moin steiner,
Meine Vermutung ist, das das "wandern" des strammen Punktes darauf hin deutet, das Du ne Zähnezahl vorn / hinten = Ritzel / Kettenrad = grade / ungrade oder andersrum ungrade / grade fährst, also z.B. 24 / 47 oder so.
gruß
Kettenspannung
Moderator: Gerry
Re: Kettenspannung
Hallo Steiner,
Du bist zu voreilig mit Deiner Meinung. Wenn Du eine Markierung am Kettenblatt machst und das Hinterrad eine Umdrehung weiterdrehst, hast Du nicht die selbe Konstellation wie zu Beginn. Um die zu berechnen, musst Du die Zähne vom Ritzel und Kettenblatt kennen, sowie die Anzahl der Kettenglieder. Durch Primfaktorzerlegung kann man das kleinste gemeinsame Vielfach berechnen.
Ein Beispiel: wenn das Ritzel 24 Zähne hat, das Kettenblatt 51 und die Kette 100 Glieder, dann hast Du alle 200 Umdrehungen des Hinterrads die selbe Konstellation.
Mach die Markierung lieber auf der Kette, da findest Du wahrscheinlich mehr heraus.
Ich spanne die Kette niemals mit aufgebockten Hinterrad. Das würde bedeuten, dass die Schwinge in der Geometrie so konstruiert ist, dass sie in jedem Winkel konstante Kettenspannung hat. Wenn dem so wäre, müsste man kein Spiel einstellen.
Du stellst die Kettenspannung für einen Sonderfall ein, nämlich wenn der Dämpfer völlig ausgefahren ist. Das ist nicht der Normalfall.
Mal was allgemeines. Wenn man ohne Not etwas überprüft und im Vorfeld keinen genauen Plan hat, wie man die Messwerte zu interpretieren hat, sollte man das einfach lassen. Die Kette macht ja offensichtlich keine Probleme (ist ein Markenprodukt). Fahr doch einfach und lass Dich nicht ins Boxhorn jagen, nur weil Berufspessimisten Probleme konstruieren.
Gruß Arthur
Du bist zu voreilig mit Deiner Meinung. Wenn Du eine Markierung am Kettenblatt machst und das Hinterrad eine Umdrehung weiterdrehst, hast Du nicht die selbe Konstellation wie zu Beginn. Um die zu berechnen, musst Du die Zähne vom Ritzel und Kettenblatt kennen, sowie die Anzahl der Kettenglieder. Durch Primfaktorzerlegung kann man das kleinste gemeinsame Vielfach berechnen.
Ein Beispiel: wenn das Ritzel 24 Zähne hat, das Kettenblatt 51 und die Kette 100 Glieder, dann hast Du alle 200 Umdrehungen des Hinterrads die selbe Konstellation.
Mach die Markierung lieber auf der Kette, da findest Du wahrscheinlich mehr heraus.
Ich spanne die Kette niemals mit aufgebockten Hinterrad. Das würde bedeuten, dass die Schwinge in der Geometrie so konstruiert ist, dass sie in jedem Winkel konstante Kettenspannung hat. Wenn dem so wäre, müsste man kein Spiel einstellen.
Du stellst die Kettenspannung für einen Sonderfall ein, nämlich wenn der Dämpfer völlig ausgefahren ist. Das ist nicht der Normalfall.
Mal was allgemeines. Wenn man ohne Not etwas überprüft und im Vorfeld keinen genauen Plan hat, wie man die Messwerte zu interpretieren hat, sollte man das einfach lassen. Die Kette macht ja offensichtlich keine Probleme (ist ein Markenprodukt). Fahr doch einfach und lass Dich nicht ins Boxhorn jagen, nur weil Berufspessimisten Probleme konstruieren.
Gruß Arthur
Re: Kettenspannung
@Arthur: Also das ist ja genau der Trick dabei dass ich bei einer Umdrehung nicht die gleiche Konstellation habe denn wenn ich z.Bsp. wie bei Deiner Übersetzung das Rad 200 mal drehe und dann wieder genau an der gleichen Stelle bin was erkenne ich dann? Nur dass das Spiel das gleiche ist wie bei der ersten Messung.
Meine Methode sagt mir dass mein Kettenblatt nicht "eiert" sondern die Kette ungleich ist sonst wäre die Kette immer an der Markierung locker oder stramm und bei einer Drehung von 180° dann genau das Gegenteil.
