande eigentlich?) ja arbeitsfreies Einkommen haben will).
@springerjunkie - Einzelfälle heranzuziehen um allgemeine Aussagen zu widerlegen, ist zwar in der Theorie (die Gesetze formuliert) üblich (Karl Poppers schwarzer Schwan) aber im Alltag (wo stochastische Zusammenhänge gezeigt werden) bringt das wenig, da wir über den Einzelfall nie alles wissen können, genausowenig wie letztlich auch über das Große und Ganze.
Ob hohe Spritpreise letztendlich gut oder schlecht für uns sind, kann keiner sagen, aber unser Gefühl dazu haben wir im Griff.
Und warum sollte man sich runterzeihen, für eine Sache an der man wenig ändern kann, ausser sein Verhalten darauf abzustimmen.
Etwas weitermachen und sich darüber ärgern ist auf jeden Fall mal Selbstquälerei und bringt nur Frust und Elend.
Vielleicht hat deine Tochter den Ausbildungsplatz ja so wie so nur bekommen, weil die Spritpreise so hoch sind und eine andere (bessere) Bewerberin nicht die Möglichkeiten hatte mithilfe ihrer Eltern ein so große Mobilität zu finanzieren.
Dann solltet ihr euch über die Spritpreise doch freuen.
@AndiBar - In echt fahre ich zum Einkauf meistens mit meinem Russengespann, weil ich das ganze Zeug nicht auf den Gepäckträger bekomme (haha - weils einfach mehr Spaß mach Sprit zu verbrennen).
Aber dass mache ich wie schon erwähnt freiwillig.
Und der Dnepr ist so ne richtige Spritsau - 8-9 Liter (650ccm) auf 100km bei 37PS. Der kühlt sich offensichtlich mit interner Flüssigkeit.
In die Stadt bekommt man mich auch nicht wieder. Da habe ich 25 Jahre (Hamburg, Bremen) gelebt und es war OK, aber mit den Kindern geht das gar nicht.
Selber kannste ja alles rocken, aber die Kurzen schaffen das noch nicht. Und besonders das Schulumfeld in Bremen ging gar nicht mehr.
Kann sogar sein das ich noch weiter in die Pampa ziehe, wenn die beiden mobil genug sind und ihren Schulweg autonom (mit Mofa) schaffen können.
Ändert alles aber nichts an der Tatsache, das ich es kaum schaffe mit dem Spritverbrauch das zu vergeuden, was ich an Miete hier (im Vergleich zur Stadt) spare. Lebensqualität dabei mal aussen vor, weil das subjektiv ist.
Aber über die Mietpreise wird erstaunlicherweise viel weniger gejammert als über die Spritpreise.
Die Lebenshaltungskosten sind die letzten Jahre permanent gestiegen und die Löhne weitgehend nicht.
Das hat die gesamte Arbeiterschaft systematisch verarmt wird und dann über so ein Politikum wie Sprit stöhnt, ist für mich eben nicht kommentarlos zu lesen.
Nix für ungut, aber die echten Probleme stecken tiefer.
Überlegt mal was es bedeutet 10 Jahre nur 1-2% Lohnzuwachs bei 3-4% Kostensteigerung.
Das sind real weit mehr al 1/5 weniger im Beutel.
Klar merkt das jeder, aber die Politiker freuen sich doch, wenn man über die Spritpreise schreit, obwohl das Loch im Geldbeuel ganz woanders herkommt.
Es ist schon ein bemerkenswertes Ding, das Hans Mustermann weniger für Sprit zahlen will, aber nicht für eine echte Lohnanpassung kämpft.
Da hat der Kapitalismus doch sauber konstruiert und kann grinsend all die Dödel sehen, die sich Bild-"Zeitungs" Aufkleber auf die Kutschen bappen.
Solange das so ist, bleibt doch alles ruhig.
Der Wurm steckt nicht imTank, sondern ganz woanders.
