Zündaussetzer

Moderator: Gerry

maruski
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Zündaussetzer

Beitrag von maruski »

Moin Shovelistas,

nun habe ich auch mal ein technisches Problem, bei dem ich gerne kundigen Rat hier aus der illustren Runde bekomme.

Klaro handelt es sich dabei dann um ein Problem aus der ominösen Welt der unsichtbaren Ladungen, die irgendwie bei mir, seit der Motorrevision (Top End), den hinteren Zylinder mit Zündaussetzern beglücken.
Was man nicht sehen kann muss man verstehen, um es erkennen zu können.
Und da hapert es bei mir deutlich beim Thema Strom.

Habe eine Dyna S, Single Fire mit den grünen Dual Plug Dyna Zündspulen für die vier Kerzen (die ich auch habe), die seit über 20 Jahren treu und absolut problemlos ihren Dienst tut.
Motor ist ein 1200er aus 1979, S&S Innereien und SU Vergaser.

Lief immer picobello, bis ich jetzt dem Motor neue Ventile, Kolben etc. gegönnt habe, weil mein Ölverbrauch einen Liter/100km überstieg.
Brauchte dann auch gleich zwei Übermaße mehr!!!!
Also alles sehr gut abgenutzt.
Hatte alles aber auch über 160.000km ohne Probleme gelaufen, seit der letzten Komplettüberholung.
Zusammengebaut habe ich das alles soweit wohl passend, da ich ca. 2000km (u.a. Bodenwerder) gefahren bin, ohne das es geknallt hat.
Da sollten sich eventuelle Montagefehler doch schon gezeigt haben, denke ich mir.
Keine ungewöhnlichen mechanischen Geräusche zu hören (mit Steoskop).

Die Kiste läuft auch gut, etwas hart im Vergleich zu dem ausgelutschten Motor, aber da denke ich mir, dass das wohl eher normal so ist für einen langhubigen Shovel und das Butterweiche vorher eben schon Verschleißerscheinung waren.
Vibrieren tut der Hocker wenig - also in der Relation zu anderen Shovels.

Habe die Zündung ca. 3-4° auf Spät gedreht und damit den Motor dann auch etwas kultivierter zum laufen bekommen und dafür beim warmen Ankicken etwas mehr Show (also vier - fünf Kicks).

Hab Standartkolben drin (dritte Übermaß), aber durch das sehr reichliche Planen der Köpfe (war notwendig) ist die Kompression nun natürlich höher.
Auch hat der Motor jetzt ja etwas mehr Hubraum.
Da kann das mechanische Feeling dann schon anderes rüberkommen, denk ich mir.

Aber der hintere Zylinder hat klar unregelmäßige Zündaussetzer und wird auch langsamer und weniger warm.
Kann man an den Rohren sehr deutlich fühlen und auch sehen, wenn man eine Hand vor vor den Auspuff hält.
Die Hand wird teilweise richtig anggesaugt vom hinteren Auspuff.
Vorne flattert sie sehr gleichmäßig und die Abgase haben auch immer die gleiche Temperatur.

Mit meiner Glaskerze kann ich sehen das Zündungen unregelmäßig, auch beim Gasgeben und in etwas höheren Drehzahlen (so um die 2000 U/min), ausfallen und die Verbrennung eben nie "bunsenblau" abläuft.

Meinen alten SU habe ich zerlegt, gersäubert und mit Standarteinstellung eingebaut = optimale Einstellung (wieder einen Verbrauch von 5 Litern auf 100km und nicht über 6 Liter/100km) muss ich nun beim Fahren finden, was aber eine saubere Zündung voraussetzt.

Bei höherer Drehzahl (> 2000 U/min) scheint es gut zu sein, da die Kerzen gleiche Farbe (etwas zu fett) haben und der hintere Zylinder auch nichts schwarz raushaut, wie im Leerlauf/Standgas.

Nun meine Fragen an die Kundigen hier in der Runde:
Wie messe ich die Dyna (Spulen und Geber) richtig durch und hilft das überhaupt beim Fehersuchen, oder vermutet ihr den Fehler ganz wo anders?

Kabel sind soweit ich sehen kann i.O. (habe alle Kabelschuhe neu gemacht und verlötet), die Zündkabel sind erst zwei Jahre alt und sehen auch noch gut aus.
Das wird aber nächste Woche der erste Schritt zur Feherfindung sein = neue Zündkabel.

