Die Company wurde (mal wieder) gerettet !

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Moderator: Gerry

maruski
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Re: Die Company wurde (mal wieder) gerettet !

Beitrag von maruski »

Moin
Kriese?
Da ich mich ja beruflich darum kümmere das die Elenden, Obdachlosen und Drogenfreaks in den "Genuss" der auch ihnen per Grundgesetz zustehenden Menschenrechte kommen, habe ich eher mehr zu tun.
Leider ist aber die Finanzierung des Projektes immer schon wackelig, da wir eben nur einen Kunden haben und Vater Staat ist ja hier in Bremen quasi DIE Kriese.

Was mich an der ganzen Sache viel mehr verwirrt, ist die Offensichtlichkeit dessen, das den Mächtigen scheinbar der Begriff Schulden etwas unklar geworden ist.
Wie bei meinem Klientel scheint der Staat mittlerweile nur noch seinen Fokus auf Leihen und überhaupt nicht mehr auf Abzahlen zu haben.
Obdachlose Drogenfreaks (ich vermeide absichtlich das Wort Junkies) agieren exakt so.
Bei denen kann ich das aber auch etwas nachvollziehen, da intravenöser Drogenkonsum drei Mal am Tag ein russisch Roulette ist und wen interessiert da in dem Moment noch die Schufa oder selbst die Schulden beim "Libanesen" oder "Schwarzen Mann"?

Nur wenn das Verhalten der Regierung gleich dem von absolut Hoffnungslosen gleicht, mache ich mir doch etwas Sorgen.

Oder sollten unsere Politiker wie die Drogisten in der Notunterkunft auch nur noch im Moment leben und nur von Rausch zu Rausch planen?
Aussehen tut es beinahe schon so.

Bei den Amis ist das ja wie immer alles noch drei Nummern größer als bei uns hier und die einzige mir bekannte (und historisch immer genommene) Variante aus dem Spiel wieder raus zu kommen ist die Enteignung von Volksvermögen (= Geldentwertung).

Direkt wie z.B. auf Kuba nach der Revolution oder aber indirekt durch Geldentwertung, wie z.B. bei den Nazis in den Vorkriegsjahren.

Denn der Staat kann pleite gehen - das haben Staaten zu allen Zeiten und zu allen Gelegenheiten bewiesen. Nur leider geht dann immer auch das Volk pleite.
Wer von uns realisiert schon wirklich das wir jetzt schon jeden Tag/Monat/Jahr den Kapitaldienst für über 20.000 Euro bedienen mit unserer Lebensleistung? Und das sind statistisch alle (Omas, Behinderte und Säuglinge incl.), faktisch aber nur die Arbeitenden und ein wenig die Vermögenden. Daher sind die Belastungen so hoch.

Daher ist Warren B. wohl auf der sicheren Seite, wenn er auf massive Dollarabwertung setzt - anders kommen die nicht mehr klar sobald der Chinamann nichts mehr leihen kann und sein Geld wiederhaben will, weils selber eng wird.
Da die Schulden in Dollares sind, bring da eine Abwertung (Enteignung des Gläubigers!) jede Menge Luft.
Die eigentliche Frage ist nur ob das über eine galoppierende Inflation oder über einen brutalen Schnitt geschieht.
"Yes we can!" bekommt dann eine ganz andere Bedeutung und wird wohl viele hier überraschen (zumindest werden die so tun als ob!).
So wie der Slogan "Enduring Freedom" ja auch eher zu seiner Alternativübersetzung hingeht.
Enduring ist eben nicht nur "andauernde" Freiheit, sondern kann auch "aushalten" und "durchleiden" bedeuten, was ja der Realität deutlich näher kommt.
Mensch was schwafel ich wieder, Tschuldigung an alle Leser, die das nicht interessierte, aber da wir ein globalisiertes Hobby haben, wird uns das schon tangieren und zumindest ich freue mich über jeden der mir meinen Pessimismus dazu hier etwas verringert.
Froh wäre ich wenn ich mich total irren würde und alles Bingo liefe.
Gruß. Maruski
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KayTee
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Re: Die Company wurde (mal wieder) gerettet !

Beitrag von KayTee »

Moin!

(ein einmaliger Beitrag, bitte ignorieren wenn man "Geschwafel" nicht lesen will)

Ich habe einen ähnlichen Ansatz neulich auf einer anderen Plattform diskutiert.

Wir und weite Teile der Welt haben ein offensichtliches Politikproblem. Kurzsichtigkeit, Verantwortungslosigkeit gegenüber den Nachfolgegenerationen, keinerlei Ausgabendisziplin. Es sind immer die Bevölkerungen der jeweiligen Volswirtschaften, die diesen Schei## bezahlen, über kurz oder lang.

Aber ist das der Kern des Problems oder nicht doch nur ein Symptom?