Gruß. Maruski (der sich über seinen Urlaub freut)
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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Re: Benzin
Also nene ich mich mal Max Mustermann. Spritpreise war das Thema. Wenn ich sehe und merke das ich um jeden cent kämpfen muss um einigermaße den Arsch und die Familie am Kacken haben will,ärgere ich über alles was Teurer wird. Auch und gerade der Sprit. Wenn einem nicht mehr viel bleibt, dann auch noch die Hobbys wie das Biken immer teure werden,dann ist das sehr schade.Wenn ich alle Recchnungen bezahlt habe und am ende noch nen zwani ine Börse ist,ist nen fünfer fürn Liter ne ganz Tolle sache.Nur ma so: Wenn meine Freundin demnächst wieder zur Arbeit fährt könnte sie auch daheim bleiben und das Amt bemühen. Komm mir jetzt nicht mit Lohngelaber. Is nen gutbezahlter Halbtagsjob im Kindergarten. Die scheiß teuren Spritkosten machen es nicht wirklich lohnenswert. Wer jetzt kommt und sagt ja such dir doch was in der nähe,der läuft mir besser jetzt gerade nicht übern weg. Gruß Euer MAX
Re: Benzin
@capt`n
Was ich mich frage ist warum sich der "kleine Mann" immer aufregt, wenn das, was ihm angeboten wird verteuert wird, aber sich so elend sträubt das Spiel einfach mitzuspielen und das was er anbietet (seine Arbeitskraft) auch verteuert sehen sollte?
Abhier wieder ein längerer Text nur für Freiwilligleser: At oen risk.
Ein Austausch läuft doch nur fair nach gleichen Regeln und da ist es einfache Logik, das jeder Geber/Anbieter seine Leistung im Wert steigern muss, damit die Relation gewahrt bleibt.
Nicht mehr und nicht weniger gebe ich zu bedenken.
Es ist doch letztlich schnurtzpiepeegal was der Liter Sprit kostet, solange man entsprechend verdient.
Waum also über einen klitzekleinen Aspekt der Relation schimpfen und nicht erkennen, das das ganze Spiel eben seit einiger Zeit nicht mehr fair gespielt wird.
Ich würde mich sogar freuen über eine 4% Steigerung der Lebvenshaltungskosten - solange mein Lohn auch um 4% steigt, da der frei verfügbare Lohnanteil (das ist das was nach Zahlung aller Lebensnotwendigkeiten überbleibt) dann ja auch um 4% wachsen würde.
Aber seit ca. 2000 ist irgendwie das Bewußtsein für Fairness im Austausch zwischen den Beteiligten in üble Schieflage gekommen.
Natürlich hast der capt`n, Recht, das man sich über alles ärgert das einseitig teurer wird.
Aber logisch betrachtet ärgert man sich nicht über das "Teurer-werden", sondern um das "Einseitig-teurer-werden"
Ich plädiere ja eben nur für eine beidseitige faire Verteuerung (weil unser Wirtschaftssystem leider ein Wachstum braucht, das wir mathematisch abstrakt unendlich halten, um nicht zu verzweifeln).
Und da ist das Ärgern über einzelen Preisexesse eben hinderlich, da es den Blick auf das echte Problem verschleiert.
Warum nur sind die Arbeitnehmer also nun so vehement gegen Lohnerhöhungen?
Wie wirkungsvoll ist das Brainwash über die Jahre, das der Arbeiter sich einer fairen Bezahlung (die eben die Relation zu den Preisen sicher stellt) wiedersetzt?
Ich bin immer wieder fassunglos, das das so tief im Volke verankert ist.
Ich möchte für den teil meiner Lebenszeit, die ich meinem Arbeitgeber verkaufe, so gut entlohnt werden, das ich würdevoll (ohne Jammern) am Konsum zur Erhaltung meiner Arbeitskraft teilnehmen kann, meine Kinder anständig großziehe (was auch eine Staatsicherung ist) und ein wenig "Spielgeld" überhabe, um mich auch psychisch regenerieren zu können - Shovel fahren gehört da sehr zu.