Wie gesagt der Bock läuft ja nicht wirklich schlecht - aber eben nicht optimal.
Und mit Zündaussetzern, auch wenn nur im Standgas, will ich mich nicht abfinden.
Fehlzündungen hab ich gar nicht und der Motor zieht sauber hoch.

Also wie misst man eine Dyna S Zündung durch?
Weiß das hier jemand?
Und bitte in Idiotensprache erklären.
Für mich funktioniert Strom wie eine Wasserleitung, wo kleine Kügelchen durch das Kabel gedrückt werden und dann die zauberhaften elektrischen Dinge geschehen lassen.
Auf dem Niveau brauche ich die Hilfe!
Ach ja so ein Voltmeter habe ich und kann auch (fällt mir aber nicht leicht) zwischen Ohm und Ampere oder Volt unterscheiden.

Komme gerade aus Andalusien zurück (>40°C).
6800km Pyrinäen und Sierra Nevada Schotterserpentinen mit meinem PreEvo LKW/WoMo. Der Zossen (LF8 608er) hat gar keinen Strom nötig, wenn er erst mal läuft, da der Motor sichs elber zündet.
Harley sollte mal über einen V2-Dieselmotor nachdenken.

Also bitte alles an Tips - egal wie skuril, da ich jede Idee bei meiner Suche nach dem Fehler in den den Windungen des Kupferwurms gut gebrauchen kann.

"Keep on wrenchin´"

Maruski
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trybear
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von trybear »

Nabend,

ich würde als erstes die Spule und beide Kabel des hinteren mit dem vorderen Zylinder tauschen und gucken , was passiert.

Kupfer oder Kohlekabel? Kohlekabel gehen auch mal kaputt. Bei Kupferkabeln gehen mal die Kerzen-Stecker kaputt

"nie Bunsenblau" finde ich soweit ok bei luftgekühlten Motoren, die brauchen mehr Innenkühlung als wassergekühlte.

gruß
RogerBerglen
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von RogerBerglen »

Zündaussetzer am hinteren Zylinder hatte ich vor 6 Jahren. Diese kamen aber nur in den ersten paar Minuten nach dem Ankicken danach lief der Motor eigentlich sauber und rund.
Die Ursache waren damals schwergängige und klemmende Ventile in den Ampco-Führungen, die mir von einer Werkstatt eingebaut worden sind.
Eine andere Werstatt hat mir dann gesagt, auf keinen Fall Ampco Führungen einsetzen, sondern nur die originalen Eisenführungen.
Man konnte an den Ventilschäft dann auch erkennen, dass sich das Ampcomaterial schön am Schaft verteilt hatte.
Bernd81
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Bernd81 »

Moin Maruski,

Hast du das Zündproblem inzwischen gelöst?Ich hab hier noch eine Möglichkeit die ich bei meinem Moped an der OEM elektronischen Zündung angewendet habe.

Mit einem Multimeter an den Kontakt der Zündspule an dem das Kabel von der Zündanlage angeschlossen ist rangehen.Den Motor laufen lassen.Jetzt muss in der Anzeige im Wechsel erscheinen 12 Volt oder etwas drüber um dann ca 2,5 Volt.Abweichungen von den 12 Volt oder wechselnde Werte dann ist etwas mit der Zündanlage verkehrt wahrscheinlich wie man so sagt. Down to Moses.

Bernd

P.S. Diese Methode habe ich von Arthur
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maruski
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von maruski »

@Bernd81,
"Danke!" (auch an Arthur dann ja) für den Tipp.
Genau sowas an Worten habe ich mir hier von den Fachleuten erhofft.

@RogerBerglen
Die Idee mit dem kaputten Ventil machte mich nicht wirklich freudiger. Zumal ich ja eben erst (vor ein wenig mehr als 1000km) den ganzen Kram erst eigenhändig und penibel zusammengebaut habe.
Ampco Führungen habe ich nicht genommen, sondern die von KPMI, aber wer weiß schon ob man alles richtig gemacht hat und nicht doch das Ventil irgendwie, irgendwo nen kleinen Kick abbekommen hat und nun ab und an klemmt?

Leider komme ich in der Rush-Hour des Lebens zur Zeit kaum auch nur zum entspannten Entspannen (na ja, beim Schreiben hier etwas).