Einfach weiterfahren möchte ich so nicht denn ich kann die Kette ja nicht "sauber einstellen".
Ich mach das übrigens auch nicht im aufgebockten Zustand sondern unter Last aber da ist das prüfen ob die Kette gleich oder ungleich gelängt etwas schwierig deshalb bei freiem Hinterrad wobei die Kette egal der Schwingenstellung ja auch zumindest überall gleich sein sollte.
@ Vorredner ich fahre 23 / 47
Meine Methode sagt mir dass mein Kettenblatt nicht "eiert" sondern die Kette ungleich ist sonst wäre die Kette immer an der Markierung locker oder stramm und bei einer Drehung von 180° dann genau das Gegenteil.
Einfach weiterfahren möchte ich so nicht denn ich kann die Kette ja nicht "sauber einstellen".
Ich mach das übrigens auch nicht im aufgebockten Zustand sondern unter Last aber da ist das prüfen ob die Kette gleich oder ungleich gelängt etwas schwierig deshalb bei freiem Hinterrad wobei die Kette egal der Schwingenstellung ja auch zumindest überall gleich sein sollte.
@ Vorredner ich fahre 23 / 47
Wenn du tot bist, dann weisst du nicht, dass du tot bist. Es ist nur für die anderen schwer.
Genau so ist es, wenn du blöd bist.
Genau so ist es, wenn du blöd bist.
Re: Kettenspannung
Hallo Steiner,
dasselbe Problem hab ich seit Jahrzehnten (immer ab 1500km nach dem Kettensatz-Wechsel) und mir deshalb wie Rüttelplatte einen Kettenspanner gebaut. Mittlerweile ist der von W+W drin.
Ich bin alle Fehlerquellen 1000 und 1 mal durch. Ketten/Ritzelflucht, Ritzelzentrierung, mittige Auflage der Kette usw.(auch schon unterschiedliche Ritzelkombination)
Einzig plausible Ursache bei mir: Rahmen tiefergelegt, so daß der Mittelpunkt des Getrieberitzels 5cm mehr unter der Hinterradachse liegt als original.
Dadurch entstehen beim Aus- und Einfedern extreme Spannungsunterschiedeund die Kette längt sich unterschiedlich.
Vor allem bei meiner "zügigen" Fahrweise. Rüttelplatte hats schon erwähnt.
Nachdem ich das nicht rückgängig machen will, hab ich mich mittlerweile damit abgefunden, daß trotz Kettenspanner und peinlichst genauer Ausrichtung, keine Kette länger als 15-20000km drin bleibt.
Soll nicht heißen, daß sie dann schrottreif ist, nur traue ich der Kette nicht mehr, wenn die Nachspann-Intervalle kürzer als 500km werden.
3cm Unterschied zwischen der straffsten und lockersten Stelle sind für mich kein Grund zum Kettensatz-Wechsel, Sorgen mach ich mir bei 5cm.
Eine gerissene Kette hatte ich noch nie, musste aber schon mal einer vom Vordermann "ausweichen".
Die war aber in einem Gottserbärmlichen Zustand.
Zum Thema Kettenqualität: Tsubaki waren bei mir immer am schnellsten platt. Regina und Rev Tech (CCI 59550) halten am längsten.
O-ring halten nicht unbedingt länger.
Gruß, Erich
dasselbe Problem hab ich seit Jahrzehnten (immer ab 1500km nach dem Kettensatz-Wechsel) und mir deshalb wie Rüttelplatte einen Kettenspanner gebaut. Mittlerweile ist der von W+W drin.
Ich bin alle Fehlerquellen 1000 und 1 mal durch. Ketten/Ritzelflucht, Ritzelzentrierung, mittige Auflage der Kette usw.(auch schon unterschiedliche Ritzelkombination)
Einzig plausible Ursache bei mir: Rahmen tiefergelegt, so daß der Mittelpunkt des Getrieberitzels 5cm mehr unter der Hinterradachse liegt als original.
Dadurch entstehen beim Aus- und Einfedern extreme Spannungsunterschiedeund die Kette längt sich unterschiedlich.
Vor allem bei meiner "zügigen" Fahrweise. Rüttelplatte hats schon erwähnt.
Nachdem ich das nicht rückgängig machen will, hab ich mich mittlerweile damit abgefunden, daß trotz Kettenspanner und peinlichst genauer Ausrichtung, keine Kette länger als 15-20000km drin bleibt.