Und ich bin der Meinung das das nicht übertrieben hohe Ansprüche sind.
Henry Ford - bestimmt kein guter Freund der Arbeitnehmer, hatte erkannt das er nur massenhaft Autos verkaufen kann, wenn es auch massenhaft Leute gibt, die sich massenhaft Autos kaufen können.
Man hat ihn für Irrsinnig erklärt und idiotischerweise als Sozialisten verdächtigt, als er folgendes umsetzte:
"Henry Ford hatte eine besondere Einstellung zu seinen Beschäftigten. Sie hatten einen Acht-Stunden-Arbeitstag und bekamen 1913 bereits einen Lohn von fünf US-Dollar pro Tag – deutlich über dem damals üblichen Niveau (Effizienzlohn). Während der Spitzenproduktion des Modell T um 1918 erhöhte sich dieser Betrag sogar noch auf sechs Dollar. Ford bot seinen Arbeitern auch ein neuartiges System zur Gewinnbeteiligung an. Dass die Löhne bei Ford das bis dahin übliche um mehrere hundert Prozent überstiegen, war nach Fords eigener wiederholter Aussage wirtschaftliches Kalkül: Er wollte nicht die persönliche Situation seiner Arbeiter verbessern, sondern die Kaufkraft der Arbeiterschaft massiv stärken, um den Absatz massengefertigter Produkte wie seiner Autos zu gewährleisten. Damit schuf Ford die Grundlagen der Konsumgesellschaft, wie sie für das 20. Jahrhundert typisch war. Auch die gestiegene Freizeit der Arbeiter sollte der Nachfrage nach Produkten und deren Abnutzung durch die Verwendung dienen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Ford
Huxley hat diesen "Fordismus" in "Schöne neue Welt" zur Staatsreligion erhoben und gezeigt wie eine Variante ausgehen könnte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt
bei den Kulthandlungen gucken.
Was ist also bei uns geschehen, das sich jeder im Lande gegen eine 100%ige Lohnsteigerung wehren würde, obwohl Henry Ford bewiesen (und nicht vermutet) hat, das viel Lohn viel Gewinn bedeutet?
Unsere Binnenkonjunktur ist in Deutschland lausig, im Vergleich zu der Produktivität eines deutschen Industriearbeiters und unisono wird man angefeindet, wenn angedacht wird, das nicht die Preise zu hoch, sondern die Löhne zu niedrig sind.
Und die 10-15%, die die Sahne abgreifen konsumieren nicht, sondern sie sparen wie die Irren und entziehen dem Abeits- und Konsumkreislauf Kapital, das sie wiederum einsetzen, um durch Zinsen arbeistfreies Einkommen zu generieren.
Die Anbieter können es sich nicht erlauben die kreditfinanzierte Produktion durch stagnierende Warenpreise zu gefährden (sie brauchen entweder Kostensenkungen durch effizientere Produktivität oder durch Lohnkürzungen oder Mehreinnahmen durch Preissteigerungen).
Warum nur können es sich die Arbeitnehmer leisten ihre "Ware" im Preis stagnieren zu lassen?
Wie setzen die Arbeitnehmer diese Kürzungen durch?
Durch effizientere Produktivität - man arrangiert sich (mühsam und ärgerlich) bei der Wiederherstellung der eigenen Arbeitskraft (oder der Erziehung und Einfügung der Kinder in das System). Oder?
Ich finde das ist fahrlässig, da damit die Reproduktion der Arbeitsfähigkeit (Ware der Arbeitnehmer) immer schlechter wird und dazu noch das Modell Ford nicht läuft.
Auf lange Sicht werden so die Arbeiter immer schlechter (durch mangelnde Regeneration ihrer Arbeitskraft - was auch die Muse zur Qualifikation/Ausbildung einschließt) und können die Konjunktur dazu auch noch immer weniger am laufen halten (weil ihnen das Konsummittel Geld fehlt).
So sieht das Fundament einer dauerhaften Kriese aus.