Die große Mehrheit der deutschen Politiker setzt sich zusammen aus bestenfalls mittelmäßigen Juristen, Lehrern und Gewerkschaftern.
Diese Herren und Damen bekommen vom Stimmvieh (uns!) den Auftrag, in unserem Interesse und mit unserem Geld dieses Land zu führen.
Diesen Job erledigen sie seit mindestens zwanzig Jahren mit stets schlechter werdender Qualität bei permanent zunehmender "Selbstbedienungsmentalität" und Abkoppelung von den Interessen des Auftraggebers.
Das nennt man in der BWL ein "Prinzipal-Agenten-Problem", der Prinzipal beauftragt einen Agenten, in seinem Interesse und auf seine Rechnung eine Leitungsfunktion wahrzunehmen. Das Interesse des Agenten liegt prinzipiell eher bei ihm selbst als beim Wohlergehen des Prinzipals, außerdem hat er einen Informationsvorsprung und handelt somit nicht optimal im Sinne des Aufraggebers.

Eigentlich zu trivial um daraus wirklich eine Theorie zu schmieden.

Der Witz ist: es liegt im Aufgabenbereich des Prinzipals, dieses Fehlverhalten zu erkennen (das Beschissen-Werden!), gegen zu steuern und gegebenenfalls Kündigungen auszusprechen.

Genau das zu erkennen scheint weite Teile der deutschen Bevölkerung zu überfordern.
Man macht wieder sein Kreuzchen bei den größten Volksbescheißern der Nachkriegsgeschichte ("Pipeline/Brioni" Gerhard S.), hat ein Gedächtnis von zwölf bis Mittag, jammert aber 365 Tage lang über "die da oben", wie mies doch alles sei und hat den Scheiß aber selbst verursacht.

"Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient" schrieb mal ein schlauer Mensch.
Wahrscheinlich ist das so, wenn ich mir den breiten Erfolg von "DSDS" oder "Vera am Mittag" ansehe.
"McDonaldisierung der Gesellschaft", nur ohne den Anspruch an die Qualitätssicherung, dafür gesegnet mit schier unendlichem Neid auf alles und jeden.

Meines Wissens gibt es nur in Deutschland "böses" und "gutes" Einkommen, das unterscheidlich besteuert wird (= Zuschlag der "Reichensteuer" = Neid).

Hatte Adorno recht? Ich bezweifele, daß diese Volksverdummung "von oben" geplant und angeregt wird (in seinem Sinne einer "Herrschaftsverfestigung" durch Volksverdummung), mir erscheint das eher wie eine Überschätzung der politisch Handelnden. Huhn-Ei-Paradox- was war zuerst da? Niveaulose Politker die dämliche aber einfache Phrasen dreschen oder dämliche Wähler, die Schwieriges auch nicht verstehen können und wollen?

Ich bzw. jeder einzelne von uns kann und wird daran nichts ändern, ebenso wenig wie an absurder Finanzpolitik in China oder Russland oder den USA.
Wir können nur zusehen, daß wir unsere eigenen Hintern von der Wand bekommen und so gut wie möglich das eigene Ding durchziehen.

"You gotta roll with the punches" oder man steckt den Kopf in den Sand oder man blökt mit den verdummten Massen und stopft Dreck in sich hinein, jeder hat die Wahl.

Over & out.

Gruß,
KayTee
"Auf dass die Hand nur lenken möge, was der Fuß zum Leben erweckte!"
maruski
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Re: Die Company wurde (mal wieder) gerettet !

Beitrag von maruski »

Hi KayTee, hast ne pn.
Gruß! Maruski
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rainer_aus_ulm
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Re: Die Company wurde (mal wieder) gerettet !

Beitrag von rainer_aus_ulm »

shovelfauli hat geschrieben:
vampyr hat geschrieben:Ich werd wohl ab April arbeitslos sein . . . oder beim Wettbewerb anfangen . . .
Hallo Thorsten,

dann wünsche ich dir alles Gute.

Hier unten am See sind schon ein paar Autozulieferer insolvent und einige andere haben Kurzarbeit angemeldet (ZF/Continental[VDO]).

Viel Erfolg
Fauli
Yoo Thorsten. Viel Glück!

Durch meinen Komplettumbau bedingt sehe ich mich genötigt für die Zukunft ein paar Werkzeugmaschinen anzuschaffen. Kotzt mich einfach an

Überraschung !
Die Preise sind seit 12/2008 um bis 30% gestiegen :shock:
Selbst die Gebrauchtmaschinenhändler (deren Hallen knallevoll sind) sehen sich in keinster Weise gezwungen ihre Preise der nichtvorhandenen Nachfrage anzupassen.
Schätze daß dies wie mit den Immobilienmaklern ist:
Scheißegal die Bank lässt mich nie unter gehen
Also: So schlecht kann es wohl nicht sein
:?

rainer
Absoluter Premium-Babbelkopp. Schwafelweltmeister.
Alter Furz der gerne und oft den Faden verliert.
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