Sobald ich meine Kinder groß habe, werde ich mich wohl wieder für die würdevolle Armut entscheiden, da ich zu meinen sehr kargen Zeiten im Studium wenigstens satt Zeit und Muße hatte mein Leben so selbständig (also unabhängig) zu leben, wie ich es für richtig halte (und dazu gehört halt auch gelebtes DIY).
Also eben auch das Schrauben am Shovel und dem restlichen Fuhrpark und all dem anderen Technikgerümpel (aktuell schreit auch der Geschirrspühler nach ner neuen Pumpe! Kein Ding, eigentlich, aber es wird wohl ein Neukauf werden müssen.).
Dinge, die ich nicht reparieren kann, weil ich sie nicht verstehe (oder die Ingos da Fallen eingebaut haben) sind mir vom Gefühl her seit je her zuwider. Genau so wie wegschmeißen, weil man es nicht wieder zum Laufen bekommt.

Schien ja damals immer für Aussenstehende nur aus Gründen der materiellen Not zu geschehen, da ich mir offensichtlich ja aufwendige Reperaturen oder gar Neukauf (auch nur von Teilen) nicht leisten konnte.

Weit gefehlt, merke ich jetzt, wo der fehlende Mammon nicht mehr so das Thema ist.
Beim immer schneller werdenden Tanz ums "Goldene Kalb" verliere ich spührbar den Bezug zu mir selbst und ebenso den Bezug zu den Dingen der Umwelt.
Da liegt wohl auch ein großer Teil der Magie vom alten Harleys - sie erden einen beim Schrauben mit einem selber und der Welt und geben einem so weit mehr als nur schöne Stunden in Garage oder dem Wind.

Werde wohl erst in drei Wochen wieder die Ruhe und den Raum finden den Shovel aus der Garage zu schieben und ebenso das Werkzeug aus den Schränken zu holen.

Dann melde ich mich sofort, falls ich den Fehler gefunden haben sollte.
Meine Hoffung liegt natürlich auf Arthurs früherer (und von mir, nach buchstäblicher Erfahrung, ja nicht zu teilender) übler Beleumundung der Dynas und deren Exodus in die ewigen Jagdgründe der Elektrik, da ein mechanisches Problem nur wieder noch mehr Zeit kosten würde.

Erschwerend kommt dazu, dass die Mühle ja eigentlich fein läuft, sauber anspringt und eben nur nicht so cool am Gas hängt, wie gewohnt und ich mit den Händen am Auspuff und auch mit der Glaskerze, Zündaussetzer am hinteren Zylinder erkannt habe.

Ist aber alles ja kein echter Beinbruch, da ich ja noch andere angemeldete Motorräder habe (wenn das Wetter es mal zuläßt in der Arbeitszeit Dienstfahrten mit dem Mopped zu machen) und mir eh privat die Zeit fehlt sie zu bewegen.

Nur wurmt (Na, eine Chance mit dem Bronce Vergaser auch die kaputte Zündung zu optimieren?) mich halt sowas latent, da ich ja weiß das ich da noch ran muss und mich ja auch drauf freue zu basteln, wenn ich Zeit hätte.
Es ist eben ein permaneter Hinweis darauf, dass etwas nicht ganz richtig läuft, wenn man so Kleinigkeiten nicht auf die Reihe bekommt.

Also das kann noch dauern, bis ich Meldung mache. Aber ich werde aber berichten.

Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
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Hawkeye
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Hawkeye »

Klasse geschrieben :wink:
Hawkeye
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1200 FLH, Bj80, schwad, fast originol
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Bernde
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Bernde »

Hallo, ich bin der Neue ...

Welchen (NGK-)Wärmewert haben Deine Kerzen?
Welche Farbe hat der Isolator jeweils?
maruski
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von maruski »

@ Bernd81
Habe heute tatsächlich ne halbe Stunde Zeit gefunden, um mal das Multimeter rauszusuchen und den Hocker rauszuschieben und mal zu messen.

Alles für mich erstmal unverstehbarer Shit³ mit den Messungen - am Pluskabel kommen, bei Motor, aus und Zündung an keine 12V an - sondern irgendwas, das mir das Multimeter nur ne seltsame 1 gans voren links im Display anzeigt.
Läuft der Motor kommen dort 6V mit unterschiedlichen Werten hinter dem Komma, an.
Aber keinerlei Oszilation zwischen 12V und 2,5V - ist ein stabiler Wert, der hinter dem Komma wackelt.
Werde wohl auch mal das Messgerät überprüfen müssen.