Spritpreise sind da total irrelevant und müssen als spezifische Ware auch stärker steigen, da die Ölmultis sehr wenig Personalkosten sparen können und die Inovationen im Erdölbereich sich auch in Grenzen halten (es wird eher teurer neue Quellen auszubeuten) bleibt denen nur die Preissteigerung.
Mercedes würde in so einem Fall eben die Löhne stehen lassen oder ne neue Partnerschaften zur Kostensenkung anpeilen.
Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
Was ich mich frage ist warum sich der "kleine Mann" immer aufregt, wenn das, was ihm angeboten wird verteuert wird, aber sich so elend sträubt das Spiel einfach mitzuspielen und das was er anbietet (seine Arbeitskraft) auch verteuert sehen sollte?
Abhier wieder ein längerer Text nur für Freiwilligleser: At oen risk.
Ein Austausch läuft doch nur fair nach gleichen Regeln und da ist es einfache Logik, das jeder Geber/Anbieter seine Leistung im Wert steigern muss, damit die Relation gewahrt bleibt.
Nicht mehr und nicht weniger gebe ich zu bedenken.
Es ist doch letztlich schnurtzpiepeegal was der Liter Sprit kostet, solange man entsprechend verdient.
Waum also über einen klitzekleinen Aspekt der Relation schimpfen und nicht erkennen, das das ganze Spiel eben seit einiger Zeit nicht mehr fair gespielt wird.
Ich würde mich sogar freuen über eine 4% Steigerung der Lebvenshaltungskosten - solange mein Lohn auch um 4% steigt, da der frei verfügbare Lohnanteil (das ist das was nach Zahlung aller Lebensnotwendigkeiten überbleibt) dann ja auch um 4% wachsen würde.
Aber seit ca. 2000 ist irgendwie das Bewußtsein für Fairness im Austausch zwischen den Beteiligten in üble Schieflage gekommen.
Natürlich hast der capt`n, Recht, das man sich über alles ärgert das einseitig teurer wird.
Aber logisch betrachtet ärgert man sich nicht über das "Teurer-werden", sondern um das "Einseitig-teurer-werden"
Ich plädiere ja eben nur für eine beidseitige faire Verteuerung (weil unser Wirtschaftssystem leider ein Wachstum braucht, das wir mathematisch abstrakt unendlich halten, um nicht zu verzweifeln).
Und da ist das Ärgern über einzelen Preisexesse eben hinderlich, da es den Blick auf das echte Problem verschleiert.
Warum nur sind die Arbeitnehmer also nun so vehement gegen Lohnerhöhungen?
Wie wirkungsvoll ist das Brainwash über die Jahre, das der Arbeiter sich einer fairen Bezahlung (die eben die Relation zu den Preisen sicher stellt) wiedersetzt?
Ich bin immer wieder fassunglos, das das so tief im Volke verankert ist.
Ich möchte für den teil meiner Lebenszeit, die ich meinem Arbeitgeber verkaufe, so gut entlohnt werden, das ich würdevoll (ohne Jammern) am Konsum zur Erhaltung meiner Arbeitskraft teilnehmen kann, meine Kinder anständig großziehe (was auch eine Staatsicherung ist) und ein wenig "Spielgeld" überhabe, um mich auch psychisch regenerieren zu können - Shovel fahren gehört da sehr zu.
Und ich bin der Meinung das das nicht übertrieben hohe Ansprüche sind.
Henry Ford - bestimmt kein guter Freund der Arbeitnehmer, hatte erkannt das er nur massenhaft Autos verkaufen kann, wenn es auch massenhaft Leute gibt, die sich massenhaft Autos kaufen können.