Soll nicht heißen, daß sie dann schrottreif ist, nur traue ich der Kette nicht mehr, wenn die Nachspann-Intervalle kürzer als 500km werden.
3cm Unterschied zwischen der straffsten und lockersten Stelle sind für mich kein Grund zum Kettensatz-Wechsel, Sorgen mach ich mir bei 5cm.
Eine gerissene Kette hatte ich noch nie, musste aber schon mal einer vom Vordermann "ausweichen".
Die war aber in einem Gottserbärmlichen Zustand.
Zum Thema Kettenqualität: Tsubaki waren bei mir immer am schnellsten platt. Regina und Rev Tech (CCI 59550) halten am längsten.
O-ring halten nicht unbedingt länger.
Gruß, Erich
Gruß, Erich
Kicker only
Kicker only
Re: Kettenspannung
@ Arthur
Kommunikativer Error.
Bei ausgebauten Dämpfern nicht die Schwinge hängen lassen, sondern in die Waagerechte bringen = längste Distanz zwischen Ritzel und Kettenrad finden - das ist der Normalzustand, wenn man drauf sitzt und fährt. Ein- und Ausfedern sind die Zustände, bei denen die Kette sich verkürzt.
Man stelle an der lockersten Kettenstellung ein und das bei der längst möglichen Distanz - einfache Logik.
Dort einstellen, nicht am Extrempunkt unten oder oben, die ja durch die Geomethrie des Dreiecks dann kürzer sind.
Niemals aufbebockt die Kette spannen OHNE die Dämpfer auszubauen, da man dann am unteren Schwingpunkt viel zu stramm einstellt, wenn der Bock wieder belastet ist.
Hab mich da wohl nicht klar ausgedrückt.
Bei ausgebauten Dämpfern sucht man den Punkt an dem die Kette die längste Distanz (Waagerechte) hat und stellt dort das Spiel ein, um die unterschiedlichen Betriebszustände auszugleichen.
Da die Schwinge beim Ein- und Ausfedern immer eine kürzere Distanz hat und ja durch die Dämpfer wenig ausfedern kann istd as so optimal.
Enduros und Geländehocker haben diese Extrakettenspanner nötig, da deren federwege deutlich größer sind und damit der untere Teil der Kette viel lockerer wird (wenn der obere weniger Distanz hat) muss das a) durch eine Führung geführt werden und b) gespannt sein, damit es nicht den Rennradeffekt am kettenblatt oder Ritzel gibt.
Im eingebauten Zustand bekommst du wegen der Dämpfer diesen Punkt der längesten Distanz zwischen Ritzel und Kettenrad kaum hin (einige setzen sich auf den Bock und bekommen das zu Zweit dann auch hin die Schwinge in der Waagerechten zu haben.
Ich prüfe meine Ketenspannung nur unter Belastung (sitze drauf) und habe mir dabei schon mal den Finger abgequetscht als ich zwischen Kette und Kettenblatt kam.
Den Finger zwischen Kette und Ketenblatt (zwei Kettenglieder) wieder rauszubekommen wärens man auf dem Bock sitzt und das Blut fließen sieht ist ei Erlebniss.
Aber so kann man die Kettenspannung gut prüfen.
Gruß in die WWWelt vom kalten, regnerischen und windigen Wiesenrand.
Fuck this summer!
Maruski
Kommunikativer Error.
Bei ausgebauten Dämpfern nicht die Schwinge hängen lassen, sondern in die Waagerechte bringen = längste Distanz zwischen Ritzel und Kettenrad finden - das ist der Normalzustand, wenn man drauf sitzt und fährt. Ein- und Ausfedern sind die Zustände, bei denen die Kette sich verkürzt.
Man stelle an der lockersten Kettenstellung ein und das bei der längst möglichen Distanz - einfache Logik.
Dort einstellen, nicht am Extrempunkt unten oder oben, die ja durch die Geomethrie des Dreiecks dann kürzer sind.
Niemals aufbebockt die Kette spannen OHNE die Dämpfer auszubauen, da man dann am unteren Schwingpunkt viel zu stramm einstellt, wenn der Bock wieder belastet ist.
Hab mich da wohl nicht klar ausgedrückt.
Bei ausgebauten Dämpfern sucht man den Punkt an dem die Kette die längste Distanz (Waagerechte) hat und stellt dort das Spiel ein, um die unterschiedlichen Betriebszustände auszugleichen.