Hab mir dann meine alten Anschlussunterlagen rausgesucht von Dyna und musste sehen, dass die Bildchen dort sich von meinen realen Spulen unterscheiden und auch die Kabelage komplett anderes angeklemmt ist, als auf dem mitgelieferten Schema.

Tja, das hat man davon, wenn der Mist über 15 Jahre problemlos läuft und ich ihn niemals wieder anfassen musste, nachdem ich es einmal richtig eingebaut hatte.
Ich habe nach so langer Zeit absolut keine Ahnung mehr wie ich das damals angeschlossen habe und/oder ob da jetzt bei der Motorrevision (war eben alles auseinander und lag fast 4 Monate in ner Werkstatt rum, wo Kinder und Jugendliche ab und an rumtobten) was durcheinander gekommen ist.

In dem Schema von Dyna haben die Spulen oben und unten Anschlüsse, meine haben sie nur unten vor und hinter dem "Anker", mit dem sie auch an den Halter geschraubt sind.
Ist ja wohl dann die Minusseite der Spule.

Es muss aber sicherlich zwingend am Kabel, dass von dem An/Aus/Zündschloss an diese Schraube kommt 12V sein, damit alles gut läuft.
Da ist der erste Fehler auf jeden Fall mal zum weiterforschen.

Laut Dyna müssen diese Schrauben/Anschlüsse zwischen den beiden Zündsulen mit einem "Jumper" verbunden sein.
Ist es auch.
Nur sind dort keine 12V!

Dann gibt es ein rotes, ein weißes und ein schwarzes Kabel von der Gebereinheit (die die Unterbrecher ersetzt).

Hier sollt es, so habe ich dich Bernd81 verstanden, zwischen 12V und 2,5V oszilieren, bei laufendem Motor.

Hier werde ich also erstmal zu klären haben, ob da alles überhaupt noch richtig angeklemmt ist?

Ein Riesenmurks könnte da passiert sein deucht mir und ich bin dann mehr als verwundert (wenn dem so ist), dass die Mühle ja eigentlich nicht schlecht anspringt und stabil (nur ein wenig unrund) läuft mit den nichtoszilierenden 6V, wo oszilierende 12/2,5V sein sollten.

Ich werde mir hoffentlich morgen die Zeit nehmen können da weiterzuforschen und wohl alles auseinander nehmen und nach dem Dyna -Schema wieder zusammenbauen.
So muss ich das ja damals auch gemacht haben - anderes ist es nicht zu denken, da ich ja nullkommanull Ahnung von der Materie habe, werde ich keinerlei eigenen Kasperkram gemacht haben.
Und 12V vom Zündschloss sind auch sicherzustellen.

Danke für die gegebenen Tipps.

Gruß vom Wiesenrand
Maruski
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Gerdy
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Gerdy »

Moin Markus,

wechsel als erstes vorsichtshalber mal die Batterien Deines Multimters.
Könnte sein das da der/ein Fehler liegt was Deine Messwerte betrifft und probier es dann noch mal.
Hatte ich auch mal, astronomische nicht erklärbare Werte weil der 9V Block einfach mau war.
Viel Glück!
Gruß vonne Küsde,

Gerdy
Bernd81
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Bernd81 »

Moin Maruski,

Zu Deinem , Problem würde ich wie du auch geschrieben hast die Anschlüsse überprüfen und auch,wie Gerdy schrieb,dein Multimeter checken um um einem verwertbaren Ergebnis zu kommen.Lass dann mal hören.

Bernd :D
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von maruski »

@ Gerdy und Bernd81 - jo Männers, das war genau ein Punkt.
Was zeigt das Mistgerät überhaupt was an, wenn es gar nichts mehr kann?
Das ist ja wie beid er Arbeit, wenn die ""Kunden" dort massiven Unsinn fasteln, nur weil sie in Wirklichkeit überhaupt nichts mehr schecken.