Man hat ihn für Irrsinnig erklärt und idiotischerweise als Sozialisten verdächtigt, als er folgendes umsetzte:
"Henry Ford hatte eine besondere Einstellung zu seinen Beschäftigten. Sie hatten einen Acht-Stunden-Arbeitstag und bekamen 1913 bereits einen Lohn von fünf US-Dollar pro Tag – deutlich über dem damals üblichen Niveau (Effizienzlohn). Während der Spitzenproduktion des Modell T um 1918 erhöhte sich dieser Betrag sogar noch auf sechs Dollar. Ford bot seinen Arbeitern auch ein neuartiges System zur Gewinnbeteiligung an. Dass die Löhne bei Ford das bis dahin übliche um mehrere hundert Prozent überstiegen, war nach Fords eigener wiederholter Aussage wirtschaftliches Kalkül: Er wollte nicht die persönliche Situation seiner Arbeiter verbessern, sondern die Kaufkraft der Arbeiterschaft massiv stärken, um den Absatz massengefertigter Produkte wie seiner Autos zu gewährleisten. Damit schuf Ford die Grundlagen der Konsumgesellschaft, wie sie für das 20. Jahrhundert typisch war. Auch die gestiegene Freizeit der Arbeiter sollte der Nachfrage nach Produkten und deren Abnutzung durch die Verwendung dienen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Ford
Huxley hat diesen "Fordismus" in "Schöne neue Welt" zur Staatsreligion erhoben und gezeigt wie eine Variante ausgehen könnte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt
bei den Kulthandlungen gucken.
Was ist also bei uns geschehen, das sich jeder im Lande gegen eine 100%ige Lohnsteigerung wehren würde, obwohl Henry Ford bewiesen (und nicht vermutet) hat, das viel Lohn viel Gewinn bedeutet?
Unsere Binnenkonjunktur ist in Deutschland lausig, im Vergleich zu der Produktivität eines deutschen Industriearbeiters und unisono wird man angefeindet, wenn angedacht wird, das nicht die Preise zu hoch, sondern die Löhne zu niedrig sind.
Und die 10-15%, die die Sahne abgreifen konsumieren nicht, sondern sie sparen wie die Irren und entziehen dem Abeits- und Konsumkreislauf Kapital, das sie wiederum einsetzen, um durch Zinsen arbeistfreies Einkommen zu generieren.
Die Anbieter können es sich nicht erlauben die kreditfinanzierte Produktion durch stagnierende Warenpreise zu gefährden (sie brauchen entweder Kostensenkungen durch effizientere Produktivität oder durch Lohnkürzungen oder Mehreinnahmen durch Preissteigerungen).
Warum nur können es sich die Arbeitnehmer leisten ihre "Ware" im Preis stagnieren zu lassen?
Wie setzen die Arbeitnehmer diese Kürzungen durch?
Durch effizientere Produktivität - man arrangiert sich (mühsam und ärgerlich) bei der Wiederherstellung der eigenen Arbeitskraft (oder der Erziehung und Einfügung der Kinder in das System). Oder?
Ich finde das ist fahrlässig, da damit die Reproduktion der Arbeitsfähigkeit (Ware der Arbeitnehmer) immer schlechter wird und dazu noch das Modell Ford nicht läuft.
Auf lange Sicht werden so die Arbeiter immer schlechter (durch mangelnde Regeneration ihrer Arbeitskraft - was auch die Muse zur Qualifikation/Ausbildung einschließt) und können die Konjunktur dazu auch noch immer weniger am laufen halten (weil ihnen das Konsummittel Geld fehlt).
So sieht das Fundament einer dauerhaften Kriese aus.
Spritpreise sind da total irrelevant und müssen als spezifische Ware auch stärker steigen, da die Ölmultis sehr wenig Personalkosten sparen können und die Inovationen im Erdölbereich sich auch in Grenzen halten (es wird eher teurer neue Quellen auszubeuten) bleibt denen nur die Preissteigerung.
Mercedes würde in so einem Fall eben die Löhne stehen lassen oder ne neue Partnerschaften zur Kostensenkung anpeilen.
Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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- Panhead Andi
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Re: Benzin
Ähm Sorry aber wer währt sich gegen Lohnerhöhung ? Ähm und wenn die Löhne entsprechend steigen würden wäre doch eh alles gut... Also die letzten Zeilen da hätt's dir echt sparen könn
***SCFFSC***