Da die Schwinge beim Ein- und Ausfedern immer eine kürzere Distanz hat und ja durch die Dämpfer wenig ausfedern kann istd as so optimal.
Enduros und Geländehocker haben diese Extrakettenspanner nötig, da deren federwege deutlich größer sind und damit der untere Teil der Kette viel lockerer wird (wenn der obere weniger Distanz hat) muss das a) durch eine Führung geführt werden und b) gespannt sein, damit es nicht den Rennradeffekt am kettenblatt oder Ritzel gibt.
Im eingebauten Zustand bekommst du wegen der Dämpfer diesen Punkt der längesten Distanz zwischen Ritzel und Kettenrad kaum hin (einige setzen sich auf den Bock und bekommen das zu Zweit dann auch hin die Schwinge in der Waagerechten zu haben.
Ich prüfe meine Ketenspannung nur unter Belastung (sitze drauf) und habe mir dabei schon mal den Finger abgequetscht als ich zwischen Kette und Kettenblatt kam.
Den Finger zwischen Kette und Ketenblatt (zwei Kettenglieder) wieder rauszubekommen wärens man auf dem Bock sitzt und das Blut fließen sieht ist ei Erlebniss.
Aber so kann man die Kettenspannung gut prüfen.
Gruß in die WWWelt vom kalten, regnerischen und windigen Wiesenrand.
Fuck this summer!
Maruski
79er FX1200; SR500; RM-Z250; RM-Z 450
Despite the high cost of living, it remains popular.
www.planetrock.com
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-
Hallertauer
Re: Kettenspannung
Hi Leute,
teilweise recht gute und stimmige Erklärungen, nur die exakte Kettenspannung ( Durchhang in mm ) hat bisher noch keiner Erwähnt.
Genau das würde mich gerade interessieren !
Zu Moppedketten im allgemeinen habe ich noch zu sagen :
Damals in den 70er Jahren war es an meiner Z1 900 ganz normal das sich eine neue Kette alsbald verwindet bzw. längt und somit recht unterschiedliche " Durchhänger hatte. Obwohl Endlos u. O-Ring !
Ich denke mal, das die Summe aller bereits sehr richtig erwähnten Faktoren dabei eine große Rollen spielen.
Ansonsten eben auf einen Belt ( mit dem Gedanken spiele ich ) umrüsten. Meine 93er WG. mit Riemen, ist da mehr als Pflegeleicht.
teilweise recht gute und stimmige Erklärungen, nur die exakte Kettenspannung ( Durchhang in mm ) hat bisher noch keiner Erwähnt.
Genau das würde mich gerade interessieren !
Zu Moppedketten im allgemeinen habe ich noch zu sagen :
Damals in den 70er Jahren war es an meiner Z1 900 ganz normal das sich eine neue Kette alsbald verwindet bzw. längt und somit recht unterschiedliche " Durchhänger hatte. Obwohl Endlos u. O-Ring !
Ich denke mal, das die Summe aller bereits sehr richtig erwähnten Faktoren dabei eine große Rollen spielen.
Ansonsten eben auf einen Belt ( mit dem Gedanken spiele ich ) umrüsten. Meine 93er WG. mit Riemen, ist da mehr als Pflegeleicht.
Re: Kettenspannung
Möchtest Du eine genaue "Durchhangmillimeterangabe"?? Die gibts nicht.nur die exakte Kettenspannung ( Durchhang in mm ) hat bisher noch keiner Erwähnt. Genau das würde mich gerade interessieren !
Je nach Hersteller werden 15-25mm Durchhang (Bewegungsmöglichkeit an der festesten Stelle nach oben und unten) angegeben. Das ist auch abhängig vom Abstand des Ritzels vom Drehpunkt der Schwinge.
Im fahrfertigen Zustand draufsetzen und am unteren Kettentrum fühlen oder fühlen lassen ob ausreichend Spiel da ist - fertig. Wer sich mit seinem Roller beschäftigt sollte das irgendwann drauf haben.
gruß
Re: Kettenspannung
Weil du es ja genau wissen willstHallertauer hat geschrieben:Hi Leute,
teilweise recht gute und stimmige Erklärungen, nur die exakte Kettenspannung ( Durchhang in mm ) hat bisher noch keiner Erwähnt.
Genau das würde mich gerade interessieren !
Gruß Otter
Chrome is my favourite colour!