Der 9V Block hatte noch 2-3V (allerdings kam ich mir da dann auch schon so vor ;-)))!) und an der Zündspule kamen satte 12,8V an - gemessen mit meinem uralten On-the-road-Messgerät, das analog arbeitet.
Aber an den Anschlüssen ist es immer noch nicht so wie beschrieben.
Da osziliert nichts und an der anderen Schraube habe ich mir, im Schummerliecht meiner Garage, dann fett einen gezwitschert.
Junge ist da Dampf drauf!

Also demnächst in Ruhe mit Muse alles auseinander und mit neuen Kabeln und verlöteten Kabelanschlüssen mit Schrumpschlauch drauf alles wieder nach der Zeichnung von Dyna anbauen.

Werde berichten.

Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
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Arthur
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Arthur »

Mensch Maruski,

mit einem Voltmeter kannst Du doch keine „Oszillation“ messen. Dazu brauchst Du ein Oszilloskop. Das Voltmeter zeigt einen Mittelwert an und da sind die gemessenen 6V gar nicht so schlecht.

Da fällt mir ein Witz ein:

Fragt eine Frau den Elektriker, warum ein Trafo brummt. Der Elektriker: Mädchen, wenn du 50 mal in der Sekunde die Periode hättest, würdest du auch brummen.

Gruß Arthur
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holzlenker
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von holzlenker »

maruski hat geschrieben:Also demnächst in Ruhe mit Muse alles auseinander und mit neuen Kabeln und verlöteten Kabelanschlüssen mit Schrumpschlauch drauf alles wieder nach der Zeichnung von Dyna anbauen.

Werde berichten.

Gruß vom Wiesenrand.
Maruski
Servus maruski,

verlöten würde ich nicht mehr empfehlen...das Lötzinn dringt durch Kapillarwirkung in den ummantelten Kabelbereich und macht es steif (leider nicht ins normale Leben umzusetzen; Eigenversuch endete mit unsagbaren Schmerzen 8) ).

Besser mit entsprechenden Endstücken (Hülsen, Ösen, etc.) verpressen und Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber (kenne ich auch erst seit dem WE; war ein Bekannter da der mit dem Jetski nach Norwegen geschossen ist...nächstes Jahr will er nach Kanada damit...übern Atlantik...)

Jedenfalls ist diese Kombi seewasserbeständig und das soll was heißen.

http://www.conrad.de/ce/de/product/5325 ... 31-Schwarz

Ciao Lutz
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen. (Walter Röhrl)
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von maruski »

@arthur
Ich hatte Bernd81 so verstanden, dass der Wert auf dem Voltmeter hin und her gehen soll zwischen 2,5V und 12V - also osziliert. Das mein Multimeter keine Oszilationskurven kann, war mir klar.
Aber wenn Du sagst, dass nur ein Mittelwert angezeigt wird, dann ist 6,68V z.B. ja wirklich nicht schlecht.

@Holzlenker
Da habe ich dann ja demnächst, neben den Weihnachtsgeschenken für meine Kinder, einen weiteren guten Grund mal wieder nach Bremen zum Conrad zu pilgern.

Ich habe mir gestern sowas hier bestellt
http://www.alkan-werkzeug.de/images/pro ... s/1354.jpg
um mal zu testen wie genau die Zündung abläuft.
Sollen einem den Zündfunken als Blitz zeigen, wenn die zwischen Kerze und Kabel gebaut werden.
Hoffe mal das mir dieser Gimmik weiterer Erkenntnis bringt.
Gibt auch noch sowas hier für kleines Geld
http://ecx.images-amazon.com/images/I/4 ... SY300_.jpg
aber ich dachte mir das es vieleicht besser für mich ist beide Kerzen gleichzeitig in Aktion zu sehen.

An alle Kundigen hier.
Was gib es für richtige Geräte, um die Zündung zu messen/testen?

Danke auf jeden Fall mal für die Inklusionsarbeit eurerseits, die mich an dem sakralen Wissen über die geladenen Teilchen, auch als elektrischer Forrest Gump, teilhaben läßt.

Gruß vom Wiesenrand
Maruski
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Bernde
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Bernde »

Damit ein Funke unter Verdichtung an der Kerze kommt, muß er an der "frischen Luft" minimal 15mm lang sein.

Um das ohne Menschenopfer zu testen, gibt´s solche Geräte:
(geht für DUAL- und SINGLE-Zdg)

Bild


Deine o.g. Teile sind dafür weniger geeignet.
Gruß Bernde
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