Oelerei
Verfasst: 25.03.2015, 22:22
Hallo da draussen,
jetzt bin ich also schon ein paar Monate raus aus der Arbeitswelt und hatte dennoch bisher doch noch nicht die Zeit gefunden, unsere Geschichte (Shovel und ich) aufzuschreiben. Aber jetzt! Will mal sehen, dass ich mich so kurz fasse, wie's geht.
Komplettrevision meines Motors in einer Meisterwerkstatt. Bereits nach der Heimfahrt (<100 km) vordere Rockerbox-Dichtung defekt und alles schön in den frisch lackierten Zylinderkopf und den frisch gestrahlten Gusszylinder gelaufen und eingebrannt. Wurde von der Werkstatt mit den Worten "Scheiss-Material" i.O. gebracht (1 Tag Urlaub).
Danach musste ich im Laufe der Saison feststellen, dass ich noch nie eine solch verölte Karre hatte. Irgendwo war immer was. Hätte ich doch nicht vom 50er Einbereichsöl auf 20W-50 gehen sollen? Ein Jahr später gab die hintere Rockerbox-Dichtung ihren Geist auf. Nochn Jahr später war die vordere Zylinderkopfdichtung dran. Immer mal wieder Stössel-Geklapper bzw. kurze Aussetzer eines Zylinders. Und immer mal wieder ein Tag meines wertvollen Urlaubs.
Nicht nach längerer Standzeit (das kennen wir ja), sondern nach dem Tanken oder anderen Stopps drückte meine Beste beim Starten aus der Kurbelwellengehäuse-Entlüftung manchmal eine halbe Tasse Öl aufs Pflaster! Erstmal einen Auffangfilter drangebaut, aber dennoch …
In einer anderen Werkstatt dann zunächst das Breather-Valve ersetzt, später dann auch noch Hydraulic Einheiten und Nockenwelle erneuert. Mittlerweile 13.500 km seit der Motorüberholung.
Das gelegentliche Stösselklappern und die Ölerei hörten nicht auf. Aber ich bin gefahren! Im Frühjahr 2013 waren die Zylinderfussdichtungen fällig. Bin inzwischen längst in einer weiteren Werkstatt meines Vertrauens. Zusätzlich sicherheitshalber mal Zündkabel erneuert und Zündspule getauscht. Zum x-ten Mal Stösseleinstellung überprüft.
Jetzt kommt's: Im Sommer 2013 festgestellt, dass am Öltank der Rücklauf und die Entlüftung vertauscht sind !!! Hallo? Warum ich das nicht gemerkt habe? Sauber parallel verlegte Leitungen bilden ein schönes Bild. Niemand hätte die nachträglich vertauschen können, da sie ja unterschiedlich lang sind. Jetzt wird einiges klar. 6 Jahre lang unnötigerweise bei jedem Ölwechsel auch den Filter gewechselt, obwohl der doch gar nicht "gearbeitet" hat. Der Rücklauf geschah stets über die Entlüftung! Die Entlüftung geschah stets irgendwie (!?) und manchmal hat sich die Beste eben stark verschluckt. Nachdem die Schläuche korrekt montiert wurden, hatte die Oelrei endlich ein Ende!
Soweit unsere Oel-Geschichte ...
Gruss
Lalli
P.S.: Ach ja, inzwischen haben wir bei Kilometer 23.000 einen Motorschaden. Aber das ist sicher eine gaaanz andere Geschichte ... Oder doch nicht?
jetzt bin ich also schon ein paar Monate raus aus der Arbeitswelt und hatte dennoch bisher doch noch nicht die Zeit gefunden, unsere Geschichte (Shovel und ich) aufzuschreiben. Aber jetzt! Will mal sehen, dass ich mich so kurz fasse, wie's geht.
Komplettrevision meines Motors in einer Meisterwerkstatt. Bereits nach der Heimfahrt (<100 km) vordere Rockerbox-Dichtung defekt und alles schön in den frisch lackierten Zylinderkopf und den frisch gestrahlten Gusszylinder gelaufen und eingebrannt. Wurde von der Werkstatt mit den Worten "Scheiss-Material" i.O. gebracht (1 Tag Urlaub).
Danach musste ich im Laufe der Saison feststellen, dass ich noch nie eine solch verölte Karre hatte. Irgendwo war immer was. Hätte ich doch nicht vom 50er Einbereichsöl auf 20W-50 gehen sollen? Ein Jahr später gab die hintere Rockerbox-Dichtung ihren Geist auf. Nochn Jahr später war die vordere Zylinderkopfdichtung dran. Immer mal wieder Stössel-Geklapper bzw. kurze Aussetzer eines Zylinders. Und immer mal wieder ein Tag meines wertvollen Urlaubs.
Nicht nach längerer Standzeit (das kennen wir ja), sondern nach dem Tanken oder anderen Stopps drückte meine Beste beim Starten aus der Kurbelwellengehäuse-Entlüftung manchmal eine halbe Tasse Öl aufs Pflaster! Erstmal einen Auffangfilter drangebaut, aber dennoch …
In einer anderen Werkstatt dann zunächst das Breather-Valve ersetzt, später dann auch noch Hydraulic Einheiten und Nockenwelle erneuert. Mittlerweile 13.500 km seit der Motorüberholung.
Das gelegentliche Stösselklappern und die Ölerei hörten nicht auf. Aber ich bin gefahren! Im Frühjahr 2013 waren die Zylinderfussdichtungen fällig. Bin inzwischen längst in einer weiteren Werkstatt meines Vertrauens. Zusätzlich sicherheitshalber mal Zündkabel erneuert und Zündspule getauscht. Zum x-ten Mal Stösseleinstellung überprüft.
Jetzt kommt's: Im Sommer 2013 festgestellt, dass am Öltank der Rücklauf und die Entlüftung vertauscht sind !!! Hallo? Warum ich das nicht gemerkt habe? Sauber parallel verlegte Leitungen bilden ein schönes Bild. Niemand hätte die nachträglich vertauschen können, da sie ja unterschiedlich lang sind. Jetzt wird einiges klar. 6 Jahre lang unnötigerweise bei jedem Ölwechsel auch den Filter gewechselt, obwohl der doch gar nicht "gearbeitet" hat. Der Rücklauf geschah stets über die Entlüftung! Die Entlüftung geschah stets irgendwie (!?) und manchmal hat sich die Beste eben stark verschluckt. Nachdem die Schläuche korrekt montiert wurden, hatte die Oelrei endlich ein Ende!
Soweit unsere Oel-Geschichte ...
Gruss
Lalli
P.S.: Ach ja, inzwischen haben wir bei Kilometer 23.000 einen Motorschaden. Aber das ist sicher eine gaaanz andere Geschichte ... Oder doch nicht?